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Gehört die Zukunft der Städte dem Fahrrad?

Umweltschonend, sportlich, praktisch: In den großen Städten greifen immer mehr Verkehrsteilnehmer zum Fahrrand. Unter Jüngeren ist sogar ein erheblicher Imageverlust der benzingetriebenen Fortbrwegungsmittel zu beobachten - das Auto ist häufig nicht mehr das Statussymbol per se. Gehört die Zukunft des individuellen Stadtverkehrs dem Fahrrad?
  1. #980

    Zitat von saschad Beitrag anzeigen
    Um mich sinngemäß selbst zu zitieren: wenn gefühlte 90% der Autofahrer regelmäßig Verkehrsregeln ignorieren, wieso erwarten Sie dann ausgerechnet von Radfahrern den positiven Ausreißer? Das sind doch dieselben Leute, sie rekrutieren sich aus derselben Gesamtbevölkerung.
    Vielleicht weil sie ebenso wie Fußgänger bei nem Unfall die Ar*chkarte haben, weil es keine Airbags, Gurte und einen Haufen Blech als Schutz gibt. Ich weiß ja, dass es unlogisch ist, zu erwarten, dass es zumindest unter den Schwächsten mehr Rücksichtname gäbe.
    In dem Ossikaff, wo ich aufwuchsen durfte, gab es fast nur Radfahrer, Autofahrer klar in der Minderheit und ich hatte dort nie das Erlebnis, dass derart aggressiv und rücksichtslos gefahren wurde. Härtere Gangart in einer Stadt wie Berlin kann ich ja noch verstehen, aber es nimmt hier schon unschöne Ausmaße.
  2. #981

    Locker Bleiben, Gefährdungen identifizieren...

    Zitat von na_ja_ Beitrag anzeigen
    Zusammengefasst: Autofahrer fahren wie bekloppt und gefährlich, aber wieso machen zu viele Radfahrer die Situation dann noch komplizierter?
    ...weil es ihnen von vermeintlich fachkundiger Seite und bei Stammtischgesprächen angeraten wird? Die normale Dynamik gesellschaftlicher Hysterie, kann man, mit leichtem Zynismus, dazu sagen.
    Zitat von na_ja_ Beitrag anzeigen
    Wenn, wie Sie sagen, beim Rechtsabbiegen der Vorrang der Fußgänger und Radfahrer dem Motoristen unbekannt ist, warum fährt man dann unbeleuchtet auf dem Gehweg in falscher Richtung?
    Erstmal: siehe Oben.

    Zweitens: "Ich verpiss mich in den Nebenraum, werde nicht gesehen und wegen meines verwerflichen Handelns nicht gemaßregelt."
    Und dann verselbständigt sich das Verhalten durch wiederkehrende Routine. Peng.

    Zitat von na_ja_ Beitrag anzeigen
    Und ich kann es auch nicht mehr hören, dass, sobald man die Verkehrsstösse von Radfahrern anmerkt, erstmal müssen alle anderen Gruppen als ja noch viel schlimmer dargestellt werden.
    Mir geht es massiv auf den Sack das die Regelverstöße von Radfahrern andauernd publiziert und geäußert werden, insbesondere die, die kaum eine Relevanz für die Verkehrssicherheit haben, ohne das die weit gefährlicheren und folgenreichereren Verkehrsverstöße von Kraftfahrern auch nur erwähnt werden.

    Selbst auf der Ebene angenommen hoher Fachkompetenz, z.B. dem Verkehrssicherheitsrat, wird, wenn man nicht besonders interveniert, auf der Ebenen von Stammtischen, wie hier, diskutiert. Lametta und Polystyrolhütchen für die Welt, damit die Ursachen der Gefahr - 'nicht angepasste Geschwindigkeiten' der Kraftfahrer für andere 'vieleicht' nicht so folgenreich sind. "Man muß auch an die Autofahrer denken, wenn sie einen oft unvermeidlichen Unfall erleiden!" - Allen ernstes wurde dies geäußert.

    Wenn jemand eine öffentliche Gefahr beseitigen kann, ist das der Gefährdende - und es ist notwendig ihnen das klarzumachen. wenn die gemeinschaftlice Aufgabe darin besteht die öffentliche Sicherheit zu erhöhen, durch das beseitigen von Gefährdungen, dann sind diese Gefährdungen sinnvollerweise beim Gefährder abzustellen, oder?

    In erster Linie sind es die, die schneller fahren und massereichere Fahrzeuge bewegen, und dann kommen die, die leichtere, langsamerer Fahrzeuge bewegen und erst dann kommen die Fußgänger an die Reihe.

    Zitat von na_ja_ Beitrag anzeigen
    Oder das Argument schlechthin, Autos sind ja tödlicher. Genau den Gedanken habe ich als Fußgänger selten, wenn mir auf 100m 10 Geisterradler auf meinem Gehweg entgegenkommen oder mich von hinten wegklingeln/wegschreien, weil der Gehweg ja eh nur Überholspur der Radfahrer ist.
    Radfahrer haben auf Gehwegen nichts zu suchen, sie gehören auf die Fahrbahn, mit hinreichenden Abständen nach rechts.

    Das wird von allen, die einigermaßen Ahnung vom Radfahren und von der Verkehrssicherheit haben so praktiziert und bekundet.

    ervin
  3. #982

    Zitat von ecua Beitrag anzeigen
    Da ich mich hier selber als einen der erfahrendsten Verkehrsteilnehmer (EIGENLOB) hier betrachte, kann ich Ihnen nach ca. 100.000 km Radkilometern eines mitteilen, die Hand ist das falsche Signal, es ist zwar gut sichtbar (als Autofahrer mit über 750.000km unfallfrei (NOCH MEHR EIGENLOB)), birgt aber das Risiko das Fahrrad nicht unbedingt voll unter Kontrolle zu haben. Da ist das Knie die eindeutig beste Methode, es wird von allen erkannt.
    Das können Sie mal locker in einer Großstadt vergessen. Wenn bisher nichts passiert ist, dann haben Sie dies der Rücksichtnahme der anderen angesichts Ihrer Rücksichtlosigkeit zu verdanken.

    Zitat von ecua Beitrag anzeigen
    Klar, wenn man mit sehr geringer Geschwindigkeit unterwegs ist
    Dann seien Sie das doch immer.
  4. #983

    Zitat von Ervin Peters Beitrag anzeigen
    Sofern dies gefahrlos möglich ist, kann man es tun. Notwendig ist es nicht. Ausreichend ist eine deutliche Positionierung auf der .....
    Ach würden Sie doch die 70 Millionen Räder im Land alleine führen...
  5. #984

    "irres" Lenken

    Zitat von baloo64 Beitrag anzeigen
    Ich kenne diese "irrsinnigen" Lenkbewegungen sowohl als Autofahrer wie auch als Radfahrer. Nur sind diese Lenkbewegungen nicht immer dem Können oder dem Gleichgewichtssinn .....
    Ja, ich weiß, ich bin selbst vor allem Radfahrer und ertappe mich manchmal auch dabei, wie ich reflexhaft um irgend welche Löcher rumkurve und hinterher meinem Schutzengel und den Autofahrern danke, dass ich nochmal davon gekommen bin. ;)

    Nein, was ich meine, sind Leute, bei denen man den Eindruck gewinnen könnte, daß sie sich besser überhaupt nicht aufs Rad setzen sollten, weil sie völlig erratisch und unsicher fahren. Davon gibt es in Berlin gerade in den Sommermonaten massenhaft.
    Und diese Spezies ist im Übrigen auch gerne die, die auf Gehwegen und ohne Licht unterwegs ist oder ohne zu gucken einfach in den fließenden Verkehr einschert, mitnichten die immer vielzitierten "Rüpel".
    Ich warte immer noch auf den Tag, an dem mir so jemand ins Rad fährt. Davor habe ich mehr Angst als vor den angeblich so rücksichtslosen Autofahrern.

    Letztens habe ich allen Ernstes eine junge Frau gesehen, die so dermaßen langsam und realitätsentrückt fuhr, dass sie mitsamt dem Rad umfiel, weil es rein physikalisch nicht mehr anders möglich war. Sie war nicht besoffen oder sowas, hatte aber ganz offensichtlich nicht den leisesten Schimmer, ab welchem Punkt die Sache instabil wird.

    Da weiß man echt nicht. ob man lachen oder weinen soll.
  6. #985

    Spiegel-TV greift nach ganz tief unten

    Zitat von gathokata Beitrag anzeigen
    Der blonde Kurier ist nicht bessser als der Egoist hintern dem Steuer eines KFZs oder der Investmentbanker der für seinen Profit/Vorteil jegliche Hemmungen vermissen läßt. Diesem Kurier geht es ja auch nur um seinen finanziellen Vorteil, je mehr Fahrten desdo höher sein Verdienst - beim Investmentbanker und den schlechten Bankberatern, ist dies das selbe Spiel: Je mehr Abschlüsse, desdo höher der Verdienst.
    Genau, so ein Fahrradkurier gehört ja auch zur Spietzenverdienergruppe dieser Republik und kann deshalb ohne Abstriche mit einem Investmentbankert verglichen werden. Oder Sie informieren sich mal vorher darüber, wieviel so ein nicht selten (schein-)selbständeriger Fahrradkurier verdient, da ist oft genug nicht mal mehr eine Krankenversicherung drin. Es muß den Job ja nicht machen? Klar, und wenn die Leute dann hartzen gehen, beschimpfen Sie sie als arbeitsunwillige Sozialschmarotzer. Den Kunden der Kurierdienste ist das alles herzlich egal, die wollen nur ihr Zeug möglichst schnell und mögichst noch viel billiger von A nach B und zurück haben. 's ist wie mit der Wurst, die jeder essen will, aber keiner sehen will, wie sie gemacht wird.

    Sicherlich fand ich einige der Fahrmanöver dieses Kuriers auch recht wahnwitzig, aber letztlich war der Spiegel-TV-Beitrag speziell hier doch mehr als nur einseitig, er war massiv tendenziös und angesichts des brachialen Kuriergeschäfts aus meiner Sicht auch reichlich verlogen. Da ist meine Frage nur, wie oft der SPIEGEL selbst solche Dienste nutzt, die Szenen waren ja aus Hamburg, und irgendwie müssen die ja an die Leute gekommen sein.

    Und richtig peinlich fand ich, daß ausgerechnet dieser ominöse Frankfurter Herr Irrweg sich vor der Kamera austoben durfte. Der hat in Frankfurt schon einen Ruf wie Donnerhall, aber anscheinend findet er immer wieder mal welche, die ihm eine Schaubühne für sein Einzelkämpferdasein als Rächer der Entrechteten und Enterbten bieten. In Frankfurt selbst hingegen nimmt den niemand mehr für voll.

    Der tobt einfach nur seine alltersstarrsinnige Stammtischmentalität samt deren einfachen Pseudowahrheiten aus, aber Zusammenhänge und Ursachen erkennt der nicht. Als Fußgängerin möchte ich nicht, daß so einer hergeht und mir erklärt, er wahre meine Interessen und kämpfe dafür. Das wäre dann der Punkt, wo ich den durch's Gebüsch scheuchen würde.
  7. #986

    Radfahrer auf die Fahrbahn.

    Zitat von veremont Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht eine Lösung die Radwege in Städten abzuschaffen und die Radfahrer stattdessen auf der Straße fahren zu lassen
    Für meine Bedürfnisse wäre das eine sehr gute Idee. Das würde auch einen ganzen Sack voll anerzogener Probleme beseitigen, die auf Radwegen vorkommen - etwa das Geisterfahren, das Abbiegen ohne jeden Blick nach hinten, das unvorhersehbare Hin- und Herdriften, etc. Außerdem kann man dann leichter überholen (was innerorts für Radfahrer untereinander viel höhere Bedeutung hat als für Autofahrer untereinander), und Probleme mit Scherben, Herbstlaub und Schnee dürften auch selten werden.

    Was mir persönlich am besten gefiele, sind rechte Fahrstreifen (bzw. Fahrspuren) mit geeigneter Breite: entweder 3,75m oder mehr, oder max. 2,5m. Im ersten Fall passen PKW und Fahrrad mit akzeptablem Abstand nebeneinander, im zweiten Fall ist Überholen nur dann möglich, wenn die nächste Spur weiter links frei ist. Beides dürfte Konflikte beim Überholen vermeiden helfen.


    und zwar als vollwertige Verkehrsteilnehmer, also mit Führerschein und Kennzeichen?
    Wegen Führerschein müsste man sich mal Erfahrungen in Polen angucken. Ich fände das aber tendenziell schlecht, weil man damit die Hürde für den Nachwuchs hoch hängt. Mir ist es 100x lieber, wenn der sich mit dem Rad (also mit geringem Gefährdungspotential) an den Straßenverkehr gewöhnt, als wenn er seine Premiere mit 17 oder 18 Jahren im Auto feiert.

    Also nicht mehr rechts die Autos überholen -> keine Unfälle mehr beim Abbiegen.
    Dazu müsste man nicht mal das Rechtsüberholen verbieten. Die häufigste Ursache der entsprechenden Unfälle ist ja mit den Radwegen schon entfallen. Das Überholproblem würde bei den oben genannten Spurbreiten aber auch kleiner werden. Bei der breiten Variante werden sich Autofahrer zum Rechtsabbiegen wahrscheinlich von selber rechts positionieren, was zum Linksüberholen animiert, und bei der schmalen Variante passt einfach keiner mehr daneben.


    Außerdem würden keine Fußgänger mehr gefährdet von Radlern.
    Yep. Die bekommen dann allerdings die Inline-Skater zurück, die zur Zeit glaube ich auf Radwegen fahren müssen.

    ich glaube diese Radwege und Radstreifen auf der Fahrbahn schaffen mehr Probleme als sie lösen.
    Es ist einfach entgegen aller Verkehrsregeln oder zumindest entgegen dem gesunden (Verkehrs-)Menschenverstand, wenn Radfahrer mich rechts auf ihrem Radstreifen überholen dürfen und sich selber gefährden wenn ich rechts abbiege. Das passt doch alles nicht zusammen. Dieser Radstreifen suggeriert dem Radfahrer eine Sicherheit die er definitiv nicht hat im Straßenverkehr.
    Zu Radstreifen auf der Fahrbahn weiß ich nichts, aber zu innerörtlichen Radwegen gibt's ein paar Untersuchungen, nach denen die gefährlicher sind als die Fahrbahn. Sie produzieren mehr Gefahren an Kreuzungen als sie auf der Strecke dazwischen vermeiden.

    Hauptsächlich dagegensprechen tut glaube ich die subjektive Wahrnehmung. Radfahrer auf der Fahrbahn sind für den Autofahrer permanent sichtbar und aus ihrer Sicht ständig den Autos "ausgeliefert". Deswegen wird das Unfallrisiko von beiden Parteien dort relativ hoch eingeschätzt. Viele wollen auch mit dem Fahrrad einfach nicht zwischen den Autos fahren (dafür könnten sie schließlich auch Auto oder Mofa nehmen). Und Radtouristen haben gleich nochmal ganz andere Ansprüche...


    Gruß,
    Steve
  8. #987

    Rotfahrer = Totfahrer?

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    da haben Sie Recht. Bei gleicher Einstellung der Autofahrer zum Rotlicht wie die der Radfahrer und Fussgänger, wäre die Menschheit bald ausgestorben. Somit danken wir gemeinsam den Autofahrern, die so viel mehr Disziplin an den Tag legen.
    ROFL. :-)

    Ich war den Sommer mal wieder einige Tage in China; wenn da auf 10.000 Rotfahrer ein Toter käme, dann wäre das Land wohl innerhalb eines Jahres leer. Früher waren Fahrzeuggewicht und Hupe die einzigen Verkehrsregeln (jedenfalls die einzigen relevanten). Inzwischen halten Geradeausfahrer meistens und Linksabbieger recht oft an roten Ampeln, und als Fußgänger hat man bei Grün spürbar höhere Chancen, die ganze Straße zu überqueren, als bei Rot. Trotzdem ist es immer noch so, dass man als Deutscher weniger Probleme hat, wenn man die ganzen Verkehrsregeln einfach vergisst und die Augen aufmacht.

    Das funktioniert nicht, obwohl keiner sich an Regeln hält, sondern WEIL es keiner tut - bzw. weil jeder damit rechnet, dass der andere Fehler macht. Mehr oder weniger ein System auf dem Niveau von unserem §1 StVO, und ein Beispiel dafür, dass "defensiv" keineswegs "langsam" bedeuten muss.


    Gruß,
    Steve
  9. #988

    Also

    Zitat von gathokata Beitrag anzeigen
    Meine Mädels (lange Haare) stört der Helm nicht im geringsten. Und ja, ein Helm auf dem Kopf hilft nicht gegen Verletzungen an anderen Körperteilen :-)
    Bei Ihnen habe ich eher den Eindruck, dass sie zu den klassischen Helmverweigeren gehören und dies, wenn auch unbewusst,.....
    ich hab mal neben einer bildhübschen jungen Frau gesessen.
    Als sie sich zum mir rumdrehte, sah ich die gesamte vernarbte Gesichtshälfte. Die war bei Genua in einen dunklen Tunnel gefahren, nichts mehr gesehen, in ein Schlagloch, über den Boden geschirwelt und im Krankenhaus wieder aufgewacht.
    Sie hatte keinen Helm auf. Ich weiss nicht, ob ein Helm
    sie geschützt hätte, aber sie leidet schon unter den Narben.
    Ich habe 2 Helme in der Fahrradgarage, muss aber gestehen, ich ziehe nur einen auf wenn Kinder mitfahren. Ein bisschen Schizophrenie gehört vielleicht zum Leben.
  10. #989

    Radfahrer und Unfallschutz

    Zitat von j t Beitrag anzeigen
    Sie haben völlig Recht. In dem Moment, wo Sie als Radfahrer/Fußgänger durch auffällige Kleidung erkannt werden, nehmen wahrscheinlich über 99% der Autofahrer Sie zur Kenntnis und die Unfallgefahr sinkt drastisch.
    Wenn die Form nicht stimmt und keine Pedalreflektoren zu sehen sind, werden die Überholmanöver im Dunkeln wesentlich entspannter. Scheint mir jedenfalls so, wenn ich mal wieder eine Zeit lang mit dem Liegerad fahre.

    Bzgl. der Helmnutzung gibt es Untersuchungen, wonach 70% der tödlich verunglückten Radfahrer ohne Helm ganz gute Überlebens-Chancen gehabt hätten, wenn sie einen Helm getragen hätten.
    70%? Klingt nach der Harborview- oder Riverview-Studie, die mittlerweile selbst von den eigenen Autoren als untauglich bezeichnet wird, seit andere aus denselben Daten nach demselben Verfahren ermittelt hatten, dass der Helm auch sehr gut gegen Beinbrüche hilft. Da gibt's inzwischen wirklich methodisch besseres, allerdings nichts, was eine Zahl von 70% auswirft.
    Tendenziell ist es meines Wissens so, dass man bei Studien an Verletzten eine Schutzwirkung ermitteln kann und bei Studien unter Radfahrern auf der Straße nicht. Letzteres ist zwar mit deutlich weniger Annahmen behaftet, aber wegen der nötigen Verkehrszählungen auf der Straße auch um Längen aufwendiger. Für Ersteres muss man heutzutage nur wissen, wie man Datenbanken anzapft. Für mich klingt die Diskrepanz nach Problemen mit den Vergleichsgruppen und danach, dass Helmträger unter den Verletzten überrepräsentiert sind.


    Gruß,
    Steve








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