Forum


 

TV-Serien - Ihre aktuellen Favoriten?

Amerikanische TV-Serien führten im deutschen Fernsehen lange ein Schattendasein, doch inzwischen sind viele klassische und vor allem neue sehr angesagt. Welche Serien gehören derzeit zu Ihren Favoriten?
  1. #3290

    Mäh =:-|

    Zitat von Tamarind Beitrag anzeigen
    Also ich finde die neue Version erfrischend. Der Muff der Frauenfeindlichkeit eines Charlie Sheen, ein Verhalten, das in den *männlichen* Rollen z.B. in Hollywood seit den 50er Jahren gehegt und gepflegt wird, gehört in die Vergangenheit.
    Mmmh, Charlie war nicht "frauenfeinlich".

    Ich habe versucht mir das anzusehen.
    Seit Waldens Bart ab ist kann ich mir das nicht mehr antun, das Milchgesicht.
    Die Serie ist wie zu erwarten eine andere geworden und versucht wohl nun auch vermehrt Frauen anzusprechen?

    Schade...
  2. #3291

    Zitat von Tamarind Beitrag anzeigen
    ...
    Also ich finde die neue Version erfrischend. Der Muff der Frauenfeindlichkeit eines Charlie Sheen, ein Verhalten, das in den *männlichen* Rollen z.B. in Hollywood seit den 50er Jahren gehegt und gepflegt wird, gehört in die Vergangenheit.
    Aber nicht doch. Diese Sichtweise blendet vollkommen aus, dass Charlie Harper nichts Anderes darstellt als das männliche Abziehbild seiner Mutter. Da liegt doch der Hase (wirklich) im Pfeffer. Die Harper-Brüder hätten sicherlich eine mehr als realistische Chance gehabt, zu erfolgreichen, konstruktiven, zufriedenen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu werden, wären sie nicht fernab ernstzunehmender männlicher Rollenvorbilder von diesem Mutter-Monster großgezogen worden.

    Charlie macht nichts Anderes als das erlernte Verhalten fortzuführen und der arme Alan? Nun, der hatte das Pech, nach seiner verpfuschten Kindheit direkt und ungebremst dem zweiten apokalyptischen Reiter der Moderne, nämlich der durchschnittlichen, völlig neurotischen und blutsaugenden 08/15-Ehefrau in die Fänge zu geraten. Bad luck.

    Tja. Sorry, aber so sieht das mal aus.
    Geändert von ( um Uhr)
    Rock'n'Roll ist, wenn man's TROTZDEM macht.
  3. #3292

    Zitat von chevy57 Beitrag anzeigen
    Aber nicht doch. Diese Sichtweise blendet vollkommen aus, dass Charlie Harper nichts Anderes darstellt als das männliche Abziehbild seiner Mutter. Da liegt doch der Hase (wirklich) im Pfeffer. Die Harper-Brüder hätten sicherlich eine mehr als realistische Chance gehabt, zu erfolgreichen, konstruktiven, zufriedenen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu werden, wären sie nicht fernab ernstzunehmender männlicher Rollenvorbilder von diesem Mutter-Monster großgezogen worden.

    Charlie macht nichts Anderes als das erlernte Verhalten fortzuführen und der arme Alan? Nun, der hatte das Pech, nach seiner verpfuschten Kindheit direkt und ungebremst dem zweiten apokalyptischen Reiter der Moderne, nämlich der durchschnittlichen, völlig neurotischen und blutsaugenden 08/15-Ehefrau in die Fänge zu geraten. Bad luck.

    Tja. Sorry, aber so sieht das mal aus.

    Das war wirklich die beste Zusammenfassung von "TAAHM", die ich bisher im Internet gelesen habe. Ich mag den Humor dieser Serie, ich mag die Gagschreiber, weiß aber bisher noch nicht wieso. :)
  4. #3293

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Charlie ist doch nicht frauenfeindlich. Er liebt die Frauen (in allen Situationen und Stellungen).
    Er liebte vor allem den Sex mit Frauen. Da gibt es einen Unterschied. ;-)

    Und die lieben ihn. Nicht weil er besonders hübsch wäre, nein eher, weil es mit ihm so schön unverbindlich ist.
    Ja, unverbindlich, so sind Männerträume. Die Serie war halt unkompliziert, erweckte die Illusion, dass die Frauen ihn lieben, weil nicht gezeigt wurde, wie manche Frauen sich nachher die Augen ausweinen. ;-) Sollte auch nur gute Unterhaltung sein, vor allem für das männliche Publikum, also warum nicht.

    So sind moderne Frauen eben...
    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Was Charlie angeht ist es doch so, das er ziemlich unverholen das Arschloch gegeben hat und trotzdem hat er die Frauen reihenweise abgeschleppt, weil er Ihnen das erzählt hat was sie hören wollten sie haben es geglaubt oder in Form eines Dialoges aus der Serie ausgedrückt.
    *Moderne Frauen*, die als kichernde, etwas einfach gestrickte chicks dargestellt werden, die sich dank dümmlichen Sprüchen flach legen lassen, im Klartext sich veraxxen lassen? lol

    Manche Männer möchten es wohl gerne, dass Frauen so wären, weil das sooo bequem ist. ;-) Und moderne Frauen haben vielleicht mal einen One Night Stand oder Phasen, in welchen sie so sind, mehr ist das nicht. In RL suchen die allermeisten nach einem festen Partner. Das ändert sich nie. Die Psycho- und Frauen-Foren sind voll von traurigen Geschichten von Ex-Betthäschen der Charlies dieser Welt. :-( US & UK Internet voll von Ratgebern für die „Opfer“ der EUM.

    Aber Charlie hat auch „gesucht“. Die chicks waren für ihn nur ein Füller, ein Zeitvertreib. Diejenigen, die er haben wollte, wollten ihn aber nicht. Bei denen hat er sich dauernd blamiert, hat sich bei denen total ungeschickt angestellt. Das waren die „modernen“, selbstbewussten Frauen, die haben Charlie durchschaut und wollten da nicht mitmachen. Die anderen, die einfach gestrickten hat er konsumiert. Tja, that's life, sogar bei einem Helden wie Charlie. ;-)

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    Klar, die Frauen stehen auf Ashton Kutcher wegen seiner inneren Werte....NICHT!
    Wer hat das denn behauptet? Ich bestimmt nicht. Bei ihm stimmt einfach alles. ;-) Eine Augenweide halt.

    Zitat von general.brathahn Beitrag anzeigen
    Mmmh, Charlie war nicht "frauenfeinlich".
    Ich habe versucht mir das anzusehen.
    Seit Waldens Bart ab ist kann ich mir das nicht mehr antun, das Milchgesicht.
    Die Serie ist wie zu erwarten eine andere geworden und versucht wohl nun auch vermehrt Frauen anzusprechen?
    Schade...
    Frauenfeindlich war zu krass formuliert.

    Ja, mich spricht die Serie jetzt viel mehr an, dank Kutcher. „Milchgesicht“.? Nun, Kutcher ist 30+, während Charlie bald 50 wird und eben nie so hübsch war. ;-)
  5. #3294

    Zitat von chevy57 Beitrag anzeigen
    Aber nicht doch. Diese Sichtweise blendet vollkommen aus, dass Charlie Harper nichts Anderes darstellt als das männliche Abziehbild seiner Mutter. Da liegt doch der Hase (wirklich) im Pfeffer. Die Harper-Brüder hätten sicherlich eine mehr als realistische Chance gehabt, zu erfolgreichen, konstruktiven, zufriedenen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu werden, wären sie nicht fernab ernstzunehmender männlicher Rollenvorbilder von diesem Mutter-Monster großgezogen worden.

    Charlie macht nichts Anderes als das erlernte Verhalten fortzuführen und der arme Alan? Nun, der hatte das Pech, nach seiner verpfuschten Kindheit direkt und ungebremst dem zweiten apokalyptischen Reiter der Moderne, nämlich der durchschnittlichen, völlig neurotischen und blutsaugenden 08/15-Ehefrau in die Fänge zu geraten. Bad luck.

    Tja. Sorry, aber so sieht das mal aus.
    Sehr gut!
    Lustig, ich httbe diesen Text verfasst, bevor ich Ihren Post las:

    Liebe Charlie-Fans, Hier noch eine kleine Psycho-Analyse: ;-)
    Charlie war im Grunde genommen ein sensibler Mann, hat seine Empfindsamkeit durch zynische Sprüche, Whiskey und Sex verdrängt. Oft machte er einen traurigen Eindruck, war voller Selbstironie. Vielleicht hatte er eine gestörte Beziehung zu seiner Mutter, die etwas kalt und unnahbar wirkt, vielleicht hatte er eine schmerzliche Trennung hinter sich. Innen drin steckte jedoch ein gefühlvoller Mann, der sich nach Liebe sehnt aber Angst vor der wahren Intimität und der Hingabe hat. Das erweckt bei manchen Frauen den Reiz, ihn zu „knacken“. Das klappt nie, da kriegt er nur Angst und flüchtet. Frauen, die sich zu Charlie hingezogen fühlen, haben einen ähnlichen Background, wollen die Liebe des ablehnenden Elternteils wieder gewinnen - sie sind zwei Seiten einer Medaille.

    Walden ist ein junger Mann, der zu seinen Gefühlen steht und sich danach sehnt, wieder eine tiefe Bindung zu einer Frau aufbauen zu können. Er ist aber der typische Vertreter eines jungen Kindmannes, der bei den Frauen mütterliche Beschützerinneninstinkte erweckt und diese schamlos ausnutzt. Das gelingt aber nur, weil er so gut aussieht. Inwieweit das Berechnung ist oder unbewusst verläuft, hat sich noch nicht herauskristallisiert. Seine Weinerlichkeit, Depressionsneigung und Selbstzweifel deuten auf gewisse psychischen Probleme hin, welche zu analysieren ich mehr sehen müsste. Lol
    Klar, dass sich „echte Kerle“ mit ihm nicht identifizieren können. ;-)

    Das Köstliche an den amerikanischen Serien ist doch, dass die Charaktere so gut psychologisch ausgearbeitet sind.
  6. #3295

    Zitat von Tamarind Beitrag anzeigen
    Er liebte vor allem den Sex mit Frauen. Da gibt es einen Unterschied. ;-)
    Als Heteromann kann man da keinen Unterschied erkennen. Das Eine bedingt das Andere. ;o]
    Zitat von Tamarind Beitrag anzeigen
    Ja, unverbindlich, so sind Männerträume. Die Serie war halt unkompliziert, erweckte die Illusion, dass die Frauen ihn lieben, weil nicht gezeigt wurde, wie manche Frauen sich nachher die Augen ausweinen. ;-) Sollte auch nur gute Unterhaltung sein, vor allem für das männliche Publikum, also warum nicht.
    Diesen Typ 'Frauen die Spass wollen' gibt es aber tatsächlich.
    Das ist keine Männerphantasie.
    Gleichzeitig gibt es aber natürlich auch die Frau Typ 'Chelsea', die Charlie ja fast vor den Traualtarbekommen hätte.
  7. #3296

    Ich möchte hier bei der Disskussion Niemanden den Spass verderben...Two and a Half Men kucke ich nicht (nur Paar Folgen habe ich gesehen) und bin also kein Kenner, aber könnte es sein dass hier einige vergessen haben, dass Charlie Sheen, A. Kutcher etc, bzw. die Figuren die sie in der Serie spielen, von den Drehbuchautoren so entwickelt worden sind ? Und sie alle sich nach dem Drehbuch verhalten...
  8. #3297

    Zitat von oback-barama Beitrag anzeigen
    Ich möchte hier bei der Disskussion Niemanden den Spass verderben...Two and a Half Men kucke ich nicht (nur Paar Folgen habe ich gesehen) und bin also kein Kenner, aber könnte es sein dass hier einige vergessen haben, dass Charlie Sheen, A. Kutcher etc, bzw. die Figuren die sie in der Serie spielen, von den Drehbuchautoren so entwickelt worden sind ? Und sie alle sich nach dem Drehbuch verhalten...
    Oh, wow, welche ein Erkenntnis! Und ich habe tatsächlich geglaubt, die spielen sich selber. lol

    Das ist doch gerade der Spaß, solche Charaktere zu analysieren. Zum RL gibt es Parallele, und fast jede Frau kennt einen Typ Charlie und einen Typ Alan. Ich z.B. lebte mal mit einem Typ Charlie zusammen. Sein bester Freund ist charakterlich ein ähnlicher Typ wie Alan, sieht sogar verblüffend ähnlich aus. Heute ist er men bester Freund. ;-)

    Also Serienfans machen solche Analysen. Aber Sie müssen sich keine Sorgen machen: Wir können immer noch Fiktion von der Ralität unterscheiden.

    Wenn Sie natürlich nur deutsche Serien schauen, können Sie sich das womöglich nicht so gut verstehen. Die Protagonisten der guten US Serien sind psychologisch brillant ausgearbeitet. Diesbezüglich genial z.B. "Desperate Housewives".
  9. #3298

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Diesen Typ 'Frauen die Spass wollen' gibt es aber tatsächlich.
    Das ist keine Männerphantasie.
    Gleichzeitig gibt es aber natürlich auch die Frau Typ 'Chelsea', die Charlie ja fast vor den Traualtarbekommen hätte.
    Natürlich gibt es sie, aber auch sie sehnen sich nach einem festen Partner. Also ich kenne solche Frauen auch, die waren verheiratet, und das war eine Phase bei ihnen. Die lebten sehr gut in Hong Kong, wo ihre Männer als Expat arbeiteten. Weil diese meistens in der Weltgeschichte herum jetteten, hatten die Frauen viel Freizeit und haben die Leere im Leben dadurch ausgefüllt, dass sie Männer aufgerissen haben. Das war so ein lustiges Trio, zwei Finninnen, eine Deutsche. Sie haben sogar damit angegeben, wie viele Kerle sie abgeschleppt haben, das waren in relativ kurzer Zeit so 20-30 pro Nase, oft auch Chinesen. Ich bin mal mit denen ausgegangen, für mich war das nichts, ich finde einen Mann zu selten attraktiv genug für meinen Geschmack. ;-) Aber was ich sagen wollte: Auch diese Frauen waren liiert. Also *das* ist für die allermeisten Frauen immer noch das Ziel, egal wie sie sich verhalten. Klar wollen sich viele Frauen vergnügen, aber wie gesagt in den meisten Fällen mit dem Hintergedanken, um sich binden, egal, was sie den Männern vorspielen. Ausnahmen bestätigen die Regel, ich kenne keine einzige Ausnahme, obwohl ich einige ziemlich ausgeflippte Frauen kenne, die einen sehr wilden Lebensstil hatten und manche nie geheiratet haben. Vielleicht reden die Frauen über ihre Sehnsüchte eher mit einer anderen Frau. Okay, manche haben irgendwann die Suche aufgegeben. Dann ist es etwas Anderes.
  10. #3299

    Lorre

    Muss mich mal bei der 2,5 Diskussion einklinken.

    Ich denke bei der Serie ist eigentlich die Entwicklung von Jake das wichtigste.

    Er wächst unter all den verkorksten Erwachsenen mit all ihren kleinen und grossen Macken auf.

    Auf dem Weg zum jungen Mann muss er sich mit einer Menge von gestörten Erwachsenen herumschlagen, und er mach es gut.

    Eigentlich ist sein Verhalten das einzige was man so als normal bezeichnen kann.

    Ich glaube Chuck Lorre hat es auch so geplant, Jake wird erwachsen ohne dass dieses ganz und gar geschädigte Umfeld ihm etwas anhaben kann.


    Ich persönlich sehe 2,5 men jetzt schon als Klassiker. Über diese Serie wird man auch noch in zehn Jahren lachen, ob sie fortgesetzt wird oder auch nicht.

    Aber passen wir auf, vielleicht lachen wir auch nur über uns selbst.








TOP



TOP