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Nannen-Preis - ist die Aberkennung bei René Pfister gerechtfertigt?

"Am Stellpult" von René Pfister - halten Sie die Aberkennung des Nannen-Preises für gerechtfertigt, weil der Autor die Quelle für seinen Einstieg nicht deutlich gemacht hat? Was denken Sie?
  1. #10

    Pfister Nannen

    Ich erinnere mich genau an die Lektuere des Artikels. Mein Eindruck war damals gewesen, dass der Autor die Beschreibung Seehofers wiedergibt. Und dass es sich bei der Kellerbahn um ein Bild fuer Seehofers Lebenseinstellung handelt. Jedenfalls nicht um eine zwingend selbst in Augenschein zu nehmende Situation. Insofern gibt es wohl durchaus auch die Interpretation korrekten und sogar "zugegebenen", besser, gar nicht bestrittenen Verhaltens. Dass jetzt nicht einmal der zunaechst Geehrte gehoert wird, damit er, das Magazin, der Preis, die Jury beschaedigt werden, spricht nicht fuer faires Handeln,
  2. #11

    Zitat des Vorschreibers:
    Heute 20:02
    et@vonlaffert.de Ich finde es gut, wenn Journalisten untereinander den selben Standard ansetzen, den sie z.B. von Politikern erwartetn. Wenn dazu die klare Hervorhebung von Quellen gehört, dann ist es ein gutes Zeichen, das die Jury gesetzt hat.


    Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Gerade der Spiegel hat sich, meines Erachtens nach ganz besonders bei besagter unbestrittender Unsäglichkeit des Herrn Barons mit erhobenen Zeigefinger und bebender Unterlippe als Moralapostel aufgetan.
    Die scheinbar relativierende und kritische Stellungsnahme erinnert an eben diesen bei seinen ersten peinlichen Stellungsnahmen..
  3. #12

    Nun ja,
    dass es der Spigel noch nicht einmal in eigenen Angelegenheiten allzu ernst mit der Recherche nimmt, kann man Lead-in erkennen: Kisch-Preis? Nannen-Preis?

    Sorry, aber so etwas (und die fiktive Modelleisenbahnergeschichte) ist einfach nicht auszeichnungswürdig. Oder allenfalls gut für einen PLAGIARIUS.
  4. #13

    die Bösen!

    die Jury besteht ja nur aus inkompetenten Verurteilern, die sich die Sache zu leicht machen! Oder eben nicht? Hätten sie den Preis nicht zurückgenommen, wären sie ja eigentlich ganz in Ordnung, oder? Vielleicht doch ein CSU-Mitglied dabei? Na also! Parteipolitisch entschieden! Also wirklich, liebe Spiegel-Redaktion? Meinungsmache und Kollegenrettung in allen Ehren (klar, hätten wir alle auch gemacht, Jungs - und Mädels, selbstverständlich), aber wie platt ist das denn? Geht es vielleicht auch inhaltlich? oder nur über die kumpelhafte Kameradschaftsschiene? Ist doch alles nicht so schlimm... ham wer ja nich gewusst... also bitte! Messlatte wieder ernst nehmen!
  5. #14

    Absurd

    Hörst sich so an, als hätte sich eine fixe Idee in einem kleinen Kreis verselbstständigt, und dann zu diesen seltsamen Auswirkungen geführt. Komisch.
  6. #15

    sofort ein Pfisterplag eröffnen...

    ... und Schattenbahnhof ein wenig besser recherchieren...
    Der hat nämlich eine Funktion und nicht nur Seehofer nennt ihn so. Darum sind die Gänsefüßchen nicht nötig.
    Wer Ironie findet darn sie behalten.
  7. #16

    Scharf geschnitten

    Ob die Aberkennung gerechtfertigt ist, lässt sich für Außenstehnde und Laien, wie meinereiner, nicht wirklich sicher beurteilen. Bleibt also der Eindruck von redaktionellem Beistand. Das beschriebene Werk fand ich sehr gut geschrieben. Dass der Eingang nicht aus eigener, direkter Sinneswahrnahme entsprang, aber offensichtlich inhaltlich treffend beschrieben wurde, wertet den Schrieb für den werten Leser nicht wirklich ab.
    Offensichtlich aber stellt die Jury Bedingungen, die mit der Nachweispflicht von Habilitationen zu vergleichen sind.
    Wie schon beschrieben,die journalistische Korrektur kann man auch so exerzieren.
  8. #17

    Jetzt nicht weinen.

    Es geht doch im Journalismus schon lange nicht mehr um Objektivität, es geht nurnoch darum den anderen zu diffamieren.
    Wer die Dinge permanent aus dem Kontext reißt um andere bloss zu stellen, der soll nicht weinen wenn ihm die gleiche Behandlung wiederfähr. Das lernt und formt den Charakter!!!
  9. #18

    Gutenberg Paranoia

    Jury's

    ... die Eingangspassage der preisgekrönten Reportage, eine detaillierte Schilderung von Seehofers Umgang mit seiner Modelleisenbahn im Keller seines Ferienhauses, entgegen dem Eindruck der Leser und aller Juroren nicht auf der eigenen Wahrnehmung des Autors beruht.
    versus

    Ein paarmal im Jahr steigt Horst Seehofer in den Keller seines Ferienhauses in Schamhaupten, Weihnachten und Ostern, auch jetzt im Sommer, wenn er ein paar Tage frei hat. Dort unten steht seine Eisenbahn, es ist eine Märklin H0 im Maßstab 1:87, er baut seit Jahren daran. Die Eisenbahn ist ein Modell von Seehofers Leben.

    Es gibt den Nachbau des Bahnhofs von Bonn, der Stadt, in der Seehofers Karriere begann. Nach dem Jahr 2004, als er wegen des Streits um die Gesundheitspolitik sein wichtigstes Amt verlor, baute er einen "Schattenbahnhof", so nennt er ihn, ein Gleis, das hinab ins Dunkel führt.

    Seit neuestem hat auch Angela Merkel einen Platz in Seehofers Keller. Er hat lange überlegt, wohin er die Kanzlerin stellen soll. Vor ein paar Monaten dann schnitt er ihr Porträtfoto aus und kopierte es klein, dann klebte er es auf eine Plastikfigur und setzte sie in eine Diesellok. Seither dreht auch die Kanzlerin auf Seehofers Eisenbahn ihre Runden.

    Seehofer hat sich in Schamhaupten eine Welt nach seinem Willen geformt, er steht dort am Stellpult, und die Figuren in den Zügen setzen sich in Bewegung, wenn er den Befehl dazu erteilt. Es ist ein Ort, wo sich Seehofers Spieltrieb mit seiner Lust am Herrschen paart. Beides ergibt bei ihm keine glückliche Verbindung.
    kriege ich noch nicht zusammen - das kann man auch alles schön aus Gesprächen rausholen, ohne in Socken unter einen Modellbautisch zu krabbeln.
  10. #19

    versteh ich nicht

    Die gesamte internationale Presse berichtet über die Leiche Osama Bin Ladens und niemand hat sie gesehen.
    Einzige Quelle: ein paar Navy Seals und dunkel wars auch noch.

    Also auch nicht preisverdächtig!


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