Waren die Beatles die beste Band aller Zeiten?

Ihre Musik stammte von Skiffle und Chuck Berry ab, doch die Songs der Beatles eroberten in schnell eigenes Terrain. Bis heute sind die Fab Four das gängige Synonym für Pop, und ihre Musik ist in Neuauflagen und Remix-Versionen immer noch für einen Nummer-1-Hit gut. Waren die Beatles tatsächlich die beste Band aller Zeiten?
  1. #1660

    Zitat von Keine Panik Beitrag anzeigen
    Noch was zu M.J., auch dieser Vergleich mit den Beatles verbietet sich. Seine Musik erreicht nicht annähernd deren Niveau. Sie ist fast eindimensional in der Relation. Und er hat nur zwei bemerkenswerte Alben gemacht. Insgesamt ist sein Schaffen zu gering, um die Bedeutung zu rechtfertigen, die man ihm oft zumisst

    Aber auch hier muss man wieder sagen, dass er den künstlerischen Anspruch der Beatles gar nicht hatte. Er hätte das auch nicht gekonnt, als Einzelperson schon gar nicht.
    Also: Beatles mit 12 Studioalben und M. Jackson mit 10 Studioalben - da machen Sie einen "nicht annähernd"-Unterschied? - In #1641 nannte ich aus dem Stehgreif ein paar Weiterentwicklungen; und die Teamarbeit (Orchester, Arrangeure, Texter, Komponisten, Tänzer, Showeffekte usw.) zähle ich mal eben auch dazu.
  2. #1661

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    Stimme ich zu.
    Jackson war zwar einer der erfolgreichsten Musiker der Geschichte, aber vom Kreativen her, vom Künstlerischen her, von der Bedutung der Musik für die Zeit her,---er kann sich da mit Beatles, Dylan, Elvis, Stones...oder auch mit den schwarzen Größen, wie Jamers Brown, Aretha Franklin, Ray Charles...einfach nicht messen. In keiner Hinsicht.
    Er war selbst nicht besonders kreativ, die aller meisten Songs sind von anderen komponiert und produziert worden und er war für die black music auch nicht besonders bedeueutend.
    Ausserdem nimmt die Qualität seiner Musik, seit Anfang der 90-er Jahre kontinuerlich ab. Ab da wurden seine Alben und Songs immer schlechter. Der Größehnwahnn packte ihn und... mir ist auch unverständlich gewesen, diese unkritische Haltung gegenüber eine ziemlich gestörte Persönlichkeit...
    Und ich meine, Michael Jackson hatte nicht nur gute Freunde, sondern auch schlechte. - Sicherlich hatte er bzw. sein Management Hunderten Aufträge, Arbeit, Brot gegeben.

    Und um Ihren weiteren Namen zu entgegnen (eigentlich geht es um Bands!): Ray Charles hörte ich Live im Konzert und sah auch den Film über seinen Aufstieg. Ich entgegne Ihnen: nein, er gehört nicht in eine Reihe, die sich mit der Michael Jackson-Connection messen könnte.
  3. #1662

    Adolphe Sax

    Zitat von eigentlicher_Schwan Beitrag anzeigen
    Kopf, Herz, Hintern: Das sind doch alles Körperteile. :)

    Hier mal eine hübsche schwarze Beatles-Interpretation einer US-Band:
    http://www.youtube.com/watch?v=IrFlsKwYKzY
    Not bad..

    Vor allen Dingen: Ein Hoch auf Antoine-Joseph Sax! Ist das Saxophon nicht ein geiles Instrument?!
    Zu den Körperteilen:
    Kopf: na ja...
    Herz: Klar!
    Hintern: Auf jeden Fall!
    Ich würde noch 2,3 andere hinzunehmen, je nachdem...:)

    ...und natürlich die 'Seele' nicht vergessen...!
  4. #1663

    don't forget Quincy

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    Stimme ich zu.
    Jackson war zwar einer der erfolgreichsten Musiker der Geschichte, aber vom Kreativen her, vom Künstlerischen her, von der Bedutung der Musik für die Zeit her,---er kann sich da mit Beatles, Dylan, Elvis, Stones...oder auch mit den schwarzen Größen, wie Jamers Brown, Aretha Franklin, Ray Charles...einfach nicht messen. In keiner Hinsicht.
    Er war selbst nicht besonders kreativ, die aller meisten Songs sind von anderen komponiert und produziert worden und er war für die black music auch nicht besonders bedeueutend.
    Ausserdem nimmt die Qualität seiner Musik, seit Anfang der 90-er Jahre kontinuerlich ab. Ab da wurden seine Alben und Songs immer schlechter. Der Größehnwahnn packte ihn und... mir ist auch unverständlich gewesen, diese unkritische Haltung gegenüber eine ziemlich gestörte Persönlichkeit...
    Die Bedeutung Jackos liegt m.A.n. weniger im Musikalischen. Sicher, er wurde der 'King of Pop' genannt, und die Verkaufzahlen seiner Alben und Singles sind legendär. Er war der kleine Star der Jackson Five, die tolle Tanzmusik gemacht haben. Seine ersten Solo - Arbeiten waren auch nicht schlecht, siehe 'Ben'. Aber ohne Quincy Jones, diesem genialen Komponisten, Arrangeur und Produzenten hätte er es wohl nie nach ganz oben geschafft. 'Off the Wall' ist ein herausragendes Album, m.M.n. sein bestes, noch vor 'Thriller' (das ist mit persönlich nicht funky genug).
    Mit beiden Alben hat er sich sehr wohl seinen Stellenwert in der schwarzen Musik verdient. Danach kam -subjektive Meinung- lediglich muntere Pop-Musik, nicht mehr und nicht weniger.

    Michael Jacksons Bedeutung liegt eher darin, dass er in den USA und weltweit der erste schwarze Künstler war, der in allen gesellschaftlichen Schichten und in allen ethnischen Gruppen seine große Anhänger-Gemeinde hatte. In der black community wurde er zwar auch stark wegen angeblicher Anbiederung u.a. als orio kritisiert, so wie es auch schon bei Satchmo war. Aber wie so oft, bei nüchterner Betrachtung haben gerade diese Musiker mehr für die Emanzipation der Schwarzen in den USA erreicht, als es so viele andere mit intellektuellem Anstrich je vermocht hätten.

    Interessant finde ich das Interesse Jacksons an den Beatles, jenseits der bekannten Song-Rechte - Geschichte. Er hat ja auch einige Male mit Sir Paul zusammengearbeitet.
  5. #1664

    Generationsfrage

    Zitat von juerv1 Beitrag anzeigen
    Madonna bietet halt perfekt produzierte, oft eingängige moderne Popmusik. Ich finde weder nervig noch schlecht, was sie macht, kann aber auch nicht behaupten, dass mich diese Musik emotional besonders ansprechen würde.

    Kann mir nicht vorstellen, dass von ihr in sagen wir 50 Jahren noch viel übrig bleiben wird oder dass ihre Musik zum kulturellen Kanon zählen wird wie die der Beatles.
    Das kann ich mir auch nicht vorstellen, beim besten Willen nicht. Obwohl, was in 50 Jahren sein wird, wissen wir alle nicht...

    Scheint aber auch hier eine Generationsfrage zu sein. Unsere Kinder (20,23,25) können mit ihrer Musik genauso wenig anfangen wie meine Frau und ich (beide Uhus). Möglicherweise sind ihre Anhänger bei den 30-50jährigen zu finden.

    Mit den Beatles können unsere Kinder aber auch nicht viel anfangen. Das ist für die einfach etwas aus grauer Vorzeit, etwas worüber die Altvorderen immer reden wie ihre Großeltern vom II. und die Urgroßeltern vom I. Weltkrieg und der Inflation. So gibt es halt in jeder Generation spezifische Vorlieben.
  6. #1665

    .

    Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2 Beitrag anzeigen
    Er war der kleine Star der Jackson Five, die tolle Tanzmusik gemacht haben. Seine ersten Solo - Arbeiten waren auch nicht schlecht, siehe 'Ben'. Aber ohne Quincy Jones, diesem genialen Komponisten, Arrangeur und Produzenten hätte er es wohl nie nach ganz oben geschafft.
    Tatsächlich ging es mit Jacko bergab, nachdem er Jones in den späten 80ern in die Wüste geschickt hatte. Niemand wird wohl ernsthaft behaupten, dass die späteren Jackson-Werke die Relevanz des "Thriller"-Albums haben.

    Allerdings wäre es mit Jackson, da er psychisch offensichtlich derangiert war, wohl auch mit Jones an seiner Seite bergab gegangen. Seit er als Kinderbefummler auffällig wurde, führte sein Weg konsequent in den Abgrund.
  7. #1666

    Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2 Beitrag anzeigen
    Die Bedeutung Jackos liegt m.A.n. weniger im Musikalischen.
    Würde ich nicht sagen.

    Diese politische Bedutung mit dem man ihn zwanghaft versucht zu beschmucken, um ihn irgndwie aufzuwerten, hat es in Wirklichkeit nie gegeben.
    Zuerst, war er nie politisch gewesen und hatte sich dafür nie interesssiert. Zu der Zeit, in den 80-ern hat es ganz andere Musik in der Richtung gegeben, die ganze Rap-Bands, wie Run DMC, Public Enemy und wie sie alle hiessen, die sich inhaltlich und äusserlich von der heutigen Rap-, und Hip-Hop-Musik unterschieden haben, die heute überwiegend zu dem lächerlichen Prol-Zuhälter-Gangsta-Gehabe verkommen ist.
    M Jackson kam in einer Zeit als der Weg für die schwarzen Künstler, bzw. die Schwarzen überhaupt in den USA, schon geebnet wurde.. Und zwar von den anderen Künstlern, die in einer ganz anderen Zeit gewirkt haben, in den 50-ern und 60-ern Jahren, als es die Rassentrennung in Teilen des Landes noch gab, und die Gleichheit der Rassen noch nicht bestand...Chuck Berry, Nat King Cole, BB King, Little Richard, The Platters,Fats Domino,...Aretha Franklin, James Brown, Ray Charles, Wilson Picket, Solomon Burke,...und viele andere...die waren es, die damit kämpfen mussten.
    Es gab bereits in den 50-ern Jahre viele weiße Jungs und Mädels die die schwarze Musik mochten und sie einfach cooler und aufregender fanden als die typisch weiße Musik wie Country. Schliesslich wurden fast alle spätere (weiße) Rock-Größen eben von den schwarzen Künstlern beeinflußt... Alle, ob; Beatles, Stones, Aerosmith, Pink Floyd, David Bowie etc...nennen die schwarzen US Rock - und Blues-Musiker als ihre Vorbilder. Die Stones die vom Anfang an, amerikanisch klangen, nannten ihre Musik Rhythm and Blues (nicht zu vermischen mit dem was heute RnB gennant wird) und wurden beeinflußt von den schwarzen Blues-Musikern, wie Muddy Waters und Co...
    Elvis hat RnR populär gemacht, aber der wahre Urvater war Chuck Berry, den alle, ob McCartney, Jagger & Richards, oder die Young-Brüder von AC/DC als das Vorbild nennen. Berry war der Urvater aller E-Gitarren-Solo-Riffs, die später zu dem festen Bild jeder guten Rock-Band dazugehörte und sein "Johnny B. Good" war und ist die Mutter aller Rock-Songs. In dem Lied findet man die Wurzeln aller späteren Rock-Klassiker, ob; Brown Sugar, All Right Now, Highway to Hell und und...

    Jackson kam doch quasi in das gemachte Nest und wie gesagt, Politik, hat ihn nie interessiert.
    Richtig, bei vielen Schwarzen wurde er nicht akzeptiert..Erst nach seinem Tod gab es quasi so was wie eine Versöhnung. Wie sollte jemand auch akzeptiert werden, der mit den ständigen Schönheitsoperationen, seine Rassenherkunft de facto verleugnete.

    Wen hat Jackson musikalisch beeinflußt?
    Ich kenne keinen...Oder doch, aber nur was das Tanzen und die ganze Show, angeht. Musikalisch nicht.
    Jackson war der erste der die Generationen danach mit dem öfter sinnlosen Tanzen in jedem Video (nicht von ihm, aber von den anderen), angesteckt hat. So dass heute kein Pop-Star (besondes die weiblichen Stars) ohne das typische nervige Rumgehopse und die 20-30 Background-Tänzer auskommt.
  8. #1667

    ...
    Das er die Rechte für Beatles-Songs gekauft hatte, hat eher damit zu tun, dass es da um Kohle ging..Die Beatles-Platten verkaufen sich andauernd bis heute, in der ganzen Welt. Ja, er hat mit McCartney ein Lied gemacht (Say say say)..auch mit Jagger eines...hatte auch Duette/Duos mit anderen Künstlern. Das ist üblich bzw., ist gerade ab den 80-ern Jahren üblich geworden (was es davor kaum oder gar nicht gab), dass die großen Stars sich zusammentun, oder wahrscheinlich von den Plattenfirmen zusammengetan wurden...Seitdem gab es und gibt es unzählige Duetts/Duos (Tina Turner & Bryan Adams, Tina Turner & Jagger, McCartney & S. Wonder, Tina Turner mit Bowie, T. Turner mit Rod Stewart, Rod Stewart mit Sting und B. Adams, Aerosmith & Run DMC, T. Turner mit Eros Ramazzoti, E. Ramazotti & Anastacia, M. Jackson mit der Schwester, Pavarotti mit allen, Bono Vox mit Sinatra, Marc Almond & Gene Pitney, Sisters of Mercy & Ofra Haza, Queen & Bowie, BB King & U2, UB40 & Chrissie Hynde...und und...bis zu der unsäglichen Zusammenarbeit von Status Quo und Scooter...
  9. #1668

    [QUOTE=Rockker;7784130]...
    Das er die Rechte für Beatles-Songs gekauft hatte, hat eher damit zu tun, dass es da um Kohle ging..Die Beatles-Platten verkaufen sich andauernd bis heute, in der ganzen Welt. Ja, er hat mit McCartney ein Lied gemacht (Say say say)..auch mit Jagger eines...QUOTE]

    Ja, ich kann mich auch noch gut an das Rumgeheule von Paul Mc Cartney erinnern, als MJ ihm die Beatles Rechte weggeschnappt hat. Selber zu geizig um sie zu kaufen und dann Flennen wie ein kleines Mädchen. Was für ein Looser !!!
  10. #1669

    [QUOTE=appleh;7784483]
    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    ...
    Das er die Rechte für Beatles-Songs gekauft hatte, hat eher damit zu tun, dass es da um Kohle ging..Die Beatles-Platten verkaufen sich andauernd bis heute, in der ganzen Welt. Ja, er hat mit McCartney ein Lied gemacht (Say say say)..auch mit Jagger eines...QUOTE]

    Ja, ich kann mich auch noch gut an das Rumgeheule von Paul Mc Cartney erinnern, als MJ ihm die Beatles Rechte weggeschnappt hat. Selber zu geizig um sie zu kaufen und dann Flennen wie ein kleines Mädchen. Was für ein Looser !!!

    Er wird's überleben...
    Geizig, bzw. sparsam zu sein ist doch besser..
    Sir Paul ist trotzdem der reichste Pop-Rock-Star der Welt, mit einem geschätzen Vermögen von ca. 1 Milliarde €.
    Dagegen, Jackson war kurz vor seinem Tod fast pleite...