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Suche im Netz - was wünschen Sie sich?

Der Hype um Wolfram Alpha zeigt, dass es noch Raum für Innovationen bei der Informationssuche im Netz gibt. Welche Weiterentwicklungen wünschen Sie sich von Google, Wikipedia und Co?
  1. #1

    Zumindest in der aktuellen Version erscheint mir Wolfram Alpha reichlich sinnfrei.

    Zunächst mal ist Wolfram Alpha keine Web-Suchmaschine und damit auch keine wirkliche Konkurrenz zu Google (auch wenn SPON das immer noch behauptet). Wenn überhaupt, dann ist Wolfram Alpha eher eine Konkurrenz zu Wikipedia, denn bei Wolfram Alpha geht es um Faktensuche.

    Das Problem ist bloß: Wikipedia gibts schon und ist sowohl was Umfang des Inhalts als auch was Bedienbarkeit angeht (Wolfram Alpha gibt doch oft sehr eigenwillige Ergebnisse auf einfache Suchbegriffe) IMO deutlich überlegen.

    Von daher wer braucht das?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Hype um Wolfram Alpha zeigt, dass es noch Raum für Innovationen bei der Informationssuche im Netz gibt. Welche Weiterentwicklungen wünschen Sie sich von Google, Wikipedia und Co?
    esoterische IT
  3. #3

    Wikipedia

    Zitat von Hador Beitrag anzeigen
    Zumindest in der aktuellen Version erscheint mir Wolfram Alpha reichlich sinnfrei.

    Das Problem ist bloß: Wikipedia gibts schon und ist sowohl was Umfang des Inhalts als auch was Bedienbarkeit angeht (Wolfram Alpha gibt doch oft sehr eigenwillige Ergebnisse auf einfache Suchbegriffe) IMO deutlich überlegen.

    Von daher wer braucht das?
    Das ist nicht ganz richtig!
    Ich würde Wolfram eher als Zusatzdienst zu Wikipedia sehen: Was wäre wenn die Daten in der Wikipedia ordentlich (Semantisch) strukturiert wären? Wenn also sämtliche Daten eines Wikipediaartikels maschinenlesbar und strukturiert in einem Artikel wären (Datumsangaben, Geokoordinaten, Maßeinheiten etc.).

    Dort wäre Wolfram das perfekte Tool um Abfragen und Relationen darzustellen und auch Querabfragen auszuführen.
  4. #4

    kritisch vor allem ...

    das im Artikel zuletzt erwähnte 'Sponsoring'. Es wird mal so laufen wie überall sonst auch: wer gut zahlt, bekommt seine Daten angezeigt. Recht fragwürdig das Ganze.

    Da lob ich mir doch Wikipedia und seinen weitgehend selbstbestimmten Inhalt mit gut funktionierender Selbstregulierung.
    Die Arbeit von hunderttausenden schlauer Köpfe an Wikipedia wird noch lange unschlagbar bleiben - vielleicht kann sich Wikipedia aber noch ein paar Ideen von alpha abschauen.
  5. #5

    Als Wurmfortsatz zu Wikipedia kommt man auf keinen grünen Zweig, geschweige denn lassen sich damit die nötigen Mitarbeiter bezahlen.

    Für mich eine Totgeburt.
    War da nicht vor kurzem eine neue Suchmaschine am Markt, Name ist mir schon entfallen, die auch sang und klanglos untergegangen ist?
  6. #6

    Zitat von fgranna Beitrag anzeigen
    Das ist nicht ganz richtig!
    Ich würde Wolfram eher als Zusatzdienst zu Wikipedia sehen: Was wäre wenn die Daten in der Wikipedia ordentlich (Semantisch) strukturiert wären? Wenn also sämtliche Daten eines Wikipediaartikels maschinenlesbar und strukturiert in einem Artikel wären (Datumsangaben, Geokoordinaten, Maßeinheiten etc.).

    Dort wäre Wolfram das perfekte Tool um Abfragen und Relationen darzustellen und auch Querabfragen auszuführen.
    So KÖNNTE es sein und so WÜRDE es auch Sinn machen. Leider bleibt es beim Konjunktiv, denn gerade das tut Wolfram Alpha ja eben nicht. Wolfram setzt offensichtlich auf eine eigene Datenbank bzw. auf Websuche. Insofern steht es schon in direkter Konkurrenz zu Wikipedia.

    Das es prinzipiell schon einen Platz für ein solches Tool gibt und zwar genau in der von ihnen vorgeschlagenen Form ist natürlich richtig, leider aber wird Wolfram Alpha eben von den Machern nicht so eingesetzt.
  7. #7

    Schwach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Hype um Wolfram Alpha zeigt, dass es noch Raum für Innovationen bei der Informationssuche im Netz gibt. Welche Weiterentwicklungen wünschen Sie sich von Google, Wikipedia und Co?
    Ich will ja nicht vorschnell urteilen (zumal es ja heißt, Totgesagte lebten länger) - aber diese "Suchmaschine" hat zwei substanzielle Probleme: Erstens ist sie in einer Form beworben worden ("Googlekiller"), die zu einen Vergleich mit Diensten herausfordert, welche weit über das Angebot von Wolfram Alpha hinausgehen - und zweitens ist ihre Datenbasis winzig. Ich habe mich eine halbe Stunde abgemüht, mittels Wolfram Alpha eine Statistik zu erhalten, welche Webbrowser weltweit am häufigsten verwendet werden. Bei Google reicht der Ausdruck "Browser usage statstics", um als drittplatzierten Treffer einen Link zum W3Counter zu erhalten, einer ebensolchen Statistik. Wolfram Alpha kann hingegen mit dem Begriff "browser" nichts anfangen. Egal, wie man sich anstellt, welche Begriffe man hinzufügt oder weglässt, immer das gleiche Ergebnis: "Wolfram|Alpha isn't sure what to do with your input."

    Wenn eine Suchmaschine umfassend informieren will, reicht es nicht, dass sie Informationen besonders anschaulich aufbereiten kann. Sie muss eben auch in der Lage sein, sie tatsächlich zur Verfügung zu haben: Und zwar in aktueller Form. Diese Arbeit ist von keinem Redaktionsteam der Welt mehr zu leisten. Gegen einen Webcrawler mit pragmatischer Intelligenz (wie etwa der Suchmaschine von Google) hat ein sophisticated Angebot wie Wolfram Alpha deshalb nicht den Hauch einer Chance.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Hype um Wolfram Alpha zeigt, dass es noch Raum für Innovationen bei der Informationssuche im Netz gibt. Welche Weiterentwicklungen wünschen Sie sich von Google, Wikipedia und Co?
    ich hab' 5 verschiedene Anfragen gestellt, habe aber keine Antwort erhalten.
  9. #9

    Schon die Beispiele sind schwach

    Hier nur zwei Beispiele, die auf der Startseite von Wolfram Alpha selber vorgeschalgen werden.
    1. Der Begriff "Mars"
    Man bekommt ein paar Zahlen, die man auf Wikipedia selbstverständlich neben vielem anderen auch findet, keine Querverweise und ohne naturwisschaftliche Ausbildung versteht die Masseinheiten niemand, ausser er hat Wikipedia.

    2. Man soll "2000 Euro" eingeben.

    Super man bekommt eine kleine Tabelle mit 2000 Euro umgerechnet in ein paar andere Währungen. Wo welchem Kurs? Devisen oder Noten? Wo gehandelt? An welchem Tag? An- oder Verkauf? Nichts genaues weiss man nicht. Das Resultat kann man in der Peife rauchen.

    Alles in allem eine nette Idee, wie eine Resultat einer Abfrage aussehen könnte. Aber dazu ist noch nicht einmalein Bruchteil der Daten da, die nötig wären, um halbwegs nützlich zu sein. Bis findet man alles woanders schneller un genauer.


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