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Literatur - Was lohnt es noch zu lesen?

Bücher sind populär, über Bücher wird gestritten, manchmal werden Bücher noch verboten, sogar im Fernsehen erzielen Literatursendungen ("Lesen!") nach wie vor ansehnliche Quoten. Gute Zeiten für belletristische Literatur? Oder haben es literarische Texte heute schwerer denn je, inmitten der PR-Gewitter ihr Publikum zu finden? Gibt es noch die Lust auf den unbekannten Text oder ist gängige Literatur fast nur noch leicht verdauliche Häppchenware für Party-Smalltalk?
  1. #23640

    Im Moment ist Horst Evers mein Favorit

    Ich gebe zu, Horst evers ist jetzt keine klassische Literatur, aber aus Zeitmangel lese ich dann gerne Kurzgeschichten, die mich erheitern. Und da kann ich Horst Evers nur empfehlen. Mit seiner Beobachtungsgabe über den Alltag der Menschen hebt er sich wohltuend vom "Comedy Hype" ab und die halbe Stunde lesen, die mir im Moment am Tag bleibt ist damit gut gefüllt. Ich hoffe allerdings, dass es mich auch bald wieder zu umfangreicherer Literatur treibt und da waretn schon die Bücher von Douglas Adams auf mich, die ich unbedingt nach vielen Jahren nochmals lesen möchte.

    Und wie es in dieser Geschichte ( nichtkommerzieller Link) schon heißt -
    Die Begeisterung fürs Lesen. Es gibt nichts schöneres als das Buch
  2. #23641

    Auf der Pirsch nach einem lesbaren Buch für mich im realen sowie virtuellen Leben stieß ich auf diese Rezension in der Presse.at.

    Ein Balg, ein Gör, ein Krott « DiePresse.com

    Vielleicht ein Lesetipp für jemanden?
  3. #23642

    Hauptsache man liest und denkt nach.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bücher sind populär, über Bücher wird gestritten, manchmal werden Bücher noch verboten, sogar im Fernsehen erzielen Literatursendungen ("Lesen!") nach wie vor ansehnliche Quoten. Gute Zeiten für belletristische Literatur? Oder haben es literarische Texte heute schwerer denn je, inmitten der PR-Gewitter ihr Publikum zu finden? Gibt es noch die Lust auf den unbekannten Text oder ist gängige Literatur fast nur noch leicht verdauliche Häppchenware für Party-Smalltalk?
    Auch das Lesen sollte eine liebe Gewohnheit sein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und liebt Routinen.
    Ein routinierter Leser wird ganz automatisch im Laufe seiner Lesekarriere entdecken: Die Klassiker haben nicht ohne Grund "überlebt".
    Ecotopia auf Ithaka veranstaltet regelmässig Vorlesestunden für die Eigentümer die sich auf 37500 qm ein Rafugium geschaffen haben um auch im Alter aktiv und sinnvoll zu leben.
  4. #23643

    Lies doch...

    Ich lese nur "selektiv", alles andere wäre Zeitverschwendung.
    Leider gibt es ja keine allgemeingültigen Rezepte, nach dem Motto: Nehmen Sie Buch xy, schlagen Sie Seite 146 auf uns lesen ab Zeile 2 bis 5, oder ähnliches und was würde es bringen, wenn ich hier meine favorisierten Buchtitel nenne, außer dass es der Konversation diente?
    Oder gar einen Streit vom Zaun bräche?
    Wenn Sie mögen, lesen sie:
    Tu doch - - Wo hört die gute Erziehung auf - und wo beginnt die Feigheit?
  5. #23644

    Hocherfreut...

    Zitat von kawer Beitrag anzeigen
    Wenn gutes Deutsch noch eine Frage ist, dann mu0 man wohl Nietzsche und Luther gelesen haben. Facebook kann nicht mal Goethe und Th. Mann ersetzen. Die Sprache kann wie Musik sein, aber auch wie ein Holzbock, den man beliebig traktieren kann.
    ...fand ich Glossen und Geschichten von ROBERT MUSIL: ein schmales Bändchen für die Jackentasche, doch ein inhaltliches Wunder: Ich kann wieder lesen! Es geht also doch noch, oder langsam wieder?

    Es ist die Sprache selbst, die in den Bann zieht, einsaugt in den fremden Kosmos, ohne Effektheischerei, trocken, verschroben, humorig, melancholisch...offenbar gerade das richtige für mich zur Zeit.

    *freu*
  6. #23645

    Gerbrand Bakker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bücher sind populär, über Bücher wird gestritten, manchmal werden Bücher noch verboten, sogar im Fernsehen erzielen Literatursendungen ("Lesen!") nach wie vor ansehnliche Quoten. Gute Zeiten für belletristische Literatur? Oder haben es literarische Texte heute schwerer denn je, inmitten der PR-Gewitter ihr Publikum zu finden? Gibt es noch die Lust auf den unbekannten Text oder ist gängige Literatur fast nur noch leicht verdauliche Häppchenware für Party-Smalltalk?
    "Oben ist es still"
    "Tage im Juni"
    Ich habe kürzlich diesen niederländischen Autor entdeckt, der, ich kann es nicht anders ausdrücken, richtig schön schreibt. Gleichzeitig verarbeitet er Themen, die nicht zu den Hauptgesprächsthemn gehören-und das tut er mit einer wunderbar einfachen, klaren Sprache, dass Lesen wirklich zu einer Erholung wird.
    In dem Zweitgenannten lässt er sehr liebevoll, aber auch ein bischen schelmig, als Niederländer die Königin zur Einführungscharaktere werden, die mit einer Eigenart an Queen Mum erinnert/erinnern könnte. Ähnlich könnte er Titel des Erstgenannten durchaus eine Metapher sein, da es Ereignisse und Lbenssituationen gibt, die die Menschen an ihre Grenzen bringen, wo es einfach keine Hilfe gibt-
  7. #23646

    Sci-Fi

    Zitat von GinaBe Beitrag anzeigen
    Darf ich mich anschließen?

    ich suche nach einem Buch, was sich nach einer Lese- Abstinenz leicht lesen läßt.

    Es darf nicht zu dick sein, denn mit Charles Dickens habe ich auf Seite 40 von 800 kapituliert....

    Vielleicht darf es auch einmal etwas aus dem genre krimi sein, oder Sience Fiction, der nicht total techisiert ist.

    Meine Leseabstinenz entstand nicht freiwillig, sondern wurde durch eine Chemo- Therapie und Anti- Depressiva behandlung ausgelöst.
    Die Antidepressiva habe ich jetzt abgesetzt, um wieder mehr Interesse für meine Umwelt zu bekommen und die Liebe zur Kunst und Literatur wieder herzustellen.

    Wer weiß Rat?
    Also wenns nicht all zu technisierter SF sein soll, kann ich die Bücher von Stephen Baxter empfehlen. Ich hab bis jetzt drei Stück gelesen und fand alle sehr Spannend (Flut, die letzte Arche und Titan). Oder wenns ein Klassiker sein darf: alle Bände der Space Odyssey von Arthur C. Clarke.
  8. #23647

    Zitat von Stampfi-Gang Beitrag anzeigen
    Also wenns nicht all zu technisierter SF sein soll, kann ich die Bücher von Stephen Baxter empfehlen. Ich hab bis jetzt drei Stück gelesen und fand alle sehr Spannend (Flut, die letzte Arche und Titan). Oder wenns ein Klassiker sein darf: alle Bände der Space Odyssey von Arthur C. Clarke.
    Vielen Dank! Arthur C. Clarke habe ich jetzt eine halbe Ewigkeit nicht, in der Jugend aber mit Hingabe gelesen- das könnte für demnächst vielleicht etwas sein.

    Aus eigenen Beständen habe ich ein Buch gefisch: gekauft und nie gelesen= wie gut diese Sammelleidenschaft doch manchmal ist.

    rororo Taschenbuch, ein Roman von
    Harry Mulisch: Augenstern

    Ein sehr junger Mann läßt sich von seinem Job als Tankstellenaushilfe vom Fleck weg von einer sehr alten, aber reichen Lady engagieren und erlebt eine neue Welt, als Gesellschafter...
  9. #23648

    Den Koran lesen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bücher sind populär, über Bücher wird gestritten, manchmal werden Bücher noch verboten, sogar im Fernsehen erzielen Literatursendungen ("Lesen!") nach wie vor ansehnliche Quoten. Gute Zeiten für belletristische Literatur? Oder haben es literarische Texte heute schwerer denn je, inmitten der PR-Gewitter ihr Publikum zu finden? Gibt es noch die Lust auf den unbekannten Text oder ist gängige Literatur fast nur noch leicht verdauliche Häppchenware für Party-Smalltalk?
    Den Koran zu lesen ist immer ein Gewinn.
  10. #23649

    Rainer Maria Rilke

    Zitat von GinaBe Beitrag anzeigen
    Darf ich mich anschließen?

    ich suche nach einem Buch, was sich nach einer Lese- Abstinenz leicht lesen läßt.

    Es darf nicht zu dick sein, denn mit Charles Dickens habe ich auf Seite 40 von 800 kapituliert....

    Vielleicht darf es auch einmal etwas aus dem genre krimi sein, oder Sience Fiction, der nicht total techisiert ist.

    Meine Leseabstinenz entstand nicht freiwillig, sondern wurde durch eine Chemo- Therapie und Anti- Depressiva behandlung ausgelöst.
    Die Antidepressiva habe ich jetzt abgesetzt, um wieder mehr Interesse für meine Umwelt zu bekommen und die Liebe zur Kunst und Literatur wieder herzustellen.

    Wer weiß Rat?
    Der Abend ist mein Buch

    Der Abend ist mein Buch. Ihm prangen
    Die Deckel purpurn in Damast;
    Ich löse seine goldenen Spangen
    Mit kühlen Händen, ohne Hast,

    Und lese sene erste Seite,
    Beglückt durch den vertrauten Ton,-
    Und lese leiser seiner zweite,
    Und seine dritte träum' ich schon.


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