Jetzt startet Google wie angekündigt mit dem umstrittenen Street View: ein hilfreicher Online-Dienst oder gefährliche Verletzung der Privatsphäre?
ich lebe im ausland, google street view ist hier lange etabliert; sehr praktisch zb bei terminen an unbekannten adressen oder bei der wahl von hotels etc.;
die aufregung ist albern, wohl dem sommerloch geschuldet.
es gibt zig andere themen über die es sich wirklich lohnt sich aufzuregen, aber sicher nicht ob jemand ein haus oder strassenzug knipst.....
Es wäre auch ein ganz guter Dienst für viele Firmen, Einblick in alle privaten Bankkonten zu haben, man kann Werbung super steuern, man kann bestimmten "kunden" besser nichts liefern etc. - wahrscheinlich wäre auch das für Deine Oma nicht "gefährlich".
Darum geht es doch überhaupt nicht, es geht um die Verteidigung einer Privatsphäre und die Tatsache, dass Unternehmen nicht einfach alles technisch machbare automatisch erlaubt ist. Dies kann gesellschaftlich diskutiert werden, aber nicht einfach mal Autos durch die Welt schicken und vollendete Tatsachen schaffen.
Regeln/Gesetze werden durch den Staat, durch die Politik, also letztlich durch den Bürger gesetzt über dessen Teilnahme an Wahlen. Und nicht durch private Unternehmen; noch nicht und hoffentlich auch so bald nicht.
Einen gewissen gesellschaftlichen Druck sehe ich schon. Wenn ich mein Haus als einziger in der Straße verpixeln lasse, dann ist das ja für jeden SV-Nutzer sichtbar und es lassen sich Schlüsse ziehen (mindestens unter den Nachbarn). Um nicht negativ aufzufallen und um mich nicht quasi selbst zu stigmatisieren, bleibt mir also nur, SV einfach hin zu nehmen und mich nicht dagegen zu wehren. Aber das fühlt sich ehrlich gesagt auch ziemlich dumm an...
Der Einwand mit der Verknüpfung von Adressdaten und Widersprüchlern ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.
Irgendwie lässt das Ganze in mir das Lied "Welcome to the machine" anklingen...
Welche Daten bitte? Dass irgendwann vor einigen Jahren mal vor dem Haus in der xx-Straße ein roter Golf stand und der Bewohner der im 2.OG sein Fenster offen hatte? Es gibt hunderte Regeln und Gesetze die eklatant mehr Daten ausspähen. Angefangen von der Bonuskarte meines Döner-Imbiss (der weiß dass ich in diesem Jahr schon 17 Döner bei ihm essen war), oder der modernen Version Payback, Cashback etc. - da wird mein komplettes Konsumverhalten personalisiert auf meine Person (Adresse, geburtsdatum... musste ich bei der Anmeldung angeben). Für jeden Kredit muss ich mit der Schufa anbändeln, Infos zu meinen Kontoüberweisungen werden wild in der ganzen Welt verbreitet, die GEZ erhält vom Einwohnermeldeamt ne Info dass ich umgezogen bin. Für 1-2ct Rabatt beim Tanken erfahren sowohl Shell als auch der ADAC wann ich wo wieviel getankt habe. In Prä-Schengen-Zeiten wurde mein Perso immer eingescannt - somit wusste der Staat wann ich wo ein- und ausgereist bin.
Aber wenn jahrealte Fotos meines Hauses im Inet erscheinen, die keinerlei Bezug zu einer halbwegs aktuellen Situation haben, nicht mal gesichert zu meiner Information beinhalten - und außerdem legal ermittelt wurden - schreien auf einmal die Datenschützer auf.
Sorry - aber es gibt zig Institutionen die mehr über mich wissen (alle zusammen auch deutlich mehr als ich selbst weiß) als ein veraltetes Bild meines Hauses.
iiiiiiih, ist der Einwurf dumm.
Jeder soll es doch halten wie er möchte. Ist er prominent soll er gerne sein Haus pixeln, ist ja auch nicht komisch irgendwann Fremde im eigenen Garten zu haben oder kreischende Girlis weil man mal 1 Lied gesungen hat.
Wer nicht prominent ist, läßt eben nichts pixeln.
Hat hier niemand der Schreibenden etwas anderes zu tun?
Ist doch ganz nützlich, um Langeweile zu vertreiben.
Google ist ja nicht der einzige Anbieter, der einen solchen Dienst anbietet. Durch die Stadt Köln - und mittlerweile noch einige andere Städte - kann man sich ja schon seit geraumer Zeit durchklicken bei sightwalk.de
Täuscht die Wahrnehmung oder gibt es diese hysterische Diskussion nur in Deutschland? Ahnungslose wie Frau Aigner nerven seit Wochen mit ihrem kindischen Aktionismus und dieser völlig überflüssigen Debatte.
Welche Daten werden bitte durch Street View gefährdet? Jeder kann doch Street View schon jetzt ausprobieren. Einfach in Google Maps einen Ort in den USA heraussuchen und dann auf Street View umschalten. Und was sehen Sie da? Gesichter und Nummernschilder sind weggepixelt, man sieht natürlich die Häuser, Autos und daß dort Menschen sind. Nicht weniger aber auch nicht mehr. Die Häuser sieht man übrigens auch im normalen Leben, ohne sie wegpixeln zu können.
All die Payback-Karten-Besitzer und Gmail-Nutzer sollen mal schön die Füße still halten. Solche "Dienste" sind viel gravierender für den Datenschutz!
..ist das nur, wenn man sich mit dem Vermieter/Eigentümer verständigt.
Wir haben dies getan, der "Antrag auf Unkenntlichmachung eines Gebäudes" wurde von den Eigentümern eingereicht und unsere Sphäre inklusive der persönlichen Daten ist ausreichend geschützt, taucht bei den Goggles nicht auf.
Ein wenig Kreativität und Gesprächsbereitschaft hilft eben manchmal weiter.
Abgesehen davon ist der Vremieter gehalten, seine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mietern wahrzunehmen.