Forum: Panorama
Jugendgewalt - kann lückenlose Videoüberwachung das Problem lösen?
Gewalt auf U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen erregt Bürger und Politiker. Lösungen und Prävention werden heftig diskutiert. Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten. Kann sie entscheidend zur Lösung des Problems Jugendgewalt beitragen?
- #1010 28.10.2009 00:45 von fpa
Zustimmung
Ich fürchte, Sie haben Recht. In zahlreichen Untersuchungen wurden z.B. bei Gewalttätern Abweichungen von der Norm im Serotoninhaushalt festgestellt, ganz analog zu denen, die bei depressiven Patienten auftreten.
Und dann gibt es da noch jene finnische Untersuchung, bei der man herausfand, dass mehr als die Hälfte der jugendlichen Gewalttäter Mütter hatte, die an Bipolaren Störungen (früher sagte man "Manische Depressionen") litten. Es gelang sogar den Rezeptor zu bestimmen, wo jene ungünstigen Allele auftreten, die nur geschlechtskreuzend vererbt werden und in Zusammenhang mit den Geschlechtshormonen offenbar unterschiedliche Folgen für das Verhalten der Person begünstigen.
Aber wir sollten uns davor hüten, jegliche Gewalt in einen Topf zu schmeißen. Ich hatte in meinem Ausgangsbeitrag schon jene Gewalt in Kriegen oder bei Völkermorden genannt, sozusagen "Gewalt auf Gesetz oder Vorschrift". Auch jene Gewalt wie sie bei Sexualtätern oder Serienmördern zu Tage tritt, ist eine andere Kategorie.
Wo Ihre Aussage aber voll zutrifft, dass ist jene Langeweile- und Kick-gewalt. Aber statt Morphium würde ich da eher an etwas denken wie: Die Langeweile durch POSITIVE Kicks vertreiben. Die körpereigenen Morphine werden ja durchaus auch bei ihnen hergestellt, nur im Ruhezustand eben in zu geringen Mengen.
Das Problem ist, dass die aus der Physiologie der betroffenen Menschen entstehende chronische Langeweile von der Umwelt als Desinteresse, und damit als Widerstand, interpretiert wird. Und jeder Ausbruchsversuch aus der Langeweile - egal welcher Art - dann sofort Sanktionen nach sich zieht (oder zumindest die lauthalsen Forderungen danach), anstatt frühzeitig zu unterscheiden, ob die Kick-Suche-Versuche in eine Richtung gehen, die gesellschaftlich tragbar ist oder eben nicht, wie eben Gewaltanwendung auf andere Menschen. - #1011 28.10.2009 07:14 von
Sühne
Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu. Der von Ihnen zitierte Diskussionsteilnehmer blendet verschiedene Faktoren aus, die für die Beurteilung von Gewalttaten eine Rolle spielen.
Neben dem Gedanken der Abschreckung ist dies der Gedanke der Sühne. Jedes Opfer einer Gewalttat hat meines Erachtens einen Rechtsanspruch darauf, dass das an ihm begangene Verbrechen gesühnt wird, d.h. dass die Allgemeinheit auf dieses Verbrechen angemessen reagiert. Wenn der Staat (die staatlichen Instanzen) nach einer Gewalttat einfach wegschaut, warum sollten dann einzelne Zeugen einer Gewalttat helfend eingreifen?
Was von manchen als antiquiert und überholt abgetan wird, ist eine der Grundsäulen der Gerechtigkeit. - #1012 28.10.2009 07:59 von
Ganz klar NEIN, Videoüberwachung über ein bestimmtes Mass hinaus bringt uns zwar den Überwachungsstaat näher aber keine Sicherheit.
Wenn wir Sicherheit haben wollen dann muß diese verlogene diskussion über Jugendgewalt aufhören, es muß aufhören das darüber schwadroniert wird wie arm darn die Täter doch sind und es muß aufhören das die die Tatsachen benennen diffamiert we rden während gleichzeitig auch noch Opfer in den Medien z.B. als Spießer in den Dreck gezogen werden oder sogar ganz verschwiegen, wem hier sagt Kevin und Schöppingen etwas.
Wir zählen ach so eifrig die Opfer von Rechts und haben doch nichts besseres zu tun als die tatsachen zu ignoieren wenn sie schon mit Blut nunsere Strassen geschrieben werden. Sagt ein Deutscher eine als rassistisch auslegbare Beleidigung im Streit werden schon die Lichterketten geplant, die Scheckbücher für den Kampf gegen rechts gezügt und der Bundesanwalt sowie Staatsschutz informiert!
Wir haben kein Problem mit Jugendgewalt wir haben ein Problem mit gewalttätigen jugendlichen Migranten die diese Land und Kultur und Menschen ablehnen und die Diskussion wie sie gführt wird fördert dieses Problem noch ganauso wie der Umgang der sogenanten LInken mit diesem Problem, sowie deren sinnlosen Integrationsphantasien und die unfähige Integrationspolitik der jeweiligen Reagierung seit schlagmich tot wie lange schon.
Wir müssen endlich einsehen das wir nicht rasistisch sind wenn wir die Probleme bennen, uns jedoch im hohen Masse rassistisch benehmen wenn wir Teilen der Bevölkerung jegliche Sebstverantwortung für ihr tun absprechen sowie es noch Realtät ist. Wir müßen einsehen das linke resoszialisierungs Kuschel-Romantik Hobbys versagen und nichts weiter als Geldgräber sind. Ein Messer in die Brust ist ein versuchter Mord und weder ein versuchter Totschlag noch ein Hilferuf eines gesellschaftlich Benachteiligten. es sollte auch endlich mal das geschehen was schon Schröder versprochen hatte, Straftäter mit Migrationshntergrund fliegen raus, oder schlicht man greift durch.
Der erwähnte Kevin aus Schöppingen ist nur 18 jahre alt geworden, mehrere Messerstiche in seinen Rücken beendeten dieses Leben vorzeitig und der Täter, ein irakischer Asylberwerber war schon in England durch Gewalt auffällig geworden. ein Leben geopfert auf dem Altar verquaster gutmenschen Politik und genauso ein Verbrechen wie jedes Opfer durch Rechte oder andere ideologisierte Dumpfbacken. - #1013 28.10.2009 10:59 von
- #1014 29.10.2009 00:00 von
Definitiv nicht, zumindest nicht bei bei Judengewalt. Meist sind diese Auseinandersetzungen und Übergriffe Affekthandlungen die auch mit Kameraüberwachung stattfinden.
Ein gutes Beispiel ist die Kameraüberwachung auf St.Pauli in Hamburg. Seit Einführung gab es dort nicht weniger Gewaltdelikte als vorher. Das dort, wie auch auf Bahnhöfen, mit Kameras überwacht wird, sollte auch der Trottel mitbekommen haben. - #1015 29.10.2009 10:24 von Thomas Müntzer
Ohne den Kapitalismus, der Billigarbeiter brauchte, wären die alle gar nicht hier.
Und die jetzigen Niedriglöhne und Lebensumstände sind ausser liebloser Erziehung verantwortlich für die Bedingungen und die dunkle Stimmung, mittlerweile in mindestens einem Drittel der Gesellschaft.
Mit Ihrem Rutenbündel an Strafen, was ja sehr teuer ist, verschärfen sie nur das Problem.
Wir müssen den Kapitalismus überwinden. - #1016 29.10.2009 11:44 von
- #1017 29.10.2009 12:28 von Thomas Müntzer
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