Wenn die Angst vor dem Fliegen einsetzt, wird die Reise zur Qual - obwohl viele der Betroffenen eigentlich wissen, dass ihre Furcht übertrieben ist. Laut einer Umfrage graut es Männern und Frauen an Bord vor ganz unterschiedlichen Dingen. Was tun Sie gegen Flugangst?
Die Antwort auf die Frage wird doch individuell auch bei vorhandener Angst sehr unterschiedlich ausfallen. Für mich ist die Antwort wirklich so leicht wie oben gegeben. Damit ist für mich die Angst kein Thema mehr, ohne dass es mich in meinem Wohlbefinden, im Alltag, im sozialen und beruflichen bedeutend einschränkt. In Ihrem Fall mag bei anderer Sachlage durchaus Handlungs-/Behandlungsbedarf gegeben sein. Ein für alle gleiches Gewicht hat die Flugangst jedenfalls nicht. Anders ist es mit Ängsten bei denen der Auslöser fast überall zufinden ist und denen man nur unter erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität und großer Mühe (wenn überhaupt) ausweichen kann und somit die Vermeidung des angstauslösenden Objekts/Moments keine taugliche Lösung darstellt.
... vollkommen nachempfinden, denn noch vor 2 Jahren hatte ich total panische (irrationale) Ängste beim Start, Landung und Turbulenzen. So schlimm, daß ich neben Schwitzen und Hustanfälle, eine Art Herzbeklemmung mit leichtem Schmerz spürte, sehr unangenehm, und durch keine Argumentation oder Ablenkungsmanöver zu stoppen!
Leider fliege ich nicht zum Vergnügen, sondern bedingt durch Familie und Beruf, meisten interkontinentale Flüge über 10 Stunden, teils Atlantiküberquerung, wo es oft starke Turbulenzen u.a. aufgrund der Hurrikansaison.
Da mußte ich an mein Ratio ernsthaft arbeiten, sonst würde ich tatsächlich nicht mehr fliegen können oder an einer Herzattacke sterben! Eine Freundin sagte mir 4 Jahren einen Satz, der mir sehr viel zum Nachdenken gab und letztendlich bei mir "den Kick" brachte, die irrationale Angst (die schon 3 oder 4 Wochen vorm Flug langsam eintrat...) doch rational zu bewältigen. Ihr Satz war folgender:
" Weißt du, deine Flugangst nimmt dich gesundheitlich so sehr mit, daß eines Tages dein Flieger problemlos landet, aber du wirst es nicht mehr erleben, weil dein Herz vorher versagt!"
Dieser Satz hat 2 Jahre gebraucht, sich positiv bei mir einzuwirken, aber seitdem bin ich mit jedem neuen Flug ruhiger und fange an, die Vorzüge des Fliegens zu genießen und fühle mich nicht mehr wie eine "Bestrafte" oder "zum Tod Veurteilte" wie früher.
Phobie ist immer ein Symptom. Denke, es wäre in jedem Fall überlegenswert, etwas dagegen zu tun. Dieses insofern, als dass mit der Überwindung auch die Ursache, zumeist etwas, das sich auch anderweitig auswirkt, beseitigt werden könnte.
Aber was anderes - gib Dir mal das: http://benetech.blogspot.com/2008/09...off-plane.html
Das fehlte noch, einen Analytiker ernähren damit ich freiwillig in ein Flugzeug steige ;-). Ne, da wo es nicht beeinträchtigt darf man ruhig vermeiden. Der Leidensdruck entscheidet. Und mein Lieblingsurlaubsziel bleibt die deutsche Nordseeküste und Schiffe machen mir keine Angst, man hat das Gefühl auch im Notfall noch selber agieren zu können (was natürlich auch trügerisch ist, aber hypothetisch irgendwo hinhaut).
Wär' ich jetzt Dein Analytiker, na, da hätt ich nun aber paar Fragen. Insbesondere, um, zuerst eimmal, die mangelnde Bereitschaft, die, na ja, ganz offensichtlich schwer neurotische Weigerung, zur Wohlstandssteigerung gerade dieser Berufsgruppe beittragen zu wollen zu ergründen, und, logisch, vorrangig zu behandeln.
Dann, na ja, dann - kann man ja weiter sehn. Am Ende wirst Du vielleicht sogar noch Pilot, Astronaut, gar Wall Street Broker? ;-)