Forum: Netzwelt
Wie verändert Facebook unsere Kinder?
Sehr sorglos scheinen Kinder und Jugendliche im Internet mit Daten und Informationen umzugehen, doch dieser Austausch bestimmt zunehmend ihr Leben. Facebook und andere soziale Netzwerke erobern das Bewusstsein und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie verändert die Nutzung dieser Möglichkeiten unsere Kinder?
- #10 09.05.2012 16:05 von
Feinde fürs Leben
Wenn man so einen Widerpart hat, der auf jeden Beitrag lauert, um sofort mit einem gehässigen Text dagegen zu halten ... das ist schon übel. Da kann einem der Berg schon leid tun.
Sind Sie eigentlich Nachbarn?
Zum Thema: Ich hatte auch mal eine eigene Homepage, aber die Wartung hat zuviel Zeit von meinen eigentlichen Hobbies abgezogen und wurde zum Selbstzweck. Wenn ich den ersten Beitrag richtig interpretiere, ist es bei Facebook eigentlich auch so. Man vertraut sich FB vollkommen an und kann damit und dadurch einige Dinge tun, die sonst vielleicht sogar aufwändiger zu organisieren wären.
Aber der Moloch verschlingt eine Menge unserer Lebenszeit, die wir opfern um ihn zu füttern. Und was bekommen wir dafür? Personalisierte Werbeangebote, die uns verführen Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen.
Leute verabreden sich via Facebook, um einen Unschuldigen zu lynchen.
Viel Positives kann ich da nicht entdecken. Sicher, man benötigt keine eigene Homepage mehr. Die Zeit schreitet fort und eines Tages bekommt man ohne FB-Eintrag nicht mal mehr eine Cola zu kaufen. - #11 09.05.2012 19:13 von
Nett, dass Sie Ihre Meinung noch einmal illustrieren und bekräftigen. Das bestärkt meine Bedenken allerdings, was Sie mir bitte nicht übelnehmen: nein, der technische Aufwand war nicht für den massenweisen Austausch von Bedeutungslosigkeiten gedacht. Und: nein, ich möchte bitte keine Massen von Kontakten zu "Freunden" irgendwo in der Welt pflegen. - Aber das kann ja jeder halten, wie er will.
- #12 09.05.2012 22:09 von
Mir sowieso nicht. - Aber, ohne Sie zu kennen: Sie werden Ihrem FB-Freund Nr. 146 rasch noch ein Smily senden, weil Ihnen schon Freund 187 seine neue Frisur geschildert hat. Und kaum haben Sie Ihre Antwort begonnen, möchte Freund Nr. 0815 Ihre Urlaubsbilder beurteilen. Nur so können Sie all Ihre Freunde in aller Welt beachten - denen es ebenso geht. Eine Zeitverschwendung für flüchtige Bedeutungslosigkeiten.
- #13 10.05.2012 07:06 von
Die böse, böse Netzwelt
Keine Angst Kollege rennflosse, der Berg ist schon "belastbar"- schreibt er jedenfalls selber. Und mit der "Gehässigkeit" ist eine lange üble Geschichte...
HP ist in der Tat Selbstzweck, was denn sonst?
FB sehe ich für mich als bequemen reinen Dienstleister an- mehr nicht.
Ob man nun in seiner Freizeit Kreuzworträtsel löst, ein gutes Buch liest oder sich eine DVD/CD anhört ist doch völlig jedem selber überlassen. Sicherlich gibt es auch Schwerenöter, für die alles eine Belastung ist...
Man sollte niemals andere Umstände- respektive FB- für die eigenen menschlichen Schwächen (Kaufsucht etc.) verantwortlich machen.
Zum lynchen bedarf es nun wirklich nicht FB.
Die Leute, welche ich auf/durch FB kenne, gehen i. d. R. höflich miteinander um. Man höre und staune: Einige haben sogar eine eigene Meinug und geben diese auch kund!
Selbst mit der Löschtaste können diese umgehen...
Nun, das mit "...Positives...", ist so wie mit dem halb leeren bzw. halb vollen Glas. - #14 10.05.2012 08:04 von
Das sehe ich ganz anders. Die eigene Homepage kann innerhalb weniger Minuten geändert, neue Bilder, neue Texte, neue Software- oder Musikangebote, neue Hörproben einstellen. Dieser minimale Aufwand gehört zum Hobby bzw. Beruf dazu. - Frage: welchen Einfluss hat denn ein FB-User auf das Design? Gar keinen!
- #15 10.05.2012 12:51 von
Facebook gut oder schlecht? Das ist gar nicht mehr die Frage. 1/7 der Menscheit nutzt es. Das ist einfach so.
Was mich interessieren würde ist, was nach Facebook kommt. Denn nichts ist von Ewigkeit und es wird etwas danach geben. Aber was?
Also liebe Forenmitglieder, ich bin auf Eure Antworten gespannt... - #16 10.05.2012 14:22 von
facebook kann positive Veränderungen herbei führen
Vor kurzem habe ich eine Aktion gestartet einen Tag der guten Tat am 8.September eines jeden Jahres einzuführen.
Mit Hilfe von facebook hoffe ich auf eine riesen Gemeinde an "gefällt mirs" das wäre ohne diese Vernetzung sehr schwer.
Wer mitmachen möchte kann die Seite auf facebook besuchen.
Da es hierbei natürlich auch um die Zukunft der Kinder geht wünsche ich mir /uns viele Ideen und aktivisten.Danke. - #17 10.05.2012 19:30 von
find ich guuut
Aaalso Facebook gefällt mir. Und die Argumente dagegen die man häufig liest wurden auch gegen Telefon, Fernseher, Computer, Internet blabla ins Feld geführt.
Es ist doch schön, dass man über Facebook in Kontakt sein kann mit Kollegen, die die Firma gewechselt haben, mit Cousins vielleicht, die in einer anderen Stadt wohnen, mit Freunden, die ins Ausland gegangen sind - oder mit Freunden aus dem Ausland, wo man selber früher war, und mit Leuten, die man übers Internet kennengelernt hat, mit denen man ähnliche Interessen teilt und denen man vielleicht nur ein bis zweimal im Leben begegnet. Ich sehe ihre Fotos, weiss, was sie so machen, denken - also was sie davon mitteilen jedenfalls. Und kreativ sind einige Leute auch in dem, was sie da von sich geben.
Was wäre Facebook für meine alleinerziehende Mutter gewesen hätte es das gegeben als sie noch täglich als Lehrerin gearbeitet hatte, dann zwei Kinder hatte und meistens nicht viel ausser Arbeit und halt dem Kollegenkreis, in dem sie sich ziemlich gelangweilt hat, ein bereister, belesener Mensch in einer mittelkleinen Stadt mit Neugier auf hundertausend Dinge. Allein der Austausch von Ideen ist schon toll, und das kontaktieren von Gleichgesinnten. Und wenn da jemand meint, Fotos von jedem Mist posten zu müssen - das ist doch eine Typfrage, genau wie ob einen jemand im realen Leben mit Mist zuquatscht, das ist auf Facebook allemal noch unaufdringlicher als am Telefon :-)
Was ich mich aber frage ist, wenn Kinder mit Facebook aufwachsen, trauen sie sich dann noch an die realen Leute ran? Oder laufen sie herum, ständig online via Smartphone, umgeben von ihrem unsichtbaren Schwarm an Freunden und suchen das reale Leben nur noch an Verwurstbarem für die Online-Welt ab? Die dann auf einmal eben realer würde als die materielle Welt?
Bei meiner Tochter mache ich mir keine Sorgen. Sie ist früh in den Kindergarten gegangen und sie spielt sehr gerne mit anderen Kindern. Einen Fernseher habe ich nicht, weil ich eben wollte, dass sie nicht so passiv wird und zuviel Mist guckt. Fernsehen für mich ist einfach eine Trashbox, geeignet fürs geistige Verwesen bei lebendigem Leib, lang lebe das Internet. - #18 10.05.2012 19:33 von
...
Und noch dazu finde ich gut, dass ich Menschen meine Sympathie signalisieren kann, die sich für gute Projekte einsetzen. Man kann sich nicht überall engagieren, aber ich glaube schon, dass für Projekte, Initiativen oder auch mutige und kontroverse Einzelpersonen die Resonanz brauchen und durch Sympathie oder auch Hilfsangebote profitieren können.
- #19 11.05.2012 19:24 von
Das ist noch offen
Leider ist es so, daß man bei Facebook mal fröhlich ohne Sinn und Verstand auf 'gefällt mir' drücken kann. Die meisten nehmen sich nicht mal die Zeit, zu hinterfragen, was ihnen denn gefällt. Und wer will ausserdem den ganzen Kram wissen, der da son andauernd gepostet wird. Ist es wirklich interessant zu wissen, wer gerade wo auf dem Klo war oder wer seine 'Tage' hat. Belangloses BlaBla wird gepostet...schade um die verschwendete Zeit und vor allen Dingen um die grandiosen Möglichkeiten, die solch eine Plattform bieten könnte.
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