Ich denke bei Ebay ist es wie im richtigen Leben.
Man muss mit offenen Augen durch die Angebote surfen und vor dem Kauf schon mal die Verkäufer seleketieren können.
Wenn ein gewerblicher Verkäufer unter 1000 verkauften Artikeln pro Monat ein paar weniger negative Bewertugen hat, finde ich das erstmal nicht schlimm. Die Wahrscheinlichkeit unter 1000 Verkäufen die typischen "Nörgler" zu finden, welche schlecht bewerten, ist recht hoch. Gibt es auch im wahren Leben.
Wenn ich aber sehe, dass unter den paar wenigen schlechten Bewertungen mein gesuchter Artikel dabei ist, dann kaufe ich woanders. Dann zeugt das von schlechter Qualität des Artikels.
Haben dagegen Privatpersonen mit z. Bspl. 100 oder 200 Verkäufen mehrere negative Einträge, kauf ich gar nicht. Dieser Bewertungsschnitt lässt auf stressigen Verkäufer schließen.
Ein Manko bei Ebay: Die Qualität der Artikel gerade bei gewerblichen Massen-Verkäufern ist leider oft sehr schlecht. Und der Preis im Gegenzug meist nicht unbedingt günstiger als im Laden.
Eine Qualitätskontrolle, wenn auch nur stichprobenartig, wäre wünschenswert.
Der große Vorteil bei Ebay ist, man findet so ziemlich alles mögliche und unmögliche an Ware zu erschwinglichen Preisen.
Aber als Privatverkäufer hat man durch die hohe Anzahl an gewerblichen Massen-Anbietern und deren Möglichkeit auch kostenlosen Versand anzubieten, kaum noch eine Chance Alltagsartikel los zu werden.
Die hübsche alte Bleikristallschale welche noch qualitativ hochwertig gefertigt wurde, findet keinen Abnehmer, weil irgendein Anbieter dieses Teil mit kostenlosem Versand anbietet. Ob die Qualität aber die gleiche ist, wie bei der privat angebotenen, ist zu bezweifeln.
Aber Hauptsache billig.
Ich bin schon seit Jahren bei Ebay und habe ganze 75 Auktionen mitgemacht, als Käufer und Verkäufer. Warum so wenig? Ich setze nur Artikel rein, die noch nicht in der breiten Masse angeboten werden, oder die ich sowieso selbst bei Anschaffung nicht bezahlen musste, weil geschenkt oder kostenlos überlassen.
Oft denke ich "Ach dieses Teil könnte noch einen Abnehmer finden. Viel zu schade zum Wegwerfen." Aber der Aufwand und die Ebay-Gebühren sind zu hoch, und die Verkaufschancen sind zu niedrig.
Der Grundgedanke, mit dem Ebay mal anfing, einen Online-Flohmarkt zu betrieben, um jedem zu ermöglichen seinen ganzen Kleinkram loszuwerden, ist schon lange verloren. Mittlerweile schmeiße ich meine für überflüssig befundenen Kleinigkeiten heute wieder weg, auch wenn vielleicht das ein oder andere interessante Stück den Weg in die Mülltonne findet.



