Forum: Kultur
Schaden zu viele Polit-Talkshows der Demokratie?
Politik wird heutzutage nicht mehr in Parlament gemacht, sondern im Fernsehen. Politiker halten ihre Reden lieber direkt vor dem TV-Publikum, sprich dem Wahlvolk. Leidet unter dieser Verlautbarungs-Rhetorik nicht allein die Gesprächskultur in den Talkrunden, sondern auch die Demokratie im Lande?
- #110 11.01.2012 10:56 von
Polit-Talk-Shows sind nur Shows
Wie in einer Fernsehrunde festgestellt:
Es werden Schlagzeilen gebildet, in denen die Vermutungen vorne
stehen, und die Nachrichten im Kleingedruckten.
Hört doch auf damit !
Und: LeserBRIEFE sind besser als User-"Rufe" !
Und: Immer noch: Presse... wo bleibt Angemessenheit,
wo bleibt Diekmann;leider war er nicht unter "seinen Schuh-Zeigern" zu treffen, da hätte er sein sollen ! - #111 17.04.2012 10:15 von
Theorie und Praxis
Eigentlich sollten die Medien (vorallem die Presse) eine Säule der Demokratie sein.
Die Medien schaffen keine unvoreingenommene Aufklärung.
Solche Sendungen müssen auch unterhalten, Quote bringen, wirtschaftlich sein, etc.
Daran ist eigentlich nichts auszusetzen, denn das Problem liegt beim bequemen & unmündigen Zuschauer.
Dem Zuschauer muss etwas geboten werden, also geht's nicht um Fakten.
Diese Sendungen sind Freizeit, keine harte Politik.
Es wird auf der Couch über schwerwiegende Beschlüsse theoretisiert, ohne unmittelbare Konsequenzen zu tragen.
Bequeme Leute sind's in diesem Land.
Hinzu kommt, dass viele Bürger mit ihren politischen Einschätzungen einfach falsch liegen.
Genauso wie es z.B. optische Täuschungen gibt, wo 70% der Bürger reinfallen.
Die Mehrheit hat häufig unrecht! Das ist ein Kernproblem der Demokratie, wo jeder seinen Senf dazugibt.
Zu jedem Thema gibt es mehr Nicht-Experten, als Experten.
"Repräsentative Demokratie" ist Lobbydemokratie, und in einer "direkten Demokratie" braucht es derart reife & unvoreingenommene Menschen, welche wir in unserer reizüberfluteten Medienrepublik niemals haben werden. - #112 14.04.2013 20:03 von
Die Menschen werden ständig beeinflußt. Bei wichtigen Anläßen beispielsweise vor Wahlen, fällt dann des öfteren die Maske und man kann die gewünschte Richtung gut erkennen.
So geschehen bei der letzten NRW Wahl durch den WDR. Erfolgreich wurden der FDP die nötigen Prozente verschaffft.
Absolut offensichtlich auch die ständige Kritik an Präsident Putin durch die ARD. Ich erinnere nur an das letzte zurecht geschnittene Interview mit der Störungsmeldung als Höhepunkt.
So könnte man die Liste endlos fortsetzen.
Gerade die Tagesschau ist ein gutes Beispiel um das Zusammenspiel von Marketing, Kapital und Öffentlichkeitsarbeit in unserer Staatsform
deutlich zu machen. - #113 25.05.2013 14:20 von
Schaden zu viele Polit-Talkshows der Demokratie?
Doch, alle zusammen habe ich noch nicht gesehen, weil ich bei Friedmann, der seine Rauschgift und Nuttenparties abgehalten hat und zu gleicher Zeit die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis maßregelte, weil diese auf seine dümmliche Frage, weshalb die Afrikaner soviele Kinder haben, sagt:" Die schnakeln vielleicht gerne!" abschalten.
Der Clown ist unten durch - einschließlich seiner Frau -.
Peter Scholl -Latour höre ich gerne zu , weil der Mann das vom Orient hat, was die westlichen Politiker einschließlich Amerika , nicht haben - Sachverstand!
Olaf Henkel höre ich auch gerne und auch Prof. Arnulf Baring.
Der Rest kann in die Tonne! - #114 25.05.2013 14:29 von
Schaden zu viele Polit - Talkshows der Demokratie?
Stimme Ihnen zu - insbesondere was die ständige Kritik an Präsident Putin angeht. Weil wir verkommen sind (man nennt da hier Demokratie) müssen uns andere Staaten nicht nacheifern. Ferner werden von den Öffentlich-Rechtlichen auch Claqueure gesucht, die die Meinungen der Ö.-R. stärken sollen.
Gehört zwar nicht hierher , aber die neuen "Tatort-Sendungen" sind eine Zumutung an Primitivität -seit 2009. Die Fäkaliensprache ist ja extrem eklig und vor allen Dingen wird in den entsprechenden Verwaltungen keinesfalls so ordinär gesprochen. Was haben die denn für einen kopfkranken Schreiber ? Aus der untersten Gosse ,oder wie? - #115 01.06.2013 16:59 von
Die Talkshows sind so kritisch, wie es das öffentlich-rechtliche Staatsfernsehen gestattet.
Ich erwarte nichts mehr davon.
Warum muss ich erst ausländische Zeitungen lesen, um von diesem unbekannten Kerl etwas zu erfahren?:
http://www.nytimes.com/2013/06/01/wo...ref=world&_r=0
Die deutschen Medien sollten sich selber reflektieren, sich politisch unabhängig machen und einen Zahn zulegen.
Internet sei dank, kann man auf Qualitätsprogramme ausweichen (z.B. Al-Jazeera, BBC, etc.).
Wenn man sich den deutschen Medien ausliefert, ist keine unabhängige Meinungsbildung möglich. - #116 07.06.2013 16:43 von
Ein groooßes Problem
Als erstes Gesetz Bild hat immer Recht
Als zweites Gesetz Bild muss alles wissen
Als drittes Gesetz Bild darf auch alles schreiben
Ja ein wirklich großes Problem ist da die BILD-Zeitung. Sie ist DER Meinungsmacher.
Jeder aus der Prominenz oder Politiker, der sich einem Interview der Bild verweigert, wird mit irgend etwas aus dem privatem Leben fertig gemacht. Wehe ein Politiker würde eine Richtigstellung wollen, das 1.2.3. Gesetz greift.
Was geschieht, wenn jemand es schafft sich durchzusetzen und auch nichts privates mehr geschrieben werden darf, kann an der prominenten Caroline von Monaco sehen, sie findet fast gar nicht mehr statt. So geht es auch den wirklich guten Berichterstattern, oder Politikern.
Wie hat die Bild es geschafft Fischer auf den "richtigen" Weg zubringen? Es wird ein Steinwerffoto so manipuliert abgedruckt, daß es tatsächlich zu einer Debatte im Bundestages führte.
Deshalb sieht unser einer auch so manche Politiker nicht in den Talkshows. Die, die wirklich was zu sagen haben und was machen, die haben für sowas keine Zeit. Und wer per Foto nicht sofort erkannt wird, ist für die Bild uninteressant und taucht nicht auf. Wer noch auf Wähler einwirken will, läßt sich von der Bild im knallroten Blazer bei den Flutopfern fotographieren und kommt einmal mehr zu den Polit-Talkshows. Nur mal mit "Gehirn an" gucken, dann könnte man lachen, wenn es nicht so ernst wäre.
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