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Jugendgewalt - kann lückenlose Videoüberwachung das Problem lösen?

Gewalt auf U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen erregt Bürger und Politiker. Lösungen und Prävention werden heftig diskutiert. Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten. Kann sie entscheidend zur Lösung des Problems Jugendgewalt beitragen?
  1. #1000

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gewalt auf U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen erregt Bürger und Politiker. Lösungen und Prävention werden heftig diskutiert. Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten. Kann sie entscheidend zur Lösung des Problems Jugendgewalt beitragen?

    Weder eine lückenlose Videoüberwachung noch höhere Strafen können die Jugendgewalt sowie Gewalt und Verbrechen im allgemeinen verhindern, denn ein Straftäter überlegt doch nicht vorher wie hoch seine Strafe im Falle einer Verurteilung ausfällt, bevor er die Straftat begeht. Es wird auch keiner sagen " Hilfe hier sind Kameras, ich kann die Person jetzt nicht verprügeln.". Eine volle Videoüberwachung ist sowieso unmöglich, denn es gibt immer tote Winkel. Des Weiteren können sich die Täter auch vermummen und sind somit auch nicht erkennbar.
  2. #1001

    die kleinen Straftäter

    schon die 4 jährigen treten mit Füssen auf die anderen ein, also ?
  3. #1002

    sind wir mal

    ehrlich, die ganzen Erziehungsexperten sind gescheitert, die Rusltate ihre modernen Erziehung kann man in Kindergärten, Schulen usw bewundern, die ganzen Damen u Herren mit ihren dicken Büchern sind weniger wert, wie eine gute Kindergarten Halbtagshilfe oder eine Lehrerin, dei sich ihrer Schüler/innen annimmt !
  4. #1003

    Zitat von electricalengineer Beitrag anzeigen
    Weder eine lückenlose Videoüberwachung noch höhere Strafen können die Jugendgewalt sowie Gewalt und Verbrechen im allgemeinen verhindern, denn ein Straftäter überlegt doch nicht vorher wie hoch seine Strafe im Falle einer Verurteilung ausfällt, bevor er die Straftat begeht. Es wird auch keiner sagen " Hilfe hier sind Kameras, ich kann die Person jetzt nicht verprügeln.". Eine volle Videoüberwachung ist sowieso unmöglich, denn es gibt immer tote Winkel. Des Weiteren können sich die Täter auch vermummen und sind somit auch nicht erkennbar.
    Nach Ihrer Logik können dann das Strafgesetzbuch, Gerichte und die Polizei abgeschafft werden, weil sich Straftaten sowieso nicht verhindern lassen ?!
    Es gibt aber durchaus bei einem Teil der Gesellschaft, der sich noch einen gewissen Grad an Bildung und Denkvermögen bewahrt hat, die Überlegung, welche Folgen das eigene Handeln haben kann - das nennt sich Abschreckung.

    Wenn diese Abschreckung durch eine Strafandrohung sehr höhe Konsequenzen für einen Straftäter hat, so ist es durchaus möglich, dass sich selbst in bildungsfreien Teilen unserer Gesellschaft die Erkenntnis durchsetzt, dass einer Tat auch eine Strafe folgt.
    Unserer Politik, Justiz und Gesellschaft fehlt nur der Mut zur Konsequenz und zur Härte !
  5. #1004

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gewalt auf U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen erregt Bürger und Politiker. Lösungen und Prävention werden heftig diskutiert. Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten. Kann sie entscheidend zur Lösung des Problems Jugendgewalt beitragen?
    Die Gewerkschaft Ver.di hat eine Petition eingereicht um Gewalttaten im ÖPNV härter bestrafen zu können. Wäre interessant zu hören, was der Bundestag zu dem Thema vorzubringen hat.

    Hier kann man die Petition online unterzeichnen:
    https://epetitionen.bundestag.de/ind...;petition=7022
  6. #1005

    hmm

    mit interesse die artikel in ihren links gelesen. scheint mir aber auch von stadt zu stadt verschieden zu sein.
    hier in stuttgart können sie mit dem fahrrad keine 200m ohne licht fahren ohne von der polizei angehlaten zu werden. zusätzlich scheint die polizei hier in stuttgart über große kapazitäten zu verfügen, oder warum hat sie sonst zeit für umfangreiche, verdachtsunabhängige ausweis- und personenkontrollen z.t. mit durchsuchungen ohne ersichtlichen grund überall im stadtgebiet.
    an manchen tagen wenn man durch stuttgart läuft hat man das gefühl man bewegt sich durch ein von terroristen bedrohtes gebiet, soviel polizei sieht man auf der strasse.
  7. #1006

    Die kleinen Straftäter (Erziehungs-Burn-Out)

    Zitat von sitiwati Beitrag anzeigen
    schon die 4 jährigen treten mit Füssen auf die anderen ein, also ?
    Genau das ist der springende Punkt. Wobei Sie ruhig noch weitere 3 Jahre zurückgehen können.
    Spätere jugendliche Seriengewalttäter sind in der Regel schon im Sandkasten aufgefallen. Bevor sie laufen konnten haben sie den anderen die Schaufel übergezogen.
    Nur werden diese Warnsignale weder von den Eltern noch von der Mehrheit der pädagogisch/psychologischen Fachleute, und schon gar nicht von Medien und Öffentlichkeit wahrgenommen. Es passt einfsach nicht in das Bild des generell "unschuldigen Kindes".

    Dabei sind Tendenzen, andere Menschen nicht als Partner, sondern als "Marionetten" zu sehen, die einem stets zu "dienen" und einem "bei guter Laune zu halten haben" schon sehr früh erkennbar. Wohlgemerkt, hier handelt sich nicht um einmalige oder zweimalige Handlungen - das macht im Prinzip jedes Kind einmal -, sondern um eine generelle Lebenseinstellung.

    Die Crux ist, dass an der Stelle Eltern, die Hilfe suchen, just von jenen beschwichtigt und nicht ernst genommen werden, die sie hinterher, also 10-15 Jahre später, ob der Entwicklung ihrer Kinder als Schuldige an den Pranger stellen. Dabei hättes sie bei entsprechendem Enterntraining, wie man z.B. bei Kindern mit solchen Tendenzen gegensteuern kann, damit sie daraus eben nicht beständige Handlungsschemata entwickeln, am ehesten Chancen, die negative Entwicklung zu verhindern.

    Nur mit den Erziehungstipps für 0815-Kinder kann man denen nicht beikommen. Im Gegenteil, damit wird alles nur schlimmer, sodass die Eltern dieser Kinder nach einigen Jahren vergeblicher Bemühungen (und bereits da laufenden Ächtungen durch andere Eltern) sich logischerweise erschöpft aus der Erziehung ausklinken. Und leider setzt dann erst an der Stelle die Aufmerksamkeit von Fachleuten und Öffentlichkeit ein. Wie es zu dem Erziegungs-Burn-Out der Eltern gekommen ist, interessiert jedoch keinen mehr.
  8. #1007

    Zitat von electricalengineer Beitrag anzeigen
    Weder eine lückenlose Videoüberwachung noch höhere Strafen können die Jugendgewalt sowie Gewalt und Verbrechen im allgemeinen verhindern, denn ein Straftäter überlegt doch nicht vorher wie hoch seine Strafe im Falle einer Verurteilung ausfällt, bevor er die Straftat begeht. Es wird auch keiner sagen " Hilfe hier sind Kameras, ich kann die Person jetzt nicht verprügeln.". Eine volle Videoüberwachung ist sowieso unmöglich, denn es gibt immer tote Winkel. Des Weiteren können sich die Täter auch vermummen und sind somit auch nicht erkennbar.
    Sie mögen Recht haben bei Affekttaten. Aber die Überlegung, dass Täter Angst vor Entdeckung der eigenen (Un)Taten haben, ist u.a. der Grund, warum (fast) jede Kultur in der Geschichte einen Gesetzteskodex mit Strafandrohungen erstellt hat
  9. #1008

    Videoüberwachung

    mich wundert, dass wir auf den Toiletten noch keine Überwachung haben, oder doch?
  10. #1009

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Genau das ist der springende Punkt. Wobei Sie ruhig noch weitere 3 Jahre zurückgehen können.
    Spätere jugendliche Seriengewalttäter sind in der Regel schon im Sandkasten aufgefallen. Bevor sie laufen konnten haben sie den anderen die Schaufel übergezogen.
    Nur werden diese Warnsignale weder....
    Zorn ist wohl das erste von aussen sichtbare antidepressive Suchtverhalten. Dieser steigert sich mit den Möglichkeiten die körperlich hinzukommen, ohne dass die psychische Reife mit entsprechender Impulkontrolle hinzukommt.
    Es ist auch hier die Biochemie, die mit negativem Gleichgewicht diese armen Menschen vielleicht bis zu ihrem Lebensende mit jahrzehnte langer JVA Verwahrung, um den möglichen Genuss ihrer Lebenszeit bring.
    Ich würde diesem Leben eine notfalls lebenslange Morphinprothese für die Biochemie vorziehen.
    Aber dafür müsste die Ärzteschaft diesen so offen sichtbaren Symptomen endlich mal eine Diagnose folgen lassen.
    Hierzu ist man merkwürdigerweise immer noch nicht in der Lage, bzw. Willens.
    Stattdessen gibt es einen unaufgeklärten Zugang zur enthemmenden Droge Alkohol, statt dem besänftigenden und BeFRIEDENdem Opiat diese Möglichkeiten einzuräumen.
    Und da diese Jugendlichen nur die Spitze des Eisberges in einer zutiefst kranken traumattisierten Gesellschaft sind, ist nicht nur für die gequälen Schmerpatientten, sondern Morphium für alle ein möglicher Weg unsere Gesellschaft gesunden zu lassen.
    Starker Tobak ich weiss. Aber trotzdem nicht minder wahr bzw. notwendig.
    Gruss und danke für Ihren Beirag.


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