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Dauerbrenner Sonntagskrimis - wie fanden Sie die aktuelle Folge?

Die Sonntagskrimis der ARD erzielen nach wie vor Spitzenquoten, die Fälle und Ideen scheinen den Machern einfach nicht auszugehen. Aber jeden Sonntag stehen die Reihen wieder auf Prüfstand, denn die Erwartungen sind immer hoch. Ihr Urteil: Wie steht's aktuell um die aktuelle Folge? Gediegen und spannend oder eher Durchschnitt?
  1. #290

    optional

    Schade dass es der letzte war. Nichtsdestotrotz hätte es auch ein weniger spektakulärer Abgang auch getan. Wirkte überladen auf mich.
    Die meisten Zuschauer scheinen einen Tatort ja nach der "realitätsnähe" beurteilen zu müssen. Finde ich lustig, da die einzige Referenz, nur die Fernsehrealität sein kann. Wie naiv muss man den sein, um zu denken eine Lena Odenthal oder ein Leitmayr wäre realistisch? Das ist Fernsehen. Das will unterhalten und nicht realistisch sein.
    Bah..und dieser Anspruch, das immer alles erklärt werden muss, nervt tierisch....
  2. #291

    Unglaubwürdig

    Unrealistisch bis in die allerletzte Sekunde. Die Ärzte ziehen sich die Handschuhe aus und lassen den Mann sterben, damit die letzte Schmalz-Szene dann auch noch passt.

    Es muss ja nicht eine Geschichte aus dem wirklichen Leben sein. Etwas Fiktion ist ja nicht schlecht. Aber wenn Bänker, Ärzte, Polizisten sich derart grotesk verhalten, dann ist auch eine erfundene Story nicht mehr glaubwürdig. Und zur Satire hat's dann auch nicht mehr gereicht.
  3. #292

    nachruf

    schade, die früheren batu-folgen gefielen mir wesentlich besser. hier lief alles auf das hinaus, was man kurz nach beginn schon alles wusste. das erzeugte bei mir eine lähmende langeweile. durch das, was zu beginn schon gezeigt wurde und alles, was ich leider auch hier schon vorher gelesen hatte, war mir die komplette handlung von anfang an klar.

    ich bin ein batu-fan der allerersten stunde, aber in diesem drehbuch stimmt was nicht. für mich muss ein krimi auf gar keinen fall von vorne bis hinten realistisch sein. aber charaktere sollten stimmen. und als so ein mann, als der cenk batu bisher aufgebaut wurde, scheint es mir psychologisch unmöglich, dass sich dieser körperlich und psychisch nahezu perfekt für außerordentlich belastende aufgaben trainierte polizist zur tötung des bundeskanzlers hinreißen ließe, um das leben seiner liebsten zu retten. er hätte mit seiner ruhigen intelligenz und seinen sehr guten beziehungen in den polizeiapparat eine andere lösung zumindest gesucht!

    mir hat er sowieso als einsamer wolf besser gefallen als als liebender mann. man braucht halt seine illusionen...:-))

    dass er aufhören musste, ist mir mittlerweile klar geworden. als verdeckter ermittler müsste er sonst wohl eher deutschlandweit agieren. ciao cenk...
  4. #293

    Unrealistisch, überzeichnet, aber beste Unterhaltung

    Da war er nun - der letzte Fall von Cenk Batu. Gut, der Fall war nicht wirklich realistisch, er war überzeichnet und doch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Eine beklemmende gut aufgelegte Corinna Harfouch, Broker, die wahrscheinlich doch nicht so weit von der Realität entfernt dargestellt wurden und Cenk als tragischer Held. Das Ende hätte sicherlich auch anders dargestellt werden können, aber Cenk mußte nun mal sterben und den Diskussionen um seinen Nachfolger die Grundlage zu entziehen.

    Und damit verläßt ein Tatort-Kommissar den Bildschirm, den wohl nicht nur Frauen total sexy fanden und der sich wohltuend vom sonstigen Tatort-Gewurschtel abhob -

    "Tatort kann so sexy sein" (nichtkommerzieller Link) -

    http://goodnewstoday.de/gute_nachric...-so-sexy-sein/
  5. #294

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    für mich muss ein krimi auf gar keinen fall von vorne bis hinten realistisch sein. aber charaktere sollten stimmen. und als so ein mann, als der cenk batu bisher aufgebaut wurde, scheint es mir psychologisch unmöglich, dass sich dieser körperlich und psychisch nahezu perfekt für außerordentlich belastende aufgaben trainierte polizist zur tötung des bundeskanzlers hinreißen ließe, um das leben seiner liebsten zu retten. er hätte mit seiner ruhigen intelligenz und seinen sehr guten beziehungen in den polizeiapparat eine andere lösung zumindest gesucht!
    Da haben Sie meine volle Zustimmung: Das war nicht der Batu, den ich im Verlauf seiner vorangegangenen Fälle kennen und schätzen gelernt habe. Wäre der Protagonist des Films eine Figur mit einem anderen erzählerischen Hintergrund gewesen, hätte ich wenig an dem Dargebotenen auszusetzen, aber als letzter Batu-Tatort fand ich die gestrige Folge doch eher enttäuschend.
  6. #295

    sieht denn keiner,

    dass sich kurtulus wie ein halbstarker benimmt, der vor kraft nicht laufen kann. mit dem "ich-lege-alle-frauen-um"-gesicht, wäre er jünger würde ich ihn präpotent nennen. dieser tatort war wüstes gekröse, anmaßend und dumm. ich weine diesem kommisar keine träne nach. es waren so viele anschlussfehler , dass ich aufgehört habe, zu zählen. und wie unglaubwürdig sich die leute verhalten ... und ständig kurtulus' leidensmiene, seht her, mir geht's beschissen. mann, da gibt's doch andere tatort-kommisare, die einen vom hocker reißen: der "beste" - das ich nicht laut lache! es war ein graus. die harfouch war einzig und allein hervorragend, mit mut zur hässlichkeit. - und außerdem sollten wir aufhören, den tatort als kriterium für unsere kulturlanschaft anzusehen.
  7. #296

    Zum Lohn 'ne deutsche Maus

    Bitte, es ist doch öffentlich-rechtliche Pflicht, Integration vorzuführen. Du brauchst nur ein weißes Hemd, einen guten Haarschnitt und einen Anzug, schon kannst auch du Banker werden. Ich finde diese Art von analphabethischer Pädagogik von exquisiter Plumpheit und monströser Herablassung. Gerade dies hat mich phantastisch unterhalten. Zum Lohn 'ne deutsche Maus
  8. #297

    Schlecht!

    Abgesehen davon das Hamburg (leider) noch nie vernünftige Kommisare hatte, waren die letzten Batufolgen alle besser. Aber anscheinen schreiben die Medien alle voneinander ab. Anders kann man sich die Diskrepanz zwischen euphorisch-benebelter Presse und (er)nüchternder-realistischer-enttäuschter Publikumsreaktion nicht zu erklären. Es kann nur schlimmer werden. Wird Schweiger (was für ein Namen für einen Schwätzer) eigentlich synchronisiert? Das hält doch keiner über 20 länger als 10 Minuten aus.
  9. #298

    Eine Story für einen schlechten amerikanischen Comic

    Das war der mit Abstand schlechteste Tatort, den ich je gesehen habe! Die Story ist vollkommen hanebüchen und eignet sich höchstens für einen schlechten amerikanischen Comic. Die Personen agieren total irreal, absolut unglaubwürdig und ohne irgendwie nachvollziehbare Motivation. Zudem ist die Action an vielen Stellen unlogisch.
  10. #299

    Warum musste er sterben?

    Nachdem SpiegelOnline bereits Geschichte, Verlauf und Ende verraten hatte, sah sich dieser Tatort wie die Aufzeichnung eines Fußballspiels, dessen Ergebnis man schon kennt. Immerhin bestand der Vorteil darin, den Handlungsfaden bereits erfasst zu haben. Aus dem Film ließ er sich nämlich nicht herleiten. Überhaupt blieb hier vieles im Dunkeln. Wie konnte es dem Bankzocker gelingen, eine Profikillerin zu engagieren, die vorher 34 Jahre von der Bildfläche verschwunden war? Wie konnte es dieser todkranken Autistin gelingen, den LKA-Computer zu hacken und über alles und jeden vollständig jederzeit im Bilde zu sein? Sie besaß ja nicht mal einen Laptop. Das alles existierte nur im Kopf des Regisseurs, den Zuschauer ließ er nicht daran teilhaben. Warum der Ermittler am Ende sterben musste, erschloss sich mir auch nicht. Es hätte genügt, einfach keine Geschichte mehr von ihm zu erzählen. Im richtigen Leben gibt es ja auch mehr als einen Polizisten in einer Stadt.

    Im Tatort kamen immer bekannte Schauspieler zum Zuge, manchmal auch weniger bekannte. Til Schweiger ist ohne Zweifel ein bekannter Schauspieler und dazu erfolgreich, das muss man ihm lassen. Wahrscheinlich ist das der Grund für die vielen gehässigen Kommentare. Hier sollten sich einige mal zurückhalten, gerade wenn sie Tatort und Polizeiruf nicht auseinander halten können. Man kann ja am Sonntag was anderes sehen und sich von gefühlten Millionen Werbespots berieseln lassen, wenn man das für gute Unterhaltung hält. Ich bin ein Fan des Tatorts und habe auch die Batu-Krimis gerne gesehen. Der gestrige war kein Highlight, ging aber in Ordnung.


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