Schluss mit der Anonymität in Blogs und Foren?

Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
  1. #1

    Klarnamen wäre richtige Lösung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Eine grundlegende Änderung in den Foren ist aus meiner Sicht die gangbarste Lösung. Der User muss verpflichtet sein, in Foren nur noch unter dem Klarnamen zu agieren.

    Einerseits würde dies Einige hindern, dass sie Aufrufe wie jener zur Lynchjustiz straten, bei Andere könnte nicht mit Nicknamen alles Mögliche behauptet und in die Welt gesetzt werden. Ferner sollte all jenen das Handwerk geklegt werden, die systematisch jede andere Meinung mit Beleidigungen beantworten.

    Mündige Bürger müssen im Internet sich nicht verstecken. Auch ich wäre bereit - wenn alle Klarnamen nutzen müssen - mich sofort dafür zu bekennen.

    Selbstverständlich - wer sich heute schon äußert, dass Name oder gar Wohnort erkennbar wird, muß - leider - mit Allem rechnen. Ich habe in Verbindung mit Stuttgart 21 mehrfach Morddrohungern erhalten. Sie wurden durch Forenbeiträge wohl ausgelöst. Mehr als Fingerabdrücke zu sichern war der Polizei nicht möglich. "Kranke Reaktionen" werden nie ausbleiben.
  2. #2

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    Eine grundlegende Änderung in den Foren ist aus meiner Sicht die gangbarste Lösung. Der User muss verpflichtet sein, in Foren nur noch unter dem Klarnamen zu agieren.

    Einerseits würde dies Einige hindern, dass sie Aufrufe wie jener zur Lynchjustiz straten
    Da könnte die Staatsanwaltschaft auch so einschreiten. Da hilft das Verstecken hinter einem Nick nichts.

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    bei Andere könnte nicht mit Nicknamen alles Mögliche behauptet und in die Welt gesetzt werden.
    Ich bin dafür, dass auch Meinungen abseits des Mainstreams diskutiert werden.

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    Ferner sollte all jenen das Handwerk geklegt werden, die systematisch jede andere Meinung mit Beleidigungen beantworten.
    Mein Eindruck ist ein anderer. Manche Foristen können keinen Widerspruch ertragen. Sie fühlen sich schnell beleidigt, wenn man versucht, die Haltlosigkeit Ihres Statements nachzuweisen.

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    Mündige Bürger müssen im Internet sich nicht verstecken. Auch ich wäre bereit - wenn alle Klarnamen nutzen müssen - mich sofort dafür zu bekennen.
    Mündige Bürger lassen sich nicht von oben herab vorschreiben, ob sie bestimmte Meinungen unter Ihrem Klarnamen oder einem Nick veröffentlichen dürfen.

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich - wer sich heute schon äußert, dass Name oder gar Wohnort erkennbar wird, muß - leider - mit Allem rechnen. Ich habe in Verbindung mit Stuttgart 21 mehrfach Morddrohungern erhalten.
    Das spricht ja wohl eindeutig gegen Klarnamen!
  3. #3

    Wenn man dafür bezahlt wird!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Für jeden Beitrag von: Sagen wir mal Din A 5 kriegt man 5 Euro und ich bin dabei. Aber wenn man nicht dafür bezahlt wird, dann sollte man seinen Namen auch nicht nennen müssen.
  4. #4

    Elektronische Widersprüche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Und was ist mit freien und geheimen Wahlen?
    Brauchen wir auch nicht mehr, verstösst gegen die Nettiquette.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Meines Erachtens lebt das Internet davon, dass man frei seine Meinung äußern kann. Hier haben die Menschen die Möglichkeit ohne Bedenken ihre Meinung zu äußern. Erst dadurch ist es möglich zu erfahren, was die Menschen wirklich denken.

    Sehr viele Menschen können aufgrund Ihrer Position nicht sagen, was sie denken. Daher bin ich ein großer Fan der Anonymität, trotz der Nachteile, die sicherlich auch existieren.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Von mir aus.
    Ich habe nichts zu befuerchten.
  7. #7

    So wie es ist,ist es gut!

    Da der Zugang zu einem Forum nur mit der E-Mailadresse möglich ist
    sind die Urheber relativ leicht zuermitteln.
    Einen Klarnamen kann man mißbrauchen, wie alle Dinge dieser Welt von
    einigen Zeitgenossen mißbraucht werden.
    Und wo bitte ist der Unterschied zwischen der Antwort auf einen post
    mit nick oder Klarnamen, in der Sache wohl nicht, Entgleisungen Einzelner
    bleiben meistens in der Zensur, sprich Forenaufsicht hängen.
    Wenn ich alle Einwände gegen die einzelnen Verfahren überlege, ist mein Favorit der nick.
  8. #8

    Geistige Verdünnung

    Zitat von exminer Beitrag anzeigen
    Da der Zugang zu einem Forum nur mit der E-Mailadresse möglich ist
    sind die Urheber relativ leicht zuermitteln.
    Einen Klarnamen kann man mißbrauchen, wie alle Dinge dieser Welt von
    einigen Zeitgenossen mißbraucht werden.
    Und wo bitte ist der Unterschied zwischen der Antwort auf einen post
    mit nick oder Klarnamen, in der Sache wohl nicht, Entgleisungen Einzelner
    bleiben meistens in der Zensur, sprich Forenaufsicht hängen.
    Wenn ich alle Einwände gegen die einzelnen Verfahren überlege, ist mein Favorit der nick.
    Anmeldename oder E-mailadresse, genauso ist es hier beim Spiegel Onlineforum. Das schützt aber nicht davor, dass man von der Moderation regelmässig gemobbt wird, ganz ohne Entgleisungen, werden unliebsame Beiträge einfach nicht veröffentlicht, je nachdem, wer gerade an den Schalthebeln der Moderation sitzt. Die ganze Diskussion hat was lächerliches, aber das Forum hat sowieso viel von seiner Attraktivität eingebüsst, dass kann man ja an den Postingzahlen zu den mittlerweile unterdurchnittlich langweiligen Themen erkennen. alles, was ein bisschen brisant ist, wurde in die Blogs abgeschoben, deren Halbwertzeit man sich für die wirklich ernsten Probleme wie Fukushima nur wünschen würde.
  9. #9

    unter einem klarnamen ...

    ... geniesst man keine meinungsfreiheit. arbeitgeber, verwandte, freunde und feinde könnten einblick gewinnen.

    daher würde man automatisch nicht mehr schreiben, was man denkt, sondern was konform ist.