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Dauerbrenner Sonntagskrimis - wie fanden Sie die aktuelle Folge?

Die Sonntagskrimis der ARD erzielen nach wie vor Spitzenquoten, die Fälle und Ideen scheinen den Machern einfach nicht auszugehen. Aber jeden Sonntag stehen die Reihen wieder auf Prüfstand, denn die Erwartungen sind immer hoch. Ihr Urteil: Wie steht's aktuell um die aktuelle Folge? Gediegen und spannend oder eher Durchschnitt?
  1. #210

    Yep...

    Zitat von mischubo Beitrag anzeigen
    ...und das war nicht die einzige Szene, wo man sich von den Lämmern hat "inspirieren" lassen: Thomalla/Foster klingeln an der richtigen Tür, während die anderen Ermittler auf der falschen Spur sind; der "schneidernde" Mörder, der das Opfer eincremt, ein Psychologe mit ein paar Pseudo-Erklärungen - und eben obiges Zitat...
    ...ich habe nur noch auf Hannibal Lector gewartet, der kryptische Tipps austeilt. Insgesamt war der Tatort nicht so schlecht, wie er vorab gemacht wurde. Ich hatte Schlimmers erwartet. Allerdings war der zweite Teil erheblich schwächer. Und ja, das war mehr als eine Anspielung auf "das Schweigen der Lämmer", das kam schon einem Plagiat sehr nahe.
  2. #211

    Schauspieler...

    ... schade bei der durchgehend recht ansprechenden Leistung ist nur, dass die Regisseure weiterhin kompromisslos das Publikum mit Simone Tomalla quälen (warum wohl nur?) - in einem über 90 Minuten unverändert ausdruckslosem Gesicht ohne jede Mimik oder Gestik kann ich keinerlei schauspielerische Leistung erkennen.
  3. #212

    War insgesamt doch gar nicht so schlecht

    Zitat von abc-xyz Beitrag anzeigen
    Ich kann mich in den letzten 10 Jahren kaum etwas erinnern, was in Deutschlands Mattscheiben erwähnenswert gewesen wäre. Tatort fand ich schon langweilig, als nur 3 Kanäle gab. In den USA wird auch jede Menge Trash geboren, nur mit den Unterschied, dass es doch genug ansehliches gibt. Und da ich ein Mensch bin, der nur 24h vom Tag hat, abzüglich Schlafen, Arbeit und Sonstiges, brauch ich nur ein paar wenige gute Serien. In Deutschland gibt es nur Trash. Ich habe inzwischen Pay TV und genieße US Serien. Sorry, ist so, aber ein Spartacus, Game of Thrones, Two and a Half Man, etc. kommt einfach keine deutsche Serie ran.
    Wenn ihnen Tatort sowieso nie gefällt, wieso geben sie dann hier ihren Kommentar ab, kostet doch auch wieder einige Minuten ihres kostbaren Tages?

    Ich war "dank Vorschnellkritik" auch ziemlich skeptisch was diesen Tatort betraf, fand ihn dann aber doch wesentlich besser als vorher "Runter"geschrieben.
    Vor allem die die Rolle Anna Römer darstellende Lotte Flack ist eine Darstellerin die man sich merken sollte. Irgendwie erinnerte sie mich an die junge Anna Mühe, Ulrich Mühe´s Tochter.

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. Selbst Sabine Thomalla fand ich neben Dietmar Baer erträglich. Brutaler wurde Kindesmißhandlung dann bei Irene Huss der Ermittlerin aus Göteborg gezeigt. Schweden hat inges. bei "Mord und Totschlag" die Nase inzw. vorn, nicht nur durch die Stieg Larsson Krimis.
  4. #213

    Na klar, ich habe ja auch viele Parallelen gesehen und es war viel abzusehen. Aber mal ganz ehrlich, wer kennt denn eigentlich die ganzen Filme wie "8 mm" oder "Schweigen der Lämmer"? Die Masse sicherlich nicht ;-)

    Und besagte US-Serien ... wenn man sich da nur eine einzige Episode anschaut, ohne Hintergrund, so toll sind die dann auch nicht.
  5. #214

    Skandal!

    Millionen Deutsche werden gezwungen, jeden Sonntag den Tatort zu sehen, obwohl diese Serie handwerklich schlecht gemacht ist, nur aus Laiendarstellern besteht und die Stories aus Pixi-Heften abgeschrieben sind.
    Da müsste doch mal der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte so richtig dazwischen hauen und den Sendern sowas ein für alle Mal verbieten!

    Wer Ironie findet, darf sie behalten.
  6. #215

    "Good old Europe" vs. "Amiland"

    Zitat von auswandererusa Beitrag anzeigen
    Kann es wirklich sein, dass nach 40 Jahren Tatort, dieser immer noch das kulturelle Gespraechsthema ist? Will wirklich irgend jemand behaupten dass wir nicht mehr koennen? Rund 8 Milliarden Euro fliessen jaherlich an die Oeffentlich Rechtlichen, und das Ergebnis ist noch immer Tatort, Lindenstrasse und (bis neulich - und vielleicht dann doch wieder) Wetten Dass!
    >
    >

    Im bevoelkerungsreichsten Bundesland (16Millionen) gibt es gerade mal 5 WDR Radiosender und dann noch semi-privates (d.h. zum grossen Teil vom WDR mit bestimmtes) Lokalradio das ueberall und den ganzen Tag auf allen Stationen die gleiche Playlist hat - und keiner regt sich auf. Keine Bewegung, kein Einfallsreichtum, aber auch kein Wunsch danach in der Bevoelkerung. Mir wird Angst und Bange das, wenn ich irgendwann zurueckkomme (ja schreiben sie nur: Bleib doch weg!!!) dass ich nicht geistig, aber doch kulturell verarme. Gerade mal Berlin scheint mir ein Ort der Hoffnung, aber sonst... wirklich Tatort?

    >Gebt endlich mal jungen Kuenstlern (ich weiss, das sind auch Schauspieler und Regisseure die diese Tatort Folgen drehen) eine Chance. Probiert aus. Hier drueben in den "fuerchterlichen USA" geht man in Cafes und 16 Jaherige lesen Gedichte vor und spielen Jazzgeige. Live Musik von voellig unbekannten Kuenstlern die wahnsinnig gute Lieder schreiben und nicht nur "In The Army now" covern. Kneipen mit Stand Up Comedy ueberall. (Und ich wohne nicht in NY). Auch wenn so einige das nicht werden wahrhaben wollen. Wir sind 80 Millionen Menschen. Das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Meine Forderung geht also an Institutionen UND an meine Mitmenschen.
    Ist ihnen schon mal der Größenunterschied zwischen den USA und der BRDDR aufgefallen?
    Die USA sind die Hochburg des Entertainments, man könnte behaupten keine Nation macht mehr Show als die Amis auch im Privatleben. Entsprechend hoch sind natürlich auch die Unterhaltungsbudgets.
    Der Superbowl hat Einschaltzahlen wie in Europa Box-Office-Filme.

    Da kann man es sich dann auch Gagenmäßig leisten Oscarpreisträger wie Forrest Whitaker oder Darsteller wie Vincent D´Onofrio (Private-Paula) einzusetzen.

    Trotzdem gab es schon Tatort-Folgen die Filmgeschichte geschrieben haben, bis in die USA rüber, also so mies wie hier mal wieder runtergenölt ist Tatort wirklich nicht.
    Braucht man wirklich für ein paar Millionen Dollar Specialeffects um eine gute Geschichte zu erzählen, wie bei den anlaufenden US-Kino-Topacts. Was für eine Story haben denn "Battleship","The Avengers" oder "Hangout", von den vielen Remakes mal gar nicht zu reden.
    Selbst Topfilme wie "Verblendung","Ein Käfig voller Narren" oder "The Fog" wird einfach noch mal neu gedreht und natürlich vergeigt, weil es dabei um Einnahmen geht und nicht um die Story.

    Also nochmals, für ein provintielles Land wie Deutschland ist die Tatort-Reihe oft ziemlich gut.

    Bei "News und Facts" also Politik können die Amis sowieso mit Europa nicht mithalten. Und was die BBC an Dokumentationen bietet ist oft atemberaubend.

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. Will ich wirklich einen neuen Mario Barth sehen? Allerdings was Unterhaltungsmusik betrifft sind die Amis wirklich um Längen besser.
  7. #216

    Hier werden schon wieder zwei

    vollkommen unterschiedliche Dinge verglichen.
    Die Serienlandschaft hat sich in den letzten Jahren signifikant geändert.
    Früher waren Serien zumeist Folge für Folge abgeschlossen, hatten nur sehr wenig übergreifende Handlung und konnten dementsprechend auch wenig Tiefe aufbauen.
    So ungefähr mit Akte X änderte sich das aber.
    Heute sind Serien teilweise wie Filme, mit einer oft staffellangen Handlung, manchmal sogar über die gesamte Serie gehend.
    Das beste Beispiel ist Breaking Bad oder Game of Thrones. Das sind Filme, die gut/über 50 Stunden dauern.
    Die sind tiefer als jeder Film und tiefer als 2 Stunden Popcornkino sowieso.
    Niemand verlangt von den Deutschen, solche Serien zu machen. Alleine die erste Staffel Game of Thrones hat 50 Mio gekostet. Das können die gar nicht hier.
    ABER eine innovative schlüssige Story, die nicht so offensichtlich abgekupfert wurde wie in diesem hier zum Beispiel, Schauspieler richtig in Szene zu setzen und gute Schauspieler zu bringen, das kann ich auch von einer deutschen Serie verlangen. So teuer ist das dann auch nicht.
    Und das man gute Tatorte zeigen kann, wurde ja auch schon gezeigt. Nicht nur zu den guten alten Schimanskitagen.
  8. #217

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Ist ihnen schon mal der Größenunterschied zwischen den USA und der BRDDR aufgefallen?
    Die USA sind die Hochburg des Entertainments, man könnte behaupten keine Nation macht mehr Show als die Amis auch im Privatleben. Entsprechend hoch sind natürlich auch die Unterhaltungsbudgets.
    Der Superbowl hat Einschaltzahlen wie in Europa Box-Office-Filme.
    Sehr richtig! Außerdem ist die hohe Anzahl guter Serien von drüben (neben den Gehältern für gute Schauspieler) auch mit dem ebenso hohen Gesamt-Output zu erklären. Wer sich mal am Nachmittag durch die Resteverwerter-Kanäle zappt, der wird sehen, dass die Amis proportional auch viel viel Schrott produziert haben und produzieren. Es mag auch subjektiv daran liegen, dass einige Humorschienen sehr USA-spezifisch sind und (mir zumindest) kein müdes Lächeln entlocken. Manche Serie ist auch schlicht nicht einzudeutschen (Curb your enthusiasm), aber mit "Pastewka" gar nicht schlecht geklaut; gleiches gilt für Stromberg/The office.
    Zum Thema: Der Tatort hat Höhen und Tiefen - auch in der Nach-Schimanski-Zeit; die Osterfolgen fielen bei mir schon deshalb durch, weil mir der weibliche Chuck-Norris Thomalla mit ihrer Dauerschnute gehörig auf den Zünder geht. Ansonsten sind wir sicher besser als unser Ruf.
  9. #218

    Zitat von diego666 Beitrag anzeigen
    Heute sind Serien teilweise wie Filme, mit einer oft staffellangen Handlung, manchmal sogar über die gesamte Serie gehend.
    Und gerade das sind Serien, die ich nicht mag.

    Nicht jeder hat immer die Zeit, wirklich alle Folgen zu verfolgen.

    Und schon hat man für den Ablauf wichtige Aktionen verpasst und muss den Anschluss wiederfinden.

    Das ist ja selbst bei deutschen Kurzserien wie z. B. "SOKO Leipzig" schon so, dass auf einmal einer der Hauptakteure erschossen wurde und der Zuschauer sich wundert, wo das gewohnte Gesicht abgeblieben ist.

    Wieviel schlimmer ist es da bei Ami-Serien wie '24 Stunden', Jericho' oder ähnlichen Bunjee-Seil-Serien.
  10. #219

    Bangemachen gilt nicht!

    Habe den Polizeiruf neulich in einer Vorabpremiere beim Deutschen Fernsehkrimifestival in Wiesbaden gesehen.

    Frau Rois ist in der Tat (wie immer) hinreißend und im Doppelpack mit Herrn Krause einfach umwerfend komisch. Die Logik kommt wirklich etwas zu kurz, aber das machen die skurrilen Figuren und die idyllische Kulisse ganz locker wett.

    Der Vergleich mit Twilight würde ich vorsichtig als arg an den Haaren herbeigezogen bezeichnen um nicht gleich von Aufmerksamkeitshascherei sprechen zu müssen. Zugegebenermaßen taucht zu Anfang tatsächlich eine mit Vampirmaske vermummte Gestalt auf und die erotischen Komponenten des Vampirismus werden zwischendurch noch einmal kurz gestreift. Aber wer jetzt erwartet, daß die Ermittler mit Kreuzen, Weihwasserfläschchen und Holzpfählen durch den düster-nebligen Spreewald stolpern, wird enttäuscht sein - oder auch positiv überrascht. Kern der Handlung sind weitaus gruseligere Themen wie dysfunktionale Familien, Lebenslügen und die Wahrung des schönen Scheins um jeden Preis.

    Ich hatte bei dem merkwürdigen Edgar-Wallace-Verschnitt, den der Hessische Rundfunk uns (und Ulrich Tukur) neulich zugemutet hat, definitiv keinen Spaß, konnte mich aber über die Gurkenkönigin blendend amüsieren.

    Also bitte nicht abschrecken lassen! ;-)


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