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Schluss mit der Anonymität in Blogs und Foren?

Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
  1. #20

    Ohne Regeln geht´s auch im Internet nicht!

    Im Internet, wie auch in der „Realen Welt“, geht’s doch zunächst auch nur um den Umgangston miteinander (im weitesten Sinne) – und um die Gewährleistung denselben.
    Auch auf der Straße wird der Personalausweis NICHT auf der Stirn gestanzt getragen – sondern in der Tasche!
    Ein U-Bahn-Schläger wird bei seinen kriminellen Taten womöglich gefilmt; von den anderen Anwesenden möglicherweise gehindert..etc..
    Ein verbaler U-Bahn-Schläger dagegen (oder noch schlimmer, ein Cyberstalker in den Internet-Foren), agiert fast völlig anonym – und bleibt das in der Regel zumindest in den allermeisten Fällen auch.
    Eine wirksame, gesetzliche Regelung gegen den Missbrauch der Anonymität im Internet existiert z.Z. nicht.
    Also eine Art „rechtsfreier Raum" für die diversen Soziopathen, die nun nach Lust und Laune andere Menschen im Internet beleidigen, übest beschimpfen und drangsalieren können!
    Es gibt sogar welche, die sich als kommerzielle Cyberstalker zu etablieren versuchen, indem sie regelrechte Cyberstalker-Foren im Ausland hosten und betreiben, mit dem einzigen „Geschäftszweck“, im Auftrag und für Geld, gegen bestimmte Firmen und/oder reale Personen in Deutschland Rufschädigung im Internet zu betreiben.
    Alles anonym und für die deutsche Justiz nicht greifbar.
    Oder, wie im Falle „iShareGossip“, so eine Art Hassplattform für Jugendliche zu betreiben, wo manche Schüler , aus der Anonymität heraus, andere Schüler unter der Nennung des Klarnamens, Geburtsdaten, Fotos der Cyberstalking-Opfer etc., die schlimmsten Verleumdungen auf der genannten Plattform verbreiteten. (Die Seite wurde inzwischen in Deutschland gesperrt)
    Also, was tun?
    Foren-Admins und Moderatoren der deutschen Internet-Foren müssen dringend dazu gebracht werden, die Netiquette zu wahren.
    Gegen die im Ausland gehosteten Cyberstalker-Foren dagegen (kommerziell oder einfach nur aus perversen Neigungen gegründet), kann der hiesige Gesetzgeber (noch) nichts ausrichten.
    Dafür gibt es allerdings professionell agierende Anti-Cyberstalker-Internet-Plattformen, die wiederum dem anonymen Cyberstalking durchaus erfolgreich Paroli bieten können (bis hin zur der eindeutigen Betreiber-Identifizierung der betreffenden Hassforen) und/oder Einleitung weiterer Abwehrmaßnahmen.
    Das ist der aktuelle Stand zum Thema: "Anonym im Internet".
    Ich persönlich bin NICHT dafür, dass Menschen in der „realen Welt“ die eigenen, persönlichen Daten für jedermann offen und sichtbar tragen – und dasselbe muss auch für das Internet gelten!
    Aber…
    ..es geht schlicht und einfach nur darum, dass KEINE Verhaltes-Asymmetrie unter den Teilnehmern entsteht – und NICHT z.B. jeder Psycho / Soziopath sich nun im Internet, aus der vermeintlichen Anonymität heraus, an irgendwelchen realen Personen weiterhin ungestraft abreagieren kann - ohne, dass die Betroffenen entsprechend reagieren können!!
    Es muss also auch im Internet so eine Art Kräftegleichheit hergestellt werden – und der Rest regelt sich dann von selbst. Zurzeit ist das definitiv NICHT der Fall – und das Internet ist aktuell u.a. auch ein Tummelplatz für alle möglichen Straftaten.
    Wie man sieht, auch bei diesem Thema ist das eigentliche Problem NICHT einfach nur ein schlichtes „ja/nein“, sondern viel komplexer.
    Aber, das Problem ist lösbar.

    Mark Nell
  2. #21

    Welches Problem?

    Zitat von Mark-Nell Beitrag anzeigen
    Im Internet, wie auch in der „Realen Welt“, geht’s doch zunächst auch nur um den Umgangston miteinander (im weitesten Sinne) – und um die Gewährleistung denselben.
    Auch auf der Straße wird der Personalausweis NICHT auf der Stirn gestanzt getragen – sondern in der Tasche!

    Das ist der.....
    6 Monate Speicherung aller Verbindungsdaten / Inhalte von Telefon etc. und Internet... Innenminister Friedrich und die Vefassungsfeinde der CDU /CSU lösen gerade das ´´Problem´´.
    Und nach den 6 Monaten werden dann Jahre draus: weil die Pösen im Internet einfach 6 Monate zeitversetzt ihre krummen Dinger drehen.
    Zusammen it den personenbezogenen Daten die jetzt schon über jeden lebenslang gespeichert sind und den technischen Möglichkeiten wird die nächste Unterlagenbehörde hunderte von Jahren brauchen um die Akten und Daten zu sichten.

    Wahrscheinlicher ist das es nie wieder zu einer solchen Behörde kommen kann danach.
    NU muss ich auch Piraten wählen gehen nächstes mal.
  3. #22

    Was soll das bringen?

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    Eine grundlegende Änderung in den Foren ist aus meiner Sicht die gangbarste Lösung. Der User muss verpflichtet sein, in Foren nur noch unter dem Klarnamen zu agieren.
    Erfahrungen aus Südkorea z.B. zeigen, das Klarnamen gar nichts bringen. Auch die können gefakt werden und der Zwang zur Registrierung bringt uns nur einen Schrit weiter zur Überwachung und zum Denunziantentum. Das Internet kann sich nur selbst reinigen und völlig verquere Geister finden i.d.R. immer ihr Forum. Man muss hier die nötigen Geduld aufbringen diese entweder zu 'bekehren' oder aber aber zu ignorieren...
  4. #23

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    Fabian
  5. #24

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Die Klarnamen-Debatte gibt es seit 15 Jahren, aufgetreten im Usenet und ist typisch deutsch. Andere Usenet-Hirarchien hatten da nie ein Problem.

    Aber wenns so gewünscht wird...son Klarname hat ja auch einen ganz andere Klang.

    gez.
    Hans Meier ;-p
  6. #25

    Was bitte soll denn das jetzt?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Ich hege seit 2008 einen eigenen Blog und das Erste was ich erstellt habe war ein rechtsmäßig gefordertes Impressum.
    Wer in Foren und Blogs herumspielt, wird von jedem halbwegs vernünftigen Menschen gar nicht ernst genommen, wenn er sich als Gast ausgibt. In den meisten Foren muss man sich anmelden um überhaupt erst zu Wort zu kommen. Dann sind da auch Daten beim Forenanbieter gespeichert. Es ist ein Leichtes auch für den Dümmsten Anzunehmenden User (DAU) diese Informationen über Profile heraus zu finden.
    Man kann viel behaupten, aber man sollte mal die Realität nicht aus den Augen verlieren. In Facebook ist Anonymität ein Fremdwort. Genauso wie in Wikipedia, auf Google und allen anderen ach so tollen "anonym" genutzten Internetdiensten.
    Es reicht schon, wenn ich im Telefonbuch stehe, dann kann auch jeder rausfinden, wo ich wohne. Auch die GEZ ist hier eines der schwärzesten Schafe auf der Koppel. Die werden sogar staatlich gefördert, finanziell und juristisch, dass sie die Massenmedien über eine staatliche Zensur terrorisieren, die laut Gesetz gar nicht stattfinden dürfte.
    Warum habe ich dann aber inzwischen im ZDF die gleichen Nachrichtenbeiträge wie auf NTV und wenn ich mir die dort auftretenden "seriösen" Experten einmal wortgenau im Dialog mitschreibe, dann wird schnell klar, wer hier wen zum Narren hält.
  7. #26

    voelliger Quatsch

    zum Beispiel gibt es etliche Selbsthilfeforen fuer Suechtige, Kranke
    oder Leute mit sonstigen Problemen. Toll, wenn die ganze Welt mitbekommt, welche Probleme man hat. Nuetzt keinem Menschen.
  8. #27

    Ich finde die Anonymität in den Foren und in Blogs gut. Z. B gehe ich gerne Onlineshoppen und da will ich auch Anonym bleiben.
    Ich hab jetzt einen super tollen Outlet für Fashion gefunden. Da gibt`s die Mode aus der letzten, und wenn ihr Glück habt, auch aus der aktuellen Kollektion super günstig zu super Qualität ;-)
  9. #28

    Optional

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klarnamen oder Nicks: Die Debatte um den individuellen Auftritt im Internet ist beinahe so alt wie das World Wide Web selbst. Die Frage, ob die Anonymität des Einzelnen mehr schadet als nützt oder ob sie ein grundlegender Teil der Internet-Diskurskultur ist, gewinnt im Zeitalter der Social Media und wachsender Kommunikationsdichte erneut an Relevanz. Sollte es weiter die Möglichkeit geben, im Netz anonym zu agieren oder gehört ab sofort der "Echtname" zur Netiquette?
    Wer möchte kann ja seinen Echtnamen angeben.
    Aber anonym kann man deutlicher Dinge ansprechen, ohne dass ein Vorgesetzter mitliest.
    Mit Klarnamenzwang wären wir durch gesellschaft. Verhältnisse gefesselt.
    Ich persönlich liebe es z.B. mein naives Gutmenschen-Weltbild zu verbreiten.
    Gerade heutzutage, wo alles Böse so raffiniert und profitabel ist:
    Dubiose Waffengeschäfte, gierige Investmentbanker, ...
    Das ist wie kreatives Schreiben.
    Man posaunt irgendetwas heraus, und bekommt von irgendwem eine Antwort.
    Es geht nicht um die Zuordnung zu einer Person, sondern um die Sache.
  10. #29

    Zustimmung

    Zitat von eurowun Beitrag anzeigen
    Eine grundlegende Änderung in den Foren ist aus meiner Sicht die gangbarste Lösung. Der User muss verpflichtet sein, in Foren nur noch unter dem Klarnamen zu agieren. ...
    Ich stimme Ihnen voll und ganz zu.








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