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Roaming-Gebühren begrenzen?

EU-Parlamentarier wollen die Roaming-Gebühren per Gesetz auf maximal 0,40 Euro pro Minute für ausgehende Gespräche beschränken. Ist eine solche Zwangsbegrenzung sinn voll und berechtigt?
  1. #1

    noch viel zu viel!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist eine solche Zwangsbegrenzung sinn voll und berechtigt?
    40 Cent sind noch viel zu viel! Ein Gespräch innerhalb der EU, oder meinetwegen auf die EuroZone begrenzt, düfte nicht mehr kosten als ein "nationaler" Anruf. Und Gebühren für Verbindungsaufbau (sehr beliebt in Spanien z.b.)und ähnliches, gehören grundsätzlich EU-weit verboten.
  2. #2

    :-)

    sicherlich nicht schlecht für uns alle. passt dann aber eigentlich nicht mehr zu einer freien Wirtschaft wenn die Politik Preise vorgibt oder? dann sollte man das mit Strom ob mit allen anderen Gütern auch so machen. Schon irgendwie rechtlich nicht nachvollziehbar das ganze. Aber in diesem Land wundert mich nichts mehr!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Parlamentarier wollen die Roaming-Gebühren per Gesetz auf maximal 0,40 Euro pro Minute für ausgehende Gespräche beschränken. Ist eine solche Zwangsbegrenzung sinn voll und berechtigt?
    Nicht nur das; Sie ist seit Jahren überfällig. Und dieses Hinhalten zeigt, dass das Oligopol der TelefonAbsahner zerschlagen werden muss; genau wie das der EnergieAbsahner und das der MedikamentenAbsahner. Viel zu tun für Brüssel. Hoffen wir, dass dieser vielversprechende Ansatz nicht (wieder) im Schlick der EU-Handaufhalter-Bürokratie versandet.
  4. #4

    Roaming-Gebühren sind ja nichts anderes als Zusatzkosten wie z.B. auch die 5 Euro Prepaidgebühr, die ich bis vor kurzem noch bei jedem Nachladen zu entrichten hatte und die jetzt per Gesetzt (zumindest hier in Italien) wegfällt. Wahrscheinlich könnte man "Roaming"-Gebühren per Gesetz sogar komplett abschaffen, dann werden eben anderswo die Preise erhöht, und dagegen kann kein Gesetz etwas ausrichten. Der Mensch will überall telefonieren, und wenn er das drahtlos mit dem Mobiltelefon tun will, wird das auch in Zukunft (erst recht) seinen Preis haben. Alternative: Internet und/oder Prepaidkarte im Urlaubsland erwerben oder einfach mal aufs Telefonieren verzichten, 99% aller Telefonate sind überflüssig.
  5. #5

    Zitat von meingoldfisch Beitrag anzeigen
    sicherlich nicht schlecht für uns alle. passt dann aber eigentlich nicht mehr zu einer freien Wirtschaft wenn die Politik Preise vorgibt oder? dann sollte man das mit Strom ob mit allen anderen Gütern auch so machen. Schon irgendwie rechtlich nicht nachvollziehbar das ganze. Aber in diesem Land wundert mich nichts mehr!
    Die offensichtlichen Preisabsprachen/der offensichtlich fehlende Wettbewerb in diesem und anderen Bereichen sind auch keine Glanzlichter eines freien Marktes. Tatsache ist, dass die Gebühren insgesamt (nicht nur für Roaming) in keinem auch nur annähernd vernünftigen Verhältnis zu den entsprechenden Ausgaben der Konzerne stehen.

    Lizenzen zum Gelddrucken (oder in diesem Fall zum gemeinschaftlichen Raub) sollte man dann auch offiziell so bezeichnen.
  6. #6

    Alles muss ganz billich werden!!!

    Zitat von descartes101 Beitrag anzeigen
    Die offensichtlichen Preisabsprachen/der offensichtlich fehlende Wettbewerb in diesem und anderen Bereichen sind auch keine Glanzlichter eines freien Marktes. Tatsache ist, dass die Gebühren insgesamt (nicht nur für Roaming) in keinem auch nur annähernd vernünftigen Verhältnis zu den entsprechenden Ausgaben der Konzerne stehen.

    Lizenzen zum Gelddrucken (oder in diesem Fall zum gemeinschaftlichen Raub) sollte man dann auch offiziell so bezeichnen.
    Genau! ALLES muss noch viel billiger werden. Frechheit, was z.B. ein Porsche kostet, bei gleichzeitigen Mega-Rekordergebnissen der Porsche AG. Der Staat muss Porsches billig machen, damit jeder einen oder zwei fahren kann! Genau wie Urlaubsreisen nach Colorado, Ferienhäuser in Garmisch, Segelyachten und Super-Plus Benzin. Und, ganz wichtig: Staatliche Leistungen müssen billiger werden, sprich: Unsere Steuern müssen auch um 50% runter. Unsere Verwaltungs-Verwaltung in Bund, viel zu zahlreichen Bundesländern und Kommunen ist zur Hälfte überflüssig und kann per Gesetz genau wie Roaming-Gebühren gekappt werden.


    Genug gealbert. Sicher arbeiten Sie auch irgendwo und bekommen dafür Geld. Egal was es ist, Sie werden sich über extern vorgeschriebene Reduzierung Ihrer Entlohnung bedanken, oder? Denn nichts anderes bedeutet es, wenn der Gesetzgeber Preise reduziert. Mein Arbeitgeber (jawohl, ein großer deutsche Mobilfunkanbieter) wird sinkende Umsätze hinnehmen müssen, aber unsere Aktionäre werden.... na, was wohl.

    Fazit: Ich kann auf Gehalt verzichten, aber erst, wenn alles, auch das, was Ihr Arbeitgeber anbietet, auch billiger wird.
  7. #7

    Beispiel für Korruption?

    Nachdem sich nun heute die deutschen Vertreter im EU-Parlament dazu entschlossen haben 40 Cent als zu niedrig anzusehen, frage ich mich ernsthaft, wer unsere "Volksvertreter" zu derartigen Aussagen bewegt. Sollte es da etwa Gespräche mit anderen "Vertreteren" gegeben haben? Bspw. einem "Mobilfunkvertreter"? Politiker egal welcher Couleur oder Funktion sollten sich mal ernsthaft klarmachen, wer Ihre Gehälter bezahlt!
  8. #8

    Deutschland rudert zurück.

    Ich weiss ehrlich nicht, was ich von der neuen Initiative der Bundesregierung halten soll. So ein Anti-Verbraucher Verhalten einer Regierung ist schon höchst bedenklich.
    Ich kann mir das nur so erklären, dass die Initiatoren dieses Papiers in etlichen Vorständen (oder deren Dunstkreise) diverser Mobilfunkanbieter sitzen und ihre Prämien davonschwimmen sehen.
    Sorry, liebe Leute in Berlin, da habt ihr euch bei mir den nächsten Minuspunkt eingehandelt. Euch, mit euren Diensthandys, kann das ja letztendlich auch egal sein. Zahlen tut ihr das ja eh nicht selber, sondern der Steuerzahler.
  9. #9

    Was soll das?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    EU-Parlamentarier wollen die Roaming-Gebühren per Gesetz auf maximal 0,40 Euro pro Minute für ausgehende Gespräche beschränken. Ist eine solche Zwangsbegrenzung sinn voll und berechtigt?
    ..natürlich aus Verbrauchersicht angnehm.. aber wo soll man bei einer gewissen Konsequnez weiter machen oder aufhören? Einerseits werden den Unternehmen Steuergelder geschenkt.. andererseits Preise vorgeschrieben. Die vielgelobte Selbstregulierung des Marktes wird korrumpiert. Gibt es denn nicht Sinnvolleres zu tun??








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