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Stirbt das Buch?

Wird die Digitalisierung die Literaturbranche im gleichen Maße treffen, wie es Musik- und Filmindustrie erleben mussten? Oder spielt der Buchmarkt nach anderen Regeln?
  1. #1940

    -

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Hahaha ! Gut beobachtet. Ich bin kürzlich in einem Flugzeug geflogen, mit Buch natürlich, denn es war ein langer Flug.
    Als wir landeten, hatte ich mein Buch.....
    Daran, dass das Buch weiterhin bestehen wird, habe auch ich keine Zweifel. Allerdings ist das von Ihnen geschriebene mit Sicherheit kein Indiz (das Wort ist auch unpassend) dafür.
    Ich weiss ja nicht, wo Sie so lange geflogen sind. Sollte das innerhalb der bzw. aus den USA gewesen sein, dann finden Sie heute links und rechts des Ganges schon mehr Leute, die im iPad oder im Kindle lesen, als solche, die ein klassisches Buch lesen. Deshalb dürfte das demonstrative Umherschauen eine kleine Schwindelei sein. Aber auch auf Flügen anderswo sieht man die Gerätschaften zusehends mehr.
    Warum von Kindle der Arm steif sein soll, erschliesst sich ebenfalls nicht. Das Ding ist leichter als ein dünnes Taschenbuch und kann locker mit einer Hand gehalten werden.
    Fazit: Nett ausgedacht.
  2. #1941

    ...

    Also ich muss sagen, dass ich relativ überrascht war wieviel noch in den lokalen Buchgeschäften (Innenstadt) los ist. Ich war in den letzten beiden Wochen zwei- dreimal dort und es war wirklich gerappelt voll. Ich kann verstehen, warum Leute Kindle und Ipad nutzen, aber für mich persönlich geht nichts über ein Taschenbuch, mit dem ich mich entspannt in die Sonne legen kann.

    Und ich glaube so gehts auch vielen anderen, es ist halt einfach was anderes so ein Buch in der Hand zu halten, zu blättern, usw. Das einzige was mich persönlich nervt ist dass die ganzen Neuerscheinungen immer erst als Hardcover erscheinen. Ich bin nicht der Regaltyp, ich kauf mir Bücher um sie zu lesen und hätte gerne gleich das Taschenbuch, von mir aus auch zu nem völlig überzogenen Preis - aber so ein Hardcover lässt sich nur schwer rumschleppen ohne es dann direkt einzusauen.
  3. #1942

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Zum Belletristik-Bereich kann ich hierzu wegen geringer Leseerfahrungen wenig aussagen. Aber im Sachbuchbereich verleitet mich das Thema etwas zum Lästern. Hier lautet mein Spruch: Bücher ....
    Nein. Internet ist eigentlich eine Dschungel in der man schwer zurechtkommt. Es gibt sehr seh viel unnutzes Wissen und Müll. Man kann sich auf die Informationen nicht so verlassen, wie auf die aus dem Buch. In einem Buch hat man die Sicherheit, dass es von den Fachmännern, Professoren, Doktoren, etc.. geschrieben wurde. Im Internet hat man diese Zuversicht nicht. Sehr selten findet man die Informationen, die von den Fachleuten auch abgesegent sind.
    Nehmen wir Wikipedia, die größte Info-Seite...Kann jeder schreiben. Und so findet man da die belanglosesten Beiträge, zum Beispiel über irgendeinem Schauspieler, der in irgendeinem Film, 3 Minuten einen Kellner gespielt hat und das hat jemanden so angetan, dass derjenige gleich einen Artikel in Wikipedia zusammengefasst hat. Oder auch da findet man die Artiekl übrer die x-beliebieg tscheschische Pornodarstellerin die jemandem so aufgegeilt hat, dass er sofort eine Biographie über sie in Wikipedia schreiben musste.
    Ausserdem sind die viele Beiträge und Informationen über die wichtigen Sachen, nicht zuverlässig, es gibt immer die Leute die sich in der Rubrik "Disskussion" melden und auf die Fehler oder falschen Informationen, falschen Einschätzungen hinweisen.
    Bei den Unis und Fachhochschulen wird den Stundenten doch nach wie vor die Literatur, die Quellen aus den zuverlässigen Sachbüchern empfohlen.

    Besonders unzuverlässig, bzw. besonders schlimm sind politische und historische Informationen im Internet. Denn da wimmelt es nur so von allerlei Bloggern und Spinnern, mit den wahnsinnigsten Verschwörungstheorien. Also wenn ich Geschichtsprofessor an der Uni wäre, hätte ich meinen Stundenten von vorne gesagt; Die Quellen aus dem Internet zählen bei mir nicht, bitte Bücher lesen!
  4. #1943

    -

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    In einem Buch hat man die Sicherheit, dass es von den Fachmännern, Professoren, Doktoren, etc.. geschrieben wurde.
    Angesichts der neueren Entwicklungen könnte ich Satz auch lauten: "... dass es von Fachmännern, Professoren, Doktoren, etc. abgeschrieben wurde".
    Es ist auch im Internet relavtiv einfach zu einem Sachverhalt viele Quellen zu finden, diese abzugleichen und den Inhalt zu beurteilen. Das setzt allerdings gewisse Fähigkeiten voraus ...

    Nehmen wir Wikipedia, die größte Info-Seite...Kann jeder schreiben. Und so findet man da die belanglosesten Beiträge, zum Beispiel über irgendeinem Schauspieler, der in irgendeinem Film, 3 Minuten einen Kellner gespielt hat und das hat jemanden so angetan, dass derjenige gleich einen Artikel in Wikipedia zusammengefasst hat. Oder auch da findet man die Artiekl übrer die x-beliebieg tscheschische Pornodarstellerin die jemandem so aufgegeilt hat, dass er sofort eine Biographie über sie in Wikipedia schreiben musste.
    Dass diese Beiträge in Ihren Augen belanglos sind, sagt nichts über den Wahrheitsgehalt aus. Es gibt halt Leute, die sich für diese Personen interessieren und Entsprechendes auf Wiki veröffentlichen.

    Ausserdem sind die viele Beiträge und Informationen über die wichtigen Sachen, nicht zuverlässig, es gibt immer die Leute die sich in der Rubrik "Disskussion" melden und auf die Fehler oder falschen Informationen, falschen Einschätzungen hinweisen.
    Genau das ist das grosse Plus von Wikipedia, die Diskussion und der gute Streit über die Inhalte. Wenigstens muss man die Meinung eines Professors, Doktors etc. nicht unwidersprochen hinnehmen.

    Bei den Unis und Fachhochschulen wird den Stundenten doch nach wie vor die Literatur, die Quellen aus den zuverlässigen Sachbüchern empfohlen.
    Das Eine kann das Andere wunderbar ergänzen.

    Also wenn ich Geschichtsprofessor an der Uni wäre, hätte ich meinen Stundenten von vorne gesagt; Die Quellen aus dem Internet zählen bei mir nicht, bitte Bücher lesen!
    Dann würde ich die Uni oder den Professor (wenn das möglich ist) wechseln.
  5. #1944

    Ob das Buch in gedruckter Form auch in Zukunft bestehen wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall würde ich dies sehr schade finden, allein, weil es doch einfach viel schöner, ist, ein "richtiges" Buch in den Hände zu halten.
  6. #1945

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    Besonders unzuverlässig, bzw. besonders schlimm sind politische und historische Informationen im Internet.
    Es sind nicht nur die Spinner und Verschwörungstheoretiker, die Zweifel an der Seriosität solcher Informationen wecken, sondern auch die Lagerdenke, wie Herr Degen eine unserer Malaisen gerade richtigerweise genannt hat.
  7. #1946

    ...

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    (...)
    Zur Sache: Ich finde den malte71-Beitrag nicht sachdienlich. Inhaltlich trägt er nichts zum Thema bei.
    Doch, traegt er, und zwar ziemlich treffend. Man kann es aber auch in einem kurzen Satz mit 5 Woertern formulieren, und das auch noch politisch korrekt:

    Buchtotsager sind oft keine Leser.
  8. #1947

    -

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    [...]
    Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Sie schreiben – mit Verlaub – Unsinn.

    Es gibt so viele Bücher, die von irgendwelchen dahergelaufenen Spa**is geschrieben wurden und geschrieben werden. Überspitztestes Beispiel: "Mein Kampf".
    Es gibt so viele (Eigen)Verlage, die sich auf den größten Unsinn spezialisiert haben.

    Auf den anderen Seite hat das Internet so viel Ungefiltertes und Direktes zu bieten; doch vor allem lehrt es die Studenten, extrem quellenkritisch vorzugehen.
  9. #1948

    Zitat von Rockker Beitrag anzeigen
    Besonders unzuverlässig, bzw. besonders schlimm sind politische und historische Informationen im Internet. Denn da wimmelt es nur so von allerlei Bloggern und Spinnern, mit den wahnsinnigsten Verschwörungstheorien. Also wenn ich Geschichtsprofessor an der Uni wäre, hätte ich meinen Stundenten von vorne gesagt; Die Quellen aus dem Internet zählen bei mir nicht, bitte Bücher lesen!
    Sie würden ihren Studenten verbieten z.B. die historische Zeitschrift zu nutzen? Da gibt es Artikel der Zeitschrift im Internet. Gut bei mir waren sie nicht kostenfrei, aber online verfügbar. Würde ich jetzt Geschichte studieren, hätte ich Zugriff auf 2009 Zeitschriften und zwar kostenlos und für meine Uni frei verfügbar.

    Ich habe während meiner Arbeit und meines Studiums gerne auf die Angebote der schweizerischen Zeitschrift für Heilpädagogik zurückgegriffen. Die hatten ihre Artikel online verfügbar.

    Also ganz so pauschal lässt sich das für den wissenschaftlichen Bereich nicht sagen. Wenn man sich verschiedene Angebote anschaut, dann findet man relativ leicht zuverlässige Infos!
  10. #1949

    ...

    Jetzt da Amazon mit dem Kindle auch in Deutschland mit schon recht großen deutschsprachigen Angebot gestartet ist, wird das elektronische Lesen bestimmt einen Schub bekommen und der Absatz der Papierbücher wird weiter sinken.
    Schön wäre es, wenn man beim Kauf eines Buches das eBook gleich mit dazu bekäme. Bei den teuren Hardcovern würde sich das anbieten.


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