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Benachteiligt das deutsche Familienrecht die Väter?

Es ist eine gute Nachricht für viele ledige Väter: Sie sollen künftig beim Sorgerecht besser gestellt werden. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Benachteiligt Ihrer Meinung nach das aktuelle Familienrecht die Väter?
  1. #1010

    Zitat von jinky Beitrag anzeigen

    Und zweitens: er hat keinen Job, weil wir irgendwann vor der Entscheidung standen: mein Job oder sein Job oder Dauerpendeln über 500 Kilometer. Da wir letzteres beide NICHT für Sinn und Zweck einer Ehe hielten (und ich bin durchaus der Meinung, dass es unser gutes Recht war, ehelichem Zusammenleben eine hohe Priorität ....
    Danke für dieses Post!
    Imho liegt das Problem bei vielen Scheidungen mit anschließenden Unterhaltsklagen darin, dass man als (Ehe-)Paar gemeinsame Entscheidungen trifft, die nunmal Langzeitauswirkungen haben (mit oder ohne Kinder, mit Kindern wahrscheinlich noch häufiger). Und bei einer Trennung will man dann plötzlich die Konsequenzen nicht mehr gemeinsam tragen.
  2. #1011

    Zitat von Ark Villain Beitrag anzeigen
    Ich würde die Mutter nach angemessener Zeit, sagen wir drei Jahre, wieder arbeiten schicken.
    Eine Mutter dazu zu zwingen, ihr Kind ab dem dritten
    Lebensjahr für einen halben Tag oder noch länger von
    Fremden großziehen zu lassen, nur damit man selbst
    Geld spart, ist unmenschlich und hat mit
    Vaterliebe nicht das Geringste zu tun.
  3. #1012

    Zitat von annalüse Beitrag anzeigen
    D.h., Sie würden bis an sein Lebensende für ihn Unterhalt in einer Höhe leisten, die gewährleistet, dass er sich keinen Job mehr suchen müsste?
    Bei allem Respekt, Sie können das natürlich privat handhaben wie Sie wollen, aber das kann sicher keine allgemeine Forderung sein.
    Es kann aus meiner Sicht vor allem keine allgemeine Forderung sein, Leute auf einen Arbeitsmarkt zu verweisen, von dem wir ganz genau wissen, dass er ihnen nicht mehr offen steht, und das erstens aus Gründen allgemeiner wirtschaftlicher Probleme, die der einzelne nicht zu verantworten hat, und zweitens aus einer höchst nachvollziehbaren Entscheidung für eine Lebensform heraus, die nach wie vor unter grundgesetzlichem besonderen Schutz steht.
  4. #1013

    Zitat von annalüse Beitrag anzeigen
    D.h., Sie würden bis an sein Lebensende für ihn Unterhalt in einer Höhe leisten, die gewährleistet, dass er sich keinen Job mehr suchen müsste?
    Bei allem Respekt, Sie können das natürlich privat handhaben wie Sie wollen, aber das kann sicher keine allgemeine Forderung sein.
    Normalerweise gibt es da ja durchaus einen Mittelweg. Es muss ja keine Vollfinanzierung bis ans Ende seiner Tage sein. Das können die Foristin und ihr Mann natürlich selbst (per Vertrag) so regeln.
    Aber selbst wenn er sich einen neuen Job suchen würde, müsste er finanzielle Einbußen hinnehmen. Diese sind dann allerdings aus einer gemeinsamen Entscheidung entstanden und sollten daher auch gemeinsam getragen werden.
  5. #1014

    Zitat von jinky Beitrag anzeigen
    Es kann aus meiner Sicht vor allem keine allgemeine Forderung sein, Leute auf einen Arbeitsmarkt zu verweisen, von dem wir ganz genau wissen, dass er ihnen nicht mehr offen steht, und das erstens aus Gründen allgemeiner wirtschaftlicher Probleme, die der einzelne nicht zu verantworten hat, und zweitens aus einer höchst nachvollziehbaren Entscheidung für eine Lebensform heraus, die nach wie vor unter grundgesetzlichem besonderen Schutz steht.
    Was heißt hier grundgesetzlicher Schutz?
    Eine Lebensform, die einen Partner zum lebenslangen Vollversorger degradiert, muß sich in emanzipierten Zeiten entweder wandeln, oder sie wird einfach unattraktiv.
  6. #1015

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Wenn sie meine Beiträge aufmerksam gelesen hätten, wüssten sie, dass es mir genau darum geht, dass dieMutter sich entscheiden kann, wie SIE WILL.
    Warum soll nur die Mutter entscheiden dürfen und der Vater hat's dann auszubaden?
  7. #1016

    Zitat von philmus Beitrag anzeigen
    Da besteht ja z.Zt. ein Ungleichgewicht, da Mütter größere Chancen haben, das Sorgerecht als Druckmittel einzusetzen.
    Und wenn jetzt Väter mehr Sorge-Recht fordern (und ich als Vater dem nur zustimmen kann) kommt sofort von vielen Frauen der Einwand: "Sollen sich doch erstmal wirklich kümmern" bzw die Furcht, noch mehr Streß zu......
    Allein durch die Gesetzgebung lässt sich das Problem aber nicht lösen. Es fehlen weiterhin die Rahmenbedingungen, die es Alleinerziehenden ermöglichen, sich sowohl paritätisch um die Versorgung und Betreuung der gemeinsamen Kinder zu kümmern als auch finanziell unabhängig zu sein.
    In der Verantwortung von Frauen UND Männern liegt es, von Wirtschaft und Politik die Schaffung solcher Rahmenbedingungen zu fordern. Es ist doch nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass dieser "Grabenkrieg" nur dazu dienlich ist den Status Quo aufrechtzuerhalten.
  8. #1017

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Eine Mutter dazu zu zwingen, ihr Kind ab dem dritten
    Lebensjahr für einen halben Tag oder noch länger von
    Fremden großziehen zu lassen, nur damit man selbst
    Geld spart, ist unmenschlich und hat mit
    Vaterliebe nicht das Geringste zu tun.
    Vollzeit ist 40 Stunden in der Woche. Die hat aber bekanntlich 168, selbst wenn man 8 Stunden Schlaf abzieht sind's immer noch 112 Stunden. Es bleiben also 72 Stunden über, wo Sie das Kinder bemütteln können. Das sollte ja wohl mehr als ausreichen.

    Nebenbei hat Sie auch niemand gezwungen ein Kind zu bekommen. Wenn Sie nicht fähig sind, sich selbst und ein Kind zu versorgen, warum haben Sie sich dann überhaupt eines zugelegt?
  9. #1018

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Warum soll nur die Mutter entscheiden dürfen und der Vater hat's dann auszubaden?
    Weil man die Kinder nicht dem Mammon opfern sollte.


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