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Wie verändern neue Freundesnetze das Sozialleben?

Von Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
  1. #1

    Neues und Altes

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
    Der Mensch ist ein soziales Wesen und kann durch neue Möglichkeiten mehr Kontakte knüpfen. Allerdings kann das auch zu Einsamkeit führen, wenn man nur noch zu Hause vor dem Rechner brütet. Oder ist es ZUfall, daß die Zahl der Singles zunimmt und die Einsamkeit um einen herum auch?

    Und man hinterlässt auch Spuren im Netz, die man nicht mehr löschen kann, wenn sie einmal verbreitet sind. Und eventuell bei potentiellen Partnern oder auch Personalchefs weniger gut ankommen.

    Und noch nie war es so einfach, Banalitäten so schnell zu verbreiten.

    Bei der Fülle an Informationen ist es genauso schwer, aus der Masse aufzutauchen wie analog etwa in Kneipen oder Discotheken.
  2. #2

    irrelevant

    Für mein "Sozialleben" bedeutet es nichts, ich könnte auch darauf verzichten. Stayfriends, wer-kennt-wen und ähnliche Seiten sind ganz gut um das weitläufige Umfeld (ehemalige Mitschüler, entfernte Bekannte/Verwandte) nicht komplett aus den Augen zu verlieren. Aber die wichtigen Kontakte zu Freunden und Familie finden im realen Leben statt.

    emma
  3. #3

    Glück VS Befriedigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
    Ich kenne einige Leute, die nach oder vor ihren Arbeitszeiten Stunden mit der Abhandlung aller Internetportale und Communities verbringen (müssen). Ein komischer Zwang, der einfach nur Zeit kostet. Der Unterschied, zum Beispiel in einem Smalltalk mit dem Imbissbesitzer ein Feedback und ein freundliches Lächeln zu bekommen, gar noch einen schönen Tag gewünscht zu bekommen, zu dem Smilie und den virtuellen Freundschaftsangeboten im Web 2.0 ist: Das erstere macht glücklich, das zweitere befriedigt nur.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Facebook bis MySpace: Freundesnetze werden immer beliebter und gehören inzwischen zum kommunikativen Alltag. Wie verändert die Teilnahme an diesen Internet-Gemeinschaften das Sozialleben?
    Kaum .. wer "ab vom Schuss" wohnt, der hat dadurch nicht umbedingt mehr Lebensqualität.
    Die Hoffnung, die ich damit verband, dass man auf dem Land leben und Kontakte zu Projekten halten könnte, hat sich nicht erfüllt.
    Besser man freundet sich mit den Bauern an ;)
  5. #5

    Dieses "facebook", "Stasi-VZ", usw. Geraffel ist doch ideal für emotionale Krüppel.

    Ich bevorzuge "Real Life 1.0" - echte Menschen am Tresen oder sonstwo kennenlernen, sie anfassen und riechen können, zeitgleich lachen können usw., usw., usw. .

    Obwohl ich sehr viel im Internet bin - die Teilnahme an derartigen Communities ist ein Armutszeugnis.
  6. #6

    Klingt auch nicht schlecht

    Zitat von Mocs Beitrag anzeigen
    Dieses "facebook", "Stasi-VZ", usw. Geraffel ist doch ideal für emotionale Krüppel.

    Ich bevorzuge "Real Life 1.0" - echte Menschen am Tresen oder sonstwo kennenlernen, sie anfassen und riechen können, zeitgleich lachen können usw., usw., usw. .

    Obwohl ich sehr viel im Internet bin - die Teilnahme an derartigen Communities ist ein Armutszeugnis.
    Allerdings können Comunities auch eine Bereciehrung und Ergänzung zum virtuelle, realen, prallen Leben sein.

    Beispiel: Suche Sie mal auf dem Lande einen brauchbaren Schlagzeuger oder gar einen überzeugenden Sänger. Da werden Sie bei bloßer Mundpropaganda Probleme haben. Wenn Sie diese Suche aber über eine Comunity starten, werden Sie vielleicht schon bald - wiederum im Real Life 1.0 - in einem Proberaum stehen und sich den Sound durch die Haare blasen können.

    Oder linken Sie ein paar bildende Künstler zusammen für ein Ausstellung.

    Oder ein paar Schreiberlinge für eine Literarische Nacht.

    Ales Beispiele, wie Sie durchaus mit dem Internet etwas reales, reeles auf de analogischen Beine stellen können.
  7. #7

    Kommt darauf an

    Wenn jemand daran interessiert ist, einfach Kontakt zu haben, dann ist es sicher besser, seine Freunde im Umfeld zu haben, mit dem Menschen am Tresen zu schwätzen usw.

    Das heißt dann aber, dass der Umfang dessen, WAS man und WIE man reden kann, sehr begrenzt ist.

    Je nachdem, wo man wohnt, kann man diese ausgleichen, indem man in Vereine geht etc. Ber auch die gibt es nur für eine begrenzte Anzahl von Themen, zumindest im lokalen Umfeld (es sei denn, man wohnt in Berlin oder einer vergleichbaren Stadt.

    Wenn ich mich also über bestimmte Themen oder auf eine bestimmte Art und Weise unterhalten will, dann ist das Internet eine große Bereicherung.

    Hier das Forum ist dazu ein gutes Beispiel: wo sonst könnte ich mich darüber austauschen, wie neue Freundesnetze das Sozialleben verändern?:-)
  8. #8

    Zitat von einfeindesein Beitrag anzeigen
    Beispiel: Suche Sie mal auf dem Lande einen brauchbaren Schlagzeuger oder gar einen überzeugenden Sänger. Da werden Sie bei bloßer Mundpropaganda Probleme haben.
    Ausgerechnet auf dem Lande kennt man die wenigen Leute und deren Schlagzeugkünste um sich herum im Normalfall. Im Internet jemanden aus dem gleichen Dorf zu finden ist doch wesentlich schwieriger als einfach rauszugehen, oder?!
    Zitat von einfeindesein Beitrag anzeigen
    Oder linken Sie ein paar bildende Künstler zusammen für ein Ausstellung.
    Oder ein paar Schreiberlinge für eine Literarische Nacht.
    Stimmt. Sowas geschieht aber nicht in Monsterportalen wie Facebook oder StudiVZ, sondern in ernsthafteren, thematisch begrenzten Communities.
    Dieses Web 2.0 produziert zu 99,95% nur niveaulosen Blödsinn wie lieblos hingerotzte unlustige Heimvideos, inhaltslose Kommunikation mit mehr Smileys als Buchstaben oder riesenhafte Portale, in der die meisten User versuchen die Anzahl ihrer "Buddies" zu erhöhen, allerdings nur für die Statistik, nicht um Freundschaft zu schließen.
    Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen jede Lokalband, jeder Computerinteressierte und jeder Amateurfotograf sich seine eigene Seite gebastelt hat. Das war origineller und machte das Internet bunter. Heute registriert man sich einfach bei Myspace und schafft sich dadurch nur eine lieblose Internetpräsenz.
  9. #9

    Zitat von klumpenhund Beitrag anzeigen
    Ausgerechnet auf dem Lande kennt man die wenigen Leute und deren Schlagzeugkünste um sich herum im Normalfall. Im Internet jemanden aus dem gleichen Dorf zu finden ist doch wesentlich schwieriger als einfach rauszugehen, oder?!

    Stimmt. Sowas geschieht aber nicht in Monsterportalen wie Facebook oder StudiVZ, sondern in ernsthafteren, thematisch begrenzten Communities.
    Dieses Web
    Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen jede Lokalband, jeder Computerinteressierte und jeder Amateurfotograf sich seine eigene Seite gebastelt hat. Das war origineller und machte das Internet bunter. Heute registriert man sich einfach bei Myspace und schafft sich dadurch nur eine lieblose Internetpräsenz.
    Naja, im eigenen Dorf mag das stimmen, aber rund um einen herum gibt es noch eine Menge anderer Dörfer mit unbekannten Talenten.
    Und die kann man im Normalfall nicht alle kennen.


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