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Personalisierte Werbung - Schnüffel-Attacke oder legitime Geldquelle?

Der Holtzbrinck-Verlag investierte Millionen in StudiVZ und will mit dem Studentennetzwerk jetzt richtig Geld verdienen - durch personalisierte Werbung, die auf die Vorlieben der Nutzer zugeschnitten ist. Bloße Schnüffel-Attacke oder legitime Geldquelle für Kostenlos-Portale?
  1. #130

    Darwin Award für Riecke

    Würde es einen Darwin Award für Internetauftritte geben, der Herr Riecke hat gute Chancen, die ewige deutsche Bestenliste anzuführen!

    Mit diesem Zitat melden sich doch nur noch absolute Hohlbirnen bei StudiVZ neu an, und die schon angemeldeten werden entweder inaktiv oder den Account löschen.

    Nicht das jedes Mitglied Drogen konsumiert oder sonstigen Rechtsbruch plant, aber wenn schon kiffen (ist ja nunmal quasi-legal) den Herrn Riecke zum Denunzieren motiviert, dann braucht man ja nicht lang warten und irgendwann reichen schon wieder lange Haare oder ein gefälschtes Markenshirt.

    Da mutet die Empörung über die Stasiliebe einer DKPlerin schon grotesk an-offenbar ist totale Überwachung und Denunziantentum heute der feuchte Traum so mancher "echter Kapitalisten".

    Der freie Markt existiert nicht-wenn überhaupt gibt es den vogelfreien Markt!
  2. #131

    Man kann nach den neuen AGBs eigentlich nur zum Boykott solcher Portale aufrufen und sich ernsthaft fragen, ob ein konsequentes Aufgeben dieser eigentlich bemitleidenswerten Form der virtuellen Kontaktaufnahme nicht der größte Gefallen ist, den man sich tun kann. Ich glaube auch nicht, dass dieser Form dümmlicher Selbstdarstellung eine große Zukunft beschieden ist. Viele Schüler und ich zähle meine eigenen Kinder dazu, die anfangs begeisterte SchülerVZ-Anhänger waren, sind jetzt nach etwa einem halben Jahr der Sache bereits überdrüssig geworden und ich glaube kaum, dass sie später auf StudiVZ umsteigen werden. Es ist eben auf die Dauer absolut langweilig, abzurufen, wie sich eigentlich uninteressante Leute bemühen durch reine Sesselpupserei interessant zu wirken.
  3. #132

    Zitat von foobar2305 Beitrag anzeigen
    Bei so einem dummen Chef, braucht man erst gar nicht darauf zu warten das Facebook kommt und den eigenen Laden überflüssig macht.

    Ich hab gerade meinen Account gelöscht. Mit jemandem der sich darüber freut, seine eigenen Nutzer bei den Behörden anzuschwärzen, will ich nicht zu tun haben.
    allerdings...

    wer sich so dämlich in der öffentlichkeit äussert: a la
    gott sein dank dürfen wir ......

    da weiß der geneigt user sofort, was wer der plattform wert ist. habe das account nich tgeöscht, war jedoch von anfang an komplett anonymisiert und ich hab die datenschutzeinstellung auch gleich gefunden :-)
  4. #133

    zielgruppenorientierte Werbung

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    Da mutet die Empörung über die Stasiliebe einer DKPlerin schon grotesk an-offenbar ist totale Überwachung und Denunziantentum heute der feuchte Traum so mancher echter Kapitalisten."
    Einen interessanter Beitrag zum Thema "Mehr Profildaten verfügbar als zu Stasi-Zeiten" gibts auf deutsche-startups.de
    http://www.deutsche-startups.de/2008...ustasi-zeiten/


    Stichwort personalisierte Werbung:

    Auch ich schließe mich den Meinungen des ein oder anderen Post in diesem Forum ein. Ich persönlich nehme zielgruppenorienterte Werbung stärker wahr als normale ungefilterte Werbeeinblendungen.

    Auch bei unserer Seite www.freitimer.de soll zielgruppenorientierte und situationsbezogene Werbung geschaltet werden, denn wir denken, dass man Werbung bei passender Übermittlung und in der richtigen Situation sogar als "Tipp" verstehen kann.
  5. #134

    Sachdienliche Hinweise im Falle von Hirnbrand...

    Ich möchte mich direkt bei Herrn Rieken bedanken, für soviel Borniertheit und Verrat gegenüber seinen Usern (und potentiellen Geldbringern). Gott (oder Allah oder Buddha oder Uri Geller) sei Dank kennt man nun den Namen eines dieser Top-Manager und hat auch sein Bild, um alle denen, die im Falle von Hirnbrand in deutschen Führungsetagen ermitteln, sachdienliche Hinweise zu geben.

    Mein lieber Freund....da kriegt der Schäuble vom BVG eins über die Mütze für sein staatliches Schnüffelprogramm, und im gleichen Moment dankt ein "Top-Manager" dem lieben Gott für die Möglichkeit zur Denunziation im Rahmen seines Unternehmens und gegenüber seinen Kunden.
    Letzte Woche hat sich der Todestag von den Scholl-Geschwistern gejährt.
    Wird Zeit, daß politische Bildung und das Üben in Zivilcourage in teuer (selbst) bezahlten Managerseminaren zum Programm wird. Soziale Kompetenz-Trainings, Emotionale Kompetenz Üben - wann wird mal wieder mit grundlegendem Denken und Fühlen in den Managerebenen begonnen? Wirtschaft ohne jede Ethik. Zum Ausschnüffeln und nervigen bewerben ist der User ja gut genug. Die geistigen Brandstifter sind schon wieder unterwegs, nur diesmal kommen sie im Anzug und sind international "gebildet"....Währet den Anfängen!

    Und überhaupt StudiVZ. Wer braucht das? Als ehemaliger Student und diplomierter Soziologe, der viel mit social community networks zu tun hat, steht die Erekenntnis, daß das Portal spätestens mit dem Ende des Studiums sowas von überflüssig ist. Und Studenten als Geldeinnahme Quelle zu sehen, nun, wenn der Schuß mal nicht nach hinten los geht, was deren Kaufkraft und Werbebeschallunsgaufnahmewillen angeht.

    Leider gibt´s aber immer noch genug von den Fatzkos, die mal so werden wollen wie der feine Herr Rieken. Warum nicht gleich das Portal "Lackaffe BWL/VWL/Jurist" gründen? Eliten unter sich...

    Da lobe ich mir myspace. Da darf man zwar keine Nippel bei Aktfotografie zeigen, aber allein die Profile, die sich ums Kiffen und die Persiflage und Polemik von Religion drehen sind so mannigfaltig und auch kreativ, daß es erstmal egal ist ob Fake oder wahr. Und da soll noch einer über die prüden, christlich-fundamentalen Amis schimpfen...

    Herr Rieken - -werden sie doch oberster Kommisar einer Kampagne: Haltet das Internet sauber, denunziert einen User!

    Armes Deutschland...
  6. #135

    Zitat von Styrkjar Beitrag anzeigen
    Was die Werbung angeht: dafür, dass diese Plattform kostenlos angeboten wird ist es meiner Meinung nach in Ordnung ein wenig Werbung zu schlucken.
    ... vor allem weil sie im Vergleich zur Werbung auf anderen Seiten nicht in Pop-up-Kaskaden daherkommt und keine sonstigen Inhalte überdeckt. Und es wird ja keiner gezwungen, sie anzuklicken...
  7. #136

    StudiVZ sagt.

    Hier ist eine "Gegendarstellung", scheint wohl alles ein bischen schief gelaufen zu sein:
    http://www.studivz.net/Newsroom/Detail/b8d8142064e7f711
  8. #137

    Im sog. "Klartext" des studivz heißt es nun Spiegel-Artikel jetzt:

    "Liebe Community,

    einige von Euch haben es sicher mitbekommen und waren – wie auch wir - geschockt. In der Online-Ausgabe eines Nachrichtenmagazins mit professionellem Image wurde unser Geschäftsführer Marcus Riecke falsch zitiert.
    Auf der beständigen Jagd nach einem neuen Skandal im Hause studiVZ wurden mal wieder Zusammenhänge aus unserer Sicht mutwillig falsch dargestellt.

    In diesem Artikel hieß es zum Beispiel, dass wir Euch - salopp formuliert - an die Polizei verpetzen wenn wir Bilder von Euch beim Konsum von Cannabis sehen.
    Diese Schlagzeile wurde eine halbe Stunde nach Veröffentlichung und einer Aufforderung zur Richtigstellung durch uns zwar abgemildert, was die Weiterverbreitung über andere Medien aber nicht verhindert hat.

    Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sauer wir über diese Art der Berichterstattung sind.

    An dieser Stelle möchten wir Klarheit schaffen:

    Fakt ist: Ihr möchtet Sicherheit.
    Niemand möchte nationalsozialistische Parolen im studiVZ sehen oder der rechten Szene einen Nährboden bieten. Niemand will belästigt, bloßgestellt, bedroht oder verleumdet werden.
    Um Euch eine sichere Plattform zu garantieren, haben sich alle Beteiligten an einige wichtige Regeln zu halten. Diese stammen nicht von uns, sondern sind für alle gültige und bindende Paragraphen der deutschen Gesetzgebung, wie zum Beispiel der Jugendschutz und das Strafrecht.

    Dass wir Daten an Strafverfolgungsbehörden - also Polizei und Staatsanwaltschaft - herausgeben müssen, wenn diese uns ein schriftliches Auskunftsersuchen zukommen lassen, ist weder neu noch unseriös, sondern dient letztlich Eurem Schutz.
    Es geht hier um Morddrohungen, radikales Gedankengut, Verleumdungen, schwere Beleidigungen und weitere heftige Dinge, welche in unserem Land genauso wie im studiVZ eine klare und zu ahndende Straftat darstellen.
    Ein Auskunftsersuchen ist immer mit einer Anzeige verbunden, die von den Geschädigten erstattet wurde, zum Beispiel einem Nutzer aus Euren Reihen.
    Das wird überall genauso gehandhabt und hat nichts mit Spionage zu tun!

    Dass wir Bilder und Daten an die Polizei geben, weil Ihr Euch darauf ein gemütliches Tütchen ansteckt, ist komplett erfunden und gelogen.
    So etwas tun wir nicht!
    Das betrifft nicht nur das von der Presse bewusst gewählte und wunderbar plakative Beispiel Cannabis. Nebenbei gesagt gab es noch nie eine Anfrage zu Cannabiskonsum.

    Wir bitten Euch, solchem Journalismus keinen Nährboden zu geben - er schadet nicht nur uns, sondern ist eine gezielte Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Veröffentlichung falscher Informationen.

    Euer
    Samir

    Samir veröffentlicht diesen Klartext stellvertretend für die gesamte studiVZ-Belegschaft.
    Wir lassen uns so etwas nicht mehr gefallen!"
    __________________________________________________ _

    Ob der Spiegel sich wirklich so ein Zitat ausdenkt?
    Oder handelt es sich dabei um einen (weiteren) Rettungsversuch des studivz, die ja in der Vergangenheit nicht unbedingt für ihre sensationelle Kommunikation bekannt waren?
  9. #138

    Pseudonym im Internet

    Es gibt einen einfachen Weg, die Persönlichkeitsrechte im Internet zu schützen. Mit erfundenen Daten eine Adresse bei einem Mailanbieter anmelden, eine seriöse Mail-Adresse wählen und damit bei Foren usw. anmelden.
    Wenn ales plausibel ist, dann ist das so, als ob man sich auf Ehrenwort beim Einwohnermeldeamt Pässe auf erfundene Identitäten austellen lassen könnte.
    Und wenn man seine Privatspäre besonders gut schützen will, dann kann man solche account auch nur von Internet-Cafe's nutzen statt über den eigenen Anschluß. Damit sind Spamer und Spitzel ausgetrickst.
  10. #139

    Ich werd zu dem Thema nicht viel sagen, da ich denke dass vieles bereits erwähnt wurde. Letztenendes finde ich es einfach nur Schade, wie schnell sich das Internet in Folge der Kommerzialisierung verändert hat und nach und nach ein Spiegelbild der realen Welt bietet. Früher waren leute darüber fasziniert sich aus zu tauschen, zu chatten usw.. Natürlich musste man auch damals vorsichtig sein, was man von sich Preis gibt. Aber nicht wegen irgendwelchen profitgeilen kommerziellen Unternehmen, sondern viel mehr wegen der Untergrundszene. Naja es musste irgendwann so kommen.
    Was ich aber so interessant finde, ist dass es so viele scheinbar gebildete Leute, also angebliche Studenten gibt, die immernoch angemeldet sind. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass die irgendwas von den Skandalen mitbekommen haben. Jeder normale Mensch würde doch dann mal irgendwann auf die Idee kommen mit der ganzen Sache besser nix mehr zu tun zu haben. Zum Kontakthalten mit Freunden gibt es bessere Möglichkeiten: ICQ, Skype oder vielleicht sogar mal einen richtigen ECHTEN Kaffee trinken gehn? Ich weiß die vorzüge einer solchen Community sehr wohl zu schätzen. Studivz war auch für mich vor kurzem ein Spielplatz, auf dem ich mich gerne ausgetobt hatte. Aber unter den Umständen?
    Wie Studivz jetzt vorgeht ist doch ganz klar und jeder, der ein klein wenig von BWL versteht, wird mir das bestätigen. Corporate Social Responsibility ist auch einfach nur ein Schlagwort, welches in der Praxis nur wenig Einzug findet. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass selbst Studivz nachdem es von den Affen aufgekauft wurde, jetzt aufs letzte Hemd ausgemerzt wird ohne Rücksicht darauf, was wohl mit den armen Usern geschieht. Wem kann man also einen Vorwurf machen? DEN USERN! Sie sind die, die es unterstützen! Würden sich mehr als die hälfte Abmelden, dann würde die Unternehmenspolitik auch anders ausschauen. Leider findet sich auch hier ein Spiegelbild der Borniertheit des deutschen Volkes. Einfach alles akzeptieren und hinnehmen. Auf die Straße gehn? Warum? Zu Hause ist es doch viel gemütlicher!

    Lg, benni


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