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Öffentlich-rechtliche Medien - zu viel Einflussnahme der Politik?

Der Streit um den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender dauert an und wirft erneut die Frage auf: Nimmt die Politik zu viel Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien?
  1. #200

    Zitat von egils Beitrag anzeigen
    Tja, Koch hat sich durchgesetzt und fuer eine weitere "Italienisierung" der Bundesrepublik gesorgt.
    Lustig. Ein Neuanmelder denkt sich was Schlaues aus und alle hüpfen drauf.
    Man darf mal feststellen, daß das TV und Radio in den schwarzen Ländern im Vergleich zum Rotfunk noch am besten wegkommt.
    Es war übrigens auch Stoiber, der die Wünsche des ÖR nach Gebührenerhöhung ziemlich barsch zurückgewiesen hat, unter anderem mit dem Hinweis, daß die Leute nicht für jeden Dreck zahlen wollten...
  2. #201

    Guter Einstand

    Alles was in den letzten Tagen zu lesen war (Stichwort: Mehrwertsteuer und Hotels, "Stärkung" der Rechte von Vermietern") war nur ein Vorgeschmack was auf uns sonst noch zukommen wird. Nicht das auch nur eines der wirklichen Probleme gelöst oder angegangen worden wären, unter dem Deutschland seit Jahren leidet. Aber ok, das ist Politik - die Mehrheit hat gewählt und das bekommen, was Sie verdient.

    Doch jetzt das: was macht ein Politiker, wenn er Einfluss auf die Medien nehmen kann - er nützt diesen Einfluss gnadenlos aus und spielt sich als "Volksvertreter" auf. Unabhängige Medien können wohl nur stören, bei dem was wir noch zu erwarten haben.

    Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland. Zumindest ist mein subjektiver Eindruck der letzten Jahre nun endgültig bestätigt worden. Hoffentlich bleiben genug unabhängige Medien übrig (dazu zähle ich nicht Konzerne, die Tageszeitungen mit 4 Buchstaben verkaufen) um der Politik weiterhin auf die Finger zu klopfen.
  3. #202

    südamerikanischer Staat.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender dauert an und wirft erneut die Frage auf: Nimmt die Politik zu viel Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Medien?
    Bald sind wir nicht besser wie mancher südamerikanischer Staat. Jede politische Kritik wird diktatorisch erstickt.
  4. #203

    Zitat von stefang_hh Beitrag anzeigen
    Der massive Eingriff müsste in Konsequenz doch zur Folge haben, dass das ZDF nicht mehr über die Rundfunkgebühren, sondern entweder über den Staat oder über die Parteien zu finanzieren ist.

    Ich jedenfalls sehe nicht ein, warum ich für ein Staatsfernsehen öffentlich-rechtliche Gebühren zahlen sollte.
    Was da abgelaufen ist, entspricht nicht mehr dem, was in der Verfassung steht.
    Also sollten wir auch keine Gebühren mehr zahlen, bis diese elenden Politschmarotzer aus den öffentlich rechtlichen verschwunden sind.
  5. #204

    Zitat von LadyWanda Beitrag anzeigen
    WIE WENIG wirkliche Unabhängigkeit bei den Öffentlich-rechtlichen Medien existiert, ist mir schon vor Jahren aufgegangen, als der damalige "Medienkanzler" Gerhard Schröder seine Agenda 2010 im Affentempo und fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchpaukte. Damals war der Jubel in der bürgerlichen Presse - nicht nur im ZDF sonder überhaupt - riesig. Da gab es KEINEN Journalisten, der sich nicht bei Schröder eingeschleimt und dieses Machwerk, unter dessen Folgen heute Tausende - vor allem Kinder und ältere Arbeitnehmer zu leiden haben - als "Jahrhundertwerk" gefeiert hätte. Ebenso einhellig war die Koalition des Schweigens gegenüber dem damals entstehenden so genannten Prekariat. Und ebenso einmütig wurde die WASG, die eine Folge des Schröderschen Sozialkahlschlages ist, von der bürgerlichen Presse ignoriert. DAS änderte sich erst nach den Landtagswahlen in NRW, als Lafontaine die Bühne betrat... und wenn ich mir HEUTE anschaue, wie die Vertreter der LINKEN in den Medien - auch im ZDF- behandelt werden - und wie diese Partei in schöner Einmütigkeit als "SED-Nachfolgepartei" diffamiert wird - was sie NICHT ist... dann kann ich nur sagen: Lasst das Lamento über die Zustände im Öffentlich-Rechtlichen! Deutschland - Berlusconi-Land? Ham wer auch - ham wer auch - aber schon sehr, sehr lange - spätestens seitdem Schröder und seine Mannen die Presse korrumpiert haben.
    Die Linke ist nicht Nachfolgepartei der SED??? Die Linke ist aus der PDS und der WASG hervorgegangen. Und die PDS ist die direkte NAchfolgepartei der SED. Und wenn Politiker über die Listen der Linke in Landtage einziehen, und dort dann Die Mauer und die Stasi zurückfordern, macht auch kein Fraktionausschluss die Linken sie NICHT zur Nachfolgepartei der SED!!!

    Was Herrn Brender angeht: Seit in Wetten Dass den Menschen Tierscheisse auf einem Silbertablett unter die Nase gehalten wurde, kann es soweit mit dem öffentlich-rechtlichen Anspruch auf journalistische Seriösität nicht sein.

    Wenn diese Personalscharade in einem Privatsender sich abgespielt hätte, würden sich kein Mensch darum scheren. Und der einzige Unterschied zwischen den Privatsendern, und den Öffentlich-Rechtlichen ist der, das letztere den Steuerzaahler mit mehreren Milliarden € jährlich belasten.
  6. #205

    Zitat von het Beitrag anzeigen
    Sehr unwahrscheinlich, denn Peter Hahne ist ja nur zweiter Mann hinter dem Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios Peter Frey, der sowieso im Gespraech sein soll.
    Aber pflegeleicht sind sie Beide.
    So unwahrscheinlich ist beides nicht.
    Aber den schwarzen Peter bekommen wir trotzdem...
    Frey mag etwas seriöser rüberkommen, Hahne wirkt ja höflich gesagt etwas esoterisch.
  7. #206

    Zitat von tschili Beitrag anzeigen
    Ein Grund mehr, keine Rundfunkgebühren zu bezahlen!
    Keine Sorge, die Intendanten kriegen nur 300.000 von Ihnen. Alles im grünen Bereich.
  8. #207

    Zitat von Berta Beitrag anzeigen
    Also los,verhaften wir Roland Berlusconi,bevor es zu spät
    ist.
    Ich mag Roland Berlusconi, am liebsten gegrillt... Medium.
    Garniert mit Merkel, zart gedünstet... mit einem Hauch Balsamico...
  9. #208

    Springer Verlag...

    Zitat von tatix Beitrag anzeigen
    Johannes Rau, Nikolaus Brender und der rote Medienfilz


    http://debatte.welt.de/weblogs/238/s...ote+medienfilz
    Na da haben Sie aber das Produkt einer der (Achtung Ironie) politisch neutralsten Medienkonzerne gefunden...

    Springer ist rechts, war rechts und wird es auch immer sein...

    Wie gut, dass Sie als Kritiker gleich die "einzig wahre" Quelle angegeben haben.
  10. #209

    Warum die Aufregung?

    Außer das ein paar grimmige Moderatoren (C.Kleber, M.Slomaka, P.Gerster - alle SPD) in Zukunft in die Kamera gucken werden, hat der Verwaltungsrat des ZDF demokratisch abgestimmt. Der Vertrag wurde von N.Brender nicht verlängert. Ein ganz normaler Vorgang. Beim WDR und NDR werden seit mehr als 40 Jahre nur SPD-nahe Intendanten gewählt. Auch hier ist es ganz normaler demokratischer Vorgang. Da gibt es keinen populistischen Aufstand wie bei N.Brender. Warum wohl?

    Die Sendung im ZDF "Neues aus der Anstalt" (Presseamt der SPD) ist weitgehend einfach nur langweilig. Sie ist auf dem Niveau von Musikantenstadl mit Silbereisen. "Neues aus der Anstalt" sollte besser als Dauer-Werbung-Sendung, für kaputte Föhne bezeichnet werden. Mehr auch nicht.
    Eindeutig besser ist die Sendung von Oliver Welke "Die heute-Show". Lachen bis der Arzt kommt!

    KHJ aus Köln








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