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Schluss mit der Anonymität in Blogs und Foren?

Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
  1. #30

    Individualrecht

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um die Zuordnung zu einer Person, sondern um die Sache.
    Das ist unzutreffend. Es geht um Meinungsfreiheit. Diese ist ein Grundrecht, das gebunden ist an die Person, die eine Meinung äußert. Denn die Meinung ist nichts, wen kein erkennbares Individuum dafür einsteht.
  2. #31

    Keine Klarnamen

    Zitat von brotherandrew Beitrag anzeigen
    Das ist unzutreffend. Es geht um Meinungsfreiheit. Diese ist ein Grundrecht, das gebunden ist an die Person, die eine Meinung äußert. Denn die Meinung ist nichts, wen kein erkennbares Individuum dafür einsteht.
    Fremde Meinungen sind mir egal.
    Mir geht es um korrekte Aussagen, dann bilde ich mir eine eigene Meinung.

    Eine Meinung für die ich sehr wohl einstehe.
    Aber persönlich, wenn der Schall der Überbringer ist, und nicht SpiegelOnline oder Dritte, die in meinem Namen Kommentare weitergeben.
  3. #32

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Fremde Meinungen sind mir egal.
    Eine sehr demokratische Einstellung, die vor Einbildung nur so strotzt.

    Warum sind Sie dann hier im Forum angemeldet, zum Meinungsaustausch wohl nicht wenn Sie andere Meinungen nicht gelten lassen.

    Ich denke mal, in der Welt gibt es schon genug Propagandisten die nur Ihre Wahrheit gelten lassen wollen.

    Aber mit Gläubigen sollte man nicht streiten , sondern ignorieren.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  4. #33

    Ach ja?

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Fremde Meinungen sind mir egal.
    Ich empfinde diese Aussage als sehr ichbezogen. Dann sollten Sie nicht an Foren teilnehmen.
    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Mir geht es um korrekte Aussagen, dann bilde ich mir eine eigene Meinung.
    Mal abgesehen davon, dass mir nicht klar ist, woran Sie die "Korrektheit" von Aussagen messen wollen, sind Meinungen nie völlig sachbezogen.
    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Eine Meinung für die ich sehr wohl einstehe. Aber persönlich, wenn der Schall der Überbringer ist, und nicht SpiegelOnline oder Dritte, die in meinem Namen Kommentare weitergeben.
    Das ist eine sehr künstliche Unterscheidung. Entscheidend ist doch die Autorenschaft von Aussagen und nicht das verwendete Medium.
  5. #34

    aha!

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Aber mit Gläubigen sollte man nicht streiten , sondern ignorieren.
    Jeder glaubt an seine Überzeugungen. Zumindest erwarte ich das. Darin ist auch kein Problem zu sehen. Im Gegenteil, das macht eine Diskussion erst interessant. Denn wir sind weder Computer, noch Roboter.

    Nur dort, wo ich dem anderen seine Überzeugung abspreche - egal, wie ich sie inhaltlich bewerte - entsteht ein Problem. Das aber hat der kritisierte Forist nicht getan.
  6. #35

    Anmeldung

    in Foren mit den eigenen Daten ist völlig ausreichend.
    Repressalien muss man sich nicht aussetzen nur weil man eine nicht mainstream-konforme Meinung hat.
    Das hat mit Feigheit nicht das geringste zu tun.
    Das Verhalten sollte aber bei vielen überdacht werden, die die Anonymität des Netzes ausnutzen um ihren Frust oder was auch immer an anderen Forenteilnehmern auslassen.
  7. #36

    Zwei Scheinfragen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    1) Ja. 2) Nein. Auf öffentlichen Plätzen trägt auch nicht jeder ein Namensschild. Ein offenes Netz ist ohne die jederzeitige Entscheidungsfreiheit "anonym oder nicht" nicht mehr möglich.

    Dieses angeblich so wichtige Thema stammt wie üblich von Leuten, die sich durch die Firmendiktaturen, in deren Strukturen sie einen Großteil ihres Lebens verbringen - schlicht nichts anderes mehr vorstellen können, als: "von der Geschäftsleitung verordneter Kleidungs- und Verhaltenscodex, diesem sich unterwerfen, um (scheinbar) dazu gehören zu dürfen".

    Mit dem Netz, und was dieses wirklich kulturell bedeutet, hat derartiger Schwachsinn aber nichts zu tun.
  8. #37

    Meinungsfreiheit benötigt Anonymität

    Zitat von brotherandrew Beitrag anzeigen
    Das ist unzutreffend. Es geht um Meinungsfreiheit. Diese ist ein Grundrecht, das gebunden ist an die Person, die eine Meinung äußert. Denn die Meinung ist nichts, wen kein erkennbares Individuum dafür einsteht.
    Das Individuum muss ich nicht erkennen, um eine Meinung zu erfahren, ggfs. eine Aussage zu überdenken und mir meine eigene zu bilden.

    Gerade bei eine asymmetrischen Kommunikationsform wie Foren, im Gegensatz zum direkten Gespräch, ist Anonymität wichtig, analog zum Wahlgeheimnis.

    Weiss ich, ob meine Meinung von Leuten gelesen wird, die das als Blasphemie empfinden und der Meinung sind, das Werk Gottes zu tun, wenn sie mir eine auf den Kopf geben?
    Eher schlagkräftigen Argumenten zugeneigt sind?
  9. #38

    Unklar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Der Klarname sollte im Internet am besten überhaupt nicht verwendet werden. Zuviel Kontrolle, zuviel Missbrauch, zuviele Gefahren.

    Leider ist es in Diskussionsforen so, dass manche Teilnehmer unter der Tarnkappe des Nicks nach Kräften gegen die Nettiquette verstoßen. Es ist aber Aufgabe der Moderatoren, dagegen vorzugehen, was ja auch geschieht.

    Stellen Sie sich vor, Ihr Chef schaut bei SpOn herein und sieht Diskussionsbeiträge von Ihnen, die Sie während der Arbeitszeit verfasst haben. Das kann unangenehm werden und sogar zur Kündigung führen. Ein klassisches Beispiel.

    Auch würde ich nie mehr an Diskussionen teilnehmen, wenn dies untzer Klarnamen zu geschehen hätte. Ich bin aufgrund eines Leserbriefes mal bedroht worden und kann darauf gerne verzichten.

    Und schließlich: Nicknamen sind meist hübscher als wirkliche Namen, lassen allerlei Assoziationen zu und regen die Fantasie an.
  10. #39

    Zitat von hierro Beitrag anzeigen
    Ich plädiere für das Heraustreten des jeweiligen Schreibers aus der Anonymität. Das würde zumindest auch unterbinden, dass völlig absurde, manchmal beleidigende und oft an den Themen vorbeigeschriebene Kommentare erscheinen. Es wäre eine Qualitätssteigerung des Internet.
    Jeder Gesinnungspolizist, Chef, potentieller Auftraggeber, Geheimdienstler oder sonstiger Datensammler wird sich über Ihre gesammelten Foreneinträge freuen, die es bestimmt bald irgendwo zu kaufen gibt. Reisen Sie gern ? Dann wundern Sie sich z. B. später mal nicht, wenn Sie einmal ohne nähere Begründung kein Visum für das Land Ihrer Wahl bekommen. Und wer weiß - in ein paar Jahren könnten auch noch einige auffällig/unauffällig gekleidete Herrschaften vor Ihrer Tür stehen, und an Ihrer richtigen EU- Gesinnung zweifeln....

    Natürlich kann man seine Klarnamenpräsenz auch auf das Forum von "mein schöner Garten" begrenzen... ;)








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