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Mehr direkte Demokratie durch das Internet?

Ein Mittel gegen Politikverdrossenheit ist für viele das Internet: Interaktion, Dialoge zwischen Politikern und Bürgern, Meinungsbildung sind nur einige Aspekte der neuen, schnellen und direkten Möglichkeiten. Ist die Vision von mehr direkter Demokratie vor allem übers Internet zu realisieren?
  1. #1

    Direkter als im persönlichen Kontakt geht nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Mittel gegen Politikverdrossenheit ist für viele das Internet: Interaktion, Dialoge zwischen Politikern und Bürgern, Meinungsbildung sind nur einige Aspekte der neuen, schnellen und direkten Möglichkeiten. Ist die Vision von mehr direkter Demokratie vor allem übers Internet zu realisieren?
    Das Internet kann sicher ein zusätzliches probates Mittel sein, Einfluss auf die Entscheidung von Politikern zu nehmen. Dadurch aber, dass die Kommunikation anonym erfolgt und der anonyme User mal diese mal jene Meinung äußern kann, relativiert sich dieser Nutzen gleich wieder. Immerhin kann der anonyme User soviele Meinungen vertreten, wie er kostenlose Downloads in Tauschbörsen macht.

    Die echte Debatte um Urheberrechte und Wählerstimmen findet doch erst wieder außerhalb des Internets Auge um Auge im konkreten Gegenüber der Wähler und Politiker statt. Ich jedenfalls verlasse mich auf keine Meinung, die hier im Internet vertreten wird, außer auf meine eigenen hundertausenden von verschiedenen Meinungen, je nachdem unter welchem Namen ich gerade eingeloggt bin.
  2. #2

    Meine Meinung

    Zitat von hedgejus Beitrag anzeigen
    Das Internet kann sicher ein zusätzliches probates Mittel sein, Einfluss auf die Entscheidung von Politikern zu nehmen. Dadurch aber, dass die Kommunikation anonym erfolgt und der anonyme User mal diese mal jene Meinung äußern kann, relativiert sich dieser Nutzen gleich wieder. Immerhin kann der anonyme User soviele Meinungen vertreten, wie er kostenlose Downloads in Tauschbörsen macht.

    Die echte Debatte um Urheberrechte und Wählerstimmen findet doch erst wieder außerhalb des Internets Auge um Auge im konkreten Gegenüber der Wähler und Politiker statt. Ich jedenfalls verlasse mich auf keine Meinung, die hier im Internet vertreten wird, außer auf meine eigenen hundertausenden von verschiedenen Meinungen, je nachdem unter welchem Namen ich gerade eingeloggt bin.
    Wollen sie damit sagen, dass sie unter unterschiedlichen Nicknames hier posten, und somit der Relativität eher Vorschub leisten, als sonst eine nachvollziehbare Meinung zu vertreten?
    Was soll auch das Gequatsche von der anonymen Kommunikation, wir sind doch hier am Stammtisch.
    Und dann auch noch die freie Meinungsäusserung mit illegalen Downloads gleichzusetzten...
    Ihre Meinung würde ich aber nicht mal auf einer Internettauschbörse gegen meine eigene eintauschen.
    Verstanden?
  3. #3

    So wie es ist, ist es ganz gut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Mittel gegen Politikverdrossenheit ist für viele das Internet: Interaktion, Dialoge zwischen Politikern und Bürgern, Meinungsbildung sind nur einige Aspekte der neuen, schnellen und direkten Möglichkeiten. Ist die Vision von mehr direkter Demokratie vor allem übers Internet zu realisieren?
    Das Internet bietet bereits eine Menge für die Demokratie:
    Aufklärung, Nachrichten, Diskussions-Foren, Videos von staatlicher Willkür, etc.
    Im Bereich von Informationsaustausch und Informationsbeschaffung ist das Internet sehr wohl demokratisch.
    Das war's dann aber auch schon.

    "Regieren" über das Internet, wird technisch nicht machbar sein.
    Zu einer direkten Volksbefragung über das Internet gehört etwas mehr als ein "Like"-Button auf Facebook.
    Eine Demokratie über's Internet wäre globalisiert, da könnten fremde Länder leicht mitmischen.
    Man weiß nicht, ob die arabische Facebook-Revolutionen nicht auch von westlichen Nationen angefacht wurden.
    In unseren westlichen Medien wird das zwar als lächerlich abgetan, aber die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

    Nein, das Internet kann nur aufklären.
    Aktiv Politik machen, geht nur im Parlament.
    Die Aufgabe der neuen Medien (wie Internet) ist es, diesen Politikern auf die Finger zu schauen, Lobbyismus aufzudecken, Plagiatoren stürzen, etc.
    Mehr als Aufklärung kann das Internet nicht leisten!
  4. #4

    Das Internet wird von Ahnungslosen beguckt wie altes Brot... ist es ggf. schimmelig?

    Zitat von ANDIEFUZZICH Beitrag anzeigen
    Wollen sie damit sagen, dass sie unter unterschiedlichen Nicknames hier posten, und somit der Relativität eher Vorschub leisten, als sonst eine nachvollziehbare Meinung zu vertreten?
    Was soll auch das Gequatsche von der anonymen Kommunikation, wir sind doch hier am Stammtisch.
    Und dann auch noch die freie Meinungsäusserung mit illegalen Downloads gleichzusetzten...
    Ihre Meinung würde ich aber nicht mal auf einer Internettauschbörse gegen meine eigene eintauschen.
    Verstanden?
    Von welcher aus dem schier unendlichen Fundus meiner frei geäußerten Meinungen reden Sie? Verwirrt Sie meine Meinungsvielfalt? Und wie ordne ich es ein, dass Sie sich in Tauschbörsen herum tummeln? Sind Sie etwa ein Gesetzloser? Wenn Sie sich damit man nicht schon auf die Liste für den großen Vorratsdatenspeicher gesetzt haben.
  5. #5

    ...

    Grundsätzlich wäre es eine gute Sache, den Bürger bei wichtigen Entscheidungen miteinzubeziehen und somit mehr Demokratie einzuführen, klar kann dies durch das schnellere System Internet vereinfacht werden, aber die Regierung schafft es nicht mal bei wichtigen Entscheidungen, wie Förderungsmaßennahmen den Bürge miteinzubeziehen und lässt ihn vollkommen außen vor, warum sollte sich das jetzt ändern, nur weil ein anderes Medium hinzu kommt?
  6. #6

    ePartizipation ? edomokratie ?

    Zitat von hedgejus Beitrag anzeigen
    Das Internet kann sicher ein zusätzliches probates Mittel sein, Einfluss auf die Entscheidung von Politikern zu nehmen. Dadurch aber, dass die Kommunikation anonym erfolgt und der anonyme User mal diese mal jene Meinung äußern kann, relativiert sich dieser Nutzen gleich wieder. Immerhin kann der anonyme User soviele Meinungen vertreten, wie er kostenlose Downloads in Tauschbörsen macht.

    Die echte Debatte um Urheberrechte und Wählerstimmen findet doch erst wieder außerhalb des Internets Auge um Auge im konkreten Gegenüber der Wähler und Politiker statt. Ich jedenfalls verlasse mich auf keine Meinung, die hier im Internet vertreten wird, außer auf meine eigenen hundertausenden von verschiedenen Meinungen, je nachdem unter welchem Namen ich gerade eingeloggt bin.
    Schon mal etwas davon gehört ? Googeln Sie doch einfach mal.
    Und btw, echte Politik geht nicht nur Auge in Auge am Stammtisch. Versuchen Sie einen Abgeordneten zu erwischen, mit ihm ihre Meinung auszutauschen und dann auch noch das Gefühl zu haben gehört und verstanden zu werden.

    Das Internet als Medium ist eines von vielen, welches zum aktiven Mitgestalten von Demokratie verwendet werden kann.

    Aber dazu braucht man natürlich nicht als "x-mal-unter-anderem-Name eingeloggter" eine unterschiedliche Meinung, sondern als Mensch. Und der hat bekanntlich immer eine, auch wenn sich Menschen den Luxus leisten diese auch zu wehseln.

    Versuchen Sie es mal als natürliche Person an der gestaltung der Demokratie teilzunehmen. Sie werden sehen, es kann sogar Spaß machen.
  7. #7

    One man , one vote ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Mittel gegen Politikverdrossenheit ist für viele das Internet: Interaktion, Dialoge zwischen Politikern und Bürgern, Meinungsbildung sind nur einige Aspekte der neuen, schnellen und direkten Möglichkeiten. Ist die Vision von mehr direkter Demokratie vor allem übers Internet zu realisieren?

    "Toggle Democracy" macht Schluss mit der Regel "One Man, One Vote", fegt die naive Idee von der Gleichheit des Menschen hinweg.

    Ein Algorithmus berechnet anhand unseres Verhaltens im Internet, wie groß unser sozialer Status ist. Wo und was wir einkaufen, in welchen Kreisen wir uns bewegen, mit wem wir verlinkt sind - all diese Faktoren fließen in eine Formel ein, die uns vor einer Wahl sagt, welches Gewicht unsere Stimme im Vergleich zu anderen hat. Eine absurde Vorstellung?


    Laut Florian Felix Weyh ( Roman >>Toggle<< ) soll schon vor der französischen Revolution in Neapel ein gewisser Ferdinando Galiani ein Traktakt geschrieben haben, das sich mit der Neugestaltung der "Staatsmaschine" befasste.

    Der Titel war damals "Unfehlbares System zur perfekten Lenkung der Welt".
    Und die Grundidee war auch schon:
    Je nach seinem gesellschaftlichen Wert soll die Stimme des Menschen bei Wahlen unterschiedlich viel wert sein –
    Wofür Galiani, der wirklich lebte und ein ziemlicher Universalgelehrter u. a. mit besten Kenntnissen der damaligen Mathematik auch schon einen Algorithmus ( mathematische Formel ) entwickelte, mit dem er individuelle Faktoren wie Alter, Bildungsstand, Gesundheit in Gewichtung der Wählerstimme einfließen lassen konnte .
  8. #8

    Teilweise Zustimmung

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    "Toggle Democracy" ... fegt die naive Idee von der Gleichheit des Menschen hinweg.
    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Je nach seinem gesellschaftlichen Wert soll die Stimme des Menschen bei Wahlen unterschiedlich viel wert sein
    Ich hatte bereits ähnliche Ideen.
    Natürlich sind Menschen nicht gleich wertvoll.
    Ein Verbrecher ist nicht so wertvoll, wie ein Wohltäter.
    Aber ich würde selbst den wertlosen Menschen keine Rechte vorenthalten.
    Immerhin haben wir einen Rechtsstaat.

    Ich bin auch kein Freund von Demokratie.
    Aber die Demokratie welche wir haben, ist garnicht so schlecht angedacht.
    Sie hat nur kleine Lücken, welche massiv ausgenutzt werden.
    In unserer komplexen Welt, kann ein einzelner Bundespräsident keine Richtung vorgeben.
    Das Amt müsste durch ein Expertengremium ersetzt werden.
    Herausragende Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Geschichte, welche die parlamentarischen Gesetzte absegnen müssen, und nicht einfach abnicken.
  9. #9

    Wunschdenken

    Das Internet würde die Regierung aus Angst vor vielen unerträglichen Wahrheiten lieber kontrollieren oder sagen wir beschränken, was sich aber recht schwer gestaltet.
    Lässt sich auch unschwer an den Medien erkennen. Zu "prenzligen" Thematiken wird erst garnicht ein Forenbeitrag eröffnet oder einfach gelöscht, wie z.B. zum Thema Islamstudie, weil man Angst vor der unbequemen Wahrheiten hat und das Volk sie einfach ausspricht.








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