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Dienen Talkshows der politischen Meinungsbildung?

Günther Jauch, Reinhold Beckmann, Markus Lanz - eine Vielzahl von Talkshows bietet ein Forum für politische Meinungen. Aber wird Politikern hier nur eine Bühne zur Selbstinszenierung geboten oder können Polittalk-Formate tatsächlich zur ernsthaften Auseinandersetzung mit politischen Themen dienen? Haben Fernsehtalkshows noch das Potential, zur politischen Meinungsbildung beizutragen?
  1. #40

    diese Talkshows haben fast keinen Nährwert.

    wer eine vernünftige Tages/Wirtschaftszeitung hat....ließt den ganz Käse,
    der dort verzapft wird, in 10 Minuten.....
  2. #41

    Die 12 Geschworenen im Forum

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    Und wer entscheidet das, ob Schramm zu 99% die Wahrheit sagt? Sind Sie sich bewusst, was Sie hier in den Raum werfen? :D
    ....
    Steht Schramm vor einem Gericht?
  3. #42

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Allemal ziehe ich es vor Georg Schramm´s Meinung zu hören, um mir eine eigene Meinung zu bilden .....Bei Schramm habe ich mich vielleicht nicht richtig geäußert. Schramm sagt was er selbst denkt (nicht was das Volk denkt). Nur durch Schramm´s Einwände und seine Art der Darstellung wird einem immerhin eine alternative Sicht der Dinge vorgeführt. Das finale Urteil muss sich jeder selbst bilden, natürlich.

    Schramm ist mit nichten ein Satiriker. Er erlaubt sich einfach nur klipp und klar seine Meinung zu Dingen zu äußern.
    Nein - und das ist bei mir eine Prinzipfrage. Sie können sich gerne weiter präzisieren und selber korrigieren. Ich lehne es prinzipiell ab, mir die eigene Meinung aus den zufälligen Auftritten von Comedians zu bilden. Dabei lache ich bereitwillig über ihre Pointen, Wortspiele und Vergleiche. Doch warum sollte ich gerade diesen Drei-Minuten-Witzereißern glauben, dass das Gesagte ihre Meinung ist? Für diese ehrenwerten Komiker gehört es doch zu Beruf und Handwerk, jede politische, menschliche Regung in beliebige Richtungen hin auszuschlachten. Früher hatte ich mich auch mal mit Büttenreden zu aktuellen Themen geäußert (Link gefällig?), und wenn mir ein origineller Reim gelang und alle lachten: das war prima. Doch meine eigene Meinung beziehe ich nicht aus so einer Witzenummer.
  4. #43

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Das stimmt.

    Wenn ich dabei an so manche Übertragungen aus dem Bundestag denke, oder einem Politiker ein Mikrofon vors Gesicht gehalten wird, ist Ihre obige Aussage zutreffend.
    Dann stellen Sie doch einmal ganz kurz und einleuchtend dar, woraus Sie sich Ihre eigene Meiung bilden.
  5. #44

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Wenn sich die Hofnarren Plaßberg, Jauch, Will & Maischberger und viele andere die gleiche Meinungsfreiheit wie der Schramm genehmigen würden, wären deren Tage in den öffentlichen Anstalten gezählt.
    Interressant im Blick auf den Zustand der heutigen Gesellschaft ist der Status, den die Hofnarren, wie Sie sie nennen im Volke genießen.
    So las ich fassungslos kürzlich von einer Umfrage, nach der Jauch das zweitbeste Vorbild der Deutschen sei - unglaublich wie tief die Gesellschaft gesunken ist.
    An erster Stelle würde Helmut Schmidt stehen, was ja noch akzeptabel ist.
  6. #45

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Lassen wir ihn hinken, den Vergleich.
    Allerdings öffnen sich da zwei Paralelwelten. "Eine Meinung äußern" ist doch das nonplusultra in einer Gesellschaft.
    Hingegen "moderieren" bedeutet so rein gar nichts, wie wir ja auch immer wieder feststellen. Zuallererst darf der Moderator schon mal gar nicht seine eigene Meinung äußern. Es wird munter drauflos "moderiert" je nach Sendeanstalt und/oder geladener Gäste. Hauptsache: niemandem auf den Schlips treten.
    Der Grund für den Moderator, sich mit seiner Meinung zurückzuhalten, liegt doch nicht in der Vermeidung des "auf den Schlips tretens"!
    Ein Moderator ist neutral und ist soll ja eben Organisator sein!
    Fragen aufwerfen, gerechte Redezeit, etc.

    Sie KÖNNEN hier keinen Vergleich anbringen. Das ist nicht mal Äpfel mit Birnen verglichen!
    Es gibt hier nicht das eine, das gut ist und das andere, das schlecht ist. Zwei verschiedene Jobs, die ihre Berechtigung haben!
  7. #46

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Wenn sich die Hofnarren Plaßberg, Jauch, Will & Maischberger und viele andere die gleiche Meinungsfreiheit wie der Schramm genehmigen würden, wären deren Tage in den öffentlichen Anstalten gezählt.
    Es ist aber nicht ihr Job, ihre Meinung kundzutun! Sie sollen moderieren. Vergleichen Sie doch mal die Herkunft und Bedeutung (moderare).

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Steht Schramm vor einem Gericht?
    Papperlapapp. Niemand steht vor Gericht. Und Schramm doch schon mal gar nicht! Lesen Sie nochmals den Zusammenhang.
  8. #47

    Zitat von extranjero Beitrag anzeigen
    Interressant im Blick auf den Zustand der heutigen Gesellschaft ist der Status, den die Hofnarren, wie Sie sie nennen im Volke genießen.
    So las ich fassungslos kürzlich von einer Umfrage, nach der Jauch das zweitbeste Vorbild der Deutschen sei - unglaublich wie tief die Gesellschaft gesunken ist.
    An erster Stelle würde Helmut Schmidt stehen, was ja noch akzeptabel ist.
    Umfrage von welchem Institut? Oder doch nur von die Bunte oder die Gala?
    Herr Jauch ist nett, lustig und der Typ "Perfekter Schwiergsohn". Das kommt nun mal gut an und hat m.E. zunächst nichts mit seinem Beruf zu tun.
  9. #48

    Ja sie tun es, leider ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günther Jauch, Reinhold Beckmann, Markus Lanz - eine Vielzahl von Talkshows bietet ein Forum für politische Meinungen. Aber wird Politikern hier nur eine Bühne zur Selbstinszenierung geboten oder können Polittalk-Formate tatsächlich zur ernsthaften Auseinandersetzung mit politischen Themen dienen? Haben Fernsehtalkshows noch das Potential, zur politischen Meinungsbildung beizutragen?
    Polittalkshows machen mich nervös bis aggressiv. Nicht wegen der mehr oder minder begabten Moderatoren, sondern eher wegen der extremen Kommunikationsschlacht der Politiker. Fast immer habe ich in solchen Shows erlebt, dass keiner den Anderen Ausreden lässt, dazwischen redet, sich nur selbst darstellt oder den Gegner verbal niedermacht. Die Moderatoren scheinen dem Ganzen auch nicht unbedingt gewachsen zu sein.

    Zur Meinungsbildung tragen diese Shows meiner Meinung nicht bei, zumindest nicht wenn es um politische Fakten geht, denn diese werden dort nicht ausgetauscht, sondern der Fokus liegt mehr auf hohle Politikphrasen und das Niedermachen des Politischen Gegners. Echte Kommunikation findet dort leider nicht statt. Genau aus dem Gründe habe ich mir das Schauen solcher Sendungen abgewöhnt.
  10. #49

    Zitat von savoureur Beitrag anzeigen
    Herr Jauch ist nett, lustig und der Typ "Perfekter Schwiergsohn". Das kommt nun mal gut an und hat m.E. zunächst nichts mit seinem Beruf zu tun.
    Dann frage ich Sie wo Sie das mit dem "Perfekten Schwiergersohn" herhaben, und was Ihre Quellen sind?

    Es scheint so, dass Sie sich bei den Quellen bedient haben den Sie den anderen Foristen unterschwellig vorgeworfen haben.

    Der Zeuge Günther Jauch im Filmfälscher-Prozeß | Wissen | ZEIT ONLINE

    Aber was macht man nicht alles, um einen Schwiegersohn Nimbus zu bekommen.

    Auch wenn man aber gelegentlich wegschaut, egal, Hauptsache die Quote stimmt.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.


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