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Arbeiten die Deutschen zu viel?

Die Deutschen haben immer noch den Ruf fleißiger Arbeiter. Laut einer Studie nicht zu Unrecht: durchschnittlich 41,2 Stunden pro Woche arbeiten deutsche Arbetnehmer und damit deutlich länger als die meisten Kollegen in anderen EU-Ländern. Finden Sie, dass die Deutschen zu viel arbeiten?
  1. #40

    und

    Zitat von D0nJuAn Beitrag anzeigen
    Ich will ja nichts sagen aber andere länder machen sich immer lustig über unsere Arbeitszeiten. Was denken sie wie lang in den 50ern und 60ern gearbeitet wurde. Also wenn ich die heutige Nachkriegsgeneration anschaue gehts denen doch trotz harter arbeit irgendwie enorm gut.
    Die sollten sich mal daran orientieren, was in der Zeit produziert wird. Dann würden sie nicht mehr lachen. Fünfzig, Sechzig Stunden die Woche arbieten bei 15 Tagen Urlaub im Jahr und dabei immer noch ein geringeres Pro-Kopf-BIP als Deutschland aufzuweisen, ist nicht wirklich ein Grund sich zu belustigen.
  2. #41

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Deutschen haben immer noch den Ruf fleißiger Arbeiter. Laut einer Studie nicht zu Unrecht: durchschnittlich 41,2 Stunden pro Woche arbeiten deutsche Arbetnehmer und damit deutlich länger als die meisten Kollegen in anderen EU-Ländern. Finden Sie, dass die Deutschen zu viel arbeiten?
    Als Selbständiger kann ich da nur lachen. 42 Stunden in der Woche ist ausgesprochen komfortabel, das sind grade mal 7 Stunden pro Tag.

    Von mir aus können die deutschen Arbeitnehmer ruhig weniger arbeiten, sie werden aber entsprechend weniger verdienen.
  3. #42

    Legenden

    Zitat von sehrwitzig Beitrag anzeigen
    HAHA..sehr lustig
    der fleissige deutsche arbeitet zu viel. Wer hat ueberhaupt gesagt, dass deutsche fleissig sind. Jemals americaner, chinesen oder inder bei arbeiten zu geguckt? Die arbeiten viel haerter. Die meisten deutschen, besonders lehrer, motzen rum, wenn ihr job zu anstrengend wird.
    41,irgendwas stunden pro woche. Ich bin 18 jahre alt und arbeite 50 die woche. Aber habe ich ein problem damit? nicht wirklich. Ich hab spass dran und hab abends noch genuegend zeit fuer andere sachen

    gruss aus china
    Ich glaube gerne, daß die Chinesen mehr arbeiten als wir Deutsche, schließlich ist dort der Wohlstand deutlich niedrger und ein erheblicher Ansporn mehr zu verdienen.
    Daß aber die Amerikaner mehr arbeiten, ist eine Legende. Um 17:00 ist dort in den Büros genau so Ebbe wie hierzulande, dazu kommt die deutlich geringere Arbeitsintensität, weil ewig viel rumgelabert wird. Ich hab es vor Ort erlebt.

    Wenn Sie mit 18 der Meinung sind, daß 50 Stunden für sie ok sind, dann viel Spaß damit. Ich bin selbständig um muß auch oft viel mehr als 40 Stunden arbeiten und bin lange von zu Hause weg. Wenn das aber die Regel wird, sollte man sich nicht wundern, daß es bald
    a) kaum noch Kinder gibt
    b) sich niemand um die Erziehung der verbliebenn Kinder kümmert.

    Ich garantiere Ihnen, daß in der Lebensmitte, so zwischen 35 und 50 Jahren, das Leben so voll mit Aufgaben ist, daß 50 Stunden nicht mehr gehen, wenn man Kinder will.
  4. #43

    Kürzere Arbeitszeiten schaffen Arbeitsplätze und Effizienz

    Zitat von Notausgang Beitrag anzeigen
    Gibt es wirklich Leute, die glauben, die Arbeitsmenge ist ein großer statischer Kuchen und wenn man die Stücke nur klein genug schneidet, dann bekommt jeder was ab?

    Nein, wenn die Anzahl der Stücken größer und damit teurer wird, gibts halt für keinen mehr was zu essen. Dann wird eben woanders der Kuchen verteilt.
    Nun, ich kann dieser "Logik" nicht ganz folgen. Wenn man einen Kuchen in kleinere Stücke schneidet, dann bekommen mehr Leute etwas vom Kuchen ab, als wenn die Stücke größer sind.

    In diesem Fall bedeutet das, dass mehr Leute einen Arbeitsplatz bekommen, wenn eben jeder dafür weniger lange arbeitet und auch weniger Geld bekommt. Das setzt natürlich voraus, dass die Löhne hoch genug sind, dass man von dem Geld problemlos leben kann.

    Für mich persönlich wäre es absolut in Ordnung sechs statt acht Stunden pro Tag zu arbeiten und dafür mit 1000 Euro Netto nach Hause zu gehen. Die gesparte Zeit auf der Arbeit kann man dann mit sozialen Projekten, Gartenarbeit und anderen sinnvollen Dingen verbringen.

    Meiner Meinung nach ist das größte Problem am deutschen Arbeitssystem die Struktur an sich und die fehlende Gerechtigkeit. Jeder Mensch ist als solcher absolut gleichwertig und hat Respekt und Achtung verdient. In unserem kranken System ist ein Chef aber ein "höherer" Mensch und der gemeine Arbeiter nur ein Sklave, der herumgeschubst, angeschrien und ausgebeutet werden kann, wie es dem Chef beliebt. Des Weiteren sind Gehälter willkürlich verteilt nach unlogischen Kriterien. Warum muss ein Abgeordneter zum Beispiel etwa 7000 Euro verdienen und nach kurzer Zeit eine gesicherte Rente bekommen, während z.B. ein Schreiner oder Ingenieur je nach Bundesland und Arbeitgeber nur einen geringen Bruchteil dessen bekommt? Warum bekommen Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften Boni in Millionenhöhe für eine einjährige oder wenige Jahre dauernde Beschäftigung? Wonach werden diese Dinge festgelegt? Mit Sicherheit nicht nach vernünftigen Kriterien und mit dem Wohl aller Menschen im Hinterkopf.

    Es herrscht die Denkweise "Nach mir die Sintflut!" und "Mir doch egal ob ich den Planeten zerstöre, Hauptsache mir geht's gut!" vor. Mit anderen Worten Egoismus macht sich breit und wird gefördert und bewundert. Die Menschen werden verblödet und Materialismus und Oberflächlichkeit zelebriert, dazu braucht man sich nur mal die ganzen Entertainment-Sendungen a la "Deutschland sucht den Superstar" anzuschauen.

    An der ganzen Misere wird sich nur dann etwas verändern, wenn vernünftige Menschen an die Macht kommen und der Einzelne sich in allen erdenklichen Dingen bildet, anstatt biertrinkender Weise vor dem Fernseher zu hocken und sich total überbezahlte Männer und Frauen in kurzen Hosen anzuschauen, die einem Ball hinterherrennen.
  5. #44

    Zitat von bloggide
    Man sollte vielleicht nicht gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sich einfach mit Frankreich vergleichen.

    Dass das lohnen kann, beweisen die Franzosen auf vielen Gebieten: Um es mal plakativ zu formulieren: Wenig Achsbrüche an fransösischen Zügen, führend in der Diesel Filtertechnologie, mit Arianespace in Kourou die Nummer drei der Raumfahrtnationen. Und Deutschland? Hat Merkel, veraltete SUVs, achsbrüchige Züge, eine Bahn am Rande des Kollaps. Großartige Leistungen.


    Was vergessen Asphalt/Strassenbelag der auch im Sommer hält.!!
  6. #45

    Arbeit und Familie

    Zitat von neue_mitte Beitrag anzeigen
    Meine Kinder sollen mal etwas von ihrem Papi haben. Ich will nicht der Typ sein, der die Rechnungen bezahlt und abends erst zur Gute-Nacht-Geschichte zu Hause ist.
    Sie stellen da einen Zusammenhang her, der so nicht besteht. Die Generation meiner Großeltern arbeitete wesentlich länger, hauptberuflich und in der ländlichen Pfalz nach "Feierabend" auch noch nebenerwerbsmäßig in der Landwirtschaft (Brrauferste etc.). Mein Vater arbeitete als Selbständiger ebenfalls eine egomane 60-Stunden-Woche. Und die Familien meiner Großeltern und meiner Eltern ist bis heute intakt.

    Und wie intakt sind die Familien der sich von der "sinnentleerten Arbeitswut" befreit habenden (post-)68er Generation? Trotz 40-Stunden-Woche Rekordscheidungsraten, Alleinerziehende etc.

    Nein, Sie irren, wenn Sie denke, weniger Arbeitszeit wäre mehr Familienzeit. Ich sage Ihnen: weniger Arbeitszeit ist mehr Spielraum für Flausen im Kopf, Shoppen und sonstige Befriedigung von Eitelkeiten und in der Folge Fremdgängerei und Niedergang der Familie.

    Nie zuvor haben die Menschen in diesem Lande weniger gearbeitet und nie zuvor waren die Familien so zerrütten wie heute. Die moralische Degeneration der Arbeitsmoral ist übergesprungen auf die Familienwerte.
  7. #46

    FRankreich ist kein Vorbild

    Zitat von bloggide Beitrag anzeigen
    Man sollte vielleicht nicht gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sich einfach mit Frankreich vergleichen.

    Dass das lohnen kann, beweisen die Franzosen auf vielen Gebieten: Um es mal plakativ zu formulieren: Wenig Achsbrüche an fransösischen Zügen, führend in der Diesel Filtertechnologie, mit Arianespace in Kourou die Nummer drei der Raumfahrtnationen. Und Deutschland? Hat Merkel, veraltete SUVs, achsbrüchige Züge, eine Bahn am Rande des Kollaps. Großartige Leistungen.
    Die Leistungsfähigkeit eines Landes an der deutschen Bahn an Dieselfiltern und einem Raumfahrprogramm mit weniger als einem Start pro Monat fest zu machen ist schon absurd.

    In Frankreich sind Wein, Essen und Wetter das gute, nicht die Technik oder Organisation des Landes.

    Frankreich hat wirklich heimelige Vorstädte, in denen die MIgranten von Begeisterung die Autos erleuchten lassen, ständig Streiks, eine rückständige Provinz, weil alle Kohle nach Paris abgezogen wird, Bezahlen auf Autobahnen, wo man keinen Unfall haben sollte, weil die Notrettung nicht funktioniert. Immer höhere Staatsverschuldung als D, sinkende Weltmarktanteile aller Industrien, nuklear verseuchte Treunhandgebiete der UNO unter Verwaltung und eine Autoindustrie die kleiner ist, als VW alleine.
    Vorbilder liegen im Norden (Dänemark, Schweden) nicht im Westen.
  8. #47

    Zitat von silenced Beitrag anzeigen
    Sehen Sie, Sie haben soeben meine These bewiesen, 0 Plan.


    Gerade Renter & Kranke werden ja 24/7 versorgt, auch heute schon, unglaublich, oder? Und zwar von Personal was 24/7 im Schichtbetrieb anwesend ist und einen Hungerlohn bekommt für die nicht gerade einfache Arbeit die geleistet wird.
    Naja, Altenpfleger bzw. Krankenpfleger verdienen hier zulande nicht schlecht verglichen mit vielen anderen Ausbildungsberufen. Und letzten Endes haben die nicht weniger Frei als Andere. Und Schichtdienst bedeutet nicht 24/7 verfügbar zu sein.
  9. #48

    noch etwas

    Zitat von schuba Beitrag anzeigen
    Der Artikel verschweigt diskret ein kleines Bergvolk, das zwar nicht zur EU, aber doch zu Europa gehört: Die Schweizer. Deren Regel-Arbeitszeit pro Woche beträgt 42,5 Stunden. Dafür gibt es weniger Urlaub und weniger Feiertage (besonders gegenüber den Nachbarn aus Bayern). Aber von gestörten Familienverhältnissen und erhöhten Krankenständen kann nicht die Rede sein. An den Genen kann es jedenfalls nicht liegen. Das beweisen Tausende Deutsche, die sich problemlos in die Schweizer Arbeitswelt assimilieren lassen. Aber zugegeben: Gewerkschafter findet man unter dieser Gruppe eher selten. Die hätten auch enorme Schwierigkeiten, die trotz der hohen Arbeitsleistung extrem niedrige Arbeitslosen-Quote in der Schweiz zu erklären.
    Gruss aus Bern.
    In der Schweiz wird in der Tat, mehr gearbeitet als in Deutschland. Dass es dort weniger Bedarf an Gewerkschaften gibt, erklärt sich aber schnell, wenn man die Löhne vergleicht. Für die Löhne würden auch die Deutschen sicher gerne etwas mehr tun - für fallende Reallöhne im Aufschwung, bei geradezu explodierenden Gewinnen dann doch eher nicht. Ständig offensichtlich und schamlos über den Tisch gezogen zu werden, wie es in der Schweiz unvorstellbar wäre, führt langsam zu einer gewissen Abneigung zur Arbeit.
  10. #49

    3 Stunden mehr, na und?

    Ojo,

    ob die einen nun 38h, die anderen 41h - es ist es nicht wert, über diese Peanuts überhaupt zu jammern.

    Ich vergleiche das immer mit den Lebensumständen vor 100Jahren - und da geht's uns gut: weniger Arbeiten, mehr Absicherung und guter Lebensstandard, ja, auch heute noch.
    Möglichkeiten für die breite Masse, wo damals nur Privilegierte Zutritt hatten.

    Sommerlochtheater & Kleinigkeitskrämerei.








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