Zitat von
stormking
Was Mitte bis Ende der Neunziger aus den USA kam, ist qualitativ mit heute nicht zu vergleichen.
1. Sie sind vielleicht witzig, was sie da hören, sind allerhöchstens die deutschen Synchronsprecher.
2. Was erwarten Sie? Daß etwa im Falle eines Krimis der Drogendealer aus der Bronx perfektes Oxford-English spricht? Gerade die verschiedenen Dialekte machen in der Originalfassung us-amerikanischer und britischer TV-Serien einen Großteil des Reizes aus. Und nebenbei: Wer etwa in "Life on Mars" einmal Philip Glenisters manchesteraner Kauderwelsch drauf hat, der wird nie wieder in seinem Leben auf ein Englisch-Derivat treffen, daß er nicht versteht. Insofern hat man gleich wieder was für seine Bildung getan.
In welche inhaltliche Richtung hätten Sie's denn gern? "The Wire" und die "Sopranos" wurden hier schon mehrfach erwähnt, "The West Wing" nicht zu kennen, ist fast schon eine Bildungslücke. "Veronica Mars" war eine clevere Kreuzung aus Highschool-Umfeld, Noir-Stil und Detektivgeschichten. Wer auf Familiendramen steht, sollte "Six Feet Under" gesehen haben. Battlestar Galactica bot politische Science-Fiction der Extraklasse. "Dexter" hat das Serienkiller-Subgenre des Krimis revolutioniert, weil hier der Böse der Gute ist.
Und wer sich auch nur ein ganz kleines bißchen als Nerd fühlt, dem seien "The Middleman" und "Chuck" empfohlen. Das sind sozusagen bewegte Suchbilder für Popkultur-Anspielungen - Super für Trinkspiele! ;-)
Ich denke, das reicht erstmal. Wie Sie sehen, reden wir hier nicht über den Einheitsbrei sich Woche für Woche wiederholender Krimiserien wie etwa CSI oder so.