Forum: Netzwelt
Wie viel Geheimnis verdient die Politik?
Die Online-Plattform WikiLeaks stellt immer wieder geheime Dokumente ins Netz. Die Regierungen in den USA und Frankreich versuchen nun mit Macht, die Betreiber aus dem Web zu verbannen. Wie viel Geheimnis verdient die Politik?
- #1 04.12.2010 13:00 von
- #2 04.12.2010 13:03 von
...bestenfalls
...die Frage ist natürlich völlig berechtigt? Schließlich hat kein Geringerer als unser späterer Bundespräsident Gustav Heinemann mal geseufzt:"...regiere du mal dieses Welt!" - und meinte damit sicherlich auch unsere gehaßt-geliebten und in jedem demokratischen Falle dringend benötigten Journalisten, ist meine Meinung -
Wer den Journalisten nicht nur in Gedanken, sondern tatsächlich einen Maulkorb umhängt, dem geht´s mindestens so wie Kaiser WilhelmII. in der bekannten "Feuerzangenbowle", wenn er nicht sogar Micky-Leaks zu ungeahnter Popularität verhilft - ein bißchen schlimm, ein bißchen doof, ein bißchen lächerlich, denke ich bestenfalls... - #3 04.12.2010 13:13 von
Wieviel Wahrheit traut man dem Souverän zu?
Aus teilweise nachvollziehbaren Gründen trauen Exekutive und Legislative ihrem Wahlvolk nicht über den Weg.
Allright; das sollte dann aber auch so benannt werden und nicht die übergroße Fahne einer allgegenwärtigen Mitbestimmung -verwirklicht in dieser und durch diese Gesellschaft- geschwenkt werden.
Denn das ist nur noch Verhöhnung! - #4 04.12.2010 13:14 von
PayPal Konto gelöscht
Wir Internet-Nutzer sind nun gefragt. Wehren wir uns gegen dieses Doppelmoral-System?
Warum beachten jetzt plötzlich PayPal und Amazon ihre eigenen AGBs?
Warum funktioniert die Löschung der verschiedenen Webseiten von Wikileaks so zügig aber bei den der Kinderporno Seiten denn nicht???
Da kann etwas nicht stimmen. - #5 04.12.2010 13:17 von
Paypal, DNS, Hosting für Wikileaks abgestellt.
Die sukzesive Verabschiedung der USA von der Meinungsfreiheit ist wie jede Aufgabe von Grundrechten im Tausch gegen Sicherheit ist ein Punktsieg der Kräfte mit all den Gesetzten eigentlich Bekämpft werden sollen.
Das Internet ist heute nur noch für cyber- und echte- krimminelle und wirklich frei.
Was meinen die Strafverfolger, Politiker und Serviceprovider in den USA den wo WikiLeaks demnächst gehostet wird und spenden einsammelt?
Wenn der Druck so weiter aufrecht erhalten wird wird auch die Schweiz und andere Nationen dem Portal die Gastfreunschaft kündigen. Wikileaks wird dann wohl bald bei den gleichen Providern gehostet die Heute bereits Al Quaida Blogs und deren Paymentprovider hosten? Verkehrte Welt! - #6 04.12.2010 13:18 von
wenn sie es nicht können
Wenn sie ihre Geheimnisse nicht zu wahren wissen dann müssen sie damit leben. Jetzt eine Hexenjagd zu entfesseln zeigt wie wenig sie in der Lage sind ihr eigenes Verhalten zivilisiert darzustellen. Vieles von dem was da veröffentlicht wurde hat man doch ohnehin gewußt. Der rüde Stil überrascht bei US Amerikanern auch nicht, viele halten die für kulturlose Barbaren.
- #7 04.12.2010 13:19 von mod_x
Schlechte Antwort
Wikileaks mag zwar mit der Veröffentlichung von Depeschen übertreiben, doch die "Antwort" Wikileaks mundtot zu machen ist ein Armutszeugnis der globalen Gesellschaft.
- Webspace weg
- URL weg
- Geldstrom weg - #8 04.12.2010 13:21 von
Kosten-Nutzen
Wikileaks ist zwar nett, aber gefährlich.
Der angerichtete Schaden steht in keinem Verhältnis zu den bisher gewonnenen neuen Erkenntnisen. Agitiert wird immer nur gegen den Westen, die USA: es nutzt den Schurkenstaaten und unseren Feinden, auch wenn die Befürworter sich oftmals im Händchenhaltschlaraffenland wähnen und nicht einsehen wollen, dass es irgendwo auf der Welt feindlich gesinnte Kräfte gibt. - #9 04.12.2010 13:30 von
Vor der eigenen Haustür kehren
Was hat die Veröffentlichung geheimer Dokumente mit Meinungsfreiheit zu tun?
In den USA gibt es einen Verfassungszusatz, der Meinungsfreiheit garantiert. In der EU wurde soeben ein Gesetz verabschiedet, welches de facto die Kritik an (Intention: bestimmten) Religionen verbietet. In Österreich wurde eine Frau verurteilt, weil sie zwar - wie auch vom Gericht nicht in Frage gestellt - die Wahrheit sagte, diese aber nicht geäußert werden darf.
Mich beschleicht das Gefühl, dass Sie gar nicht wissen, was Meinungsfreiheit eigentlich ist.
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