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Ist die "Bild"-Zeitung ein ernstzunehmendes Boulevardblatt?

Die "Bild"-Zeitung polarisiert schon seit vielen Jahren. In der Plagiatsaffäre um Verteidigungsminister Guttenberg stellt sich die "Bild"-Zeitung eindeutig auf die Seite des Ministers und steuert so die Meinungsbildung nicht nur der Leser. Gerade beschrieb Judith Holofernes, Frontfrau der Gruppe "Wir sind Helden", die Zeitung als "ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht". Wie denken Sie über die "Bild"-Zeitung - ist sie noch ein ernstzunehmendes Boulevardblatt?
  1. #780

    Zitat von anoubi Beitrag anzeigen
    "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann in seinem Buch "Der große Selbst-Betrug" (Piper Verlag 2007): "Man kann Achtundsechszig vieles vorwerfen. Aber die verhängnisvollste Folge dieser Zeit ist das Aufkommen des Gutmenschen. ... Das Grau der Debatten, die blöde Solidarität mit den Kaffee-, Baumwoll- und Bananenpflückern dieser Welt." Zitatende
    Geiz ist geil. Gier ist gut. Solidarität ist blöd. Gute Menschen sind schlecht. Das ist das Weltbild der "Bild"-Zeitungsmacher. Und daher sind sie ein ernstzunehmendes Problem.
    Da wünscht man doch förmlich dieser, sorry, Mistkerl ohne jede menschliche Würde und Anstand würde wiedergeboren, und zwar als Arbeiter/Kindarbeiter irgendeiner extrem gesundheitsschädlichen Ausbeutungsindustrie.
    Ekelhaft solche statements, aber nicht überraschend. Das IST Bild und alles wofür dieses demokratiegefährdende und gesellschaftsfeindliche (wenn eine bessere gerechtere Gesellschaft das Ziel ist) Drecksblatt steht. Jegliches fehlen von menschlicher Würde, minimalem Anstand und Moral.

    Wäre Bild nicht auf diese gefährliche Weise gesellschaftsschädigend und antidemokratisch dann wäre sie nur ein "Blatt", und zwar ein extrem schlechtes, weil saugarmes Blatt Toilettenpapier. :-)

    So ist sie aber ein gefährlich kriminelles (und leider oft bagatellisiertes - man sehe sich nur die Reihe der Deppen an die dafür Werbung machen und bei mir für alle Zeiten unten durch sind: Philipp Lahm/Veronika Ferres/Peter Maffay/uvm.) Ein gefährliches desinformierendes und verblödendes Manipultaions-Antimedium für eine freie Gesellschaft, ähnlich wie Fox als TV-Variante in den USA, die auch offen mit dreisten Lügen "arbeiten".
    Müsste normalerweise in eienr gesunden Gesellschaft wg. Hetze verboten werden, weil Pressefreiheit nicht die Freiheit bedeutet offen zu lügen und die dumem Masse mit eben diesen Lügen massiv und in large scale zu manipulieren - für gesellschaftsschädigende Ziele einiger weniger.

    Wir leben nur in einer abgrudntief kranken Gesellschaft mit von grundauf falschen Werten, weltweit, Bild ist da nur eine logische und tragische Folge, die alles noch schlimmer macht. Und nein, ich denke nicht, daß das übertreiben ist - man gucke sich die konkreten Auswirkungen von Massen-Manipulation mit gefährlichen Lügen hier und in den USA an - das hat gesellschaftlich höchste Relevanz. Springer und bertelsmann gehören normalerweise als demokratiegefährdende Konzerne unter Verfassungsschutzbeobachtung - mindestens.
  2. #781

    sicher

    Die Blöd-Zeitung ist leider ein ernstzunehmendes Blatt, allein schon von der Auflagenhöhe. Die Leser dieser Zeitung werden von mir allerdings eher gering geschätzt. Es gibt zum Glück genug Menschen, die sich nicht in diese Niederungen begeben und dieses Papier negieren. Ärgerlich und enttäuschend finde ich immer wieder, dass sich Politiker exclusiv mit den Machern dieses Blattes unterhalten, so dass andere Agenturen nur mit Bezug Meldungen verbreiten können. Sehr gefreut hat mich dieser Tage, dass der Luftballon Guttenberg geplatzt ist, welcher durch dieses Blatt in die Höhe gepuscht worden ist. All Bemühungen, Herrn Guttenberg zu halten, waren erfolglos. Ich sehe das als Sieg auch über dieses Schmierblatt!
  3. #782

    Buddhismus

    Zitat von Deepthought42.0815 Beitrag anzeigen
    Da wünscht man doch förmlich dieser, sorry, Mistkerl ohne jede menschliche Würde und Anstand würde wiedergeboren, und zwar als Arbeiter/Kindarbeiter irgendeiner extrem gesundheitsschädlichen Ausbeutungsindustrie.
    In den "Vier edlen Wahrheiten" des Buddhismus habe ich sinngemäß folgendes gelesen: Wer ein loses Mundwerk führt, wird als Schwein wiedergeboren.

    Wenn das stimmt, können wir uns schon mal auf einen neuen Gammelfleischskandal einstellen, fürchte ich.
  4. #783

    Ist die Bild Zeitung ein ernstzunehmendes Boulevardblatt

    Die Artikel habe ich zwar nicht gelesen, wenn aber das Ergebnis der Berichterstattung tatsächlich für über 70 % der Bevölkerung heißt, Guttenberg soll bleiben, finde ich das erschreckend.
    Die von mir wahrgenommenen Leistungen des Herrn KT waren bisher: nassforsches Vorpreschen mit Kommentaren und anschließend Rücknahme dieser Statements und gleichzeitig Entlassung der "Schuldigen".
    Da passt die Fälschung seiner Doktorarbeit und die anschließende Aufarbeitung gut ins Bild.
    Selbst bei seiner "Abschiedsrede" versteigt er sich zu der Äußerung, er habe alles daran gesetzt in der letzten Woche noch ein gut bestelltes Haus zu hinterlassen. Wenn was schief geht, kann es also wiederum nur sein Nachfolger gewesen sein.
    Für die BRD ist nicht Soap gefragt sondern ernsthafte Politik, auch wenn die Praxis manchmal anders aussieht.
    Bildleser wollen aber offensichtlich Soap und das ist wirklich ernst zu nehmen und in meinen Augen schändlich.
  5. #784

    "bild"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Bild"-Zeitung polarisiert schon seit vielen Jahren. In der Plagiatsaffäre um Verteidigungsminister Guttenberg stellt sich die "Bild"-Zeitung eindeutig auf die Seite des Ministers und ......
    Wenn Der Spiegel "BILD" von der Titelseite entfernen würde, wäre es sehr passend.
  6. #785

    Verdrehung der Fakten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Bild"-Zeitung polarisiert schon seit vielen Jahren...
    Auch ich halte den Stil der Bildzeitung für plakativ, oberflächlich und marktschreierisch, - Brandstiftung ist das noch lange nicht; - eine einseitige Meinungsbildung fördern auch andere Medien, z.B. die taz!
    Der Konflikt zw. Bilder/Springer und den Linksintellektuellen/Grünen geht wohl hauptsächlich auf die 68er-Revolte zurück. Hierzu ist aufgrund der geschichtlichen Erfahrungen und des aktuellen Kenntnisstands festzustellen: die Springerpresse hatte recht mit Ihrer Kritik an jenen Möchtegern-Revolutionären, die ihre "Gesellschaftskritik" unter die Symbolik von millionenfachen Massenmördern wie Mao, Lenin, Pol Pot, Kim-Il-Sung stelle und in deren Namen Gewalt propagierten! Wer sich aus freiem Willen unter die Fahnen solcher Massenschlächter gibt, hat das Recht verloren, sich zu beklagen hierfür kritisiert zu werden.
    Es ist eine Sache, gegen den Vietnamkrieg zu protestieren, - eine andere, einen Despoten und Tyrannen wie Ho-Tschi-Minh und seine Vietcong (…z.B. brutale Säuberungen, Gleichschaltung der Gesellschaft, tausendfache gezielte Massenhinrichtungen aufgrund von Namenslisten während der Tet-Offensive) zu idealisieren; - während der Proteste gegen die am. Irak-Intervention feierte ja auch niemand einen Sadam H. (…diese Demonstranten zeigten eine größere Reife als die 68er!). Und idealisierte ein Rudi Dutschke nicht Despoten einer Ideologie, die - wie wir heute wissen Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat, - rief er nicht in deren Namen zur Revolution auf, - schrie er nicht am Grab eines RAF-Terroristen mit erhobener Faust "… der Kampf geht weiter!"?
    Es war nicht die Springerpresse, die ihre Anhänger zu Gewalt aufrief, sondern ihre Kritiker ("Bewaffneter Kampf", "Bullenschweine", "Macht kaputt was Euch kaputt macht", "Feuer und Flamme für den Staat"…)!

    Ich wiederholen hierzu nachmals: es ist eine Sache Gesellschaftskritik zu üben: wer dies aber im Namen von Massenmördern zu Gewalt aufruft und von Revolution schwadroniert, wird zu Recht dafür kritisiert! Es wäre für diese Springer-Hasser an der Zeit, ihr eigenes (damaliges) Handeln, Thesen und Aussagen kritisch zu reflektieren und mit den historischen Fakten abzugleichen! (M.E kann das nur mit einer Entschuldigung gegenüber Springer oder auch einem Gerhard Löwenthal enden.)
    Aber ich vermute mal, dass hierzu Leute mit elitärem Überlegenheitsgefühl, deren Weltbild sich bezüglich identitätsstiftenden Glaubensdogmen schon lange von der Realität abgekoppelt hat, nicht fähig sind!
  7. #786

    "bild"

    Verquickungen.

    Nicht nur "Bild", sondern viele andere kapitalstarken Gesellschaften haben sich unsere Regierenden zu Untertanen gemacht.
    Der Verfall der Moral und Rechtschaffenheit ist schon längst zu Grabe getragen worden.
    Dabei war dieser KT zu Guttenberg Opfer seiner eigenen Arroganz und Überheblichkeit. (Ich glaube aber, dass Andere einen Beitrag dazu beigetragen haben).
    Wenn diese westlichen Regierungen (+ Amerika) sich weiterhin kapitalhörig steuern lassen, wird auch der sogenannte "demokratische Kapitalismus", genau wie vor nicht allzulanger Zeit der Komunismus, sein Ende finden.
    Schaut auf die nordafrikanischen Staaten, irgendwann macht das Volk nicht mehr mit.
    Regierungswechsel findet bei uns nur noch statt, um wieder an den Geldtopf zu kommen. Die eigentliche Regierungsarbeit wird von Lobbyisten erledigt. Bild hat auch welche.
    Es ist einfach nur traurig.

    Dama Tusne
  8. #787

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Bild"-Zeitung polarisiert schon seit vielen Jahren. In der Plagiatsaffäre um Verteidigungsminister Guttenberg stellt sich die "Bild"-Zeitung eindeutig auf die Seite des Ministers und steuert so die Meinungsbildung nicht nur der Leser. Gerade beschrieb Judith Holofernes, Frontfrau der Gruppe "Wir sind Helden", die Zeitung als "ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht". Wie denken Sie über die "Bild"-Zeitung - ist sie noch ein ernstzunehmendes Boulevardblatt?
    ja, die BILD ist leider Ernst zu nehmen, da sie von so vielen Menschen täglich gelesen wird; Menschen, die glaube, was dort steht und nicht immer zwischen Meinung und Information bzw. deren Wahrheitsgehalt unterscheiden.
  9. #788

    Bz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie denken Sie über die "Bild"-Zeitung - ist sie noch ein ernstzunehmendes Boulevardblatt?
    Zur Kenntnis nehmen sollte man sie. Leider. Sie ist keine Zeitung, die professionelle Distanz wahrt und mit den Mitteln des verantwortungsbewussten Journalismus den gesellschaftlichen Diskurs durch Aufklärung befördert, sondern ein rechtes Blut-und-Hoden-Blatt, das mit gezielter Stimulation niedriger Instikte Stimmungen anheizt, die der Marktlage ihrer Klientel zu Gute kommen. Sie selbst und ihre Ableger sind nach meiner Kenntnis aber die meist gekauften Druckerzeugnisse und insofern sollte man sie im Auge behalten. Es ist immer gut, zu wissen, welches Öl gerade in welches Feuer gekippt wird. Ob man seine Themen an ihr orientiert, hängt sicher davon ab, in wieweit man sich zutraut, die Nachhaltigkeit der eigenen Akzeptanz unabhängig von der Suggestion eines "Volksempfindens" zu entwickeln.
  10. #789

    Zitat von Wellle Beitrag anzeigen
    Leider hat meine Frau verboten, eine Bild käuflich zu erwerben (...die kennt sich aus), so dass ich also täglich Spiegel und Bild online doppellese.

    Zwei Lager, die Unterschiede sind ansonsten marginal.
    Und leider wurde der Spiegel in den letzten 20 Jahren schlechter und zwar deutlich, die Bild leider nicht ;-)
    Tja, Titten, Sport, schwarze Balken und ordentliche Hetze hat der Spiegel nicht zu bieten. Da muss man sich natürlich doppelt anstrengen, wenn man in beiden Lagern zu Hause sein will ;-)








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