Warum wurde gerade die Titanic zu einem Mythos?

Der Untergang des Luxusschiffs "Titanic" entsetzte die Welt: Ein epochales technisches Großwerk, ein als unsinkbar gepriesener Ozeanriese geriet auf seiner Jungfernfahrt in Seenot und sank tatsächlich. Bis heute fasziniert das Unglück die Menschen, der Kinofilm über die Katastrophe wurde der erfolgreichste aller Zeiten. Was genau erregt bis heute die Welt an der Titanic? Warum wurde gerade sie zu einem Mythos?
  1. #10

    Blub

    Mehr als 24 Bilder pro Sekunde bringen auch nichts, wenn dauernd mit Wackelkamera gearbeitet wird.
  2. #11

    Zitat von robertll Beitrag anzeigen
    Was genau ist den an Cameron so besonders? Ausser, dass er sich ständig in die Nachrichten spielt, ist er ein durchschnittlicher Regisseur. Alien war sicher für seine Zeit bahnbrechend, immerhin hat von da an fast jeder Science Fiction das Prefix 'Horror' bekommen, er hat damit den positiven Zukunftsglauben für immer begraben.
    Aber Terminator, Titanic.. oder Avatar.. das sind doch langweilige Hollywood Blockbuster and von denen gibt es viele. Wirklich gute Filme brauchen kein gigantisches Budget sondern ein gutes Drehbuch, gute Schauspieler und Mut etwas neues zu wagen.
    Aber Hollywood muss immer an seinen Mythos arbeiten und bedient sich daher seiner eigen Crew an Amigos. Und Titanic ist ein Teil davon, als gäbe es keine anderen Geschichten...
    Ach nun haben Sie sich nicht so. Ich bin mir sicher, in dem Arthouse-Kino um die Ecke kommt sicher ein Film, der Ihren Ansprüchen genügt...

    Ich kann ehrlich gesagt das Geseiere (Verzeihung!) darum, wie durchschnittlich Cameron doch ist, nicht mehr hören. Dieser Mann treibt wie kein Zweiter die Kinotechnik voran. Nahezu jeder seiner Filme gilt als Meilenstein, gerade weil er es wie kein zweiter versteht, Story mit Technik zu verweben. Was er im Gegensatz zu Krawallmachern wie Emmerich oder Bay schafft, ist die Handlung nicht der Technik unterzuordnen. Klar wirken seine Filme oftmals oberflächlich, aber nur aus dem einen Grund, weil die meisten Menschen den Subtext nicht erkennen, gerade WEIL es Cameron schafft, diesen so ausgezeichnet zu verbergen.
    Titanic befasst sich mit der Sehnsucht der Menschen nach Menschlichkeit in einer zunehmend technisierten Welt. Avatar ist die in uns wohnende Sehnsucht der Verschmelzung aller Lebewesen in Zeiten des Internets und ständiger Kommunikation, entweder durch Technologie oder eine Art esoterischer Pseudonatürlichkeit.

    Deswegen gefällt mir der im Artikel ausgesprochene Satz sehr gut: "Hollywood respektiert ihn für seine intellektuelle Schärfe und fürchtet seinen Eigensinn." Weil sie es nicht verstehen, was für ein feines Gespür der Mann für die Stimmungen der Massen hat.
  3. #12

    Zitat von robertll Beitrag anzeigen
    Alien war sicher für seine Zeit bahnbrechend, immerhin hat von da an fast jeder Science Fiction das Prefix 'Horror' bekommen, er hat damit den positiven Zukunftsglauben für immer begraben.
    Nur um Missverständnissen vorzubeugen: "Alien" ist von Ridley Scott, "Aliens" (Alien 2) von James Cameron.
  4. #13

    Zahlen können nicht stimmen ...

    Ich weiß Redakteur sind Text-orientiert und deshalb nicht die Typen von Menschen, die gutmit Zhalen umgehen können. Deshalb stimmen auch 50% (nach meinem Gefühl) der Zahlen in Nachrichten veröffentlichungen nicht.
    Die Titanic sollte netweder nicht 1:1 nachgebaut werden oder der Tank hätte größer sein müssen.
    Wenn man einen Tank baut der gerade mal so groß ist dass die Titanic 1:1 rein gepaßt hätte - ohne eine bischen Wasser drumherum, dann schaue man erstmal bei Wikipedia rein ..

    "Die Titanic war 269,04 Meter lang, 28,19 Meter breit, 53,33 Meter hoch (Unterkante Kiel bis Oberkante Schornstein), hatte 10,54 Meter Tiefgang,..."

    Also 269,04m * 28,19m * 10,54m * 1000 = ca. 80 Millionen Liter

    Ein "Wassertank mit 64 Millionen Liter Fassungsvermögen" reicht also nicht.
  5. #14

    Redateure und Zahlen

    Zitat von SvenMeyer Beitrag anzeigen
    Ich weiß Redakteur sind Text-orientiert und deshalb nicht die Typen von Menschen, die gutmit Zhalen umgehen können. Deshalb stimmen auch 50% (nach meinem Gefühl) der Zahlen in Nachrichten veröffentlichungen nicht.
    Die Titanic sollte netweder nicht 1:1 nachgebaut werden oder der Tank hätte größer sein müssen.
    Wenn man einen Tank baut der gerade mal so groß ist dass die Titanic 1:1 rein gepaßt hätte - ohne eine bischen Wasser drumherum, dann schaue man erstmal bei Wikipedia rein ..

    "Die Titanic war 269,04 Meter lang, 28,19 Meter breit, 53,33 Meter hoch (Unterkante Kiel bis Oberkante Schornstein), hatte 10,54 Meter Tiefgang,..."

    Also 269,04m * 28,19m * 10,54m * 1000 = ca. 80 Millionen Liter

    Ein "Wassertank mit 64 Millionen Liter Fassungsvermögen" reicht also nicht.
    Der Seitenhieb auf Redakteure, die nicht mit Zahlen umgehen koennen, ist flach und unnoetig, aber mir ist dieselbe Diskrepanz in der Rechnung aufgefallen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Modell, das gebaut wurde, nicht 1:1 war, sondern kleiner. Und nur am Rande: Ich bin selber Redakteur... ;-))
  6. #15

    Zitat von robertll Beitrag anzeigen
    [...] Alien war sicher für seine Zeit bahnbrechend, immerhin hat von da an fast jeder Science Fiction das Prefix 'Horror' bekommen, er hat damit den positiven Zukunftsglauben für immer begraben. [...]
    Alien ist nicht von Cameron, sondern von Ridley Scott.
  7. #16

    Zitat von robertll Beitrag anzeigen
    Was genau ist den an Cameron so besonders? Ausser, dass er sich ständig in die Nachrichten spielt, ist er ein durchschnittlicher Regisseur.
    Cameron ist eben kein durchschnittlicher Regisseur. Es ist nicht so, als ob jeder mit einem Haufen Kohle einen Blockbuster drehen könnte, der einen derartigen Bestand hat. Cameron hat außerdem schon vorher Filme gedreht, teils mit sehr wenig Geld, die ebenfalls Maßstäbe setzten.

    All diese Filme haben jeder etwas ganz spezifisch Besonderes, etwas, das so toll ist, dass ein Haufen Leute ihn kopieren. Das täten sie nicht, wäre Cameron nur Durchschnitt.

    Cameron weiß immer ganz genau, was er tut und warum er es tut. Solange das dabei rauskommt, was dabei rauskommt, kann er das gerne noch die nächsten 100 Jahre tun.

    Und falls Sie meinen, "Titanic" sei ein durchschnittlicher Film und eine fiese Schmonzette: wir können uns den Film gerne gemeinsam anschauen, und ich erkläre Ihnen in jeder Szene, was daran Cameron-typisch ist und was sonst keiner in der Art hinbekommen hätte.

    Sie müssen es ja nicht mögen. Aber durchschnittlich? Nichts weiter davon entfernt.
  8. #17

    Redakteure und Zahlen

    Zitat von pteranodon Beitrag anzeigen
    Der Seitenhieb auf Redakteure, die nicht mit Zahlen umgehen koennen, ist flach und unnoetig
    Aber doch auch nicht ganz unberechtigt ;)

    Wenn Sie selber Redakteur sind, sind Ihnen sicher die vielen Vergleiche bekannt, mit denen Redakteure versuchen, bestimmte Größen dem Leser anschaulich zu machen (Klassiker: die x Fußballfelder).

    Und die mit schöner Regelmäßigkeit um Dimensionen daneben liegen xD
  9. #18

    24fps

    Zitat von Shlabotnik Beitrag anzeigen
    Mal ein technische orientierter Beitrag.

    Cameron hat recht: Die Bildfrequenz muss dringend erhöht werden. Es ist ein Witz, dass rasante Actionspektakel immer noch 24 Bilder/Sekunde gefilmt und projiziert werden. Das sieht auf Großleinwänden zuweilen aus wie Daumenkino.
    Höhere Bildfrequenz hat Doug Trumbull schon in den 1970ern propagiert. Sein Showscan-Verfahren mit 60fps fand aber nur in "ride films" Verwendung, für "richtige" Kinofilme wurde es nie eingesetzt.
  10. #19

    googlen

    Zitat von SvenMeyer Beitrag anzeigen
    Die Titanic sollte netweder nicht 1:1 nachgebaut werden oder der Tank hätte größer sein müssen.
    Googlen sie mal Titanic movie set. Sollte erschöpfend sein. :)