Forum


 

Ehrung - sollte Beate Klarsfeld das Bundesverdienstkreuz bekommen?

Die deutsche Journalistin Beate Klarsfeld erlangte Berühmtheit durch ihre Ohrfeige für Bundeskanzler Kiesinger im November 1968, den sie zuvor schon zum Rücktritt wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Beate Klarsfelds Dokumentationen zur Nazi-Vergangenheit trugen entscheidend zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte bei. Soll die engagierte Journalistin dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Journalistin Beate Klarsfeld erlangte Berühmtheit durch ihre Ohrfeige für Bundeskanzler Kiesinger im November 1968, den sie zuvor schon zum Rücktritt wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Beate Klarsfelds Dokumentationen zur Nazi-Vergangenheit trugen entscheidend zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte bei. Soll die engagierte Journalistin dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen?
    JA!

    MfG. Rainer
  2. #2

    eigentlich ja,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Journalistin Beate Klarsfeld erlangte Berühmtheit durch ihre Ohrfeige für Bundeskanzler Kiesinger im November 1968, den sie zuvor schon zum Rücktritt wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Beate Klarsfelds Dokumentationen zur Nazi-Vergangenheit trugen entscheidend zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte bei. Soll die engagierte Journalistin dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen?
    aber , wenn diese bundesregierung es für nötig hält ( aktuell diese woche ) den us-kriegsverbrechergeneral petraeus dieses "verdienstkreuz mit stern" umzuhängen- nur um mal aktuell einen negativposten zu nennen - sollte sie drauf verzichten!
  3. #3

    Sie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Journalistin Beate Klarsfeld erlangte Berühmtheit durch ihre Ohrfeige für Bundeskanzler Kiesinger im November 1968, den sie zuvor schon zum Rücktritt wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Beate Klarsfelds Dokumentationen zur Nazi-Vergangenheit trugen entscheidend zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte bei. Soll die engagierte Journalistin dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen?
    sollte sich vorher eine Liste der anderen Kreuzträger geben lassen und sich dann überlegen ob sie es noch will. Wenn sie ersatzweise 1000 € bekommen kann, so sollte sie diese nehmen und mit ihrem Mann in Paris gut essen gehen. Da hat sie mehr davon.
  4. #4

    Wofür Heavy Metal?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Journalistin Beate Klarsfeld erlangte Berühmtheit durch ihre Ohrfeige für Bundeskanzler Kiesinger im November 1968, den sie zuvor schon zum Rücktritt wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Beate Klarsfelds Dokumentationen zur Nazi-Vergangenheit trugen entscheidend zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte bei. Soll die engagierte Journalistin dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen?
    Die Antwort auf die Frage zieht die Frage nach dem "Wofür" nach sich: für Zivilcourage, Mut? Für eine Tat vor einem moralischen Hintergrund, die dem Frankfurter Polizeipräsidenten im Fall Metzler den Job kostete? Ich befürworte den Paris-Vorschlag, denn ich glaube nicht, dass Frau Klarsfeld Wert auf ein Stück Blech legt- wenn es sie aber näher an eine Kandidatur heranrückt, sollte sie es nehmen.
  5. #5

    Gleiches Recht für alle, die bisher im Dunkeln stehen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Soll die engagierte Journalistin dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen?
    Wenn das zusätzlich zum DDR-Honorar für „verdient“ erachtet wird, sollte man aber auch andere, denen die Medien nicht in der Vergangenheit so dienstbar waren, dieses mit vergleichbarem Mut und Courage verdiente Kreuz nicht vorenthalten.
    Klarsfeld lebt seit vier Jahrzehnten immerhin im Ausland, während andere, die sich in gleicher Weise getraut haben in Deutschland blieben, z. B. der Psychotherapeut Bernd Heller! Der wurde in der Zeit der spektakulären Kiesinger-Ohrfeige für ein fast identisches Anliegen und Engagement in der DDR von der SED mit eineinhalb Jahre Bautzen verurteilt. Deren Nachfolgepartei nominiert jetzt dagegen eine vormals von der Stasi benutzte Nazijägerin zur BP-Kandidatin! -
    Präsidentschaftskandidatin der Linkspartei: Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld im Stasi-Dickicht - Politik - Tagesspiegel !

    Ebenfalls rückte dann in die Reihe der „mutigen Aufklärer“ ein Horst Günter Roersch, der sogar einen Bundespräsidenten, nämlich Weizsäcker, 1993 noch in einen genau ähnlichen Weise malträtiert hatte, um Licht in seine „unaufgeklärte Vergangenheit“ zu erzwingen!
    Weizsäcker ... habe sich nicht gescheut, seinen NS-belasteten Vater in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu verteidigen. Und als der Adlige später in der Geschäftsführung des Skandalunternehmens Boehringer gesessen habe, sei er für die Produktion des Vietnam-Giftes Agent Orange mitverantwortlich gewesen (SPIEGEL 31 und 32/1991). -
    DER SPIEGEL*49/1993 - Das Gesetz des Hantelns
    Wären das nicht ebenfalls fällige Kandidaten für ein Bundesverdienstkreuz, die schon ziemlich vernachlässigt nicht eine analog vorsorgliche „Begleitung“ durch die Medien oder gar eine Nominierung zum BP durch DIE LINKE bisher erfahren haben?
  6. #6

    Klein-Klein

    Zitat von pro-te-us Beitrag anzeigen
    Wenn das zusätzlich zum DDR-Honorar für „verdient“ erachtet wird, sollte man aber auch andere, denen die Medien nicht in der Vergangenheit so dienstbar waren, dieses mit vergleichbarem Mut und Courage verdiente Kreuz nicht vorenthalten.
    Klarsfeld lebt seit vier Jahrzehnten immerhin im Ausland, während andere, die sich in gleicher Weise getraut haben in Deutschland blieben, z. B. der Psychotherapeut Bernd Heller! Der wurde in der Zeit der spektakulären Kiesinger-Ohrfeige für ein fast identisches Anliegen und Engagement in der DDR von der SED mit eineinhalb Jahre Bautzen verurteilt. Deren Nachfolgepartei nominiert jetzt dagegen eine vormals von der Stasi benutzte Nazijägerin zur BP-Kandidatin! -
    Präsidentschaftskandidatin der Linkspartei: Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld im Stasi-Dickicht - Politik - Tagesspiegel !

    Ebenfalls rückte dann in die Reihe der „mutigen Aufklärer“ ein Horst Günter Roersch, der sogar einen Bundespräsidenten, nämlich Weizsäcker, 1993 noch in einen genau ähnlichen Weise malträtiert hatte, um Licht in seine „unaufgeklärte Vergangenheit“ zu erzwingen!

    Wären das nicht ebenfalls fällige Kandidaten für ein Bundesverdienstkreuz, die schon ziemlich vernachlässigt nicht eine analog vorsorgliche „Begleitung“ durch die Medien oder gar eine Nominierung zum BP durch DIE LINKE bisher erfahren haben?
    Sie haben sicher auch Recht mit dem Gesagten, aber, und ich muss es leider auch so ausdrücken, trägt es nicht zum Thema bei, weil wir sonst bei Adam und Eva landen würden/müssten. Aktuell geht es um die Nominierung einer potentiellen Kandidatin, deren bisherige Lebensleistung ausreicht, für Deutschland in einer brisanten Situation ein reputatives Amt/Aufgabe zu bekleiden. Da sie es selbst jedoch als Ehrung Ihrer bisherigen Leistungen deklariert, halte ich mich mit meiner bisherigen Fürsprache zurück!








TOP



TOP