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Google - verletzen die Häuserfotos bei Street View die Privatsphäre?

Der Streit über das neue Google-Angebot Street View wird in Deutschland intensiv geführt. Verletzen nun die Fotos der Häuserfassaden im Internet die Privatsphäre der Bewohner?
  1. #770

    Journaille

    Zitat von Waffelbäcker Beitrag anzeigen
    Find ich ja an sich schon bedenklich, dass dann - gegen den Willen aller anderen Mieter und gegen den Willen des Vermieters - verpixelt wird.
    Tja, Deutschland ist so, mitgegangen, mitgehangen. Der hysterische deutsche Kleinbürger und seine Medienjournaille wollten es so.
  2. #771

    Wie bitte!?

    Zitat von stacheldraht07 Beitrag anzeigen
    Bereits das Verfahren, das Google anwendet, widerspricht dem demokratischen Rechtsverständnis. Richtig wäre es gewesen, wenn Google die Menschen fragen würde, ob sie gern Bilder ihres Hauses im Internet sehen möchten. Und wer einwilligt, dessen Haus wird fotografiert.
    Ich habe kein Interesse daran, mein Haus.....
    Wenn ich mir Bilder vom öffentlichen Raum ansehen will und nichts dagegen habe, wenn andere es auch tun, bin ich nach Ihrem Verständnis ein Exhibitionist, der sich besser in Nachmittagstalkshows des Privatfernsehens austoben sollte?

    Geht es noch hysterischer?
  3. #772

    Warum Antiamerikanismus?

    Zitat von Ossi Ostborn2.0 Beitrag anzeigen
    Ich glaube es liegt am Antiamerikanismus in Deutschland. Wenn das gleiche Vorhaben von einem russischen, iranischen oder palästinensischen Unternehmen umgesetzt würde, würde es hier keinen interessieren.
    Naja, im Lande des DCMA, der Softwarepatente, 1-click patents, der Acta-Förderer und Patenttrolle wird doch an jeder Stelle der Schutz von Vermarktbarem gegenüber Trittbrettfahrern, Dieben und Free-Use-Freunden hochgehalten. Da finde ich es nur nachvollziehbar wenn Foristen wie Meckermann sich nach IHREM Vorteil fragen.

    Immerhin nimmt Google für sich in Anspruch, die Ansicht unserer Häuser als Content zu verwenden und nebenbei eingeblendete Werbeplätze zu vermarkten - also Geld damit zu verdienen. Und das, ohne uns zu beteiligen. Solange Google übermäßig gut verdient, wäre da ein Anteil im Gegenzug zur Nutzungserlaubis schon angemessen.
  4. #773

    Zitat von clauscst Beitrag anzeigen
    Ich frage mich wirklich, woher die Hysterie hierzulande rührt. In anderen Ländern ist "Street View" kein Thema.
    Zitat von Ossi Ostborn2.0 Beitrag anzeigen
    Ich glaube es liegt am Antiamerikanismus in Deutschland. Wenn das gleiche Vorhaben von einem russischen, iranischen oder palästinensischen Unternehmen umgesetzt würde, würde es hier keinen interessieren.
    Und hier gleich der Beweis ;-)

    Zitat von Navitrolla Beitrag anzeigen
    Also mir fallen gleich ein paar Gründe ein, warum ich Google Streetview nicht gut finde:
    1. Marktmacht von Google und den Fakt, dass eine US-Amerikanische Firma durch diese Aktion eine marktbeherrschende Stellung weiter ausbaut.
    Es ist dem Foristen wichtig, bei seiner Begründung explizit auf den Sitz des Unternehmens hinzuweisen, also ist dies explizit Teil seiner Begründung und Angst vor Google

    Tatsächlich ist aber auch das unvollständig, denn um das eigentliche Problem mit Google umfassend zu beschreiben, hätte er sagen müssen jüdisches US-Amerikanisches Unternehmen....das gehört beides untrennbar zusammen: Antisemitismus und Antiamerikanismus sind wie Vater und Sohn und tief bei deutschen rechten und linken Reaktionären verwurzelt.....
  5. #774

    Zitat von dauth Beitrag anzeigen
    D.h. die Daten werden ziemlich aktuell sein. Denn gegen eine Gebühr haben sie Zugriff auf ziemlich aktuelle Daten von Google Earth. Diese werden alle paar Wochen aktualisiert. Allerdings sehen das nur die Leute, die dafür bezahlen.
    Haben Sie für diese Behauptung einen Beleg?
  6. #775

    schwache Argumente

    Zitat von Navitrolla Beitrag anzeigen
    Also mir fallen gleich ein paar Gründe ein, warum ich Google Streetview nicht gut finde:
    1. Marktmacht von Google und den Fakt, dass eine US-Amerikanische Firma durch diese Aktion eine marktbeherrschende Stellung weiter ausbaut.
    schwaches Argument. So etwas wie StreetView machen andere auch, kleine und große Firmen (wie z.B. Microsoft) - scheint ja niemanden zu stören.

    2. Googles auftreten: Salamitaktik gegenüber Datenschützern & die Tatsache, dass Netzwerke gescannt werden / Daten aufgezeichnet werden, die für Streetview nicht nötig sind.
    Auch ein Irrtum, dem so viele aufgesessen sind. Google hat zwar festgestellt, wo z.B. WLANs sind, das wars aber auch: es wurden keine Daten aufgezeichnet. WLANs aufspüren kann übrigens jeder, der durch die Straßen fährt und ein WLAN fähiges Handy dabei hat...

    Apropo Salamietaktik: mir ist lieber, jemand lotet die Grenzen des Datenschutzes aus (wie u.A. Google) als das er sie gleich voll und vor allem still und heimlich überschreitet, wie unsere Behörden, Polizei, Staatsanwaltschaften und auch z.B. die GEZ es täglich tun. Da ist komischerweise niemand auf die Strasse gegangen...

    3. Keine Kennzeichnung des Aufnahmedatums in SV. Nachteilig für den, der ein altes Haus zu einem schönen Hotel ausbaut & wegen hässlichem Streetview-Foto weniger Gäste bekommt
    auch ein schwaches Argument. Ich schau mir höchsten, wenn ich ein Hotel gebucht habe, den ganzen Straßenzug an, um zu sehen, in welcher Gegend das Teil steht. Das die Bilder älter sind und vielleicht nicht mehr der Wahrheit entsprechen, darauf kann mich das Hotel ja in seiner Werbung hinweisen. Ab gesehen davon hat heute jedes Hotel aktuelle Bilder auf seiner Webseite, da braucht niemand StreetView...

    4. Höhe der Kamera auf Streetview-Fahrzug. Panoramfreiheit galt nach meinem Verständnis immer für Fotos, die ohne hilfsmittel wie Leitern etc. entstehen - warum darf Google dann von 3 m Höhe über Hecken peilen?
    Oh wie schlimm...dann habe ich ja als Pressefotograf immer gegen geltendes Recht verstoßen, wenn ich z.B. bei einer Demo auf eine Mülltonne geklettert bin, um bessere Bilder zu machen. Und alle Teilnehmer auf diesen Bildern waren scharf zu erkennen und nicht verpixelt...und alle am nächsten Tag in der Zeitung...

    Das ist so ein typisch an den Haaren herbei gezogenes Argument, von Leuten denen sonst nichts Stichhaltiges einfällt....
  7. #776

    Bahnhof

    Zitat von Tschoeni Beitrag anzeigen
    Wenn das denn alles so wenig weltbewegend ist, warum sollte dann google dem Widerspruch nicht stattgeben? Und jetzt verstehe ich nicht ganz. Warum hat der, der sein Haus zeigt, eine Verletzung seiner Privatsphäre zu befürchten? Wenn die ihm wichtig wäre, dann hätte er ja handeln können, oder? Wenn überhaupt eine Verletzung seiner Privatsphäre gegeben ist, dann willigt er doch meines Erachtens darin ein.
    Ähm. Haben Sie verstanden was ich geschrieben hatte?
  8. #777

    Endlich mal jemand der es auf den Punkt bringt dass Google die datenschutz Rechte nicht verletzt
  9. #778

    Daten

    Zitat von dauth Beitrag anzeigen
    1. Google selbst will die DAten von Streetview mit denen von Google Earth kombinieren.
    D.h. die Daten werden ziemlich aktuell sein. Denn gegen eine Gebühr haben sie Zugriff auf ziemlich aktuelle Daten von Google Earth. Diese werden alle paar Wochen aktualisiert. Allerdings sehen das nur die Leute, die dafür bezahlen.
    Sehr unwahrscheinlich, dass alle paar Wochen die Aufnahmeautos ganz Deutschland abfahren.

    Was soll das außerdem mit google earth zu tun haben ?
    Zitat von dauth Beitrag anzeigen
    2. der öffentliche Raum ist nur der Raum den man von der Straße aus in in "Kopfhöhe" einsehen kann. also sagen wir mal 2 Meter. Die Bilder die gemacht werden, gehen eindeutig drüber hinaus. Mit den Fahrzeugen kann z.B. über eine Hecke drüber fotografiert werden, DAS ist privater Raum.
    Das sehe ich auch schon über google earth und betrifft auch nur eine Minderheit, weil eben hauptsächlich Städe abfotografiert wurden. Die 50cm Unterschied sind wohl kaum von belang.

    Ich weiß auch nicht warum die Leute die ganze Zeit so tun , als wäre ihre Gartendeko eine Art militärisches Geheimprojekt. Da wird mal wieder die eigene Wichtigkeit völlig überschätzt.

    Zitat von dauth Beitrag anzeigen
    3. Es ist ja nicht so, daß der Bankberater sehen will, wie Ihre Fassade aussieht, sondern er will sehen wie das ganze Viertel aussieht. Denn kombiniert mit den Daten von "KlickTel" ergibt sich ein perfekter Atlas über Bonität ganzer Stadtviertel. ( im übrigen kann jeder diese Daten bei KlickTel für 19,95€ kaufen)
    Diese bewertungsdaten von den verschiedenen Scoring-Firmen für Stadtviertel wurden gerade deshalb erst erhoben, weil man eben nicht ausreichend präzise von einer Fassade auf die Bonität schließen kann.
    Deshalb basieren die Scoring-Daten auf wichtigere und aussagekräftigere Größen wie Einkommen , Kreditausfälle, Häufigkeit von Umzügen , Häufigkeit von Bestellen von Kathalogware , Häufigkeit des Bezahlens mit EC-Karten , Umsatz des Einzelhandels in der Gegend , Zusammensetzung des Einzelhandels, usw.


    Außerdem sollte jeder örtliche Bankmitarbeiter die Wohn-Umgebung seiner Kundschaft selbstverständlich sowieso kennen.
  10. #779

    Zitat von Navitrolla Beitrag anzeigen
    ...
    Immerhin nimmt Google für sich in Anspruch, die Ansicht unserer Häuser als Content zu verwenden und nebenbei eingeblendete Werbeplätze zu vermarkten - also Geld damit zu verdienen. Und das, ohne uns zu beteiligen. Solange Google übermäßig gut verdient, wäre da ein Anteil im Gegenzug zur Nutzungserlaubis schon angemessen.
    Aber ich bitte Sie, was ist das denn für ein schwaches, sogar, verzeihen Sie den Ausdruck, armseliges Argument? In dem Forum in dem Sie gerade schreiben, dem SpON, produzieren auch Sie Content den Spiegel dazu verwendet, um Geld zu verdienen. Content ist King und nur der läßt sich vermarkten. Hier beim SpON-Forum haben Sie kein Problem damit, Sie ermöglichen es sogar erst durch Ihr Geschreibsel....aber Google ist ja so bööööööse....


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