Mehr als 80.000 Musiker, Konzertveranstalter und andere Kulturschaffende haben eine Petition unterzeichnet, die den Bundestag auffordert, den als bürokratisch und gierig gescholtenen Musikrechteverwerter endlich zu maßregeln. Ist der Groll gerechtfertigt?
Vielleicht ist das ja gerade das Problem, daß "Lehrstuhlinhaber für Mathematik" hier Berechnungen durchführen müssen. Wieso kann der Künstler nicht "seinen" Anteil abzgl. Bearbeitungsgebühr für die Gema erhalten? Wo pauschal angerechnet wird, erhält auch der Künstler pauschal seinen Anteil.Trotzdem seien "Lehrstuhlinhaber für Mathematik" momentan damit beschäftigt, den Ausschüttungsschlüssel, das sogenannte PRO-Verfahren, an dem viele Musiker verzweifeln, zu vereinfachen.
Dann könnte man auch vom Veranstalter, Kneipe oder Verein eine gerechte, niedrigere Gebühr verlangen.
Meiner Ansicht nach läuft die Beteiligung der GEMA an Konzerterlösen ihrer eigentlichen Aufgabe komplett zuwider. Sie soll ja eigentlich für eine einigermaßen faire Verteilung der pauschal auf Medienträger erhobenen Gebühren unter den Künstlern sorgen, weil bei den Medien keine 1:1-Beziehung zu den Künstern herleitbar ist.
Das gilt aber für Konzerte natürlich nicht. Da weiß der Künstler ja sehr genau, ob er anwesend war oder nicht. Und es sollte allein dem Veranstalter obliegen, die Künstler zu entlohnen, entsprechend ihrem Anteil am Erfolg des Konzerts.
Als Autor, Musiker und Produzent muss ich quasi einen Spießrutenlauf mitmachen, um meine eigenen Werke Gemafrei veröffentlichen zu dürfen. Pro CD wird 1 Euro Gema erhoben. Davon sehe ich dann später mal vielleicht 5 Cent wieder.
Und die Gema möchte auf Speicher und PC's Gebühren erheben. Nach welchem Verteilerschlüssel ich daran partizipiere, kann ich nirgendwo auf den Seiten der Gema Informationen finden.
Ein Fall für den Bundestag? Wohl eher für den Staatsanwalt. Öffentlich legitimierte Schutzgelderpressung ist das.
Ich muss demnächst also 10 Cent Aufschlag für einen USB-Stick zahlen. Gut, aber was ist die Gegenleistung? Darf ich mir dafür einen Song irgendwo illegal downloaden oder was?
Und wenn man endlich mal die Gema einer rechtlichen Prüfung unterzieht, dann bitte auch die VG-Wort. Die schicken zwar pünktlich zur Jahresmitte immer nette Schecks herum (überweisen können die noch nicht), aber warum man was wofür kriegt (und warum genau in dieser Höhe und nicht die Hälfte oder das Doppelte), kann kein Mensch nachvollziehen. Noch nicht einmal die VG-Wortler selber - wie eine Mitarbeiterin mir mal bei einem nervenden Telefonat gestand. Man weiß auch nie, was die so an Verwaltungskosten abzwacken.
Das sind - wie auch die Mutter aller Kraken, die GEZ - alles vordemokratische Strukturen, die dringend auf den juristischen Prüfstand gehören. Ich vertrauen auch hierin, wie bei so vielem, nicht auf den von Lobbyisten gesteuerten Bundestag. Mir wäre der Bundesgerichtshof weitaus lieber.
Die GemaPo ist entweder ein vollkommen wilkürlicher Apparat oder niemand hat in der Gesellschaft einen Plan, was sein Kollege so tut. Da kommen manchmal für die selbe Veranstaltung drei unterschiedliche 'Rechnungen' mit drei unterschiedlichen Beträgen. Für eine Konzert-Serie mussten wir kürzlich für jedes Konzert einen komplett unterschiedlichen Betrag zahlen. Überprüfungen von Betroffenen sind so gut wie unmöglich und der Aufwand jedes Mal Einspruch zu erheben enorm groß. Der Moloch Gema ist genau wie die NS-GEZ eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
130000 hatten gegen das neue Zensurgesetz gezeichnet und mussten sich in die Nähe von Kinderpornobefürwortern rüxcken lassen.
Die Politik haben die 130000 Unterschriften einen Dreck interessiert.
Also nun 100000 gegen die Gema, wenn juckt es in der Politik , bestimmt sind die Unterzeichner alles auch so Raubkopierer und Verbrecher. ;)