Nach "Avengers"-Spektakel und Batman-Trilogie wird es Zeit für neue Comic-Charaktere im Kino.Welchen Comic würden Sie gerne verfilmt sehen?
Gar keine.
Es gibt seit Jahren sowieso eine Inflation an Comic-Verfilmungen...Seit es die Möglichkeiten gibt am PC tolle Tricks zu machen gibt es eine regelrechte Comicverfilmungswut...Man muss sich ja austoben...Und die frühere Verfilmungen werden neuverfilmt...das Remake des Remakes des Remakes des Remakes..
Es gibt ja sowieso keine Comicfigur mehr die schon mal nicht verfilmt worden ist.
Hollywood macht in den letzten Jahren in der Abteilung Unterhaltungskino fast gar nichts mehr, als nur die Comics zu verfilmen.
Die Franzosen haben auch alle ihre eigene Comics verfilmt..Asterix, .Lucky Luke, Bluberry..Isnogud...etc..aber bei den Franzosen sind die Comichelden wenigstens lustig und werden eh nicht so ernst genommen...
Bei den Amis werden ihnen in den neuesten Verfilmungen eine tödliche Ernsthaftigkeit verliehen, ohne jegliche Ironie..wie es früher mal gegeben hat in den Verfilmungen der Analog-Zeit..
Und das ist für mich einfach Gähn und langweilig..Aber, ich bin ja wahrscheinlich zu alt für den Sch..ß.
Herr Nolan ist bestimmt ein begnadeter Filmemacher.
Mir geht's nur darum, dass die amerikansiche Kultur viel zu militant ist.
Man sieht das auch am Rüstungsbudget, Flugzeugträger, etc.
Anderswo Krieg führen, aber wehe es passiert etwas auf eigenem Boden. Am 11/9 sind die Amis fast durchgedreht, dabei war das eine "One-Day-Show".
Und trotzdem produzieren die großmächtigen USA Filme, wo Superterroristen Städte mit Atombomben bedrohen, als würden sie sich danach sehnen.
Aber vielleicht haben solch kommerziellen Blockbuster, oder überhaupt der ausufernde Anglo-Kapitalismus, die Ehrfurcht und Moral dahinschwinden lassen.
Das mediale Selbstbild der USA ist verschieden, von der wirklichen Pleitenation, wo viele Menschen von Essensmarken leben.
Das erinnert mich an Nordkorea, die auch Waffen haben, aber die Bevölkerung nichts zu essen. Viele US-Comics aus den 40ern waren Kriegspropaganda, und das sind sie auch geblieben.
Aber genau das thematisiert Nolan doch! Der Batman-Stoff ist einzigartig dazu geeignet, auch Sozialkritik durchschimmern zu lassen. Ich weiß nicht, wer der Erfinder von Batman war, aber ich liebe diese Comics seit meiner Kindheit und habe Batman immer als Sozialkritik verstanden. Da ist eine moralisch verkommene Stadt namens Gotham City, die auf einen Heilsbringer hereinfällt, der einfache Antworten hat, und Batman schwingt sich auf, das Böse zu besiegen. Batman hat übrigens nie Schußwaffen gebraucht.
Zugegeben, mir sind diese Batman-Filme in ihrer Tiefgründigkeit und Vieldeutigkeit fast etwas zu anstrengend.
War es der zweite Teil, wo er am Ende mit Funkecholot alles sehen konnte? Ist das eine Anspielung auf die Echo-Orientierung von Fledermäusen?
Ich müsste solche Filme wohl hundertmal ansehen, um sie vollständig zu verstehen.
Wieso wird 'Comic' eigentlich immer mit diesen albernen, in bunte Ganzkörperkondome gezwängte Mega-Superhelden aus dem Hause Marvel (und Derivate) gleichgesetzt? Wenn sich die Farbe der Latexverpackung auch ändert, am Ende kommt immer die gleiche Story des unglücklich verliebten, einsamen Rächers heraus - langweilig.
Die Verfilmungen anderer Comics bleibt dagegen oft den Regisseuren aus der vorletzten Reihe mit völligem Talent- und/oder Budgetmangel überlassen, mit entsprechenden Ergebnissen - zum würgen!
Also: Sillage, Die Schiffbrüchigen von Ythaq, The Way of the Rat. Das wäre doch mal schick! Oder, wenn das Budget gar zu klein ist: Knights of the Dinner Table, nettes Kammerspiel, bei dem allerdings das Casting stimmen muss.