Mein Gott! Jeden Erwachsenen sollte doch mal der Verdacht beschlichen haben, daß das Zertrümmern von Hotelmobiliar Bestandteil des Plattenvertrages ist. Ebenso wie das
Herumtorkeln zwischen Haustür und Mülltonne vor bestellten Fotografen. Die Musikindustrie entwirft Stars für die Kinder zum Super- oder Scheisse-Finden, notfalls auch, bevor überhaupt jemand die Musik dazu gehört hat, incl. gestörtem Verhältnis zur Mutter, Statements zu Homosexuellen und dem ganzen Quatsch, in der Disco Stuntmen verprügeln u.s.w. Und damit die Kids dran glauben können, daß beim Rumrennen und Hopsen auch wirklich gesungen wird, kriegen die Stars Micros an die Backe geklebt (die jetzt komischerweise auch bei betulichen Talkshows Pflicht sind).
Und die Rolle, die Pornografie in der Pop-Vermarktung spielt, ist doch gar nicht zu übersehen und verblödend, ebenso wie das Kindskopf-füllende Geschreibsel über
Entziehungskuren, Selbstmordversuche, Nervenzusammenbrüche, Kindheit (Vater Räuber, Mutter Hure) der Stars. Und für
Erwachsene so uninteressant wie die Pop-Soziologie des Autors Ihres St.-zu-Guttenberg-Artikels.
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