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Wie mächtig ist Microsoft noch?

Ein europäisches Gericht hat die Beschwerde des US-Softwarekonzerns Microsoft gegen ein von der EU-Kommission verhängtes Bußgeld zurückgewiesen. Wie mächtig ist Microsoft tatsächlich noch?
  1. #10

    Jurist+PC = unmöglich!!

    Zitat von SPON
    ...Mit dessen Einbau in sein Betriebssystem Windows, das inzwischen auf 95 Prozent aller PCs installiert ist, habe Microsoft Konkurrenzprodukte wie den RealPlayer vom Markt vertrieben...
    Zunächst einmal ist das, was ich da zitiert habe kompletter Unsinn, denn mit dem windows Media Player kann man z.B. keine Files im Real-Player-Format (*.rm, *.ram o.ä.) abspielen. Außerdem wird doch kein Mensch daran gehindert, ein Progrämmchen, wie den Media Player zu ignorieren und einen Player seiner Wahl zu installieren. Wer so doof ist und sich von MS vorschreiben lässt, welche Hilfsprogrämmchen er/sie verwenden soll, dem kann man wirklich nicht helfen. Anscheinend ist solch eine Erkenntnis noch nicht zu Politikern und Juristen durchgedrungen, allerdings habe ich das Gefühl, Computertechnologie und Jurist/Politiker schließen sich gegenseitig kategorisch aus.
  2. #11

    so ein Unsinn

    dann sollte sich MCLaren Mercedes zu Wort melden. Schließlich muss dann Ferrari 500 Mio. abdrücken und die Konstruktionsdaten herausgeben weil sonst der Wettbewerb behindert wird !
  3. #12

    MS hat Geld und betreibt eine erfolgreiche Lobby-Politik. Vor allem hier in Deutschland. Ausser MacOSX sehe ich momentan auch keine wirkliche Konkurenz für die Windows-Betriebssystemfamilie. Linux bzw. dessen Distributionen bestechen zwar durch Vielfalt und gute Ideen, haben jedoch zwei entscheidende Nachteile:

    1.) Es gibt für die verschiedenen Komponenten immer mehrere Alternativen. Z.B. KDE/GNOME etc. als Fenstermanager, RPM/DEB etc. als Paketmanager usw..

    Apple's MacOSX setzt ja auch auf Unix auf und dies überaus erfolgreich. Es gibt eine klare Linie und die wird strikt eingehalten. Basta.

    2.) Es wird mir bei den versch. Distributionen zu viel von Windows abgekupfert. Klar, man möchte Windows-Wechslern den Umstieg erleichtern, aber gleichzeitig imitiert man auch Bedienkonzepte, die vielleicht nicht mehr zeitgemäss sind.

    Und ob MS nun 90% Marktanteil hat oder 89% spielt eh' keine Rolle. By the way: Wenn zwei XP-Versionen (einen mit und einen ohne Mediaplayer) zum gleichen Preis angeboten werden, welchen würde der Anwender wohl kaufen?
  4. #13

    Zitat von T. Wagner Beitrag anzeigen
    Sollte die Frage nicht eigentlich lauten:
    Wie bekloppt ist die EU-Kommission?
    Eine Strafe zu verhängen, weil ein Softwarehersteller etwas derart Selbstverständliches wie eine Abspielmöglichkeit für Audio- und Videodaten in sein Betriebssystem einbaut, halte ich für aberwitzig.
    Kann man diese EU-Clowns nicht irgendwie stoppen? Ich mag nicht für so einen Unfug Steuern zahlen!
    Ich finde es auch mehr als Bescheuert. Wer verklagt Apple, wenn nur "bestimmte" Hartware unter dem System funktioniert.
    Wer beschwert sich, wenn Quicktime aktuell immer das beknackte iTunes mitbringt usw. Ebensowenig wird sich jemand beschweren, wenn im Mercedes Benz nur Motoren von eben diesen Herstellern kaufen.

    Die Marktmacht von MS wird hierdurch nicht verkleinert. Weder Linux noch MaxOS sind für den breiten Markt interessant. Es liegt nicht nur am Geschäftsgebaren des Herrn Gates das MS so gross geworden ist.

    Schade um die Steuergelder, die dieses Urteil verschlungen hat. Vermutlich wurde ein grosser Teil auch durch Einsatz von MS Produkten verdient und die Herrn Richter haben das Urteil mit Produkten von MS geschrieben.
  5. #14

    MS-Produktbündelungen sind also selbstverständlich?

    Zitat von T. Wagner Beitrag anzeigen
    Sollte die Frage nicht eigentlich lauten:
    Wie bekloppt ist die EU-Kommission?

    Eine Strafe zu verhängen, weil ein Softwarehersteller etwas derart Selbstverständliches wie eine Abspielmöglichkeit für Audio- und Videodaten in sein Betriebssystem einbaut, halte ich für aberwitzig.

    Kann man diese EU-Clowns nicht irgendwie stoppen? Ich mag nicht für so einen Unfug Steuern zahlen!
    Mit Verlaub, Sie haben nicht begriffen wo das Problem mit der Verbreitung von MS-Produkten liegt.
    Nahezu (bitte keine Apfelgeschichten, die gibt es kaum) jeder in Deutschland, der sich einen PC oder Laptop kauft, muß ein MS-Windows-System bezahlen. Das ist aufgrund der Verträge von MS mit den großen Hardwareherstellern oder -distributoren so geregelt (das sollte die EU auch einmal genauer untersuchen, ob das legale Wettbewerbsmethoden sind).
    Wie man am Beispiel Internet-Explorer sieht, der auch einfach als "Bestandteil des Betriebssystems" mitinstalliert und damit auch mitverkauft (und mitbezahlt!, denn nichts ist umsonst) wird, wird damit der Markt für Anwendungssoftware kaputt gemacht.

    Das wäre vergleichbar mit einem monopolistischen Anbieter wie meinetwegen der KfZ-Zulassungsstelle, das für eine Autoummeldung 50 Euros verlangt und bei jeder Anmeldung noch 3 Wurstsemmeln oder Nummernschilder "gratis" dazu gibt. Die Imbissbuden oder Nummernschilder-Stanzer in der Stadt würden das nicht ideal finden.

    Microsoft ist der Totengräber der Anbietervielfalt im Softwaremarkt und hat seine Marktposition mit rechtswidrigen Mitteln erreicht. Das wurde in diversen Gerichtsurteilen in USA ("Richter Jackson" googeln hilft) bestätigt.
  6. #15

    Nix Unsinn

    Zitat von trd Beitrag anzeigen
    dann sollte sich MCLaren Mercedes zu Wort melden. Schließlich muss dann Ferrari 500 Mio. abdrücken und die Konstruktionsdaten herausgeben weil sonst der Wettbewerb behindert wird !
    *Seufz* Es geht nicht darum, dass MS irgendwelche Konstruktionszeichnung herausrückt, sondern darum, dass MS die Schnittstellen genau beschreibt, mit denen man Funktionalitäten des BS nutzen kann.
    Um beim Autovergleich zu bleiben: MS stellt Autos her und empfiehlt: "Kaufen Sie nur Batterien von MS, nur die sind an die innovative Kabeltechnik angepasst. Kosten aber ein gutes Stück mehr ..." Und anderen Batterienherstellern verweigert man halt die Beschreibung, wie man Batterien für MS Autos baut. Oder die Beschreibung ist unvollständig.
    Ist kein Problem, wenn MS eine kleine Klitsche ist, aber so ... Gewinne von 80% des Umsatzes bei Office Paketen und Betriebssystemen wie XP/Vista sind nun mal ein Hinweis auf eine Monopolstellung, auf einem funktionierenden Markt sind solche Renditen schlicht nicht möglich.
    Meines Wissens hat die Serversparte von MS weitaus geringere Renditen, denn dort gibt es noch Konkurrenz, Gott sei dank.
  7. #16

    Zitat von m*sh Beitrag anzeigen
    Sie spielen auf Zeit und zahlen irgendwann die Strafe aus der Portokasse.
    Sicher werden sie alle juristischen Kniffe nutzen, um die Sache in die Länge zu ziehen. Aber: bezahlt haben sie schon, das Geld leigt iirc auf einem Treuhandkonto.
  8. #17

    Zitat von T. Wagner Beitrag anzeigen
    Sollte die Frage nicht eigentlich lauten:
    Wie bekloppt ist die EU-Kommission?

    Eine Strafe zu verhängen, weil ein Softwarehersteller etwas derart Selbstverständliches wie eine Abspielmöglichkeit für Audio- und Videodaten in sein Betriebssystem einbaut, halte ich für aberwitzig.

    Kann man diese EU-Clowns nicht irgendwie stoppen? Ich mag nicht für so einen Unfug Steuern zahlen!
    Amen! Ich verstehe diese Diskussion nicht! Ich habe den MS Media Player drauf benutze ihn aber nicht, weil andere Programme besser sind. Microsoft hat den Mediaplayer in sein Betriebssystem integriert OK, aber wird der Nutzer dadurch daran gehindert weitere Player zu installieren?
  9. #18

    Zitat von AUXEROIS Beitrag anzeigen
    Wie man am Beispiel Internet-Explorer sieht, der auch einfach als "Bestandteil des Betriebssystems" mitinstalliert und damit auch mitverkauft (und mitbezahlt!, denn nichts ist umsonst) wird, wird damit der Markt für Anwendungssoftware kaputt gemacht.
    Das ist - mit Verlaub - Unsinn. Wenn ein Softwareunternehmen etwas radikal Besseres anzubieten hat als Microsoft, dann wird sich das radikal Bessere auch durchsetzen. Sie scheinen nur nicht zu verstehen, daß es der Masse der Anwender völlig egal ist, ob der Browser von Microsoft oder der Mozilla Foundation oder Opera kommt. Es interessiert einfach Niemanden!

    Microsoft hat selbst schon Bruchlandungen hingelegt. Denken Sie an "MS Money", das sich nie gegen "Quicken" von Intuit durchsetzen konnte.

    Sie müssen was BESSERES bieten, was auch von vielen Anwendern als Solches erkannt wird!
  10. #19

    Zitat von af1755 Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal ist das, was ich da zitiert habe kompletter Unsinn, denn mit dem windows Media Player kann man z.B. keine Files im Real-Player-Format (*.rm, *.ram o.ä.) abspielen. Außerdem wird doch kein Mensch daran gehindert, ein Progrämmchen, wie den Media Player zu ignorieren und einen Player seiner Wahl zu installieren. Wer so doof ist und sich von MS vorschreiben lässt, welche Hilfsprogrämmchen er/sie verwenden soll, dem kann man wirklich nicht helfen.
    Das ist überhaupt ein Problem proprietärer Software: man versucht den Kunden durch eigene Formate an die eigene Plattform zu binden, ob dies technisch sinnvoll ist oder nicht. Ist der Kunde erstmal gebunden wird er schön brav weiter die kostenpflichtigen Updates kaufen, ob er will oder nicht.
    Microsoft und WMV, Apple und AAC, RealPlayer und deren RM-Foramte... immer die gleiche Masche. Nichtnur im Multimedia-Bereich. Schonmal jemanden ein Word-Dokument geschickt? Welche Software braucht der Empfänger zum Öffnen ohne Verlust? Richtig, so zwingt man seine Mitmenschen die eigene Software auf.
    Was man dagegen tun kann? Offene Standards verwenden, auf freie Software umsteigen. Dort wird nichtnur von Interoperabilität geredet, da wird sie vorgelebt.

    Also sind wir doch mal ehrlich: inzwischen entscheidet eine klare Mehrheit der Benutzer nichtmehr selbst, welche Software sie verwenden. Die nehmen das, was vorinstalliert ist. Gemäß der zitierten Argumentation sind die also alle doof. ;-)


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