Soll Denkmalschutz ein repräsentarives GESAMTBILD der Baugeschichte erhalten, ist selbstverständlich auch die Prägung des Stadtbildes durch die Wiederaufbauzeit in zahlreichen Beispielen Erhaltungswürdig...
Durch politisch gewollte und unter'm Deckmäntelchen der "Asbestentsorgung" bereits vorgenommene Vernichtung der Erinnerung an eine ganze Epoche (die zudem zeitlich deckungsgleich ist mit "den besten Jahren", die Otto Normalverbraucher erleben durfte, SIND stilreine Neubauten aus der Ära "Wir sind wieder wer" bis in die Zeit der ersten Großen Koalition bereits selten geworden...
Das spöttisch als "Satteldachhundehütte" titulierte meist dreistückige Wohnhaus, wie es meist am Rande vieler wachsender Städte - und auf zuvor unerschlossenen Flächen - gebaut wurde (NICHT so häufig auf vormaligen Trümmergrundstücken) bot ein Wohnqualität, die seinerzeit dem Wunschtraum nach dem eigenen Häuschen im Grünen nahekam, jedoch erschwinglicher war, und meist sogar mehr Wohnfläche bot.
Im Grunde war die Zentrumsentrückte Lage bis in die späten 1970er Jahre attraktiv, als schließlich die alten Patrizierthäuser und Jugendstil-Mietskasernen frischrenoviert als Objekt der Wertsteigerung entdeckt wurden...

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