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Helm auf dem Rad?

Wie hältst Du’s mit dem Helm? Diese Frage spaltet Radfahrer weltweit. Die einen schwören auf den Kopfschutz, die anderen zweifeln an seiner Schutzwirkung. Ob ein Fahrradhelm tatsächlich nützt, ist kurioserweise auch eine Frage der Psychologie. Was ist Ihre Meinung zum Helm?
  1. #440

    Zitat von Thomas Humburg Beitrag anzeigen
    Das viele Fußgängerzonen für den Radverkehr freigegeben sind, weist du? Das es dort kaum Probleme gibt (jedenfalls nicht mehr als auf den Wegen auf denen man sonst Fußgänger und Radfahrer zusammenpfercht) ist dir auch bekannt?
    Die meisten Beschwerden und Gefährdungen in den Fußgängerzonen passieren immer noch durch Lieferverkehr (der seltenst tatsächlich um 10:00 Uhr raus ist) und Pseudolieferverkehr.
    Nicht drumrumreden - ich sprach ausdrücklich von Fußgängerzonen, in denen radfahren verboten ist.
    Eine Fußgängerzone, in der Radfahrer nicht schieben müssen, heißt "Verkehrsberuhigter Bereich" und ist keine Fußgängerzone.
    Ich hab' allerdings schon befürchtet, daß Sie das nicht wissen...



    Zitat von Thomas Humburg Beitrag anzeigen
    Ich bin ja mit meinem Verkehrsmittel auch unterwegs um irgendwo anzukommen und dort am sozialen Leben teilzunehmen, du nicht? Fährst du einfach nur so in der Gegend rum...
    Mit dem Fahrrad schon - manchmal hole ich aber auch Brötchen damit.
    Und ich fahre alles mit dem Rad, was zu Fuß ein bißchen weit ist und wo ein Motor nicht auf Betriebstemperatur kommt.
    Und mit meinen Motorrädern fahre ich ausschlließlich zum Vergnügen!
    Seit sich "Ökos" darüber aufregen macht das sogar noch mehr Spaß :-)

    Zitat von Thomas Humburg Beitrag anzeigen
    ...um mal den anderen zu zeigen was für ein toller Verkehrsteilnehmer du bist?
    "Die Anderen" sind mir schnurzpiependeckelscheißegal....
    Meinen Enkeln versuche ich allerdings im Verkehr ein Vorbild zu sein.
    Und noch etwas muß gesagt werden:
    Vorsicht mit dem "Du"!
    Zu Leuten, mit denen ich mich duze, sage ich schon mal so Sachen wie "Du blöder Hund" oder "Du A......ch" - ganz wie's gebraucht wird.
    Sind wir per "Sie", verkneife ich mir das...
  2. #441

    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    Die Ressource, die ein Transporter verkauft, ist Transportvolumen + Zeit. Wenn die Fahrer dann auch noch nach Zeit (und nicht nach Anwesenheitstunden bezahlt werden) werden, dann ist es sinnvoll, auf Zeit zu optimieren.
    Ja was meinen Sie wieviel ein Fahrradkurier so in seinen Rucksack bringt ?
    Und es bleibt dabei das die Nachfrage nicht im geringsten vom Kurier bestimmbar ist. Das man sich bei der Auftragsannahme verschätzen kann lässt sich durch die Kulanz der Kunden aber meist ganz leicht kompensieren weil es ja nicht um eine Pizza geht die nicht auskühlen darf und wie gesagt ein "so schnell wie's geht - Kunde" nimmt ein Taxi.

    Ich hatte die Meinung des Foristen nur nicht im geringsten nachvollziehen können, der was von dem ständigen Zeitdruck schrieb, der alleine für das notorisch verkehrswidrige Verhalten von allen Kurieren grundlegend sein soll.
    Das ist nun mal Unsinn und gehört in den Bereich der puren Spekulation um die Abläufe von Kurierdiensten.

    Da verdient doch kein Mensch irgendwas wenn es alleine darum geht auf den nächsten Auftrag zu warten und den so schnell wie möglich auszuführen. Es weiß doch niemand wo der nächste Auftrag herkommt und wo der dann hinführen soll. Darum macht man ja Termine und Fahrzeiten aus. Sonst, das kann Ihnen sicher jeder Mathematiker bestätigen, dauert die Wartezeit und der Transport für den Kunden noch länger während der Fahrer sinnlos in der Gegend herumrasen muss. So blöd verhält sich kein Kurierdienst.


    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    Diesen letzten Satz verstehe ich nicht einmal.
    Ja das war mehr im Zusammenhang mit dem Eingangsbeitrag zu verstehen bei dem die pauschalen Vorwürfe standen und die auf alle Kuriere gemünzt waren. Da Sie sich da einbrachten habe ich das dann auch etwas unklar an Sie adressiert.

    Auch das mit dem Paket das zu früh ankommt war daraufhin gemeint das ein Kurier ja nicht wie ein Taxifahrer einen Auftrag nach dem anderen ausführt und etwas früher abliefert weil er eben jemand ist der ständig so schnell es geht fahren muss. Das wäre ja dann wohl die Konsequenz ? Dann wären Termine völlig sinnlos und es gäbe nur "so schnell es geht - Aufträge ".
    So ist das nicht. So ging es Seinerzeit schon im Mittelalter mit Turn und Taxis nicht los und das Prinzip ist für alle das Gleiche geblieben.
  3. #442

    Zitat von de.nada Beitrag anzeigen
    Ja was meinen Sie wieviel ein Fahrradkurier so in seinen Rucksack bringt ?
    Und es bleibt dabei das die Nachfrage nicht im geringsten vom Kurier bestimmbar ist. Das man sich bei der Auftragsannahme verschätzen kann lässt sich durch die Kulanz der Kunden aber meist ganz leicht kompensieren weil es ja nicht um eine Pizza geht die nicht auskühlen darf und wie gesagt ein "so schnell wie's geht - Kunde" nimmt ein Taxi.
    Das ist kompletter Blödsinn!
    Fahrradkuriere gibt es ausschließlich in Großstädten, in denen der motorisierte Verkehr gerade zu den betriebsamsten Zeiten zu Erliegen kommt.
    Dann kommen die Fahrradkuriere zum Einsatz.
    Die schlängeln sich durch die Kolonnen durch, sausen über Bürgersteige, missachten Ampeln - kurz, die machen ALLES was sie schneller voranbringt!
    Einschließlich rüder Beschimpfung der "lahmen Enten"!
    Und bezahlt werden sie nicht per Stundenlohn, sondern pro Einsatz!
    Je mehr Einsätze, desto mehr Kohle.
    Verwickeln Sie doch einfach mal einen Fahrradkurier in ein längeres Gespräch über dieses Thema.
    Ist ganz einfach, die haben ja Zeit... rofl!!!
  4. #443

    Ganz genau

    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    Wo steht das? Ich finde dort im Archiv nur drei Tote, 2 mal KFZ, 1 Straßenbahn, 1 mal unklar. Bei einem wird nicht mal klar, ob er überhaupt auf dem Rad saß. Schuldfrage lasse ich mal aus, aber nach Solo sieht nur ein Fall aus.
    Also gut,wer A sagt muss auch B sagen. Hier also die Kölner Unfälle 2008:

    17.01.2008: ein 76 jähriger Radfahrer wird beim Überqueren eines Bahnüberganges von einer Rangierlok erfasst und zu Boden geschleudert. Er stirbt an Kopfverletzungen. Kein Helm.

    09.03.2008: ein 44 jähriger Radfahrer fährt mit seinem MTB gegen einen Baum und stirbt an seinen Kopfverletzungen. Kein Helm.

    25.03.2008: nach einem Jahr im Wachkoma stirbt ein 54 jähriger Radfahrer an Kopfverletzungen, der von einem Auto erfasst wurde. Kein Helm.

    30.04.2008: eine 81 jährige Radfahrerin überquert ohne auf den Verkehr zu achten die Straße und wird von einem Lkw erfasst. Tödliche Kopfverletzungen, keine Angaben zum Helm.

    09.07.2008: Ein 28 jähriger Radfahrer überquert ohne auf den Verkehr zu achten die Straße und wird von einem Pkw erfasst. Er stirbt eine Woche später an seinen Kopfverletzungen. Kein Helm. Das war der vom 16.07.2008, also doch 8 insgesamt und nicht 9.

    19.08.2008: Ein 22 jähriger Radfahrer wird von einem Lkw Fahrer beim Rechtsabbiegen im toten Winkel übersehen. Er trug keinen Helm, aber es steht auch nichts von Kopfverletzungen.

    05.09.2008: Ein 25 jähriger Radfahrer überfährt ein Rotlicht, wird von einem Auto erfasst und stirbt an Kopfverletzungen. Keine Angaben zum Helm.

    14.12.2008: Ein 34 jähriger Radfahrer stürzt aus unbekannter Ursache auf dem Bürgersteig und stirbt an seinen Kopfverletzungen. Angabe zum Helm unklar („Die Polizei empfiehlt das Tragen eines Fahrradhelmes“).
  5. #444

    Zitat von Dieter 58 Beitrag anzeigen
    Das ist kompletter Blödsinn!
    Fahrradkuriere gibt es ausschließlich in Großstädten, in denen der motorisierte Verkehr gerade zu den betriebsamsten Zeiten zu Erliegen kommt.
    Das heißt alle Aufträge gehen konzertiert, von allen möglichen Auftraggebern, genau dann ein wenn wenn der Stau ist. Also alle möglichen Aufträge hängen dierekt mit dem motorisierten Verkehr zusammen.

    Sie sollten Sich echt für eine leitende Position in der Transportlogistik bewerben. Am Besten im Bereich Tiefkühl- Transporte für Pharmazeutische Grundstoffe. Da geht's nicht so genau zu.
    Zitat von Dieter 58 Beitrag anzeigen
    Dann kommen die Fahrradkuriere zum Einsatz.
    Die schlängeln sich durch die Kolonnen durch, sausen über Bürgersteige, missachten Ampeln - kurz, die machen ALLES was sie schneller voranbringt!
    Einschließlich rüder Beschimpfung der "lahmen Enten"!
    Und bezahlt werden sie nicht per Stundenlohn, sondern pro Einsatz!
    Je mehr Einsätze, desto mehr Kohle.
    Verwickeln Sie doch einfach mal einen Fahrradkurier in ein längeres Gespräch über dieses Thema.
    Ist ganz einfach, die haben ja Zeit... rofl!!!
    Gut das Sie mich daran erinnern, sollte mich echt mal mit etwas heißem Tee und einer Kleinigkeit zum Essen auf den weg machen und Ausschau halten, wo einer frierend rumsteht der keinen Anschluss-Auftrag erhalten hat und in irgend einem entlegenen Stadtteil darauf wartet das eine Fahrt kommt während er verschwitz feststellt das -10° irgendwann die auch kleinste Spalte in der Kleidung finden.
  6. #445

    Zitat von oliver9997 Beitrag anzeigen
    Also gut,wer A sagt muss auch B sagen. Hier also die Kölner Unfälle 2008:

    17.01.2008: ein 76 jähriger Radfahrer wird beim Überqueren eines Bahnüberganges von einer Rangierlok erfasst und zu Boden geschleudert. Er stirbt an Kopfverletzungen. Kein Helm.

    09.03.2008: ein 44 jähriger Radfahrer fährt mit seinem MTB gegen einen Baum und stirbt an seinen Kopfverletzungen. Kein Helm.

    25.03.2008: nach einem Jahr im Wachkoma stirbt ein 54 jähriger Radfahrer an Kopfverletzungen, der von einem Auto erfasst wurde. Kein Helm.

    30.04.2008: eine 81 jährige Radfahrerin überquert ohne auf den Verkehr zu achten die Straße und wird von einem Lkw erfasst. Tödliche Kopfverletzungen, keine Angaben zum Helm.

    09.07.2008: Ein 28 jähriger Radfahrer überquert ohne auf den Verkehr zu achten die Straße und wird von einem Pkw erfasst. Er stirbt eine Woche später an seinen Kopfverletzungen. Kein Helm. Das war der vom 16.07.2008, also doch 8 insgesamt und nicht 9.

    19.08.2008: Ein 22 jähriger Radfahrer wird von einem Lkw Fahrer beim Rechtsabbiegen im toten Winkel übersehen. Er trug keinen Helm, aber es steht auch nichts von Kopfverletzungen.

    05.09.2008: Ein 25 jähriger Radfahrer überfährt ein Rotlicht, wird von einem Auto erfasst und stirbt an Kopfverletzungen. Keine Angaben zum Helm.

    14.12.2008: Ein 34 jähriger Radfahrer stürzt aus unbekannter Ursache auf dem Bürgersteig und stirbt an seinen Kopfverletzungen. Angabe zum Helm unklar („Die Polizei empfiehlt das Tragen eines Fahrradhelmes“).
    Hier hilft nicht die Empfehlung "tragen Sie einen Helm" - hier hätte vielleich die Empfehlung "fahren Sie vorsichtig" geholfen...
    Aber dafür ist es ja jetzt leider zu spät...
  7. #446

    Zitat von oliver9997 Beitrag anzeigen
    Es steht nicht immer "tödlich" in der Überschrift.

    17.01 / 09.03. / 25.03. (lag 1 Jahr im Koma) / 30.04. / 09.07. / 16.07. / 19.08. / 05.09. / 14.12.

    Sind sogar 9 Tote in 2008.
    Ich glaube Ihnen das durchaus, aber es verwirrt mich, dass ich jetzt schon den zweiten Toten nicht finde.


    z.B.

    http://www.velo2010.de/archiv/2008/juli-2008/

    9.7. verzeichnet keinen toten
  8. #447

    Zitat von Dieter 58 Beitrag anzeigen
    Nicht drumrumreden - ich sprach ausdrücklich von Fußgängerzonen, in denen radfahren verboten ist.
    Eine Fußgängerzone, in der Radfahrer nicht schieben müssen, heißt "Verkehrsberuhigter Bereich" und ist keine Fußgängerzone.
    Ich hab' allerdings schon befürchtet, daß Sie das nicht wissen...
    Nein, Sie sprachen von Fußgängerzonen. Diese können für Radfahrer freigegeben sein. Rundes Schild "Fußgänger", darunter die Ausnahmeregelungen. z.B. "Radfahrer frei von bis".

    Ist ja nicht so, dass ich mich noch nicht im guten Glauben über Radfahrer aufgeregt hätte und dann dumm schaute, dass sie völlig zu Recht da gefahren sind.
  9. #448

    Zitat von de.nada Beitrag anzeigen
    Das heißt alle Aufträge gehen konzertiert, von allen möglichen Auftraggebern, genau dann ein wenn wenn der Stau ist. Also alle möglichen Aufträge hängen dierekt mit dem motorisierten Verkehr zusammen.
    Kann man so sagen!
    Nur der tägliche Verkehrsinfarkt in den Städten hat überhaupt den Fahrradkurieren eine Nische für ihr Gewerbe ermöglicht!


    Zitat von de.nada Beitrag anzeigen
    Sie sollten Sich echt für eine leitende Position in der Transportlogistik bewerben. Am Besten im Bereich Tiefkühl- Transporte für Pharmazeutische Grundstoffe. Da geht's nicht so genau zu.
    Ich bin doch nicht verrückt - ich bin gerne Rentner.



    Zitat von de.nada Beitrag anzeigen
    Gut das Sie mich daran erinnern, sollte mich echt mal mit etwas heißem Tee und einer Kleinigkeit zum Essen auf den weg machen und Ausschau halten, wo einer frierend rumsteht der keinen Anschluss-Auftrag erhalten hat und in irgend einem entlegenen Stadtteil darauf wartet das eine Fahrt kommt während er verschwitz feststellt das -10° irgendwann die auch kleinste Spalte in der Kleidung finden.
    Sie haben zwar etwas verschwommene Vorstellungen vom harten Gewerbe der Fahrradkuriere, aber wenigstens haben Sie ein gutes Herz...
    Bewahren Sie sich das! :-)
  10. #449

    Kennt wer nen Bobby mit Fahrrad ?
    Ich wüßte nur zu gern, wieviele der 93 Seiten sich dem Thema "Helm" widmen:

    http://www.welt.de/vermischtes/artic...olizisten.html


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