Forum: Panorama
Andere Länder, anderer Geschmack – muss man denn alles essen?
Nicht jeder mag und verträgt fremde Kost, was für uns alltäglich schmeckt, lässt andere Völker erschauern. Was wind Ihre Erfahrungen mit exotischer, überraschender Küche? Überwiegen die Genüsse oder die Enttäuschungen?
- #1 19.04.2007 13:22 von
---naklar warum nicht :-)
auf keinen Fall ---Alles---
Hunde, Affen und ähnliche ---NIEMALS - #2 19.04.2007 13:28 von annew
Hab da eigentlich mehr gute als schlechte Erfahrungen gemacht.
Wie sagt man so schön:
Probieren geht über studieren.
Man muss es ja nicht nochmal essen, wenn es einem nicht schmeckt, aber wenn man nicht wenigstens probiert, wird man eine Menge verpassen. - #3 19.04.2007 14:11 von Constantinopolitana
Hallo,
selbst bei einheimischer traditioneller oder neumodischer Kost läßt mich doch einiger erschauern:
Joghurt mit GELATINE
Döner (soll in Deutschland erfunden worden sein, eine Hypothese, die ich, wäre ich ein Türke, sofort mir zu eigen machen würde)
sämtlicher Tiefkühlfertigfraß
Burger, egal in welchem Land produziert
Wiener Schnitzel so dick paniert, daß man den Fäulniszustand des innenliegenden Fleisches zumindest optisch nicht mehr wahrnimmt
Brot in Scheiben geschnitten und in Plastikfolie eingeschweißt...
BEVOR ich mir davon auch nur einen Bissen antue, beiße ich sofort freiwillig in die Heuschrecke oder in die Hühnerkralle :-)
Halt machen würde ich allerdings, wie auch meister 1993 vor Hunden und Affen, des weiteren vor allem, was mit extremer Tierquälerei verbunden ist, so wie Gänsefüße und -stopfleber, alle Zubereitungen, die am noch lebenden Tier vorgenommen werden inclusive. Allerdings gilt das auch für sämtliche hiesigen Tierprodukte aus Massentierhaltung; der Tod des Tieres ist vielleicht weniger grausam, aber dafür war sein gesamtes Leben eine Qual.
Allerbeste Grüße,
Eva - #4 19.04.2007 14:24 von
- #5 19.04.2007 14:28 von
- #6 19.04.2007 15:03 von Angstroem
Allesfresser
Ah. Also Menschen nur in eingeschränktem Maße, sonst alles :)
Ich bin auch der Ansicht, man sollte alles mal ausprobieren. Insbesondere der anerzogene Ekel gegenüber Nahrungsmitteln, die anderswo gar als Delikatesse gelten, muß unbedingt überwunden werden.
Etliches davon schmeckt nämlich extrem lecker... - #7 19.04.2007 15:13 von
was ist das Problem?
Als ich 1979 in ein Düsseldorfer Restaurant eingeladen wurde das alle möglichen Fleischsorten hatte ausser: Lamm, Schwein, Rind, Kaninchen/Hase, Geflügel, Katze und Hund und eine enorme Auswahl an verschiedenen Fleischsorten und Zubereitungsarten anbot die meistens auch sehr gut schmeckten, wusste ich, es gibt mehr in der Küche bzw. auf dem Teller zu entdecken als wir das in DE kennen.
Nachdem ich dann um 1990 herum meine ersten Fleischspiesse auf Bali gegessen habe - keiner im Restaurant nannte mir das Fleisch - die so dermassen lecker waren, war es mir auch egal als ich einige Wochen später heraus bekam, dass es Rattenfleisch war. Es war/ist egal; es war äusserst lecker und krank geworden bin ich auch nicht; also was solls?
Heute in Spanien essen meine Freunde sehr gerne gekochte oder geschmorte Schweinefüsse oder Stierhoden, also für "unseren Geschmack" Fleisch von einwandfreien Tieren und mitten in Europa. Sorry, aber mir schmeckt das absolut nicht, auch wenn es (fast) mitten in Europa tagtäglich zubereitet und von Millionen Europäern gegessen wird.
Dann liebe eine gute Cobra geschmort oder besser, kurz gebraten...:-) - #8 19.04.2007 15:26 von
wäre der richtige Titel. Dabei muss man unbedingt den Appetit, bzw. den Hunger mit bewerten. Da die meisten Deutschen gar nicht mehr wissen, was Hunger ist, wird das hier anders bewertet, als in Ländern, in denen der Hunger mit am Tisch sitzt.
Hinzu kommt eine gewisse Überheblichkeit, "sowas wie die, fasse ich doch nicht an, fresse ich doch nicht" ein Ausspruch der an Hochmut nicht zu übertreffen ist. Fast so etwas wie Rassismus.
Die wenigsten Menschen können ihre Ablehnung noch nicht mal (vernünftig) begründen, warum sie etwas nicht essen. Geschmack als Begründung ist aus der Luft gegriffen, weil kaum ein Mensch überhaupt unvoreingenommen probiert. Hinzu kommt, dass die Ablehnung dermaßen übertrieben formuliert wird, dass eine Neugierde darauf gar nicht erkennbar wird. (Eklig, abartig, widerlich) Sind völlig übertriebene Ausdrücke, besonders wenn man weiss, dass es ganze Völkerstämme gibt, in denen das zur Grundnahrung gehört.
Was ich für mich ausschließe (wobei ich wirklichen Hunger nicht in Betracht ziehe), wären Hunde, Katzen, Pferde. Ich esse auch keine anderen Freunde von mir;o).
Aber wenn ich höre was die Leute alles essen, wenn sie es nicht wissen, kann ich mir nicht vorstellen, wovor sie sich grausen, wenn sie es wissen;o).
Alles Einbildung, außer es gibt wirklich Unverträglichkeiten, die man bemerkt, auch wenn man es nicht weiss. Es wird viel zu viel gequatscht.... Zunge auf die Seite und runter damit, nachspülen und es schmeckt;o).
MfG,
Rainer - #9 19.04.2007 15:36 von
...ebenso Pferde
Hallo Rainer,
ich gebe Dir da fast komplet Recht, allerdings sind Pferde fester Bestandteil der Rheinischen Küche (z.B. Sauerbraten oder Salami) und es gibt in der Düsseldorfer Altstadt immer noch eine Pferdeschlachterei und -Metzgerei. Dort kann man vorzüglichen Sauerbraten und Wurst kaufen.
Im Übrigen ist Pferdefleisch auch in den USA fester Bestandteil der Küche, wobei ich jetzt nicht behaupten möchte , dass deren Einwohner besonders gebildet sind im Bezug auf Kultur und Küche. Aber das ist ja auch nicht das Thema, es gibt eben in jeder Kultur jahrhundertealte Gewohnheiten, Geschmäcker und Rezepte die es wert sind zu probieren.
Die Einheimischen haben ja schliesslich auch überlebt.
Gruss
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