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Nannen-Preis - ist die Aberkennung bei René Pfister gerechtfertigt?

"Am Stellpult" von René Pfister - halten Sie die Aberkennung des Nannen-Preises für gerechtfertigt, weil der Autor die Quelle für seinen Einstieg nicht deutlich gemacht hat? Was denken Sie?
  1. #50

    Omg

    Was heißt hier untadelig?
    Pfister während der Preisverleihung eindeutig unpassend gekleidet.

    Vollkommen overdressed und unkeusch-verbonzt, Pfui.
  2. #51

    Pfisters von Guttenberg Texte

    Wer wie Pfister zusammen mit anderen bei der Plagiatsaffaire auf von Guttenberg wegen der Verletzung der wissenschaftlichen Grundsätze eindrischt (siehe "Doktor der Reserve", Spiegel 8/11), der muss natürlich auch an sich selbst die gleichen Maßstäbe ansetzen, wenn er die journalistischen Grundsätze grob missachtet und in einer Reportage nicht ausreichend kenntlich macht, dass er etwas tatsächlich gerade nicht erlebt hat, sondern nur vom Hören-Sagen kennt.

    Die Rückgabe des Nannen-Preises kann da nur der erste Schritt sein.
  3. #52

    .

    Zitat von xjazz Beitrag anzeigen
    In Anbetracht vieler Vorkommnisse in den letzten Monaten mache ich mir ernsthaft Sorgen über unsere deutsche Mentalität. Mehr Humorlosigkeit geht ja wohl nicht, da setzen sich Jurymitglieder hin und entziehen einen Preis, weil der Journalist nicht im Keller war?!
    Meine Güte...
    Sie haben völlig Recht und wie war es doch ebenfalls schwer humorlos den Rücktritt eines Ministers zu fordern, der seine Doktorarbeit abgeschrieben hat. Es geht eindeutig zu wenig locker zu in diesem Land.
  4. #53

    Kein Kisch-Niveau - und keine Reportage!

    Zitat von exHotelmanager Beitrag anzeigen
    Ja, und zwar nicht nur für die unsachliche, gehässige Gesamtdarstellung, sondern insbesondere für die von völliger Unwissenheit geprägte Darstellung des Modellbahners. MP Seehofer betreibt ein ernsthaftes Hobby in seiner knappen Freizeit mit großem Sachverstand des Vorbildbetriebes und zur notwenigen Entspannung. Ein "Schattenbahnhof" ist eine betriebliche Notwendigkeit und keineswegs Ausdruck der eigenen politischen Situation.

    Dieses Werk des Herrn Pfister ist Ausdruck des Niedergangs des einstmals seriösen Journalismus im SPIEGEL und sicher ein Symbol unserer Zeit. Der Küchentisch-Journalist als beleidigender Abwatscher, danke, nein. EEK wird sich im Grab umdrehen. Er berichtete immer sachlich und fundiert.
    Herr Pfister schrieb keine Reportage, sein Ort zu berichten war der Schreibtisch oder ... jedenfalls nicht der Hobbyraum von Herrn Seehofer: Was hätte Kisch wohl alles für Details beschrieben, sicher mehr wie die Eisenbahn!?
  5. #54

    Zitat von christian simons Beitrag anzeigen
    Mister Pfisters Märklingate ist in diesem Sumpf doch nur die Spitze des Eisbergs. :-)
    Der Medienskandal zieht weitere Kreise:
    Der am 10.5.2011 (17 Uhr 33) von mir geprägte Begriff "Marklingate" wird von der BILD-Zeitung am 11.5.2011 (19 Uhr 08) ohne Quellenangabe verwendet und als Eigenleistung verwertet.
    http://www.bild.de/news/inland/spieg...5758.bild.html
    Schlimme Finger, wohin man schaut... :-)
  6. #55

    Inkompetente Jury

    An keiner einzigen Stelle seiner monierten Einleitung hat Pfister den Eindruck erweckt, in Seehofers Keller gewesen zu sein. Er beschreibt weder den Keller noch irgendein Erlebnis dort unten. Beides Dinge, die zwingend in eine Reportage hinein gehört hätten. Er schreibt zudem, "Dort" stehe die Modelleisenbahn. Wäre er selbst im Keller gewesen, hätte es im Stile einer Reportage "Hier" heißen müssen. Auch die zeitlichen Bezüge weisen alle darauf hin, dass Pfister nicht in Seehofers Keller war: der Bonner Bahnhof, der vor Jahren gebaut und die Kanzlerin, die vor Monaten hinzugefügt worden seien. Und Seehofer, der sich "jetzt im Sommer" regelmäßig mit der Eisenbahn beschäftige.

    Nirgendwo in der Einleitung ist selbst Erlebtes auch nur angedeutet. Die Aberkennung erweckt eher den Eindruck, dass die Jury das Einmaleins des Reportagen-Schreibens nicht kennt.
  7. #56

    "Bild". Jede Frechheit braucht einen, der sie ausspricht

    Zitat von christian simons Beitrag anzeigen
    Der Medienskandal zieht weitere Kreise:
    Der am 10.5.2011 (17 Uhr 33) von mir geprägte Begriff "Marklingate" wird von der BILD-Zeitung am 11.5.2011 (19 Uhr 08) ohne Quellenangabe verwendet und als Eigenleistung verwertet.
    http://www.bild.de/news/inland/spieg...5758.bild.html
    Schlimme Finger, wohin man schaut... :-)
    Zitat "Bild": "Weil er detailliert über etwas schrieb, was er in Wahrheit niemals zu Gesicht bekommen hatte [...]"
    http://www.bild.de/news/inland/spieg...5758.bild.html

    Bei "Bild" wäre es bekanntlich völlig undenkbar, daß ein Artikel irgendwelche fiktiven Elemente enthielte. Erinnern wir uns an den Fall des Schauspielers Raimund Harmstorf, über den "Bild" geschrieben hat, er sei mit aufgeschnittenen Pulsadern auf der Straße herumlaufend von der Polizei aufgegriffen worden...
    http://www.lichtblick99.de/aufsatz3.html
    http://www.medienhandbuch.de/news/ko...siv-12898.html


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