Wie verändert Facebook unsere Kinder?

Sehr sorglos scheinen Kinder und Jugendliche im Internet mit Daten und Informationen umzugehen, doch dieser Austausch bestimmt zunehmend ihr Leben. Facebook und andere soziale Netzwerke erobern das Bewusstsein und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie verändert die Nutzung dieser Möglichkeiten unsere Kinder?
  1. #30

    Zitat von go4it2 Beitrag anzeigen
    Das Telefon hat einen entscheidenden Unterschied zu facebook. Die Gespräche über Telefon werden von keiner Firma mitgeschnitten und abgespeichert. Danach sortiert und als Profile weiterverkauft.

    Dennoch treffen sie es Soziale Netzwerke sind wie ein neues Telefon und gerade deshalb muss sich was ändern
    Man kann sehr wohl Telefonate mitschneiden, und das wurde und wird auch in großem Umfang getan. Allerdings kann das Gesprochene nicht so einfach sortiert werden, wie das bei Geschriebenem aus Sozialen Netzwerken - ebenso bei Internetfirmen - der Fall ist.
  2. #31

    keine Ahnung

    Zitat von sanibel123 Beitrag anzeigen
    Neues. Nur: bei Facebook und Co. sind sie anonymisiert und Kommerzgetrieben, wie der angekündigte Börsengang von FB ja deutlich macht. Was ist denn der Vorteil einer Teilnahme an FB ? Dass ich "Freunde" habe, dich nicht persönlich kenne und wahrscheinlich auch nie kennen lernen werde ? Dass ich nicht sicher sein kann, dass das dort geschriebene/gesagte tatsächlich stimmt ? Es gibt auf der ganzen Welt unendlich viele soziale Netzwerke, die einen Menschen im Notfall u.U. auch auffangen oder stützen können. Nur sie gelten als veraltet, weil face-to-face gefragt ist.
    Ich glaube, Sie sind nicht auf FB und wissen nichts darueber. Man trifft sich auf FB mit seinen Freunden, mit denen, die man persoenlich kennt. Ich bin 60 Jahre alt, voll berufstaetig, sportlich, unternehmungslustig, sozial und FB-begeistert. Ich kann dort die neuesten Fotos meines Sohnes, der in Australien lebt, sofort betrachten und umgekehrt kann er an unserem Leben teil haben. Wir haben viel im Ausland gelebt und haben ueber FB alte aus den Augen verlorene Freunde aus aller Herren Laender wieder gefunden und einige daraufhin auch in persona wieder getroffen.
    FB ist meist small talk, das macht auch Spass. Die ernsteren Sachen kann man dann ueber den messenger oder die private E-Mail abhandeln...
    die Fremdsprachenkenntnisse werden ueber FB nebenbei auch taeglich trainiert, wir haben FB-Kontakt mit Literaten in vier verschiedenen Sprachen, die dann Lust aufs Weiterlesen machen. Fuer Leute, die sich international viel rumtreiben ist FB ein grosses Geschenk, ich wuerde es ziemlich vermissen, wenn es sowas nicht mehr geben wuerde!
  3. #32

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    Zitat von techman Beitrag anzeigen
    Aber wozu gibt es denn genau diesen riesigen Aufwand und die in vielen Länder sehr gut ausgebauten Datenetze? Genau dafür, damit Menschen das Internet nutzen könne, und eben diese sozialen Netzwerke sind einer der wichtigsten Teile davon. Der technische Aufwand ist ist in jedem Fall lohnenswert, sonst gäbe es ihn nicht.



    Soziale Netzwerke sind inzwischen etwas alltägliches, und man nutzt es nebenbei. Wenn man Aktivitäten, wie Sport treiben oder ähnliches gern macht, dann lässt man das nicht weg, nur um auf Facebook zu surfen. Man hat deshalb nicht weniger Zeit. Es wird Ihnen kaum jemand sagen: "Nein ich kann nicht, muss auf Facebook surfen"



    Tut mir ja Leid, aber genau darin sehe ich eine Vorteil von Facebook. Viele meiner Freunde wohnen nicht gerade in meiner Nähe, weswegen ich auch nicht immer in direktem Kontakt mit ihnen stehen kann. Und genau hierbei hilft Facebook. Auch das heißt wieder nicht, dass ich mich weniger mit Freunden persönlich unterhalte, sondern vielmehr, dass Facebook ein Mittel darstellt, welches diese Kommunikation noch verbessert.
  4. #33

    Zitat von marianne52 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Sie sind nicht auf FB und wissen nichts darueber. Man trifft sich auf FB mit seinen Freunden, mit denen, die man persoenlich kennt. Ich bin 60 Jahre alt, voll berufstaetig, sportlich, unternehmungslustig, sozial und FB-begeistert. Ich kann dort die neuesten Fotos meines Sohnes, der in Australien lebt, sofort betrachten und umgekehrt kann er an unserem Leben teil haben. Wir haben viel im Ausland gelebt und haben ueber FB alte aus den Augen verlorene Freunde aus aller Herren Laender wieder gefunden und einige daraufhin auch in persona wieder getroffen.
    FB ist meist small talk, das macht auch Spass. Die ernsteren Sachen kann man dann ueber den messenger oder die private E-Mail abhandeln...
    die Fremdsprachenkenntnisse werden ueber FB nebenbei auch taeglich trainiert, wir haben FB-Kontakt mit Literaten in vier verschiedenen Sprachen, die dann Lust aufs Weiterlesen machen. Fuer Leute, die sich international viel rumtreiben ist FB ein grosses Geschenk, ich wuerde es ziemlich vermissen, wenn es sowas nicht mehr geben wuerde!
    In Abwandlung des Themas könnte man feststellen: wie ändert facebook unsere Omas.

    Ja, wer sich "international viel herumtreibt", wird vielleicht dieses "Geschenk" schätzen, wenngleich der Mensch aus Fleisch und Blut am Tisch, im Büro, aufm Bau, hinter der Ladentheke, in Ihrem Treppenhaus wichtiger ist und nicht vergessen werden darf; denn von denen hängt Ihr Leben viel mehr ab, als von "Freunden" in der Ferne.
  5. #34

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    In Abwandlung des Themas könnte man feststellen: wie ändert facebook unsere Omas.

    Ja, wer sich "international viel herumtreibt", wird vielleicht dieses "Geschenk" schätzen, wenngleich der Mensch aus Fleisch und Blut am Tisch, im Büro, aufm Bau, hinter der Ladentheke, in Ihrem Treppenhaus wichtiger ist und nicht vergessen werden darf; denn von denen hängt Ihr Leben viel mehr ab, als von "Freunden" in der Ferne.
    Mit der Erfindung des Briefeschreibens oder des Telefonierens hat auch keiner aufgehoert, sich um die Leute in seiner Umgebung zu kuemmern. Ob mein Leben mehr von meinem Baecker hinter der Ladentheke als von meinem Sohn in Australien abhaengt oder meinem Bruder in Seattle abhaengt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    FB muss man einfach locker sehen, Spass, Small Talk, Entertainment, etwas Kultur, so ungefaehr wie ein gigantischer weltweiter Kaffeeklatsch. Gute Postings erfordern, genau wie gute Briefe oder ein guter Small Talk eine gewisse Kreativitaet und viel Humor, verbloeden tut man dabei garantiert nicht. Die Freunde in der Ferne, mit denen ich ein Stueck des Lebensweg gegangen bin, wuerde ich nicht in Anfuehrungszeichen setzen moegen.
  6. #35

    fb oma zu fb kindern

    Zitat von marianne52 Beitrag anzeigen
    Mit der Erfindung des Briefeschreibens oder des Telefonierens hat auch keiner aufgehoert, sich um die Leute in seiner Umgebung zu kuemmern. Ob mein Leben mehr von meinem Baecker hinter der Ladentheke als von meinem Sohn in Australien abhaengt oder meinem Bruder in Seattle abhaengt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    FB muss man einfach locker sehen, Spass, Small Talk, Entertainment, etwas Kultur, so ungefaehr wie ein gigantischer weltweiter Kaffeeklatsch. Gute Postings erfordern, genau wie gute Briefe oder ein guter Small Talk eine gewisse Kreativitaet und viel Humor, verbloeden tut man dabei garantiert nicht. Die Freunde in der Ferne, mit denen ich ein Stueck des Lebensweg gegangen bin, wuerde ich nicht in Anfuehrungszeichen setzen moegen.
    So, jetzt aber mal zu unseren Kindern auf FB. Ich habe viele junge FB-Freunde im Alter von ca. ab 10 und schau gern rein. Ich denke, diese jungen Leute leben genau wie ohne FB, nur dass sie ihre Aktivitaeten auf FB dokumentieren. Fotos und Videos von ihren Sportwettkaempfen, Pianorecitals oder Theaterauffuehrungen reinstellen oder einfach von ihren Parties. Erstaunlich, wie viele Fotos die Kids,insbesondere die Maedels reinstellen. Vielleicht macht FB die Maedchen einen Schlag eitler, sie sehen alle aus wie Models, ich denke manchmal, sie brezeln sich den ganzen Tag auf fuer das anschliessende Facebookfoto und dann beglueckwuenschen sie sich gegenseitig zu ihrer Schoenheit. Ich kuck mir das mal gern an und finde es sehr lustig, spaeter werden die Maedels sicher auch darueber laecheln.
    FB ist eben Party!!
  7. #36

    Zitat von marianne52 Beitrag anzeigen
    Mit der Erfindung des Briefeschreibens oder des Telefonierens hat auch keiner aufgehoert, sich um die Leute in seiner Umgebung zu kuemmern. Ob mein Leben mehr von meinem Baecker hinter der Ladentheke als von meinem Sohn in Australien abhaengt oder meinem Bruder in Seattle abhaengt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
    FB muss man einfach locker sehen, Spass, Small Talk, Entertainment, etwas Kultur, so ungefaehr wie ein gigantischer weltweiter Kaffeeklatsch. Gute Postings erfordern, genau wie gute Briefe oder ein guter Small Talk eine gewisse Kreativitaet und viel Humor, verbloeden tut man dabei garantiert nicht. Die Freunde in der Ferne, mit denen ich ein Stueck des Lebensweg gegangen bin, wuerde ich nicht in Anfuehrungszeichen setzen moegen.
    Nun kann ich allerdings nicht nachfühlen, wie es ist, einen Sohn in Australien zu haben. In dieser Hinsicht sind Sie eine Ausnahme - unter den 900 Millionen Facebook-Usern und selbstverständlich begeistert von den Möglichkieten. Wir skypen "nur" zu den Kindern ca 200 km weit......

    Das von Ihnen genannte "lockere Small Talken, Spaßen, Entertainment, Kultur" brauchte von Zuckerberg allerdings kein Facebook, kurz vorher nicht einmal einen PC.

    Und das Thema lautet: wie verändert facebook unsere Kinder. Also, nicht direkt unsre eigenen, sondern die, die heute ihre Kinderzeit haben. Also müssten wir beide Rentner mal unsere eigene Kindheit rekapitulieren, um zu vergleichen. - Die Kinder, die ich heute betrachte, sind meine Enkel. Und für die ist in Schule und Lehre und Sport/Musik/Kultur glücklicherweise soviel Handfestes im Angebot, dass ihnen kaum Zeit bleibt, große Facebook-Freundschafts-Anzahlen anzuhäufen.
  8. #37

    [QUOTE=Berg-neu;10213634]Nun kann ich allerdings nicht nachfühlen, wie es ist, einen Sohn in Australien zu haben. In dieser Hinsicht sind Sie eine Ausnahme - unter den 900 Millionen Facebook-Usern und selbstverständlich begeistert von den Möglichkieten. Wir skypen "nur" zu den Kindern ca 200 km weit......

    Das von Ihnen genannte "lockere Small Talken, Spaßen, Entertainment, Kultur" brauchte von Zuckerberg allerdings kein Facebook, kurz vorher nicht einmal einen PC.

    Und das Thema lautet: wie verändert facebook unsere Kinder. Also, nicht direkt unsre eigenen, sondern die, die heute ihre Kinderzeit haben. Also müssten wir beide Rentner mal unsere eigene Kindheit rekapitulieren, um zu vergleichen. - Die Kinder, die ich heute betrachte, sind meine Enkel. Und für die ist in Schule und Lehre und Sport/Musik/Kultur glücklicherweise soviel Handfestes im Angebot, dass ihnen kaum Zeit bleibt, große Facebook-Freundschafts-Anzahlen anzuhäufen.[/QUOTE
    Ich habe zu dem Thema gepostet (eins drueber). Sie werden sehen, Ihre Enkel sind alle auf FB und posten ueber ihre zahlreichen Aktivitaeten auf FB. Ich habe auch den allergroessten Teil meines Lebens ohne FB verbracht, habe mit Anfang 20 sogar einige Jahre im Busch gelebt, wo man nur nach Hause telefonieren konnte, wenn man das Gespraech ca. 2 Wochen vorher angemeldet hat, und die Post auch nicht funktionierte... es ging alles, war alles anders und hatte einen Vorteil - man war so richtig weg, moechte die Zeit nicht missen.. Meine Eltern haben sich sicher oft Sorgen gemacht. Es war eine schoene Zeit. Ich geniesse es jetzt um so mehr, dass es heute anders ist und dass ich am Leben der Lieben in der Ferne laufend etwas teil haben kann, das ist schoen. So, nun weg vom Computer und rein ins wirkliche Leben. Schoenen Sonntag!
  9. #38

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Nun kann ich allerdings nicht nachfühlen, wie es ist, einen Sohn in Australien zu haben. In dieser Hinsicht sind Sie eine Ausnahme - unter den 900 Millionen Facebook-Usern und selbstverständlich begeistert von den Möglichkieten. Wir skypen "nur" zu den Kindern ca 200 km weit......

    Das von Ihnen genannte "lockere Small Talken, Spaßen, Entertainment, Kultur" brauchte von Zuckerberg allerdings kein Facebook, kurz vorher nicht einmal einen PC.

    Und das Thema lautet: wie verändert facebook unsere Kinder. Also, nicht direkt unsre eigenen, sondern die, die heute ihre Kinderzeit haben. Also müssten wir beide Rentner mal unsere eigene Kindheit rekapitulieren, um zu vergleichen. - Die Kinder, die ich heute betrachte, sind meine Enkel. Und für die ist in Schule und Lehre und Sport/Musik/Kultur glücklicherweise soviel Handfestes im Angebot, dass ihnen kaum Zeit bleibt, große Facebook-Freundschafts-Anzahlen anzuhäufen.
    Bin uebrigens erst 60, also kein Rentner. Rente ist mit 66! Steh voll im Beruf....
  10. #39

    Zitat von marianne52 Beitrag anzeigen
    Bin uebrigens erst 60, also kein Rentner. Rente ist mit 66! Steh voll im Beruf....
    Schon gut. Rentenalter ist es allemal. Meine Frau ging ganz planmäßig mit 60 Jahren in Rente. Und danach betreute sie statt fremder Kinder die eigenen und die Enkel(innen). Soviel zur Personality.