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Aktiver Bürgersinn: Besser und schneller als Politik?

Wohlhabende Bürger spenden für gemeinnützige Projekte: Eine moralische Verpflichtung, die allen nützt. Sollten, wie in den USA, Betuchte mehr in die Finanzierung öffentlicher Aufgaben eingebunden werden, weil viele Dinge dann schneller angeschoben werden können? Oder ist die Gefahr privater Einflussnahme zu groß?

Der Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,423530,00.html
  1. #1

    Natürlich

    Natürlich ist die Einflußnahme zu groß.Gar keine Frage!Die Frage ist eher ob Sie schlechter ist als der derzeitige Zustand..
    Ich freu mich darüber.Wenn es sich dursetzen würde,daß schwerreiche Menschen vor ihrem Tod ihr Vermögen verschenken,kann man ja in Hundert Jahren mal darüber nachdenken ob es Sinn macht,daß Sie zu Lebzeiten so viel verdienen konnten...Aber alles mal step by step..
    Haustroll
  2. #2

    Es ist wünschenswert, dass Reiche, Teile ihres Vermögens der Allgemeinheit zukommen lassen. Vor allem würde das ein großer Imagegewinn für sie sein. Da ihnen von der breiten Bevölkerung ja nicht gerade ein Gutmenschentum unterstellt wird -in Bezug auf ihre Methoden der "Reichwerdung".
    Ausserdem sind sich Investment-Millionäre oder -Milliardäre oft nicht bewusst darüber, dass der Gewinn den sie erzielt haben, nicht durch eigene Leistung, sondern vielmehr durch Glück erzielt wurde.

    Das Problem der pers. Einflussnahme sehe ich nicht als ein solches an, da man nicht damit rechnen sollte/kann dass einer dieser Wohlhabenden ein Söldnerheer, eine fanatische Sekte oder Ähnliches finanzieren wird. Wenn doch wird das Volksintelligenz schon dafür sorgen dass dies nicht geschieht.

    Cheers
  3. #3

    Das Problem in Dtl ist, dass "Reiche" von den meisten Menschen als Feind betrachtet werden. "Der is doch nur reich, weil er bestimmt irgendwelchen Dreck am Stecken hat". Reiche Menschen können doch in der Vorstellung vieler Menschen gar nicht ehrlich reich geworden sind. Und wenn ich reich wäre und mich ständig diesen Verdacht ausgesetzt sähe, warum sollte ich mich dann mit Menschen - die in mir einen Feind sehen - solidarisieren?
  4. #4

    Bert Brecht hat diese Frage schon vor langer Zeit akzentuiert: Der gute Mensch von Szezuan.

    Wenn mans nicht ganz so pessimistisch sehen will: Auch Geld hat man irgendwann genug, so daß es nicht mehr wichtig ist. Was ist dann besser, als es für gute Zwecke einzusetzen? Und, nicht zu vergessen: Jeder Euro, der nicht in die Hände von Politikern fällt, kann direkt gutes wirken!
  5. #5

    Wenn die Gutmenschen das mal nachmachen würden, anstatt immer nur zu labern, wie toll und moralisch sie doch sind. Ich bin mir sicher, daß die Politiker der Grünen und der PDS weit weniger Prozente ihres Vermögens spenden.
    An den Taten sollt ihr sie messen. Und da ist so mancher "Kapitalist" weit sozialer eingestellt als die linken Labertaschen.
  6. #6

    Zitat von sysop
    Wohlhabende Bürger spenden für gemeinnützige Projekte: Eine moralische Verpflichtung, die allen nützt. Sollten, wie in den USA, Betuchte mehr in die Finanzierung öffentlicher Aufgaben eingebunden werden, weil viele Dinge dann schneller angeschoben werden können? Oder ist die Gefahr privater Einflussnahme zu groß?

    Der Artikel zum Thema:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,423530,00.html
    Hallo,

    schneller als die Politik zu sein ist keine Kunst. Und sicherlich stossen viele Projekte in einen Leerraum vor, der vom Staat infolge mangelndem Gestaltungswillen und/oder Kassenlage brach liegengelassen wird. Andererseits repliziert wohltaetiges Maezenatentum meist nur wieder Anspruchsdenken der eigenen Kreise, wie man sehr schoen am Plan des Hamburger Opernhauses im Zollhafen sehen kann. Die Armen, Bedrueckten und Nichtsesshaften haben von derlei Generoesitaet gar nichts!
  7. #7

    Hats up to Warren Buffett.
  8. #8

    Machen wir es kurz...

    Leider hat sich die Frage schon erledigt, da wir in der BRD deutlich höher Steuersätze (Einkommens-, Erbschaft-,...) als in der USA haben (insbesondere für Reiche und Besserverdiener). So finanziert man nämlich in unserem Lande das - im Vergleich zur USA - deutlich bessere Sozialsystem. Die Spender-Kultur in den USA ist demnach nicht auf Bundesdeutsche Verhältisse übertragbar.
  9. #9

    ziemlich naiv

    wieviel ausbeutung und soziales elend der verlierer liegt dem vermögen von gates und bufett zu grunde? wo ein gewinner da viele verlierer....
    dieses stifungwesen gilt doch nur der bereinigung des gewissens ,


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