Mit "Tod am Nachmittag" schuf Ernest Hemingway für das Phänomen Stierkampf ein literarisches Denkmal, doch die Diskussion über das archaische Tötungsritual dauert schon Jahrzehnte an. Ist die Corrida eine gänzlich überholte, voyeuristischen Veranstaltung zur Gewaltverherrlichung oder das Sinnbild für das Verhältnis des Menschen zur Schöpfung? Ist der Stierkampf mehr als nur Tierquälerei?
Natürlich ist Stierkampf traurig und schlimm.
Aber es gab Zeiten in Südeuropa, da wurden in fast jeder Arena Menschen hingerichtet.
Zur Unterhaltung versteht sich.
Gladiatoren, Sklaven, Frauen, Kinder, ...
Heute sind es fast nur noch Stiere, und das hauptsächlich in Spanien.
Ich will die Sache nicht relativieren oder schön reden.
Aber es besteht noch Hoffnung, dass auch der Stierkampf irgendwann ein Ende findet.
Geändert von ( um Uhr)
Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
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Ja, natürlich. Er ist Ausdruck einer bestimmten Form des Machismo.
Dafür haben verschiedene Völker unterschiedliche Ausdrucksformen.
Es lohnt sich, die Unterschiede einer Gesellschaft ohne bzw. mit gering ausgeprägtem Machismo zu einer mit mehr oder viel davon zu analysieren.
Interessanterweise scheint es, als ob sich BEIDE Geschlechter in ersteren wohler fühlten.
Ich habe schon in einem Schlachthof Pannenhilfe für LKWs geleistet und ich versichere Ihnen,dass ich noch nie in Versuchung gekommen bin dort zu klatschen und in Beifall zu verfallen.
Das ganze ist widerlich und auch durch Geldgier nicht zu beschönigen. Der Begriff Human hat dort keine Berechtigung.
MfG. Rainer
Der Stierkampf erscheint doch arg unfair. Und so verwundert es mich gar nicht, wenn ich insgheim wenig Mitleid mit einem dieser Helden in kurzen Höschen habe, wenn die mal kräftig auf did Hörner genommen werden. Auch so ein Ausritt eines Stiers in die Zuschauerränge ruft bei mir wenig Mitleid wach.
Der Stierkampf ist ein perverses Treiben. Man kann es nicht anders bezeichnen, wenn Menschennmassen einem derart sadistischen Treiben zujubeln. Wir wissen alle, dass der Stier im Kampf Mann gegen Stier dem Matadore weit überlegen wäre, jedoch scheint der Reiz der zu sein, dass der Stier einfach wehrlos und ausgeliefert ist. Wie gern ich dem Stier verständlich machen würde, dass er doch bitte mal dieses bescheuerte rote Tuch ausser Acht lässt und sich dem Stierkämpfer, dem Sadisten, seinem Peiniger annimt und dem ganzen Blödsinn ein Ende macht! Wie kann man denn endlich mal etwas bewegen? Ich versuche es mal auf der Seite Unser Buch Deutschland schreibt ein Buch. Vielelicht erreicht man dort etwas mit seiner Meinung.