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Was ist Heimat?

Wenige Begriffe sind so diffus und gleichzeitig so emotional aufgeladen wie "Heimat". Wo liegt dieser Ort? Der Ort der Geburt oder der, wo man Wurzeln geschlagen hat? Ein geistiger oder sehr konkreter, physischer Ort? Ausdruck einer Idee oder gänzlich konkret voller Geschmack, Bildern und Aromen? Irgendeine Heimat beansprucht nahezu jeder Mensch auf der Erde. Was ist Heimat für Sie?
  1. #200

    Zitat von onkel-pelle Beitrag anzeigen
    unreflektiertes Geschwätz. Der Wandlitzsee war in den 60zigern genauso sauber wie in den 90zigern.
    Meine Meinung bezieht sich auf die Gesamtheit der Gewässer im Osten. Ich denke hier an Elbe, Saale, Bitterfelder Gewässer uvm. Da werden Sie mir vielleicht nicht widersprechen, wenn Sie sich mit den Fakten vertraut machen.
    Zitat von onkel-pelle Beitrag anzeigen
    Ich fürchte, Sie agieren ahnungslos vom grünen Tisch aus.
    Nein vom Schreibtisch im Büro aus. Sie sitzen doch auch nicht im Wandlitzsee, wenn Sie schreiben, oder?
  2. #201

    Zitat von extranjero Beitrag anzeigen
    Meine Meinung bezieht sich auf die Gesamtheit der Gewässer im Osten. Ich denke hier an Elbe, Saale, Bitterfelder Gewässer uvm. Da werden Sie mir vielleicht nicht widersprechen, wenn Sie sich mit den Fakten vertraut machen.

    Nein vom Schreibtisch im Büro aus. Sie sitzen doch auch nicht im Wandlitzsee, wenn Sie schreiben, oder?
    Ja, das Ableiten von Industrieabwasser in fließende Gewässer wurde im Westen etwas eher begrenzt als im Osten. Ich lernte in der Elbe schwimmen; dann war sie mal zu dreckig zum Baden; und heute ist sie wieder sauber. Das haben die Sachsen hingekriegt - ganz ohne Ihre mahnenden Worte. Im Moment aber sind Sie es, der wieder bzw. immer noch mit Dreckbatzen schmeißt, die in unseren schönen sauberen Lausitzer Seenlandschaften landen könnten. :-)

    Und da es hier um Heimatgefühle gehen soll: ich bin mir gewiss, dass auch in den Jahrzehnten extensiven Bergbaus in NRW das graue Ruhrgebiet mit den Kohlehalden von seinen Bewohnern als Heimat angesehen wurde. Sogar Fremdarbeiter kamen damals zu Hunderttausenden in diese graue Gegend. Und für den Kalibergmann ist die Kaligegend seine Heimat. Und um Schwarze Pumpe leben Braunkohlentagebauarbeiter in ihrer Heimat - mit jeden Abend Kohle in den Gesichtern. Ich kann mich in die Rolle dieser Berufe auch nicht hineinverstzen, es verbietet sich mir aber, diesen Menschen ihre Heimat streitig zu machen.
  3. #202

    Zitat von Umberto Beitrag anzeigen
    Der Ort, den ich vermisse, wenn ich nicht dort bin.
    Mit diesen scheinbar harmlosen Satz sind sie der Wahrheit ( ob bewußt oder unbewußt ausgesprochen, ist jetzt nebensächlich ) sehr nahe gekommen.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  4. #203

    Zitat von extranjero Beitrag anzeigen
    Die Wälder, die Flüsse, die Seen wurden ausgebeutet und mißbraucht ohne Gnade,
    Erinnern Sie sich noch, wo der damalige Umweltminister der Bundesrepublik ( alt) der hieß wohl "Töpfer" sich in den damaligen "kontaminierten" Rhein ( mit Taucheranzug und Brille ) stürzte und behauptete der Rhein sei ( Dank seiner Heldentat ) wieder sauber?
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  5. #204

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Erinnern Sie sich noch, wo der damalige Umweltminister der Bundesrepublik ( alt) der hieß wohl "Töpfer" sich in den damaligen "kontaminierten" Rhein ( mit Taucheranzug und Brille ) stürzte und behauptete der Rhein sei ( Dank seiner Heldentat ) wieder sauber?
    Ja! Obwohl sauber wohl auch relativ sein kann.
    Wer den Rhein vom Ende der 50er kennt und darin trotzdem gebadet hat, dem kommt der Rhein heute wie trinkwasserfähige Heilquelle vor.
  6. #205

    Zitat von JamesBond006 Beitrag anzeigen
    Die Heimat ist der Ort, wo die familiären Wurzeln von Mutter und Vater liegen. .
    Es kann aber sein das, diese familiären Wurzeln ganz wo anders waren als Ihre. Was dann? Wie lange muss ich dann zurückgehen, in meinem Fall bis zur Normandie vor 350 Jahren? Ich bin weder Wikinger noch Franzose sondern Deutscher weil meine Vorfahren seit dem 31.12.1937in den Grenzen der Weimarer Republik leben und schon Jahrhunderte länger. Ich selbst lebe teilweise in Griechenland und Frankfurt, weil ich mit einer Griechin verheiratet bin. Vielleicht können Sie mir ja verraten wo meine Heimat ist? Vorfahren aus der Normandie, geboren in Potsdam, gewohnt, in Tangermünde, Berlin, Ulm, Hamburg, Köln, Moskau, Frankfurt und Athen.
  7. #206

    Knapp daneben ist auch daneben!

    Zitat von Umberto Beitrag anzeigen
    Der Ort, den ich vermisse, wenn ich nicht dort bin.
    Knapp daneben ist auch daneben!

    Wenn ich mich an einem schönen Urlaubsort mit Sonne, Sand, Meer und einer hübschen Insulanerin aufhalte, vermisse ich die Heimat eigentlich nicht. ;-)
    Selbst auf einer mehrmonatigen Weltreise würde ich meine Heimat wohl kaum vermissen.
  8. #207

    Klarstellung

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Ja, das Ableiten von Industrieabwasser in fließende Gewässer wurde im Westen etwas eher begrenzt als im Osten. Ich lernte in der Elbe schwimmen; dann war sie mal zu dreckig zum Baden; und heute ist sie wieder sauber. Das haben die Sachsen hingekriegt - ganz ohne Ihre mahnenden Worte. Im Moment aber sind Sie es, der wieder bzw. immer noch mit Dreckbatzen schmeißt, die in unseren schönen sauberen Lausitzer Seenlandschaften landen könnten. :-)

    Und da es hier um Heimatgefühle gehen soll: ich bin mir gewiss, dass auch in den Jahrzehnten extensiven Bergbaus in NRW das graue Ruhrgebiet mit den Kohlehalden von seinen Bewohnern als Heimat angesehen wurde. Sogar Fremdarbeiter kamen damals zu Hunderttausenden in diese graue Gegend. Und für den Kalibergmann ist die Kaligegend seine Heimat. Und um Schwarze Pumpe leben Braunkohlentagebauarbeiter in ihrer Heimat - mit jeden Abend Kohle in den Gesichtern. Ich kann mich in die Rolle dieser Berufe auch nicht hineinverstzen, es verbietet sich mir aber, diesen Menschen ihre Heimat streitig zu machen.
    Jetzt reicht es aber. Sie werfen mir vor, ich schmeiße Dreckbatzen in die Lausitzer Seenlandschaft und will den Menschen die Heimat vermiesen.

    Da darf ich doch nochmal daran erinnern dass wir uns im Thread Heimat befinden. Sie waren es, der mahnend seine Stimme erhob und daran erinnerte, dass in der Heimat die Flüsse sauber und die Luft rein sein sollte.

    Darauf implizierte ich, dass sie dann 40 Jahre heimatlos waren weil ein Teil der sächsischen Gewässer in der DDR-Zeit nicht diese Ansprüche erfüllte. Das änderte sich nach der Wende und Ihre Heimat erreichte den gewünschten Status.

    Dann brachten Sie dieses wunderschöne Lied:

    Unsre Heimat - YouTube

    Und hier war die Feststellung erlaubt, dass es verlogen war und dabei bleibe ich auch. Sie sind ein Kind der Elbe, ich war ein Kind des wunderschönen Saaletales und kenne den Status und die Entwicklung ostdeutscher Gewässer genau.

    An Morotti: Töpfer hat nicht den Rhein schwülstig besungen bevor er abtauchte.

    Aber zu Ihrer Beruhigung: Es gab auch klare Gewässer in Sachsen. Ich schätzte die klaren Steinbrüche um Kamenz, als ich dort meine Wehrpflicht ableisten musste und in den klaren Gewässern mit den schönen Lausitzer Mädchen baden konnte.

    Deshalb würde ich nie mit Dreckbatzen in diese wunderschöne Landschaft werfen.
  9. #208

    Danke!

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    ...den; und heute ist sie wieder sauber. Das haben die Sachsen hingekriegt - ganz ohne Ihre mahnenden Worte.....
    Danke, dass Sie nochmal bestätigen, dass nach der Wende in Ihrer Heimat die Flüsse sauberer wurden. Ich freue mich mit Ihnen und werde darauf ein Gläschen guten Sachsenwein trinken, wenn ich mal wieder in Dresden bin.
  10. #209

    xxx

    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Knapp daneben ist auch daneben!

    Wenn ich mich an einem schönen Urlaubsort mit Sonne, Sand, Meer und einer hübschen Insulanerin aufhalte, vermisse ich die Heimat eigentlich nicht. ;-)
    Selbst auf einer mehrmonatigen Weltreise würde ich meine Heimat wohl kaum vermissen.
    Vielleicht hat das etwas mit ganz persönlichen, leider eher negativen Kindheits- oder Jugenderinnerungen zu tun?

    Wer in diesen Jahren tiefe Wurzeln geschlagen hat, wird sie auch auf einer noch so schönen Weltreise nicht ausreißen.

    Man bereist die Welt auf
    der Suche nach dem,
    was einem fehlt.
    Und man kehrt nach
    Hause zurück,
    um es zu finden.

    George Moore


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