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Mehr Amateure - Zukunft des Journalismus?

Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
    Was macht denn einen Profi aus? Kontakte? Überparteilichkeit? Hintergrundwissen?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
    Die journalistische Kultur wird lediglich durch die Einflußnahme gewisser Interessengruppen, das Diktat des "polical correcten" Zeitgeists und die Einsparung jeglicher Faktenprüfung gefährdet.

    Der Einsatz ehrenamtlich tätiger Leser als "Beirat" dient lediglich der Rückversicherung der bereits abgespeckten Verlagshäuser, Art, Umfang und Themenwahl der Berichterstattung nicht mehr ganz so inzestuös zu gestalten, wie's in den letzten Jahren, innerhalb derer eben schmerzlich viele Leser ihre Abonnements gekündigt haben, nun mal geschehen ist...
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
    Da sag noch einer, es gebe keine Jobs für Niedrigqualifizierte. Oder sind wir mittlerweile im Zeitungswesen beim Null-Euro-Job angekommen?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
    Ich bezahle mein Abo und ich möchte dafür Qualität bekommen. Dabei lege ich auch Wert auf einen sprachlich einigermaßen anständigen Stil. Nicht, dass Schülerzeitungsredakteure nicht auch ordentlich schreiben können - aber eben für Schülerzeitungen. Wer sich auf Schülerzeitungsniveau begibt (z.B. der Kölner Stadt-Anzeiger aus dem Hause Neven-DuMont), muss sich nicht wundern, wenn die Leser, die von ihrer Zeitung etwas mehr wollen (z.B. anständige Hintergrundinformationen), sich abwenden.
    "Immer billiger" (klar kostet der Student, der sich mit ein paar Zeilen Geld verdient, weniger als ein gestandener Redakteur) wird sich irgendwann in niedrigeren Auflagezahlen niederschlagen. Jedenfalls dann, wenn den Lesern Bouelvard/Sensationsgier/Trash nicht mehr genügt.
  5. #5

    Zitat von razio Beitrag anzeigen
    Was macht denn einen Profi aus? Kontakte? Überparteilichkeit? Hintergrundwissen?
    Der Profi liefert die gewünschte Emotionalisierung der Desinformation...

    Medien sind daran interessiert, ihren Kunden eine unerschütterliche Weltanschauung vorgefertigt zu servieren: Für Abwägungen oder Zweifel ist kein Platz...
  6. #6

    Zitat von razio Beitrag anzeigen
    Was macht denn einen Profi aus? Kontakte? Überparteilichkeit? Hintergrundwissen?
    Also Überparteilichkeit sicher nicht, siehe Springer. ;-)
  7. #7

    ooo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
    Journalisten sind eher für news in materialisierter Form (Zeitung) zuständig.
    Letztendlich entscheidet der Markt, was eher angenommen werden wird.
  8. #8

    Freie Blogs

    Bedenken wir doch, dass es gerade eine einzelne Userin in einem Forum (heise.de) und dem eigenen Blog geschafft hat, rund 85.000 Menschen anzustacheln, eine Petition zu unterschreiben. Die große Presse hält dann erst einmal eine Weile das Brisanz-Thermometer in die Sache, bevor sie sich äußerst. Einige Leser sind der Presse längst voraus.

    Neben SPON und Heise liegt bei mir daneben gleich der Hotlink
    zum Lawblog.de. Infos, wie Deutschland wirklich tickt, aus erster Quelle.
  9. #9

    wie sollte denn ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst etablierte Medien setzen verstärkt Amateure als Schreiber, Fotografen und Filmer ein - trotz scharfer Proteste vieler Profis. Sind Leser die besseren Reporter - oder gefährden sie die journalistische Kultur?
    .. der journalistische Laie den Profi verdrängen können ? Fürchtet man den Wettbewerb ? Wie definiert sich Professionalismus ? Hat Aust als Profi oder als Pornoreporter begonnen ? Ist das Journalismus ?

    Möglicherweise geht es um die Deutungshoheit ; der klassische "Journalist" bewertet Themen und produziert politische PR ( nur noch die Stadtteilzeitungen behelligen den Leser mit plumper, parteipolitischer Propaganda , moderne Nachrichtenmagazine gehen subtiler vor und verpacken ihre Ideologie in einer hübschen Sachzwangrhetorik ; fabulieren von Notwendigkeiten ) ; auch hier ist unverkennbar der Hegelianer am Werk so wie er bereits andere Bereiche der Gesellschaft besetzt hat ( Schulen und andere Lehr + Drillanstalten der Moderne ) .

    Der Leser , klein , dumm und uneinsichtig bleibt für den Journalisten eine Herausforderung .


    Der etablierte Journalismus ist sicherlich ein Auslaufmodell .


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