Forum: Netzwelt
Internet - Welche Bedeutung hat Anonymität im Netz?
Die Sichtweise auf Pseudonyme im Web verändert sich langsam: Facebook verlangt Klarnamen, deutsche Politiker fordern ein "Vermummungsverbot" im Web, Polizeifunktionäre drängen auf einen "verlässlichen Identitätsnachweis". Aber welche Bedeutung hätte das für Nutzer in Foren von Selbsthilfegruppen oder für Menschen in autoritär beherrschten Staaten?
- #20 19.01.2012 11:49 von
- #21 06.02.2012 15:22 von
Man muss sich eben die richtige Community aussuchen
Anonymität hat nunmal abhängig von der benutzenden Person einen hohen oder niedrigen Stellenwert. Je nach dem, ob man seine Anonymität wahren will oder nicht, sollte man sich eben die entsprechende Community aussuchen, in der man sich bewegt oder seine Meinung veröffentlicht. In offenen Communities kann man durch falsche Namen zwar auch seine Identität wahren, aber um wirklich geschützt zu sein, müsste man sich in geschlossenen Communities bewegen.
Ich habe neulich auf einer HR-Veranstaltung vom Beispiel STARK Verlag gehört, das ist der Verlag, der für die Schulabgänger diese roten Prüfungsbüchlein macht, eine eigene geschlossene Community für Lehrer aufgebaut hat (Lehrerdialog.de, Die beste Social Networking Software - 120fach bewährt.). Dort tauschen sich die Lehrer untereinander aus und legen auch die Prüfungsfragen für die alljährlichen Übungsbücher fest. Für die ist Anonymität extrem wichtig glaube ich, daher ist hier das System einer geschlossenen und exklusiven Community auf jeden Fall sinnvoll und sicher auch von den Lehrern so gewünscht.
Also: Jedem seins. Es gibt genug Auswahl aus geschlossenen und offenen Communities - wer Anonymität will, geht in geschlossene, die es mittlerweile für fast jedes Thema gibt. Wem das egal ist, bleibt bei Facebook & Co. - #22 14.02.2012 21:37 von
Keine Gründe für die Aufhebung der Anonymität
Ihr Vergleich mit dem Auto als Argument für die Aufhebung der Anonymität im Internet hinkt: die Einführung des Führerscheins verhinderte weder Autodiebstahl, noch Manipulationen am Auto, noch das Bomben legen unter Autos, noch Selbstmordattentate am Auto, noch das Fahren ohne Führerschein, noch Punkte in Flensburg, noch Verkehrstote bzw -Unfälle, noch kriminelle Machenschaften im Autohandel, noch negative Umwelteinflüsse, noch vermummtes Fahren, noch Sex auf der Rückbank.
- #23 24.02.2012 11:28 von
Faktisch Unmöglich
Wie soll so etwas denn be den momentanen technischen Möglichkeiten machbar sein? bis unsere deutschen Politiker ein "Gesetz zur Regulierung des WWW (absoluter Irrsinn, da world-wide) verabschiedet und die Behörden entsprechende Softwaren vorstellt, werden Cracker, Hacker und sonstige IT-Spezialisten tausend Wege gefunden haben, ebendiese Schutzmechanismen locker zu umgehen. Es wird nie möglich sein, das Netz komplett zu regulieren und sämtlichen bösartige Einflüsse darin auszulöschen.
- #24 24.02.2012 11:38 von
Vergleich hinkt ebenso!
Im Kern haben Sie zwar recht, jedoch muss man auch sagen, dass die staatliche Regulierung des KFZ-Wesens zumindest die Möglichkeit geschaffen hat, rücksichtslose, sich selbst und die Allgemeinheit bedrohende Personen strafrechtlich zu belangen, was einen unleugbaren Rückgang solcher Taten zur Folge hatte.
ALLERDINGS: Diese Möglichkeiten existieren im Zusammenhang mit dem Internet bereits, schließlich gelten für einen Bürger, der sich im Netz bewegt, die selben Gesetzte wie sonst auch. Wahre Anonymität gibt es im Netz ohnehin nicht! Nur dadurch, dass man seinen echten Namen nicht angibt, ist man nicht vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt! - #25 29.03.2012 13:50 von
Yoga
GottseiDank, zumal der sich bei deutschen Autos ganz von selbst verbietet, denkt man an die Knutschkapseln der Fünfziger, müsten die Deutschen schon ausgestorben sein-
Stimmt nicht ganz: fragen Sie mal die Leute von Anonymous, ob die jemals strafrechtlich belangt worden sind- ich glaube kaum. Und für den Normaluser gibt es sogar universitäre Vermummungssoftware.
Anonymous (Kollektiv)
Anonet 1.30 Download - - PC-WELT
Aber darum geht es doch gar nicht, rumzuprollen im Netz, sondern es geht darum, sich, seine Persönlichkeitssphäre zu schützen, ganz wie im realen Leben. Unser gesellschaftliches Zusammenleben ist dermaßen verknüpft, dass hier wirklich schon der Schlag eines Schmetterlingsflügels in Form einer Unvorsichtigkeit zu massiven Verwerfungen im persönlichen Umfeld führen kann. Man schaue sich bloß die Seiten an, mit denen Schüler ihre Lehrer benoten/beurteilen können. Selten wird dadurch Objektivität gefördert, die dem betreffenden Lehrer bei der Evaluation helfen würde. Es ist heute ein Leichtes, eine Person gesellschaftlich völlig zu ruinieren allein d. d. Netz. Davor muss man sich schützen! - #26 29.03.2012 21:57 von
Tja, und da hilf Anonymität oder Datenschutz nun gar nicht dies zu verhindern. Im Gegenteil.
Wenn nun eine Website behauptet, ich wäre ein Betrüger und Schuldenmacher, dann kann ich mit "seriösen" Daten das Gegenteil beweisen. Dazu müssen diese Daten aber zugänglich sein, wie zum Beispiel meine positiven Ebaybewertungen oder mein Schufakonto.
Man muss über seine Daten verfügen können um Missbrauch zu vermeiden. Man muss sein Daten verstecken können um Missbrauchen zu können. - #27 30.03.2012 10:31 von
Wer?
Wenn Sie sich als "Hänschen Klein" im Netz bewegen, ist es doch Lattenhagen, was eine Website über Hänschen Klein behauptet. Und gänzlich falsch wäre es, falschen Behauptungen durch Richtigstellung zu begegnen! Sie können doch Ihre Realität nicht dazu benutzen, sich im Netz zu profilieren-
- #28 30.03.2012 21:10 von
- #29 15.04.2012 16:59 von
Internet - welche Bedeutung hat die Anonymität im Netz?
Ich denke, dass die Anonymität gewahrt bleiben muß. Wenn Betrüger im Netz sind, so bekommt die die Polizei, aber wenn diese betrügen , erhält der Betrogene noch lange nicht sein Geld zurück.
Die Anonymität halte ich für die Öffentlichkeit für gut, so sieht doch auch jeder Politiker , wie man zu ihm steht und kann daraus lernen oder auch nicht. Jedenfalls bewahrt es den normalen Bürger, Drohanrufe zu erhalten oder Schlimmeres.
Mein zarter Enkel hat mit seinem MItbewohner - auch Student - eine Waschmaschine im Internet gebraucht gekauft. Das Geld (250 €) sind weg, an die Handynummer geht niemand mehr ran. Die Polizei wird den Anrufer sicherlich finden, aber - waas solls - das Geld sehen die Beiden nicht wieder. Aber wer nciht hören will muß fühlen. Ich habe vorher gesagt, man kauft keine gebrauchten Elektrogeräte - ich verschenke immer meine- es müssen ja nicht die Teuersten sein. Vor gebrauchten Toastern oder Herden würde ich Ekel empfingen und Waschmaschinen verkalken. Genauso würde ich ein gebrauchtes Auto nur in einer anerkannten Firma kaufen. Aber diese Billiggeneration wird das noch lernen. Übrigens, mein guter alter Elektrofachmann ist nun gefragt.
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