Ob traditionell oder innovativ: Comics faszinieren nach wie vor ein großes internationales Fan-Publikum. Welches sind Ihre Lieblings-Comics? Welche Neuerscheinungen haben Ihnen in letzter Zeit am besten gefallen?
Der vierzigjährige Hippie ("100 Trips, jeder ein Horror, aber ich geb's nicht auf!") ist nicht von Robert Crumb gezeichnet worden, sondern von Ted Richards!
Der Comic hat in den kaum 100 Jahren seiner Geschichte schon echte Klassiker hervorgebracht:
Yellow Kid, Little Nemo, Popeye...
der Duck-Man Carl Barks ist zur Legende geworden, und in seinen Fußstapfen hat Don Rosa hervorragend detailgespickte Vorgeschichten und Seitenstücke geschaffen!
Was wäre der europäische Comic ohne die belgische Szene seit Hergé, Franquin, Péyo? "Asterix" und "Isnogud" braucht man kaum zu erwähnen - die Serien kennt ja jeder... Frank Margerin hat mit der Figur des "Lucien" Strips von einer unvergleichlichen Balance zwischen jugendlichem Ungestüm und Melancholie kreiert!
Seit einigen Jahren erfreut uns das Autorenduo Bringmann/Kopetzki mit "Hotze"!
Fast noch ein Geheimtip ist "Karl", der Entdecker der Spätlese, welches im Familienunternehmen Apitz/Kunkel erscheint... derselbe Zeichner versucht mit "Chris und Marty" an die Tradition von Serien wie "Motomania" oder das "Joe Bar Team" anzuknüpfen.
Etwas ganz besonders sind Gesamtkunstwerke wie Hans Hillmanns graphische Umsetzung von Dashiell Hammetts "Fliegenpapier" und natürlich Jacques Tardis "120 Rue de la Gare"! (Basierend auf dem gleichnamigen Roman Leo Malets)
Wer Tiefsinn im Comic sucht, könnte im "Land der drei Lächeln" (Lewis Trondheim) fündig werden, und wem Lucky Luke langsam etwas immergleich vorkommt, für den gibt es schon 6 oder 7 Bände "Cotton Kid"...
Und um zum Anfang zurückzukehren: Gilbert Sheltons "Fabulous Furry Freak Brothers" und "Wonderwarthog" sollte man sich auch nicht entgehen lassen!
Welche Comics?
Ralf König und seine Schwulcomics natürlich :-)
Einfach erfrischend.........
Calvin & Hobbes
Stimmt ja! Ui, soo lange ist das schon her. (Findet man´s heutzutage noch bei google? Ich hab´s nicht probiert.) Der Titel war damals gleich der erste Gag - <HaHa, "40 Jahre alter Hippie", allein die Vorstellung, zum Piepen!> (Sorry, dieser Titel mag falsch sein, ist aber so unauslöschlich in meine Hirnbahnen eingebrannt.)
Richtig - Asterix ist ein Beispiel für einen tadellosen Comic: wenn man ihn durchgelesen hat und beim zweiten Mal nur die Bilder genau anguckt, findet man die ganzen guten Gags.Was wäre der europäische Comic ohne die belgische Szene seit Hergé, Franquin, Péyo? "Asterix" und "Isnogud" braucht man kaum zu erwähnen - die Serien kennt ja jeder... Frank Margerin hat mit der Figur des "Lucien" Strips von einer unvergleichlichen Balance zwischen jugendlichem Ungestüm und Melancholie kreiert!
Oh yes, man, you´re right!Und um zum Anfang zurückzukehren: Gilbert Sheltons "Fabulous Furry Freak Brothers" und "Wonderwarthog" sollte man sich auch nicht entgehen lassen!
Stimmt. Schon gar nicht in Zeiten ohne Geld! ;)
Zu den Klassikern gehören für mich noch Franquin ("Schwarze Gedanken") und Reiser ("Saison des Amours", "Leben unter heißer Sonne").
Walter Moers' "Kleines Arschloch" und Bill Watsons "Calvin und Hobbes" sind ebenfalls immer wieder schön zu lesen.
Tja. Für noch neuere Erscheinungen gehöre ich offenbar nicht mehr zur Zielgruppe ;)
Ich hab den Band in irgendner "Volksverlag"-Ausgabe ca. 1980 bei mir rumstehen.
Die BESTEN Gags bei Asterix, die man erst nach mehrmaliger Lektüre überhaupt in vollem Umfang versteht...Zitat von Fidelma
Wenn Miraculix, von Numerobis angesprochen, seinem durchfrorenen und namenlosen Begleiter mitteilt: "Das ist ein Alexandriner", meint er weniger den Baumeister, sondern natürlich das Versmaß, in dem jener sagte: "Ich bin, mein Freund, erfreut, dich zu sehen!"
Auch Obelix erweist sich oftmals ganz unerwartet als echter Philosoph: "Ich habe niemals eine Eiche wachsen sehen, also weiß ich nicht, in welcher Geschwindigkeit sie sonst wachsen."
Die mit Abstand besten Bände sind "Die Goldene Sichel", "Tour de France", "Asterix und Kleopatra", "Asterix als Gladiator", "Der Avernerschild" und "Der Kupferkessel"...
In der englischen Übersetzung gibt es ein Wortspiel, das in der deutschen Ausgabe nicht auftaucht: "You bore me always talking about boars!" - "And you make me sick always talking about sickles!"
Hinzu kommt, daß die Zeichnungen mit Anspielungen auf berühmt Gemälde, Fernsehshows und Filmgeschichte gespickt sind; den Vogel schießt aber wieder mal Obelix ab:
"Also, wenn ich's recht verstanden habe, ist ein Zenturio mehr als ein Dekurio?" - Asterix: "Zehnmal mehr"
Hägar - der Schreckliche, die Geißel Europas, der Schrecken aus dem Norden