Videospiel-Fachpresse in der Krise - zu Recht?

Die Leserzahlen schwinden, schwindet auch die Relevanz? Ist die Krise der Deutschen Videospiel-Fachpresse hausgemacht? Diskutieren Sie mit!
  1. #50

    Würde ich so nicht sagen...

    Zitat von stephan3184 Beitrag anzeigen
    Videospiele sind eine Zeitverschwendung! Als ehemals Süchtiger kann ich nur sagen - Videospiele sind zu jeder Zeit , bei jeder Qualität und in jedem Umfang reinste Zeitverschwendung und etwas , dass ich wünschte nie kennengelernt zu haben. Selbst die berühmte halbe Stunde Ablenkung für Wenigspieler ist verschwendet und fehlinvestiert.

    Hoffentlich fallen die Spielekritiken in der Zukunft auch genauso aus , dass die Produkte möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen und weniger Leute ihr Potenzial darin verschwenden.
    Dann müßten Sie konsequent auch Bücher (Romane), Filme (alles, was keine Doku ist), Brett- und Kartenspiele und Musik aus Ihrem Leben verbannen. Alles nur Zeitverschwendung.

    Da beurteile ich Spiele wahrscheinlich etwas anders. Immerhin haben Spiele eine ganz eigene Erzählform einer (interaktiven)Geschichte. So manches ist dann wirklich auch originell oder lehrreich.
    Nicht nur, dass die Spiele unglaublich diversifizierte und komplexe Steuerungen haben sondern auch eine ebenso große Dimension an Spielewelten bieten. Sich da jedesmal anzupassen ist eine gehörige kognitive Leistung und hält das Hirn fit. Wer natürlich nur ein Spiel spielt und das für Jahre...
    Ansonsten gibt es auch noch recht lehrreiche Spiele. Civ zum Beispiel oder Colonization (Fragen sie mal wen, wer Peter Minuit war und dann nochmal jemanden der Colonization gezockt hat :D). Pirates(!), Hanse oder Age of Empires sind da ähnlich. Natürlich bietet nicht jedes Spiel einen realen Hintergrund...
  2. #51

    Ich denke nicht, dass es sich um eine Inhaltskrise handelt. Es ist mE nur logisch, dass Print bei den Computer-affinen Lesern am schnellsten obsolet wird.
  3. #52

    w

    da lasst ma alle hoffnung fahren freunde, aus leidvoller erfahrung mit nerds und freaks kann ich sagen, bei denen geht vieles, aber garantiert nicht locker, humorvoll und mit stil. aber sowas braucht die welt wohl auch. was solls.
  4. #53

    -

    Zitat von Bundeskanzler Ackermann Beitrag anzeigen
    Man stelle sich mal vor man lese den Test eines Fotoapparats und anstatt etwas über den Bildsensor usw. zu schreiben, schwadroniert der Tester über die Schönheit des Sonnenuntergans, den er damit in Paris aufgenommen hat. vielelicht noch mit einem Schlenker über das gute Essen dort...
    Ein Fotoapparat ist ein Gegenstand, sowie ein PC und eine Spielkonsole. Ein Videospiel ist aber ein Medium, sowie ein Film oder eine Musik-CD.

    Zitat von stephan3184 Beitrag anzeigen
    Videospiele sind eine Zeitverschwendung! Als ehemals Süchtiger kann ich nur sagen - Videospiele sind zu jeder Zeit , bei jeder Qualität und in jedem Umfang reinste Zeitverschwendung und etwas , dass ich wünschte nie kennengelernt zu haben. Selbst die berühmte halbe Stunde Ablenkung für Wenigspieler ist verschwendet und fehlinvestiert.

    Hoffentlich fallen die Spielekritiken in der Zukunft auch genauso aus , dass die Produkte möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen und weniger Leute ihr Potenzial darin verschwenden.
    Das Internet ist viel suchtgefährdender und eine größere Zeitverschwendung als es Spiele jemals sein könnten.
    Videospiele sind genausowenig Zeitverschwendung wie Filme, Musik und Bücher. Das gilt allerdings nicht für alle Bücher, Spiele etc.
    Was Spaß macht, ist keine Zeitverschwendung, sondern eine willkommene Abwechslung zum anstrengenden Arbeitsleben.
  5. #54

    Hachja

    Der Redakteur unter dem Christian Schmidt gelernt hatte dürfte der Zeit nach wohl Jörg Langer gewesen sein?
    Falls wen interessiert, was sein aktuelles Projekt ist www.gamersglobal.de

    Bin mal drauf gekommen als ich nach einem ehrlichen Test zu SilentHunter5 gesucht hatte. Da wurde zumindest nicht mit Kritik gespart.
    Über die Professionalität bei den User-Anteilen kann man sicher streiten, dafür bekommt man aber in der Regel ehrliche Kritiken und etwas das über die üblichen Printmedien hinausgeht.
  6. #55

    -

    Als leidenschaftlicher Computerspieler habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Magazine wie GameStar nicht mehr "state of the art" sind. Die angebotenen Informationen sind redundant zum Internet oder gar zur eigenen Haus-Webseite. So untergräbt das Portal buffed.de mit Sicherheit die Leserschaft von PC Games und PC Action (alle drei aus dem Computec Verlag). Die Verläge haben sich somit selbst die Kundschaft abgeworben und sie ins kostenlose und gnadenlos aktuellere Internet gelockt.

    Als Kontrast ist mir in den letzten Jahren das Magazin GEE aufgefallen. Eine erstaunlich erwachsene Zeitschrift, die sich nicht ausschließlich auf aktuelle Spiele bezieht, sondern vor allem den Gaming-Lifestyle beleuchtet. Eine Art "GQ" für Spieler. Hier kriegt man Infos zu alten Klassikern, Nerd-Accessoires für den Alltag, Klamotten, coole Vorstellungen von Independent-Games oder auch die Verbindung von Beruf, Künstlern, Musikern und Spielephilosophen. Dazu natürlich auch zeitgemäße Reviews von Neuerscheinungen, Plattform unabhänging und ohne peinliche Prozentwerte-Skala.

    Leider ist die Zeitschrift selten am Kiosk zu finden, schlägt aber ein Informationsangebot auf, dass man eben NICHT so einfach und kompakt im Internet findet. Ein lukratives Alleinstellungsmerkmal!
  7. #56

    Der Autor hat offensichtlicht nicht den Sinn von solchen Zeitschriften in der heutigen Zeit verstanden. Diese Magazine sind eben genau für das konzipiert, über was sie sich beschweren. Es geht dabei nicht um irgendwelche politischen Dinge sondern eben um die Detailbetrachtung. Wozu sonst sollte man sich diese Zeitschriften kaufen? Oberflächliche Betrachtungen findet man zuhauf gratis im Internet. Es sind Zeitschriften für diese Core-Gamer.

    Computerbild Spiele ist aber wohl ein anderes Thema, da diese Zeitschrift gerade für Laien gemacht wurde.
  8. #57

    Stundenlohn

    Vielen Dank für den Beitrag. ich arbeite selbst in diesem Metier und weiß genaul, wovon Sie sprechen, lieber Autor. Durchschnittslohn von 200 Euro je Test? Lächerlich. 50 Euro sind Standard heutzutage.

    Allerdings haben sie einen Fakt ignoriert: Videospielbereichte werden allgemein nur von der "Core"-Spielerschaft gelesen. Der übliche Gelegenheitsspieler interessiert sich nicht für Berichte über Videospiele, egal welcher Natur.

    Natürlich könnte man sich nun fragen, wie man diese Zielgruppe erreicht. Allerdings setzt das auch eigenes Interesse eben dieser Leute voraus, und die kann man nicht erzwingen. Somit bleibt den Videospiel-Magazinen kaum eine Wahl. Sie müssen für Core-Gamer schreiben.
  9. #58

    ...

    Zitat von stephan3184 Beitrag anzeigen
    Videospiele sind zu jeder Zeit , bei jeder Qualität und in jedem Umfang reinste Zeitverschwendung
    Das ist auch Fernsehen oder lesen, wenn es irgendwas Anderes als die totale Bildung sein soll. Wenn Ihre Kinder mit Legos basteln oder bunte Bildchen malen, ist das ebenso Zeitverschwendung. So what? Braucht jeder mal.
  10. #59

    ...

    Zitat von stephan3184 Beitrag anzeigen
    Videospiele sind eine Zeitverschwendung! Als ehemals Süchtiger kann ich nur sagen - Videospiele sind zu jeder Zeit , bei jeder Qualität und in jedem Umfang reinste Zeitverschwendung und etwas , dass ich wünschte nie kennengelernt zu haben. Selbst die berühmte halbe Stunde Ablenkung für Wenigspieler ist verschwendet und fehlinvestiert.

    Hoffentlich fallen die Spielekritiken in der Zukunft auch genauso aus , dass die Produkte möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen und weniger Leute ihr Potenzial darin verschwenden.
    Möchten sie vielleicht etwas Käse zu ihrem Wine.
    Oder soll ich ihnen kurz ein trauriges Lied auf der kleinsten Fidel der Welt vorspielen.

    Ihre Geschichte klingt ähnlich schrecklich wie die eines Crackabhängigen. Bis natürlich auf diese Details wie körperliche Abhängigkeit, Gesundheitschäden und Beschaffungskriminalität und natürlich dem Fakt das sie jederzeit hätten aufhören können.

    Ich finde den Begriff Coputerspielesucht schon an sich widerwärtig, das verunglimpft alle die wirklich von etwas abhämngig sind und schlimme Entzugserscheinungen erleiden, wenn sie es absetzen.

    Den eigenen Hintern nicht hochzubekommen weil man lieber Party macht, vor dem Rechner vergammelt und zockt oder sich anderweitig vor seinen Problemen Ablenkt, das hat nicht mit Sucht zu tun, sondern allerhöchstens mit einer Vogel Strauß Politik und sich seinen Konflikten nicht stellen zu können.
    Sicher andere nehmen dann Drogen, aber deswegen Computerspiele mit Drogen zu vergleichen? Beides sind doch nur Sympthome für die Krankheit.

    My 50 Cent