Forum: Netzwelt
Kopien aller Webseiten in die Nationalbibliothek - sinnvoll?
Sollte die Deutsche Nationalbibliothek auch das Web archivieren und nicht nur Druckwerke? Oder ist der Aufwand zu groß?
- #110 12.02.2009 16:35 von Klau3
Man könnte mit dem Geld besseres anfangen
Man könnte mit dem Geld besseres anfangen.
Z.B. alle öffentlichen Debatten im Bundestag Filmen, archivieren dann und Online zugänglich machen.
Dann könnte sich die Bürger ganz einfach über bereits debattierte Themen informieren und leichter Anschluss zu aktuelle Diskussionen finden. Darüber hinaus könnte man vor den Wahlen, den Spitzenkandidaten etwas genauer auf die Finger gucken und sich eine Meinung bilden (was sicherlich nicht im Interesse der Politik/Parteien ist).
Umgesetzt wird mein Vorschlag wahrscheinlich nie, denn Offenheit und das auch noch bei den Volksvertretern ist nicht im Interesse unserer Demokratie ;)
So in der Art wird die Antwort lauten, wenn man die Idee den Mächtigen unterbreitet. - #111 08.09.2010 16:20 von
webseiten ausdrucken
is klar das so ein gesetz von leuten kommen muss, die sich anstatt einfach selber online zu gehen, und nen link anzuklicken, webseiten ausdrucken und auf den schreibtisch legen lassen, ach wie ich die profis liebe, die sich dann ums unternetz kümmern müssen...
wenn ich also audio im wav format anbiete wie z.b. www.beatport.com welche selbst schon radikal alle anbieter rausschmeissen die nicht jeden monat eine VÖ bringen, weil der speicherplatz knapp ist, dann frage ich mich ernsthaft wer sich solche total bescheuerten und unrentablen ideen aus dem 11ten finger gesaugt hat...
schätzungsweise 13 millionen domains registriert die denic im moment, wenn davon nur 20% kopiert werden müssten, und jede dieser webseiten nur 1GB material enthält, sind das schon 2,6 millionen gigabyte, oder 2600 terrabyte pure daten, ohne verwaltungs software etc...
das gesetz, und die idee dazu, sind völliger blödsinn... - #112 10.09.2010 11:57 von IsArenas
Backup vom Backup vom Backup
Aus meiner Sicht ein unsinniges Projekt, denn ist eine Quelle erst einmal nicht mehr auffindbar im Internet, ist die gedruckte und/oder sonstwie gespeicherte Kopie dieser Quelle eben nur noch eine solche und wird daher im Zweifelsfall nicht anerkannt. Solange ein Weblink aber existiert, besteht sowieso kein Grund, diesen sonstwie zu archivieren, weil ja jeder darauf zugreifen und diesen ausdrucken kann. Ernsthafte Publikationen arbeiten nach wie vor mit Verweisen auf gedruckte Schriften. Das hat nichts mit Rueckstaendigkeit, sondern mit Rueckverfolgbarkeit zu tun. Jeder, der z.B. bei Wikipedia mitarbeitet, weiss, wie muehselig es ist, die Weblink-Listen auf aktuellem Stand zu halten, weshalb auch dort, also im Internet selbst, Internet-Verweise nicht wirklich gerne gesehen sind. Das Archivieren der Links loest dieses Dilemma nur zum Teil. Ein Ansatz fuer korrekte IT-Quellenpflege waere die Bereitstellung der Versionsgeschichte jeder Website wie z.B. bei Wikipedia, aber dann wuerde der Cyber wohl unendlich gross, und das Problem, dass die ganze digitale Information einfach mal so verloren gehen koennte, ist damit auch nicht geloest.
Fazit:
Der Ansatz, eine Bibliothek als Backup-System des Internets zu nutzen, kann nur in die Irre fuehren, auch deshalb, weil das Internet ja umgekehrt bereits als Backup aller gedruckten Werke genutzt wird;-) - #113 10.09.2010 12:06 von Priest
Und wie geht man mit ständigen Updates um? Selten so einen Schwachsinn gehört.
"Real men don't backup, they go ftp and let the world mirror it." - #114 12.09.2010 16:52 von
- #115 13.09.2010 13:36 von
Mein Leben
unter Kartoffelpuffern :-).
Das web.abdrucken ! Ich glaube ich bin im Wald,oder doch unter Primaten ?
Wozu sollte das gut sein ? - #116 07.10.2010 21:44 von
- #117 08.10.2010 04:31 von Pithecanthropus
Bevorzüglich soll sie eine Kartenkatalog sein. :)
Im Ernsten glaube ich, es wäre eine Riesenaufwand ohne wertwolles Ergebnis. Bis etwa 2000 waren die online Suchmaschinen nicht sehr gut, aber jetzt sind sie sind längst viel besser. Das Netz wird nicht versagen oder einstürzen, es sei denn, aller Stromquellen in einem apokalyptischen Szenario würden versagen.
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